Keine Kreativität mehr für Titel...
May. 26th, 2010 11:35 pmChallenge: Zusammenbruch
Fandom: Prince of Tennis
Charaktere: Fuji, Eiji, Tezuka, Oishi
Anmerkung/Warnung: Ich sollte mir wirklich schämen, das zu posten und hab es nicht korrekturgelesen, weil ichs noch on stellen wollte, bevor ich schlafen gehe. x___X
Außerdem ists die Fortsetzung hiervon man muss sie aber nicht unbedingt gelesen haben.
Widmung: Rei, weil das allein deine Schuld ist. XP
Eigentlich hatte er gedacht, alles wäre wieder in Ordnung.
Zwei Tage im Bett sollten doch genug sein um wieder vollständig auf den Beinen zu sein. Dachte er. Hatte er auch am frühen Morgen beim Tennistraining noch gedacht. Weder Tezuka noch Oishi schienen irgendetwas bemerkt zu haben und Eiji hatte sowieso gerade eigene Sorgen.
Immer noch.
Seitdem sie Oishi und dieses Mädchen gesehen hatten, spielte Eiji den Beleidigten und weigerte sich, Oishi auch nur anzusehen oder über ihn zu sprechen. Man könnte glauben, sie wären ein Paar – in einer dicken Krise. Und wer steckte mittendrin? Er.
Es war ihm ganz gelegen gekommen, dass er krank geworden war. Nicht, dass es angenehm gewesen war, aber etwas Ruhe war hin und wieder selbst für ihn ganz angenehm. Es war eine Ruhe vor dem Sturm gewesen.
„Oishi hatte sie heute wieder dabei! Und sie ist nicht mal auf dieser Schule!“ Es war eine Mischung auf Schimpftirade und Jammern, was Eiji am Ende der Mittagspause zu einem dramatischen Höhepunkt brachte.
„Wie wärs, wenn du mit dem redest?“, schlug Fuji vor und erntete einen zutiefst entsetzten Blick. „Bist du verrückt?“
„Wenn du schon so fragst... einige würden sicher...“
„Ich kann doch nicht... das geht doch nicht! Wie würde das denn aussehen?“, unterbrach Eiji ihn hektisch, sprang von seinem Stuhl auf nur um sich direkt wieder hinzusetzen. “Das geht doch nicht!“
„Wieso nicht? Ihr seid Freunde, da ist es doch nur natürlich, wenn man fragt, wer die neue Freundin ist...“
„Dann frag du doch!“
„Bin ich sein Doppelpartner, oder du? Wenn du ihn partout nicht fragen willst... Inui gibt dir bestimmt gerne Auskunft.“
„Vergiss es! Hinterher vergiftet der mich wieder!“ Wie auf Kommando wurde sein bester Freund wieder etwas grün im Gesicht.
„Dann wirst du wohl mit der Ungewissheit leben müssen.“
„Fujiko-chaa~an, du bist so grausam!“
Das mochte hin und wieder vielleicht stimmen, Fuji war durchaus bereit einzugestehen, dass gewisse Gegner die er bis auf die Knochen blamiert hatte, diese Meinung teilten, aber jetzt im Moment... fand er das ziemlich übertrieben. Aber mit einem Eiji in dieser Stimmung konnte man nicht reden. Er hörte dann einfach nicht zu.
„Oishi würde bestimmt denken, dass ich eifersüchtig bin.“
„Bist du das nicht?“, konnte Fuji sich nicht verkneifen zu fragen, obwohl er kaum mehr sicher war, ob er alles richtig verstanden hatte.
„NEIN! Ich bin nur... er ist mein Freund und ich... ich... nyaaaa!“
Vielleicht sollte er doch wieder nach Hause gehen. Oder Yumiko anrufen, ob sie ihn abholte. Irgendwie... fühlte er sich gerade gar nicht gut.
War es normal, dass sich alles irgendwie unwirklich anfühlte? Und er Eijis Stimme wie durch Watte hörte? Worüber redete der jetzt eigentlich? Er konnte sich beim besten Willen nicht mehr auf die Worte konzentrieren.
Wedelte Eiji gerade mit einer Hand vor seinem Gesicht herum?
Warum?
