Sommerchallenge - Teilchenbewegung
Jun. 14th, 2010 10:29 pmTitel: Titel… wozu braucht man sie schon?
Autor:
rolly_chan
Fandom: Original
Challenge: Teilchenbewegung
Wörter: Word sagt 1072
Team: Byron
Kommentar: Dieses Mal keine Warnungen, yay (außer, jemand mag die Ich-Perspektive nicht). Wird aber wieder etwas fluffig. Etwas. Und ENDLICH hab ich mal was zu dem Original-Roman geschrieben, den ich geplant habe *_*
Und ich hab endlich ein Gefühl für die Charaktere, yay.
Ich joggte. Das wäre an sich nichts Ungewöhnliches… ich ging gerne Joggen. Machte den Kopf frei. Habe ich damals gebraucht, sonst wär ich durchgedreht. Mittlerweile joggte ich natürlich rein aus Spaß. Und weil es mich fit hielt.
Aber dieses Mal…
„… und dann ist Chester natürlich furchtbar wütend geworden und wollte irgendetwas nach Minnie werfen, aber er hat nur ein Küchentuch erwischt und war dann noch wütender. Dann ist er auch noch auf dem Tee ausgerutscht, den Minnie vorher umgeworfen hatte und gleich auf dem Hintern gelandet. Er war wohl so sauer, dass er seine wirkliche Form angenommen hat. Das war ihm natürlich unglaublich peinlich…“
… war ich mit Phoebe joggen. Und Phoebe war… nun ja, sie war generell etwas zu aufgedreht und quietschig und redete wie ein Wasserfall.
Ich warf ihr einen Blick zu, während sie munter ohne Punkt und Komma weiterredete. Sie schien nicht einmal aus der Puste zu sein, was mich sehr stutzig machte.
Ich habe Phoebe noch nie laufen sehen. Nie. Ich habe nicht einmal gewusst, dass sie IRGENDEINEM Sport irgendetwas abgewinnt.
Was mich allerdings noch viel stutziger machte, war die Tatsache, dass SIE mich aufgefordert hatte, mit ihr Joggen zu gehen, während ich faul auf der hübschen Holzbank in meinem Garten lag und mich von der Sonne brutzeln ließ.
Bei achtundzwanzig Grad. Im Schatten.
Als sie mich voller Enthusiasmus fast angesprungen hat, kam sie mir noch nicht suspekt vor. Das tat sie sowieso immer. Aus welchem Grund auch immer hat sie mich zu ihrer besten Freundin gemacht. Keine Beschwerden auf meiner Seite deswegen. Ich war gern ihre beste Freundin.
Als sie jedoch überschwänglich anfing, davon zu erzählen, wie großartig und supergenial es wäre, wenn ich mit ihr Joggen gehen würde, und auch noch mit glitzernden Augen anfing, alle möglichen Routen zu beschreiben, sie wir entlanglaufen könnten, konnte ich nicht anders, als doch überrascht von ihr zu sein.
Und das war ich sonst nicht. Phoebe benahm sich durch und durch seltsam. Und das schon immer. Irgendwann habe ich mich einfach daran gewöhnt, dass sie nicht wie ein normaler Mensch in einen Laden ging, sondern erst einmal im Eingang stehen blieb, um sich einen Überblick über den Innenraum zu verschaffen, dass sie fremden Menschen nicht die Hand gab, wenn sie sich diesen vorstellte, sondern sie gleich umarmte, dass sie kein Kaugummi kauen konnte, ohne es irgendwann in ihren Haaren kleben zu haben, oder dass sie das Telefon immer mindestens zwanzig Zentimeter vom Ohr entfernt hielt, während sie telefonierte.
„… -mber, hey Amber!“
Ich lenkte meine Aufmerksamkeit wieder auf Phoebe, die scheinbar ohne Anstrengung neben mir her joggte.
„Hm?“, machte ich, einfach weil es so warm und ich so schläfrig war. Selbst beim Joggen.
Sie lachte.
„Du hörst mir ja gar nicht zu!“
Wieder so etwas, das mich immer meine Augenbraue heben ließ. Phoebe freute sich über die seltsamsten Dinge. So wie jetzt, dass ich nicht zugehört hatte.
Wo war da gleich noch die Logik?
„Hä?“, fragte ich deshalb nach. Mein Hirn arbeitete bei so einem Wetter einfach nicht mehr richtig.
