Titel: Wie war das nochmal früher?
Sommer-challenge: Porno
Genre: Original
Warnung: nicht beta-gelesen, und einmal gelöscht und nochmal neu geschrieben, natürlich nicht mit Absicht gelöscht, und gehetzt neu geschrieben. viel spaß
Die Katze miaute und starrte vorwurfsvoll auf den Futternapf. Sie starrte zu ihm. Miaute. Starrte zum Napf. Scharrte mit der Pfote darin. Miaute. Sein Vater stand auf, packte sie und setzte sie in den Garten. Tür zu. Die Katze setzte sich hin und miaute und drehte sich zum Blumenkübel und begann die Erde auf der Terrasse zu verstreuen.
Sein Vater setzte sich wieder an den Küchentisch und verschränkte die Arme über der Brust. Die Uhr stand auf viertel vor fünf. Zehn vor fünf kam seine Frau nach Hause. Er saß und wartete. Damit sie sich um die Sache kümmern konnte.
Die Katze gab auf, warf dramatisch ihren Schwanz zweimal hin und her, miaute nochmals vorwurfsvoll und stolzierte dann unter die Hecke, um dort ihren nächsten Rachefeldzug zu planen. Beim letzten hatte sie spätnachts auf der Decke, unter der sein Vater schlief, ihre Notdurft verrichtet. Sein Vater meinte, immer noch den Geruch in der Nase zu haben, wenn er abends ins Bett ging.
Er starrte weiter aus dem Fenster, und knabberte an seinen Fingernägeln, aus Nervosität. Er versuchte cool und unbesorgt auszusehen. Er strich sich zur Untermalung die Haare noch weiter ins Gesicht, und kaute weiter. Sein Vater lehnte sich vor, und es sah fast so aus, als würde er was sagen wollen, aber er stützte sich nur auf den Tisch ab und fing mit den Fingern zu trommeln an. Seine Knie schafften es beinahe im Takt mitzuwippen. Er bezweifelte, dass sein Vater versuchte cool und lässig auszusehen. Selbst wenn, die Schweißperlen auf seiner Stirn verrieten ihn. Es war nicht warm genug, als dass sie durch bloßes Rumsitzen entstehen könnten.
Die Uhr zeigte nun 11 Minuten vor fünf, und er hörte wie seine Mutter den Schlüssel ins Schloss steckte. "Hallo, ihr Zwei!", rief sie aus dem Flur, begleitet von den Geräuschen des Zuhause-Ankommens. Sie kam in die Küche gelaufen, und ihr Blick fiel auf die Mitte des Tisches. Ihr Blick wanderte zu ihrem Sohn, der krampfhaft lässig aus dem Fenster starrte. Wanderte zu ihrem Mann, der wieder die Arme über der Brust verschränkte, und versuchte seinen Sohn vorwurfsvoll anzuschauen.
Sie lachte. Sie lachte laut und lang. Auf den Stirnen beider Männer bildeten sich Falten der Verwunderung. "Ach, komm, Peter, glaubst du wirklich, dein Sohn kann sich nicht denken, dass du sowas in seinem Alter auch gelesen hast?" Peter räusperte sich. Sein Sohn grinste. "Kondome sind im Bad auf dem Schrank unter meinem Schmuckkasten. Bedien dich.", sagte sie, und wandte sich schon ab, noch bevor Peter empört tun konnte.
"Was wollt ihr essen?" Sie machte die Tür auf und ließ die Katze rein. Die streckte seinem Vater den Hintern entgegen. Er stand auf, nahm das Heft und ging es besser verstecken.
Sommer-challenge: Porno
Genre: Original
Warnung: nicht beta-gelesen, und einmal gelöscht und nochmal neu geschrieben, natürlich nicht mit Absicht gelöscht, und gehetzt neu geschrieben. viel spaß
Die Katze miaute und starrte vorwurfsvoll auf den Futternapf. Sie starrte zu ihm. Miaute. Starrte zum Napf. Scharrte mit der Pfote darin. Miaute. Sein Vater stand auf, packte sie und setzte sie in den Garten. Tür zu. Die Katze setzte sich hin und miaute und drehte sich zum Blumenkübel und begann die Erde auf der Terrasse zu verstreuen.