„Fuji?“ Eiji war es mehr oder weniger gewöhnt, dass sein bester Freund ihm nur mit halben Ohr zuhörte, aber das war schon nicht mehr normal. Noch unnormaler war die plötzlich so blasse Haut. „Ist alles okay?“ Eine seltendämliche Frage, das wusste er selbst. Niemand, der so plötzlich so blass wurde war okay. Besorgt bewegte Eiji die Hand vor Fujis Gesicht hin und her.
Natürlich hatte er auf eine Reaktion gehofft, aber dass Fuji einfach ohnmächtig werden würde, entsprach nicht ganz seinen Erwartungen. Ganz und gar nicht. Seine Reflexe funktionierten wundersamerweise trotzdem und er fing Fuji auf, bevor dieser vom Stuhl kippen und sich eventuell verletzen könnte.
„Was ist mit ihm?“, rief ein Mädchen entsetzt. Als ob das nicht offensichtlich wäre... „Wir müssen ihn zum Krankenzimmer bringen!“ Während Eiji gerade feststellte, dass er in echten Krisen zu nichts zu gebrauchen war, hatte das Mädchen – Sae, wie sein benebeltes Gehirn ihn nun erinnerte – hatte nach dem ersten Schrecken die Situation schnell überblickt und das Kommando übernommen. Eiji war dankbar. Er konnte nämlich gerade keinen klaren Gedanken fassen. Warum war Fuji umgekippt? Was stimmte nicht mit ihm? „Nya... Fujiko-chan...“ Vermutlich klang seine Stimme gerade sehr kläglich, aber das war ihm egal. Seinem besten Freund ging es schlecht und er hatte es nicht bemerkt. Was für ein mieser Freund war er eigentlich?
„Komm... Eiji... hilf uns.“ Sae stubste ihn auffordernd an und deutete auf einen Klassenkameraden, der allem Anschein nach darauf wartete, Fuji zum Krankenzimmer zu bringen.
„Ja... ja, klar...“ So konnte er wenigstens etwas tun.
„Es ist nichts Schlimmes. Er hat sich nur überanstrengt.“ Die ruhigte, professionelle Stimme der Schulärztin beruhigte Eiji – ein wenig. Nicht besonders viel. „Wir werden bei ihm zu Hause anrufen, damit jemand ihn abholt, wenn er zu sich kommt. Er kommt wieder in Ordnung, keine Sorge.“ Sie legte Eiji eine Hand auf die Schulter und schob ihn aus dem Zimmer. „Der Unterricht fängt gleich an, du solltest in deine Klasse zurückgehen.“ Die anderen beiden waren gegangen, direkt nachdem sie Fuji in eines der Betten gelegt hatten.
„Aber... aber... ich kann Fuji doch nicht...“ Er warf einen fast hilfesuchenden Blick zu Fuji, der immer noch ohne Bewusstsein war und daher keine große Hilfe war. Der Anblick entfachte nur sein Schuldgefühl aufs Neue. Dann ging die Tür vor seiner Nase zu und er stand alleine auf dem leeren Flur. „Ich kann ihn doch nicht alleine lassen...“, brachte er endlich wieder einen vernünftigen Satz heraus aber nur die geschlossene Tür hörte ihn zu und die würde das wohl kaum zu würdigen wissen.
Sollte er wirklich zum Unterricht gehen?
„Nö“, sagte er halblaut und schlug eine andere Richtung ein. Wenn er Glück hatte waren Tezuka und Oishi noch im Clubhaus... Tezuka sollte es schließlich auch erfahren. Redete er sich ein. Aber wenn er ehrlich war, wollte er zu Oishi. Mehr unbewusst als alles andere beschleunigte er seine Schritte, bis er schließlich rannte.
Dass er dabei einige andere Schüler anrempelte war ihm gleichgültig. Bis... „Kikumaru!“ Nur einer konnte so autoritär sprechen. Schlitternd kam er zum Stehen und drehte sich um. „Tezuka... Oishi... ich... Fuji ist... er ist gerade zusammengebrochen. Er ist im Krankenzimmer.“ In Tezukas Gesicht zuckte es leicht, fast unmerklich und eine Sekunde lang musste Eiji sich ein Grinsen verkneifen.