Plötzlich war da eine Hand in meinen Haaren und zerwuschelte diese. Hätte ich die Kraft dazu gehabt, hätte ich sie abgeschüttelt. Aber mir war so unglaublich warm, dass ich einfach nur ein undefinierbares Geräusch von mir gab und weiterlief, als wäre nichts gewesen.
„Ich habe dich gerade vollgetextet, über Chester, Minnie und Warren“, erzählte Phoebe grinsend und lachte erneut. Dann machte sie eine Rechtskurve und ich war gezwungen, ebenfalls zu wenden, um nicht in sie hineinzulaufen. Meine Schuhe federten leichter vom Boden ab und als ich nach unten sah, merkte ich, dass wir nicht mehr auf Asphalt, sondern einen Pfad entlangliefen.
Etwas weiter vorn, wo der Pfad nach rechts verlief, erkannte ich einen kleinen Abhang.
„Weißt du, Minnie und Warren fragen schon nach dir. Du musst mal wieder was mit uns allen unternehmen. Nur Chester… naja, du kennst Chester. Er ist so miesepetrig, dass selbst der miese Peter dagegen noch fröhlich wirkt.“
Wir liefen in die Kurve und den Abhang entlang. Ich warf einen kurzen Blick hinunter, aber da war nur ein kleiner See.
„Hmmhm. Chester kann mich immer noch nicht leiden, was?“, murmelte ich leise. Selbst Sprechen war eine zu große Anstrengung. Wenn ich im Laufen schlafen könnte, das wäre schön.
Warum war Phoebe bei so hohen Temperaturen nicht müde? Da war doch irgendetwas faul…
Phoebe lachte wieder. Sie könnte ewig weiterlachen. Ihr Lachen klang so frisch und hell und schön und egal wie schlecht man sich fühlte, wenn Phoebe lachte, kam man einfach nicht umhin, wenigstens selbst auch zu lächeln.
Meine Mundwinkel zogen sich auseinander.
„Ach was, der mag dich, er will es nur nicht zugeben, weil er so oft schon allen gesagt hat, dass er dich hasst. Hey, was ist denn das da vorn- wah!“
Und plötzlich joggte niemand mehr neben mir, aber ich brauchte ein paar Sekunden, bevor ich selbst langsamer wurde und schließlich anhielt.
Ich drehte mich um, aber da war keine Phoebe.
„Phoebe?“
Dann hörte ich einen lauten Platscher und trat an den Abhang heran. Phoebe tauchte gerade wieder auf und spuckte Wasser, während sie sich hecktisch um sich selbst drehte. Dann wischte sie sich ihre schwarzen Haare aus dem Gesicht und drehte sich noch einmal langsam im Kreis, bis sie mich entdeckte und mich kurz ansah.
Ich musste mich zwingen, nicht die Augen zu verdrehen. Stattdessen schlich sich ein Grinsen ganz ohne mein Zutun auf mein Gesicht.
Phoebe erwiderte es.
„Hey, Amber! Komm auch rein – es ist angenehm erfrischend!“, rief sie mir zu, lachte und tauchte wieder ab, um ein wenig weiter entfernt wieder aufzutauchen.
Ich schüttelte den Kopf.
Phoebe ist eben seltsam, dachte ich. Aber was solls?
Ich zuckte mit den Schultern, kletterte vorsichtig den Abhang runter und sprang Phoebe hinterher.
Das Wasser sprudelte kalt um mich herum, aber Phoebe hatte Recht – es war erfrischend. Und es weckte mich aus dem Halbschlaf, in den ich seit heute morgen gefallen war.
Als ich auftauchte, kam mir Phoebe entgegen geschwommen und grinste mich an.
Ich lächelte ihr unschuldig zu, bevor ich beide Hände auf ihre Schultern legte und sie unter Wasser tauchte.
Ich war überrascht, als Phoebe hinter mir wieder auftauchte und mich in den Schwitzkasten nahm. Doch sie lachte dabei.
Was kümmerte es mich, warum sie heute so aktiv war? Immerhin wären wir jetzt nicht hier, wenn sie es nicht gewesen wäre…
Und Phoebe würde mir zu sehr fehlen, wäre sie nicht meine Freundin. Selbst mit ihren ganzen Eigenarten.
Oder gerade deswegen.
Autor:
Fandom: Original
Challenge: Teilchenbewegung
Wörter: Word sagt 1072
Team: Byron
Kommentar: Dieses Mal keine Warnungen, yay (außer, jemand mag die Ich-Perspektive nicht). Wird aber wieder etwas fluffig. Etwas. Und ENDLICH hab ich mal was zu dem Original-Roman geschrieben, den ich geplant habe *_*
Und ich hab endlich ein Gefühl für die Charaktere, yay.
