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Team: Sartre
Autor: Jenchan
Challenge: Frühjahrsmüdigkeit
Word count: 1074
Fandom: Original
Titel: Auf in den Frühling
Warnungen: sprechende Bären <.<*** Vermenschlichung von Tieren >.<
Disclaimer: Alles, was ihr hier über Bären und andere Tiere lest, entspricht nicht unbedingt den Tatsachen. Diese Geschichte dient allein dazu, eventuell zu erheitern und für Team Sartre Punkte zu sammeln. Sie hat sonst keinen tieferen Sinn, schon gar nicht, irgendwem irgendetwas über Tiere beizubringen  (das kann Wikipedia meistens besser).

Kommentar: Öhm ja... was disney-mäßiges... (ich komm mir vor wie die ärgste Spammerin >.< es tut mir Leid, euch so auf den Wecker zu fallen T-T). Aber ich glaube, für heute war das die letzte Challenge, an die ich mich setze... ich bin fürs erste leergetippt.

Auf in den Frühling

„Kommt, meine Lieben, es ist Zeit aufzustehen“, stubste die Braunbärenmutter ihre Jungen an. Drei waren es an der Zahl und es war der zweite Frühling. Sie wussten also schon, wie das lief. „Draußen scheint die Sonne und die Vögel zwitschern. Alles ist grün und voller Leben“, versuchte sie die müden Jungtiere zu locken. „Diesmal wollen wir an den Fluss. Die Forellen sind sicher schon auf dem Weg und wenn wir Glück haben, sind wir die ersten am Wasserfall.“
Die zwei jungen Männchen waren sofort Feuer und Flamme und verließen den Bau und nachzusehen, ob ihre Mutter Recht hatte. Tatsächlich blühte draußen alles und die Sonne warf lustige Lichtpunkte durch das Blätterdach des Waldes. Dieses Spiel hatte schon im Sommer des Vorjahres großen Spaß gemacht und so probierten sie es auch diesmal wieder, diese Punkte zu erreichen.
„Hab dich!“, sprang der Erstgeborene ehrgeizig auf einen Punkt zu und erwischte dabei seinen Bruder, der dasselbe machen wollte. Sofort begann eine Balgerei und sie rollten über den Waldboden und raschelten durchs Dickicht.
„Bleib stehen! Du entkommst mir ja doch nicht...“, nahm der Erstgeborene sofort die Verfolgung auf, als sein etwas kleinerer Bruder flüchtete. Der Zweitgeborene lachte auf die Aussage nur und rief: „Versuch's doch...“
Gemächlich kam jetzt auch die Mutter aus dem Bau getrottet. „Na komm schon, Kleines. Keine Müdigkeit vorschützen. Schau - deine Brüder sind schon unterwegs...“, meinte sie zu dem kleinen Mädchen, das im selben Alter wie ihre beiden Brüder war. Nur war sie als letztes zur Welt gekommen und eigentlich fühlte sie sich auch jetzt noch nicht bereit, wirklich aufzustehen. Sie war doch noch so müde.
Aber ihre Mutter ließ ihr ja keine Wahl und so raffte sie sich auf die Beine, schmiegte sich aber immer wieder an das weiche Fell der großen Bärendame. Gerade war diese ziemlich schlank und sie selbst spürte auch einen gewissen Hunger. Warum hatte ihre Mutter sie nicht mit Nahrung locken können? Dann wäre es bestimmt nicht so schwer gewesen, aufzustehen.
Doch die Bärin hatte etwas anderes vor. Es wurde Zeit, dass ihr Nachwuchs lernte, wie er sich alleine zurechtfinden konnte. Wie er etwas zu essen fand und vor allen Dingen, was alles genießbar war. Als also ihr Nesthäkchen endlich auf die Beine gekommen war, rief sie auch nach ihren beiden Jungs. Dann machte sie sich auf den Weg zum Fluss, der mitten durch ihr Revier floss.
Auf dem Weg fanden sie ein kleines Hirschjunges, das den Winter wohl nicht überlebt hatte und dort legte sie die erste Rast ein. Hirschfleisch war eine Leckerei, besonders wenn man es nicht selber jagen musste. „Esst, meine Lieben“, ließ sie ihren Jungen den Vortritt. Immerhin waren sie noch im Wachstum und dieses Frühjahr sollten sie alles lernen, was notwendig war, um alleine überleben zu können. Spätestens im Altweibersommer waren sie dann groß und alt genug, dass sie die Jungtiere vertreiben konnte. Zumindest hoffte sie, dass sie so intelligente Kinder zur Welt gebracht hatte. Der Vater hatte sich nicht so schlecht angestellt, ihre Gunst zu bekommen und sie schlief nun wirklich nicht mit jedem.
Während ihr Nachwuchs aß, verschaffte sie sich einen Überblick und fand auch in der Nähe ein paar leckere Kräuter, die sie als Vorspeise schon einmal verdrückte. Von dem Hirsch würde wahrscheinlich nicht viel übrig bleiben, aber ihre Kinder waren ihr einfach wichtiger.
Spätestens am Fluss würde sie mehr als genug zum Essen bekommen und ein wenig hielt sie den Hunger noch aus.
Das junge Weibchen hatte sich zuerst satt gefressen. Aber eigentlich fühlte sich die Kleine mehr träge, weshalb sie einfach beim ersten Anflug von Sättigung, zu fressen aufgehört hatte und sich nicht mehr die Mühe machte, ihre Brüder davon abzuhalten, alle guten Teile für sich zu beanspruchen. Stattdessen trottete sie langsam auf eine kleine Lichtung und ließ sich dort in die Sonne fallen.
Mit einem kaum wahrnehmbaren Brummen rollte sie sich in der Wiese, bevor sie sich in eine kleinen Erdgrube kuschelte. Jetzt war ein Nickerchen genau das Richtige. Warum mussten sie auch ausgerechnet im Frühjahr aufstehen. Sie hätte es bestimmt noch ein bisschen länger im Bau ausgehalten.
Die Jungs hingegen schienen nur so vor Energie zu strozen und kaum hatten sie fertig gefressen liefen sie zur Mutter. „Dürfen wir ein bisschen Spielen?“, fragten sie gleichzeitig und rissen ihren kleinen schwarzen Knopfaugen weit auf. „Biiiiiiiiiitteeeeeee.“
Das recht große Braunbärweibchen lachte leise und meinte in einem mütterlichen Tonfall: „Na geht schon.“ Dabei schob sie beide etwas hinten an, aber den Schubs hätten sie gar nicht gebraucht. Sie liefen auch so sofort wieder in den Wald und fanden bald einen Baum, von dem ein süßlicher Duft ausging. Die Mutter folgte den beiden, allerdings nur bis zu dem Kadaver, der schon reichlich ausgeschlachtet war. Aber ein paar Fleischfetzen fand auch sie und begann genüßlich daran herumzukauen.
Erst ein Aufschrei vom einem ihrer Kinder, lenkte sie von dem zarten Fleisch ab und sie spitzte ihre Ohren, bevor sie in die Richtung lief, aus der der Laut gekommen war. Es dauerte nicht lange, bis sie erkannte was passiert war. Die Beiden waren übermütig auf einen Bienenstock losgegangen und das konnte schmerzhaft enden. Jedenfalls lag der Bienenstock am Boden und ihre beiden Söhne rollten sich am Waldboden herum, während die Bienen angriffen.
„Ihr müsst weglaufen“, rief sie ihren Kleinen zu und diese rappelten sich auf. Immer wieder schnappten sie nach den Bienen und versteckten sich schließlich hinter ihrer Mutter, die sie weiter vom Bienenstock wegführte. Irgendwann gaben die Bienen die Verfolgung auch wieder auf. Sie alle waren kräftig genug, ein paar Stiche zu ertragen, dennoch leckte sie tröstend die Wunden ihrer Jungs, bevor sie meinte: „Wir sollten langsam weiter. Wo ist denn eure Schwester?“
Suchend blickten sich die Beiden anderen um und begannen sie schnüffelnd zu suchen, bis der Erstgeborene sie schließlich auf der Lichtung fand. „ICH HAB SIE! Sie hält schon wieder Winterruhe!“, rief er den anderen zu, die auch gleich angelaufen kamen.
„Aber wir haben doch schon Frühjahr. Jetzt müssen wir Nahrung suchen“, ereiferte sich der Zweitgeborene und wollte ein Lob bekommen, weil er sich das über den Winter so gut gemerkt hatte.
„Da hast du vollkommen Recht. Aber eure Schwester ist nicht in Winterruhe, sondern leidet unter Frühjahrsmüdigkeit“, klärte sie ihre Söhne auf und stubste ihr Jüngstes mit der Schnauze an. „Komm aufstehen. Wir wollen weiter...“
Grummelnd erhob sich das junge Weibchen wieder, aber eigentlich... eigentlich würde sie wirklich noch gerne etwas länger schlafen.