„Ich sehe nach ihm“, verkündete Tezuka nach einer sekundenlangen Pause von der Eiji nicht wusste, wie er die zu verstehen hatte. Dafür zögerte der Captain jetzt keine Sekunde und entfernte sich mit zügigen Schritten.
Zurück blieben ein Eiji, der seine aufgewühlten Nerven immer noch nicht unter Kontrolle hatte und ein Oishi, der eben diesen Eiji im nächsten Moment an sich kleben hatte.
„Nyaaa~ Oishiii~! Ich bin ein schrecklicher Freund, ich habe nichts bemerkt!“ Jammernd klammerte er sich an seinen Doppelpartner, der für einen Moment nicht zu wissen schien, was er tun sollte. „Und du magst mich auch nicht mehr!“, rutschte es aus Eiji heraus, bevor er sich daran erinnern konnte, dass er ja gar nicht mit Oishi darüber reden wollte.
„Wie kommst du denn auf die Idee?“ Die Antwort kam so prompt und so entsetzt, dass Eiji für einen Moment schwieg und ihn mit großen Augen ansah. „Du hast gar keine Zeit für mich und das nur wegen diesem Mädchen! Wenn du eine Freundin hast, kannst du sie mir auch vorstellen!“
„F-Freundin? Ich?“
„Wir haben euch gesehen!“ Klang er wütend? Verletzt? Eiji war das im Moment egal, es hatte sich so viel Frust aufgestaut, dass es raus musste.
„Aber... ich hab doch nicht... ihr habt das total falsch verstanden!“
„Von wegen! Du hast mir nichts davon gesagt, weil ich so ein mieser Freund bin!“
„So ein Unsinn! Du bist kein mieser Freund! Und Yukiko ist auch nicht meine Freundin! Sie ist meine Cousine.“
Eiji blinzelte. „Cousine?“ Langsam kam er nicht mehr mit. Das müsste dann bedeuten...
„Warum kommt deine Cousine denn mit zur Schule?“ Bisher hatte er sie jedenfalls noch nicht hier gesehen.
„Sie möchte nach Seigaku wechseln, zum nächsten Schuljahr. Und da hab ich sie ein wenig herumgeführt. Das ist alles.“
„Du hattest trotzdem keine Zeit für mich!“ Einen Mädchen die Schule zu zeigen dauerte ja wohl kaum mehrere Tage.
„Sie kommt von weiter her, daher hat sie ein paar Tage bei uns gewohnt. Inzwischen ist sie wieder weg. Und in den letzten Tagen hast du geschmollt.“
Das... klang einleuchtend. „Also magst du mich noch?“ Sicher war sicher.
Als Oishi ihm eine Hand auf die Schulter legte und mit der anderen durch sein Haar strich, war Eijis Welt schon fast wieder in Ordnung. Genau so sollte es sein.
„Natürlich. Und wenn es dich beruhigt... ich habe auch nicht bemerkt, dass es Fuji nicht gut geht... Er ist gut darin, so etwas zu verstecken.“
„Nyaa~“
„Keine Sorge, Tezuka kümmert sich um ihn. Wir sollten zum Unterricht gehen.“
Unterricht? Oishi wollte jetzt ernsthaft noch zum Unterricht? „Wir sind doch eh zu spät! Können wir nicht raus gehen?“ Nie im Leben könnte er jetzt in Bio sitzen und der Lehrerin zuhören!
„Aber wir...“
„Nyaaaa, Oishi~“ Eiji wusste, dass er sich wie ein Kleinkind verhielt, aber das war ihm egal. Jetzt wo er Oishi wieder für sich hatte, würde er ihn nicht so schnell wieder hergeben. Schon gar nicht, wenn er sich auch noch Sorgen um Fuji machte!
„Okay... gehen wir raus.“
Das erste, was Fuji wirklich bemerkte war, dass er wieder klar denken konnte. Bis eben hatte er alles nur verschwommen wahrgenommen – wenn überhaupt. Dann war jemand gekommen und hatte etwas gefragt. Was, hatte er nicht verstanden. Jemand anderes – wohl die Ärztin, wie er nachträglich ergänzte – hatte geantwortet, dann hatte Stille geherrscht. Oder er war eingeschlafen. Genau wusste Fuji es nicht.