Sein Vater setzte sich wieder an den Küchentisch und verschränkte die Arme über der Brust. Die Uhr stand auf viertel vor fünf. Zehn vor fünf kam seine Frau nach Hause. Er saß und wartete. Damit sie sich um die Sache kümmern konnte.
Die Katze gab auf, warf dramatisch ihren Schwanz zweimal hin und her, miaute nochmals vorwurfsvoll und stolzierte dann unter die Hecke, um dort ihren nächsten Rachefeldzug zu planen. Beim letzten hatte sie spätnachts auf der Decke, unter der sein Vater schlief, ihre Notdurft verrichtet. Sein Vater meinte, immer noch den Geruch in der Nase zu haben, wenn er abends ins Bett ging.
Er starrte weiter aus dem Fenster, und knabberte an seinen Fingernägeln, aus Nervosität. Er versuchte cool und unbesorgt auszusehen. Er strich sich zur Untermalung die Haare noch weiter ins Gesicht, und kaute weiter. Sein Vater lehnte sich vor, und es sah fast so aus, als würde er was sagen wollen, aber er stützte sich nur auf den Tisch ab und fing mit den Fingern zu trommeln an. Seine Knie schafften es beinahe im Takt mitzuwippen. Er bezweifelte, dass sein Vater versuchte cool und lässig auszusehen. Selbst wenn, die Schweißperlen auf seiner Stirn verrieten ihn. Es war nicht warm genug, als dass sie durch bloßes Rumsitzen entstehen könnten.
Die Uhr zeigte nun 11 Minuten vor fünf, und er hörte wie seine Mutter den Schlüssel ins Schloss steckte. "Hallo, ihr Zwei!", rief sie aus dem Flur, begleitet von den Geräuschen des Zuhause-Ankommens. Sie kam in die Küche gelaufen, und ihr Blick fiel auf die Mitte des Tisches. Ihr Blick wanderte zu ihrem Sohn, der krampfhaft lässig aus dem Fenster starrte. Wanderte zu ihrem Mann, der wieder die Arme über der Brust verschränkte, und versuchte seinen Sohn vorwurfsvoll anzuschauen.
Sie lachte. Sie lachte laut und lang. Auf den Stirnen beider Männer bildeten sich Falten der Verwunderung. "Ach, komm, Peter, glaubst du wirklich, dein Sohn kann sich nicht denken, dass du sowas in seinem Alter auch gelesen hast?" Peter räusperte sich. Sein Sohn grinste. "Kondome sind im Bad auf dem Schrank unter meinem Schmuckkasten. Bedien dich.", sagte sie, und wandte sich schon ab, noch bevor Peter empört tun konnte.
"Was wollt ihr essen?" Sie machte die Tür auf und ließ die Katze rein. Die streckte seinem Vater den Hintern entgegen. Er stand auf, nahm das Heft und ging es besser verstecken.
no subject
Date: 2010-06-13 10:18 pm (UTC)Ich liebe auch wie du die Katze einbaust und wie sie praktisch der wilde/natürliche Gegenpol gegen den gezähmten/strikten Vater ist. *g* Das könnte man jetzt im Deutschunterricht ewig lange analysieren, aber ich lass es mal, weil ich sooo müde bin. ;)
Ich mag das Ende total gerne. Die Mutter hat sowas frisches wie ne Brise die durch die beklemmende Tristesse weht. Sie ist so spöttisch und locker.
no subject
Date: 2010-06-13 10:30 pm (UTC)Soooooo bedrückend sollte es eigentlich nicht werden. Ziel verfehlt, aber egal. bedrückend kann ich gut, ja. zu gut, anscheinend.
Zumindest das mit der Mutter hat hingehauen^^.
Danke*flausch*
no subject
Date: 2010-06-14 12:28 pm (UTC)no subject
Date: 2010-06-14 09:39 pm (UTC)dankeschön^^.