Ich joggte. Das wäre an sich nichts Ungewöhnliches… ich ging gerne Joggen. Machte den Kopf frei. Habe ich damals gebraucht, sonst wär ich durchgedreht. Mittlerweile joggte ich natürlich rein aus Spaß. Und weil es mich fit hielt.
Aber dieses Mal…
„… und dann ist Chester natürlich furchtbar wütend geworden und wollte irgendetwas nach Minnie werfen, aber er hat nur ein Küchentuch erwischt und war dann noch wütender. Dann ist er auch noch auf dem Tee ausgerutscht, den Minnie vorher umgeworfen hatte und gleich auf dem Hintern gelandet. Er war wohl so sauer, dass er seine wirkliche Form angenommen hat. Das war ihm natürlich unglaublich peinlich…“
… war ich mit Phoebe joggen. Und Phoebe war… nun ja, sie war generell etwas zu aufgedreht und quietschig und redete wie ein Wasserfall.
Ich warf ihr einen Blick zu, während sie munter ohne Punkt und Komma weiterredete. Sie schien nicht einmal aus der Puste zu sein, was mich sehr stutzig machte.
Ich habe Phoebe noch nie laufen sehen. Nie. Ich habe nicht einmal gewusst, dass sie IRGENDEINEM Sport irgendetwas abgewinnt.
Was mich allerdings noch viel stutziger machte, war die Tatsache, dass SIE mich aufgefordert hatte, mit ihr Joggen zu gehen, während ich faul auf der hübschen Holzbank in meinem Garten lag und mich von der Sonne brutzeln ließ.
Bei achtundzwanzig Grad. Im Schatten.
Als sie mich voller Enthusiasmus fast angesprungen hat, kam sie mir noch nicht suspekt vor. Das tat sie sowieso immer. Aus welchem Grund auch immer hat sie mich zu ihrer besten Freundin gemacht. Keine Beschwerden auf meiner Seite deswegen. Ich war gern ihre beste Freundin.
Als sie jedoch überschwänglich anfing, davon zu erzählen, wie großartig und supergenial es wäre, wenn ich mit ihr Joggen gehen würde, und auch noch mit glitzernden Augen anfing, alle möglichen Routen zu beschreiben, sie wir entlanglaufen könnten, konnte ich nicht anders, als doch überrascht von ihr zu sein.
Und das war ich sonst nicht. Phoebe benahm sich durch und durch seltsam. Und das schon immer. Irgendwann habe ich mich einfach daran gewöhnt, dass sie nicht wie ein normaler Mensch in einen Laden ging, sondern erst einmal im Eingang stehen blieb, um sich einen Überblick über den Innenraum zu verschaffen, dass sie fremden Menschen nicht die Hand gab, wenn sie sich diesen vorstellte, sondern sie gleich umarmte, dass sie kein Kaugummi kauen konnte, ohne es irgendwann in ihren Haaren kleben zu haben, oder dass sie das Telefon immer mindestens zwanzig Zentimeter vom Ohr entfernt hielt, während sie telefonierte.
„… -mber, hey Amber!“
Ich lenkte meine Aufmerksamkeit wieder auf Phoebe, die scheinbar ohne Anstrengung neben mir her joggte.
„Hm?“, machte ich, einfach weil es so warm und ich so schläfrig war. Selbst beim Joggen.
Sie lachte.
„Du hörst mir ja gar nicht zu!“
Wieder so etwas, das mich immer meine Augenbraue heben ließ. Phoebe freute sich über die seltsamsten Dinge. So wie jetzt, dass ich nicht zugehört hatte.
Wo war da gleich noch die Logik?
„Hä?“, fragte ich deshalb nach. Mein Hirn arbeitete bei so einem Wetter einfach nicht mehr richtig.
Plötzlich war da eine Hand in meinen Haaren und zerwuschelte diese. Hätte ich die Kraft dazu gehabt, hätte ich sie abgeschüttelt. Aber mir war so unglaublich warm, dass ich einfach nur ein undefinierbares Geräusch von mir gab und weiterlief, als wäre nichts gewesen.
„Ich habe dich gerade vollgetextet, über Chester, Minnie und Warren“, erzählte Phoebe grinsend und lachte erneut. Dann machte sie eine Rechtskurve und ich war gezwungen, ebenfalls zu wenden, um nicht in sie hineinzulaufen. Meine Schuhe federten leichter vom Boden ab und als ich nach unten sah, merkte ich, dass wir nicht mehr auf Asphalt, sondern einen Pfad entlangliefen.