Aber jetzt fühlte er sich etwas besser. Für den Moment. Wie das aussehen würde, wenn er versuchte, die Augen zu öffnen oder gar aufzustehen, wusste er nicht. Ersteres war aber etwas, was er versuchen könnte. Zweiteres... immer der Reihe nach.
Mühsam blinzelte er und nach zwei Fehlversuchen gelang es ihm auch, die Augen offen zu halten. Er war so furchtbar müde...
…
Und träumte offenbar.
Anders konnte er sich den Anblick der sich ihm nun bot nicht erklären. Das musste einfach ein Traum sein. Tezuka würde doch niemals... was tat der hier?
Natürlich hatte Fuji damit gerechnet, dass Tezuka sehr schnell erfahren würde, dass er im Krankenzimmer war. Aber dass er extra herkommen würde... dass er sich solche Sorgen machte, dass er vielleicht sogar den Unterricht schwänzte... das war ein merkwürdig angenehmes Gefühl.
Eine ganze Weile sagte niemand von ihnen etwas, sie sahen sich einfach nur an. Als die Stille Fuji zu viel wurde und er den Mund öffnete um etwas zu sagen (was, wusste er selbst nicht), hob Tezuka die Hand und unterbrach ihn so. Dann sagte er: „Mach sowas nie wieder.“
„Versprochen. Hast du dir Sorgen gemacht?“ Natürlich würde er keine Antwort erhalten, aber fragen kostete schließlich nichts.
„Ich bin doch hier.“
Mehr gab es eigentlich nicht zu sagen. Fuji jedenfalls... reichte es vollkommen.
Fandom: Prince of Tennis
Charaktere: Fuji, Eiji, Tezuka, Oishi
Anmerkung/Warnung: Ich sollte mir wirklich schämen, das zu posten und hab es nicht korrekturgelesen, weil ichs noch on stellen wollte, bevor ich schlafen gehe. x___X
Außerdem ists die Fortsetzung hiervon man muss sie aber nicht unbedingt gelesen haben.
Widmung: Rei, weil das allein deine Schuld ist. XP
Eigentlich hatte er gedacht, alles wäre wieder in Ordnung.
Zwei Tage im Bett sollten doch genug sein um wieder vollständig auf den Beinen zu sein. Dachte er. Hatte er auch am frühen Morgen beim Tennistraining noch gedacht. Weder Tezuka noch Oishi schienen irgendetwas bemerkt zu haben und Eiji hatte sowieso gerade eigene Sorgen.
Immer noch.
Seitdem sie Oishi und dieses Mädchen gesehen hatten, spielte Eiji den Beleidigten und weigerte sich, Oishi auch nur anzusehen oder über ihn zu sprechen. Man könnte glauben, sie wären ein Paar – in einer dicken Krise. Und wer steckte mittendrin? Er.
Es war ihm ganz gelegen gekommen, dass er krank geworden war. Nicht, dass es angenehm gewesen war, aber etwas Ruhe war hin und wieder selbst für ihn ganz angenehm. Es war eine Ruhe vor dem Sturm gewesen.
„Oishi hatte sie heute wieder dabei! Und sie ist nicht mal auf dieser Schule!“ Es war eine Mischung auf Schimpftirade und Jammern, was Eiji am Ende der Mittagspause zu einem dramatischen Höhepunkt brachte.
„Wie wärs, wenn du mit dem redest?“, schlug Fuji vor und erntete einen zutiefst entsetzten Blick. „Bist du verrückt?“
„Wenn du schon so fragst... einige würden sicher...“
„Ich kann doch nicht... das geht doch nicht! Wie würde das denn aussehen?“, unterbrach Eiji ihn hektisch, sprang von seinem Stuhl auf nur um sich direkt wieder hinzusetzen. “Das geht doch nicht!“
„Wieso nicht? Ihr seid Freunde, da ist es doch nur natürlich, wenn man fragt, wer die neue Freundin ist...“
„Dann frag du doch!“
„Bin ich sein Doppelpartner, oder du? Wenn du ihn partout nicht fragen willst... Inui gibt dir bestimmt gerne Auskunft.“
„Vergiss es! Hinterher vergiftet der mich wieder!“ Wie auf Kommando wurde sein bester Freund wieder etwas grün im Gesicht.
