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Team: Sartre
Autor: Jenchan
Challenge: Porno
Word count: 682
Fandom: Original
Titel: Der Stalker
Warnungen: gibts diesmal keine... außer vielleicht Zeitfehler ^^**

Kommentar: Heute flutscht es ja richtig bei mir XD
Naja... ich habe irgendwie das Gefühl, desto kürzer die Geschichten, die ich schreibe, desto verstörender der Gesamtplot >.< Vielleicht gibt es dazu sogar ne Fortsetzung, denn ursprünglich sollte es ja eine Geschichte zu 'Hunde, die bellen, beißen nicht' sein. Aber erstens kommt es anders und zweitens als man denkt. Am Ende hatte ich dann das Gefühl, dass diese Challenge besser dazu passt. 

Der Stalker 

Ich liebe ihr langes schwarzes Haar, das so wunderschön in der Sonne glänzt und so leicht ist, das der sachteste Windhauch es zärtlich zur Seite weht. Ich kann mich an dem Anblick gar nicht satt sehen. So weich und seidig - da möchte ich am liebsten den ganzen Tag mit den Fingern durchkämmen.
Aber es ist nicht nur ihr Haar, das mich betört, es ist auch ihre hell klingende Stimme. Wie ein kleines Singvögelchen tschilpt sie den ganzen Tag. Schnattert mit ihren Freundinnen und Kollegen und mit beinahe jedem, der sich ihr in den Weg stellt. Sie schenkt jedem auf ihre Weise Beachtung und eigentlich höre ich ja gar nicht hin, was sie genau sagt. Es ist die Tonlage, die mich wie Sirenengesang in eine Trance versetzt.
Sie sieht gut aus, auch wenn viele da wohl eher sagen würden, dass sie nichts Besonderes sei. ICH finde sie wunderschön und für mich ist das das Einzige was zählt. Ihre braunen Augen verschwinden fast unter den langen Stirnfransen, die sie sich immer wieder aus dem Gesicht streicht. Vergeblich, aber die Geste alleine bringt mein Blut zum Kochen.
Wie gerne würde ich zu diesem Schnatterkreis gehören. Wie gerne würde ich sie ganz für mich haben.
Aber das bleibt wohl ewig ein Wunschtraum, denn so süß sie auch singen kann, so spitz kann auch ihre Zunge sein. Ich habe das schon einige Male mitbekommen, wie gehässig die Worte sein konnten, die sie spricht. Sie denkt sich nichts dabei, wenn sich ihr sonst so warmherziges Gesicht verärgert verzieht und sie Worte in den Mund nimmt, die ich gar nicht wiedergeben will. Das passt nicht zu ihr und am liebsten würde ich es ihr abnehmen. Aber ich weiß, wenn ich dazwischen gehe, werde auch ihr Ziel sein. Ich falle in ihr Beuteschema.
Das Einzige, was ich gut kann, ist beobachten. Niemand beachtet mich und manchmal komm ich mir vor wie ein Stalker. Aber ich kann nichts dafür - mich zieht es zur ihr wie die Motte zum Licht. Ich habe nur Angst mich zu verbrennen, deshalb bleibe ich in sicherem Abstand.
Meine Gefühle für dieses Fabelwesen wachsen jedoch immer mehr und ich ertrinke sicher bald in ihnen, wenn ich es nicht schaffe, sie irgendwo abfließen zu lassen. Es schmerzt mich, mitansehen zu müssen, wie sie mit anderen flirtet, wenn ich doch derjenige sein will, der sie genauso betört wie sie mich. Ich will der Grund für ihren Ärger, für ihr Lachen, für ihr Schweigen und für ihren Redefluss sein. Ich will derjenige sein, der sie zum Erröten bringt und dessen Namen sie lustvoll stöhnt, wenn wir abends in ihrem Bett Liebe machen.
Gerade heute hätte ich nichts dagegen, wenn es sogar jetzt sofort ist und nicht erst abends. Es ist so warm, dass sie kaum etwas anhat. Ein Trägerleibchen, das ihre wohlgeformten Brüste richtig hervorstechen ließ und eine Hotpant, die ihren runden Hintern knackig verpackte. Sie sah aus, wie direkt aus einem Porno entsprungen. Einem richtig guten Sexfilm.
In meinem Leben habe ich schon genügend gesehen, um das beurteilen zu können. Sie ist genau aus dem Stoff, aus dem heiße Träume gemacht werden. Oder zumindest meine eigenen sind. Langsam muss ich anfangen, aktiv zu werden, bevor sie mir jemand unter der Nase wegstielt. Einen Plan habe ich ja schon, sie für mich zu gewinnen, aber ich muss vorsichtig sein. Wenn ich zu offensichtlich bin, werde ich nur verdächtigt. Solche Pläne hängen sich meistens an den Details auf und ich möchte nicht, dass es nach hinten los geht.
Ein bisschen darf sie noch so weitersingen und ihr wunderschönes Haar im Wind wehen lassen. Ein wenig noch erlaube ich ihr, ihre Brüste und ihren knackigen Hintern auf diese Weise zu präsentieren. Sobald ich sie für mich gewonnen habe, werde ich darauf achten, dass sie niemand anderem mehr den Kopf verdreht, wie sie es bei mir macht.
Ob ich schon wahnsinnig bin?
Vielleicht - Genie und Wahnsinn liegen dicht beisammen. Aber ich muss jetzt los - heute habe ich wieder viele gute Ideen für mein Video gesammelt. Bald ist es vollendet und ich kann mich voll und ganz meiner Liebsten widmen.

Kritik ist willkommen - ich hab das Gefühl, ich kann immer noch keine Ich-Perspektive >.<

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