Erschlag mich doch bitte einer >.< 
 

Date: 2010-06-09 08:24 am (UTC)
servena: (Default)
From: [personal profile] servena
Für's Erschlagen hab ich nichts passendes dabei, sorry. Auch wenn ich der Meinung bin, du solltest endlich aufhören, für Team Sartre Punkte zu sammeln! XD

Nein wirklich, ich find's putzig. Eine süße Kindergeschichte. <3 Und das langgezogene Bitte erinnert mich an eine Szene aus König der Löwen. :D
Du hast auch nicht so an der Challenge vorbeigeschrieben wie ich. x)

Was kommt als nächstes, sprechende Bienen?

Date: 2010-06-09 10:32 am (UTC)
servena: (Dalek bringing tea)
From: [personal profile] servena
Ich bin grad auch besonders von den Punkten und der Vorstellung, ein Päckchen abzuschließen, motiviert...das ist typisch für mich, im November schreib ich 50,000 Wörter und in den 6 Monaten danach schaffe ich es nicht, meine Geschichte abzuschließen. Nargh!

Also, diese Mikrowellengeschichte würde mich aber doch interessieren...XD

Ja, mein Plot ist auch eher...flexibel. Das Wildschwein war zum Beispiel gar nicht fest eingeplant. Genauso wie das Ende zur Challenge Teilchenbewegung...aber eegal.

Date: 2010-06-09 07:32 pm (UTC)
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From: [personal profile] servena
Ein Match? Kannst du haben! :D Mich juckt es schon wieder in den Fingern...

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