„Dann wirst du wohl mit der Ungewissheit leben müssen.“
„Fujiko-chaa~an, du bist so grausam!“
Das mochte hin und wieder vielleicht stimmen, Fuji war durchaus bereit einzugestehen, dass gewisse Gegner die er bis auf die Knochen blamiert hatte, diese Meinung teilten, aber jetzt im Moment... fand er das ziemlich übertrieben. Aber mit einem Eiji in dieser Stimmung konnte man nicht reden. Er hörte dann einfach nicht zu.
„Oishi würde bestimmt denken, dass ich eifersüchtig bin.“
„Bist du das nicht?“, konnte Fuji sich nicht verkneifen zu fragen, obwohl er kaum mehr sicher war, ob er alles richtig verstanden hatte.
„NEIN! Ich bin nur... er ist mein Freund und ich... ich... nyaaaa!“
Vielleicht sollte er doch wieder nach Hause gehen. Oder Yumiko anrufen, ob sie ihn abholte. Irgendwie... fühlte er sich gerade gar nicht gut.
War es normal, dass sich alles irgendwie unwirklich anfühlte? Und er Eijis Stimme wie durch Watte hörte? Worüber redete der jetzt eigentlich? Er konnte sich beim besten Willen nicht mehr auf die Worte konzentrieren.
Wedelte Eiji gerade mit einer Hand vor seinem Gesicht herum?
Warum?
„Fuji?“ Eiji war es mehr oder weniger gewöhnt, dass sein bester Freund ihm nur mit halben Ohr zuhörte, aber das war schon nicht mehr normal. Noch unnormaler war die plötzlich so blasse Haut. „Ist alles okay?“ Eine seltendämliche Frage, das wusste er selbst. Niemand, der so plötzlich so blass wurde war okay. Besorgt bewegte Eiji die Hand vor Fujis Gesicht hin und her.
Natürlich hatte er auf eine Reaktion gehofft, aber dass Fuji einfach ohnmächtig werden würde, entsprach nicht ganz seinen Erwartungen. Ganz und gar nicht. Seine Reflexe funktionierten wundersamerweise trotzdem und er fing Fuji auf, bevor dieser vom Stuhl kippen und sich eventuell verletzen könnte.
„Was ist mit ihm?“, rief ein Mädchen entsetzt. Als ob das nicht offensichtlich wäre... „Wir müssen ihn zum Krankenzimmer bringen!“ Während Eiji gerade feststellte, dass er in echten Krisen zu nichts zu gebrauchen war, hatte das Mädchen – Sae, wie sein benebeltes Gehirn ihn nun erinnerte – hatte nach dem ersten Schrecken die Situation schnell überblickt und das Kommando übernommen. Eiji war dankbar. Er konnte nämlich gerade keinen klaren Gedanken fassen. Warum war Fuji umgekippt? Was stimmte nicht mit ihm? „Nya... Fujiko-chan...“ Vermutlich klang seine Stimme gerade sehr kläglich, aber das war ihm egal. Seinem besten Freund ging es schlecht und er hatte es nicht bemerkt. Was für ein mieser Freund war er eigentlich?
„Komm... Eiji... hilf uns.“ Sae stubste ihn auffordernd an und deutete auf einen Klassenkameraden, der allem Anschein nach darauf wartete, Fuji zum Krankenzimmer zu bringen.
„Ja... ja, klar...“ So konnte er wenigstens etwas tun.
„Es ist nichts Schlimmes. Er hat sich nur überanstrengt.“ Die ruhigte, professionelle Stimme der Schulärztin beruhigte Eiji – ein wenig. Nicht besonders viel. „Wir werden bei ihm zu Hause anrufen, damit jemand ihn abholt, wenn er zu sich kommt. Er kommt wieder in Ordnung, keine Sorge.“ Sie legte Eiji eine Hand auf die Schulter und schob ihn aus dem Zimmer. „Der Unterricht fängt gleich an, du solltest in deine Klasse zurückgehen.“ Die anderen beiden waren gegangen, direkt nachdem sie Fuji in eines der Betten gelegt hatten.
