Von Kopf zu Papier
Jun. 13th, 2010 04:49 pmMein ewiges Problem:
Ich habe mir eine grobe Geschichte überlegt. Ich spüre die Emotionen, die ich mit dieser Geschichte hervorrufen will. Bzw. ich weiß ganz genau, wie es auf mich wirken soll. Aber wie bringe ich es auf den Bildschirm? Nicht ein einziges Wort kann dem, was ich fühle, gerecht werden. Wenn ich schreibe, nimmt die Story eh nicht die Richtung, die ich will. Alles, was ich schreibe, ist nur Dreck unter dem Absatz des billigen Abklatsches der Geschichte in meinem Kopf.
Kennt ihr das auch? Was macht ihr dann? Trotzdem schreiben und sich nicht drum scheren? Oder habt ihr einen Tipp, wie man das umgehen kann?
Ich habe mir eine grobe Geschichte überlegt. Ich spüre die Emotionen, die ich mit dieser Geschichte hervorrufen will. Bzw. ich weiß ganz genau, wie es auf mich wirken soll. Aber wie bringe ich es auf den Bildschirm? Nicht ein einziges Wort kann dem, was ich fühle, gerecht werden. Wenn ich schreibe, nimmt die Story eh nicht die Richtung, die ich will. Alles, was ich schreibe, ist nur Dreck unter dem Absatz des billigen Abklatsches der Geschichte in meinem Kopf.
Kennt ihr das auch? Was macht ihr dann? Trotzdem schreiben und sich nicht drum scheren? Oder habt ihr einen Tipp, wie man das umgehen kann?
no subject
Date: 2010-06-13 02:55 pm (UTC)Deshalb, trotzdem schreiben. Einfach zwingen. Ansonsten, Wut, Nervosität, generell eher negative Gefühle kann man oft gut mit kurzen Sätzen besser rüberbringen, da kommt dann beim lesen eine Art Hektik auf, die beklemmend wirken kann, und somit die Negativität hervorhebt. Bei schönen Sachen, dann wiederum eher längere, beschreibendere Sätze.
no subject
Date: 2010-06-13 02:57 pm (UTC)no subject
Date: 2010-06-13 03:00 pm (UTC)du kannst auch mittendrin anfangen, und den Ausgangspunkt der Situation später einfügen, rückwirkend.
no subject
Date: 2010-06-13 03:23 pm (UTC)Es gibt Zeiten, wo ich dann gar nichts schreibe weil mich jeder Satz so frustriert und so schwer ist.
Manchmal hilft es mir dann mich zu zwingen - indem ich mich z.B. beim Wichteln anmelde (dann MUSS ich ja was abliefern) oder bei Nano einsteige oder so. Manchmal hilft es lustigerweise auch wenn ich für jemanden anderen schreibe, ein Fandom, was ich zwar kenne, aber woran mir letztendlich nicht so viel liegt. Ich habe die Erfahrung gemacht dass ich da oft lockerer drangehe, als an die Sachen, die ich so verkrampft perfekt machen will.
Manchmal hilft es mir auch, angefangene Sachen weiterzuschreiben - grade wenn ich an den Anfängen hänge.
Letztendlich denke ich mir - lieber was schreiben womit ich unzufrieden bin, als gar nichts. Wenn ich was schlechtes abliefere, kann ich immer noch was drauslernen - schreibe ich gar nichts, komme ich auch nicht weiter. ^^
no subject
Date: 2010-06-13 03:52 pm (UTC)Aber ich denk eigentlich gleich wie die anderen Poster hier... schlechte Storys passieren, und ohne einfach mal loszulegen und sich zu trauen auch Mist zu schreiben kann man sich nicht weiterentwickeln...
Ich hab da verschiedene Möglichkeiten was ich mache wenn es mir so geht... z.B. inspiriert mich Musik. Also lass ich ein paar Songs laufen, die meiner Meinung nach zu der Szene grade passen würden- dann versuch ich mir das ganze als Film im Kopf vorzustellen und mich reinzudenken- z.B. was sieht/hört/denkt der Protagonist in der Situation, wie sieht die Umgebung aus? Damit, zu schreiben -während- ich Musik höre hab ich nicht so gute Erfahrungen gemacht, es lenkt mich doch ziemlich vom Text ab, aber so als Anstoß ist es ganz gut...
Wenn ich totale Blockaden hab und nix schreiben kann hilft mir manchmal auch einfach eine Zustandsbeschreibung. Einfach schreiben wies einem geht, was einem grade in den Sinn kommt. Ist ja auch schon ein Text! z.B. "Ich würde gern erzählen wie spannend/traurig/wunderbar diese Szene war, aber mir fehlen die Worte..." Oder- Schreibübungen mit ganz anderem Thema. Das Ding worauf dein Blick am Schreibtisch als erstes fällt zehn Minuten lang so genau wie möglich beschreiben. Das hilft manchmal das KreaTief ein bisschen zu lockern.
Oder- (wenns ein längeres Projekt sein soll) seine Idee anderen vorstellen und schonmal darüber in Dialog kommen- sich vl. Vorschläge und Meinungen anhören. Oft kommen dabei auch neue Ideen, und man fühlt sich eher bekräftigt, die Sache doch einfach anzupacken.
Schreib unbedingt später nochmal wies dir geht und ob dir was geholfen hat! ^^
no subject
Date: 2010-06-13 06:33 pm (UTC)Seit Tagen will ich den 'Porno'-prompt schreiben, aber ich finde nicht die richtigen Worte für den Anfang und so blieb mein Papier bisher leer ^^;
Das klingt jetzt vllt bekloppt, aber was mir häufig über sowas hinweg hilft, ist ein Cocktail-Abend mit Freunden XD
Man ist guter Stimmung und am Ende auch reichlich beduselt und irgendwie fallen Anspannung und Spießigkeit von einem ab - dann bin ich ungehemmt und schreibe einfach drauflos.
So auch heute - bin mit Oma seit heut Nachmittag am Margartias trinken und ich denke, ich kann mich gleich ransetzen XD
no subject
Date: 2010-06-13 08:17 pm (UTC)Es geht mir sehr, sehr oft so und leider lass ich es dann meistens ganz bleiben...
Ich hab mal gelesen, man soll einfach weiter schreiben, egal was ist.
Und man soll sich Sätze, die einem einfallen, gleich aufschreiben, egal ob sie gerade in die chronologische Reihenfolge passen oder nicht.
Vielleicht hilft das ja...
Ansonsten: Ablenkung!
no subject
Date: 2010-06-13 08:55 pm (UTC)