Etwas weiter vorn, wo der Pfad nach rechts verlief, erkannte ich einen kleinen Abhang.
„Weißt du, Minnie und Warren fragen schon nach dir. Du musst mal wieder was mit uns allen unternehmen. Nur Chester… naja, du kennst Chester. Er ist so miesepetrig, dass selbst der miese Peter dagegen noch fröhlich wirkt.“
Wir liefen in die Kurve und den Abhang entlang. Ich warf einen kurzen Blick hinunter, aber da war nur ein kleiner See.
„Hmmhm. Chester kann mich immer noch nicht leiden, was?“, murmelte ich leise. Selbst Sprechen war eine zu große Anstrengung. Wenn ich im Laufen schlafen könnte, das wäre schön.
Warum war Phoebe bei so hohen Temperaturen nicht müde? Da war doch irgendetwas faul…
Phoebe lachte wieder. Sie könnte ewig weiterlachen. Ihr Lachen klang so frisch und hell und schön und egal wie schlecht man sich fühlte, wenn Phoebe lachte, kam man einfach nicht umhin, wenigstens selbst auch zu lächeln.
Meine Mundwinkel zogen sich auseinander.
„Ach was, der mag dich, er will es nur nicht zugeben, weil er so oft schon allen gesagt hat, dass er dich hasst. Hey, was ist denn das da vorn- wah!“
Und plötzlich joggte niemand mehr neben mir, aber ich brauchte ein paar Sekunden, bevor ich selbst langsamer wurde und schließlich anhielt.
Ich drehte mich um, aber da war keine Phoebe.
„Phoebe?“
Dann hörte ich einen lauten Platscher und trat an den Abhang heran. Phoebe tauchte gerade wieder auf und spuckte Wasser, während sie sich hecktisch um sich selbst drehte. Dann wischte sie sich ihre schwarzen Haare aus dem Gesicht und drehte sich noch einmal langsam im Kreis, bis sie mich entdeckte und mich kurz ansah.
Ich musste mich zwingen, nicht die Augen zu verdrehen. Stattdessen schlich sich ein Grinsen ganz ohne mein Zutun auf mein Gesicht.
Phoebe erwiderte es.
„Hey, Amber! Komm auch rein – es ist angenehm erfrischend!“, rief sie mir zu, lachte und tauchte wieder ab, um ein wenig weiter entfernt wieder aufzutauchen.
Ich schüttelte den Kopf.
Phoebe ist eben seltsam, dachte ich. Aber was solls?
Ich zuckte mit den Schultern, kletterte vorsichtig den Abhang runter und sprang Phoebe hinterher.
Das Wasser sprudelte kalt um mich herum, aber Phoebe hatte Recht – es war erfrischend. Und es weckte mich aus dem Halbschlaf, in den ich seit heute morgen gefallen war.
Als ich auftauchte, kam mir Phoebe entgegen geschwommen und grinste mich an.
Ich lächelte ihr unschuldig zu, bevor ich beide Hände auf ihre Schultern legte und sie unter Wasser tauchte.
Ich war überrascht, als Phoebe hinter mir wieder auftauchte und mich in den Schwitzkasten nahm. Doch sie lachte dabei.
Was kümmerte es mich, warum sie heute so aktiv war? Immerhin wären wir jetzt nicht hier, wenn sie es nicht gewesen wäre…
Und Phoebe würde mir zu sehr fehlen, wäre sie nicht meine Freundin. Selbst mit ihren ganzen Eigenarten.
Oder gerade deswegen.
no subject
Date: 2010-06-14 09:14 pm (UTC)Es ist schön locker, frisch, lustig, lässt sich sehr schön lesen.
Frühjahrsmüdigkeit hätte glaub ich auch gut als Challenge gepasst, und SChritt halten auch irgendwie^^.
ich finde, man merkt auch ein bisschen, dass du ein Gefühl für die Charas hast.
no subject
Date: 2010-06-15 06:21 pm (UTC)Stimmt, jetzt wo dus sagst... och menno xD Aber für die beiden Challenges hab ich mir auch schon was überlegt ^-^
Danke *____* Ich freu mich auch total, dass es endlich geklappt hat. Jetzt kann ich mich auch an die eigentliche Story zu den beiden setzen. Nachdem ich meine Tactics-Ff fertig hab *lol* Die kommt nämlich zu erst =)