„Aber... aber... ich kann Fuji doch nicht...“ Er warf einen fast hilfesuchenden Blick zu Fuji, der immer noch ohne Bewusstsein war und daher keine große Hilfe war. Der Anblick entfachte nur sein Schuldgefühl aufs Neue. Dann ging die Tür vor seiner Nase zu und er stand alleine auf dem leeren Flur. „Ich kann ihn doch nicht alleine lassen...“, brachte er endlich wieder einen vernünftigen Satz heraus aber nur die geschlossene Tür hörte ihn zu und die würde das wohl kaum zu würdigen wissen.
Sollte er wirklich zum Unterricht gehen?
„Nö“, sagte er halblaut und schlug eine andere Richtung ein. Wenn er Glück hatte waren Tezuka und Oishi noch im Clubhaus... Tezuka sollte es schließlich auch erfahren. Redete er sich ein. Aber wenn er ehrlich war, wollte er zu Oishi. Mehr unbewusst als alles andere beschleunigte er seine Schritte, bis er schließlich rannte.
Dass er dabei einige andere Schüler anrempelte war ihm gleichgültig. Bis... „Kikumaru!“ Nur einer konnte so autoritär sprechen. Schlitternd kam er zum Stehen und drehte sich um. „Tezuka... Oishi... ich... Fuji ist... er ist gerade zusammengebrochen. Er ist im Krankenzimmer.“ In Tezukas Gesicht zuckte es leicht, fast unmerklich und eine Sekunde lang musste Eiji sich ein Grinsen verkneifen.
„Ich sehe nach ihm“, verkündete Tezuka nach einer sekundenlangen Pause von der Eiji nicht wusste, wie er die zu verstehen hatte. Dafür zögerte der Captain jetzt keine Sekunde und entfernte sich mit zügigen Schritten.
Zurück blieben ein Eiji, der seine aufgewühlten Nerven immer noch nicht unter Kontrolle hatte und ein Oishi, der eben diesen Eiji im nächsten Moment an sich kleben hatte.
„Nyaaa~ Oishiii~! Ich bin ein schrecklicher Freund, ich habe nichts bemerkt!“ Jammernd klammerte er sich an seinen Doppelpartner, der für einen Moment nicht zu wissen schien, was er tun sollte. „Und du magst mich auch nicht mehr!“, rutschte es aus Eiji heraus, bevor er sich daran erinnern konnte, dass er ja gar nicht mit Oishi darüber reden wollte.
„Wie kommst du denn auf die Idee?“ Die Antwort kam so prompt und so entsetzt, dass Eiji für einen Moment schwieg und ihn mit großen Augen ansah. „Du hast gar keine Zeit für mich und das nur wegen diesem Mädchen! Wenn du eine Freundin hast, kannst du sie mir auch vorstellen!“
„F-Freundin? Ich?“
„Wir haben euch gesehen!“ Klang er wütend? Verletzt? Eiji war das im Moment egal, es hatte sich so viel Frust aufgestaut, dass es raus musste.
„Aber... ich hab doch nicht... ihr habt das total falsch verstanden!“
„Von wegen! Du hast mir nichts davon gesagt, weil ich so ein mieser Freund bin!“
„So ein Unsinn! Du bist kein mieser Freund! Und Yukiko ist auch nicht meine Freundin! Sie ist meine Cousine.“
Eiji blinzelte. „Cousine?“ Langsam kam er nicht mehr mit. Das müsste dann bedeuten...
„Warum kommt deine Cousine denn mit zur Schule?“ Bisher hatte er sie jedenfalls noch nicht hier gesehen.
„Sie möchte nach Seigaku wechseln, zum nächsten Schuljahr. Und da hab ich sie ein wenig herumgeführt. Das ist alles.“
„Du hattest trotzdem keine Zeit für mich!“ Einen Mädchen die Schule zu zeigen dauerte ja wohl kaum mehrere Tage.
„Sie kommt von weiter her, daher hat sie ein paar Tage bei uns gewohnt. Inzwischen ist sie wieder weg. Und in den letzten Tagen hast du geschmollt.“
Das... klang einleuchtend. „Also magst du mich noch?“ Sicher war sicher.
Als Oishi ihm eine Hand auf die Schulter legte und mit der anderen durch sein Haar strich, war Eijis Welt schon fast wieder in Ordnung. Genau so sollte es sein.
„Natürlich. Und wenn es dich beruhigt... ich habe auch nicht bemerkt, dass es Fuji nicht gut geht... Er ist gut darin, so etwas zu verstecken.“
„Nyaa~“
„Keine Sorge, Tezuka kümmert sich um ihn. Wir sollten zum Unterricht gehen.“
Unterricht? Oishi wollte jetzt ernsthaft noch zum Unterricht? „Wir sind doch eh zu spät! Können wir nicht raus gehen?“ Nie im Leben könnte er jetzt in Bio sitzen und der Lehrerin zuhören!
„Aber wir...“
„Nyaaaa, Oishi~“ Eiji wusste, dass er sich wie ein Kleinkind verhielt, aber das war ihm egal. Jetzt wo er Oishi wieder für sich hatte, würde er ihn nicht so schnell wieder hergeben. Schon gar nicht, wenn er sich auch noch Sorgen um Fuji machte!
„Okay... gehen wir raus.“
Das erste, was Fuji wirklich bemerkte war, dass er wieder klar denken konnte. Bis eben hatte er alles nur verschwommen wahrgenommen – wenn überhaupt. Dann war jemand gekommen und hatte etwas gefragt. Was, hatte er nicht verstanden. Jemand anderes – wohl die Ärztin, wie er nachträglich ergänzte – hatte geantwortet, dann hatte Stille geherrscht. Oder er war eingeschlafen. Genau wusste Fuji es nicht.
Aber jetzt fühlte er sich etwas besser. Für den Moment. Wie das aussehen würde, wenn er versuchte, die Augen zu öffnen oder gar aufzustehen, wusste er nicht. Ersteres war aber etwas, was er versuchen könnte. Zweiteres... immer der Reihe nach.
Mühsam blinzelte er und nach zwei Fehlversuchen gelang es ihm auch, die Augen offen zu halten. Er war so furchtbar müde...
…
Und träumte offenbar.
Anders konnte er sich den Anblick der sich ihm nun bot nicht erklären. Das musste einfach ein Traum sein. Tezuka würde doch niemals... was tat der hier?
Natürlich hatte Fuji damit gerechnet, dass Tezuka sehr schnell erfahren würde, dass er im Krankenzimmer war. Aber dass er extra herkommen würde... dass er sich solche Sorgen machte, dass er vielleicht sogar den Unterricht schwänzte... das war ein merkwürdig angenehmes Gefühl.
Eine ganze Weile sagte niemand von ihnen etwas, sie sahen sich einfach nur an. Als die Stille Fuji zu viel wurde und er den Mund öffnete um etwas zu sagen (was, wusste er selbst nicht), hob Tezuka die Hand und unterbrach ihn so. Dann sagte er: „Mach sowas nie wieder.“
„Versprochen. Hast du dir Sorgen gemacht?“ Natürlich würde er keine Antwort erhalten, aber fragen kostete schließlich nichts.
„Ich bin doch hier.“
Mehr gab es eigentlich nicht zu sagen. Fuji jedenfalls... reichte es vollkommen.
no subject
Date: 2010-05-27 08:15 am (UTC)Das ist soooo schön. *-*
Ich habe ja eine ungesunde Schwäche für Fuji, der zusammenbricht und Eiji war wirklich ganz rührend, die kleine Dramaqueen. Bin sehr froh, dass du das dramatische Missverständnis zwischen ihm und Oishi noch aufgeklärt hast! ;-)
Aber meine Lieblingsstelle war das Ende! *-*
Gnah! *____*
Das ist so ... wortlos schön. Wenige Sätze und genau auf den Punkt.
Ich liebe es, dass Tezuka so gar kein Fan überflüssiger Worte ist, wenn sein Verhalten einfach für sich spricht. Und ja natürlich ist er hier und schwänzt für Fuji Unterricht!
Wunderschön. Danke! :-)
no subject
Date: 2010-05-27 11:22 am (UTC)Diese Ff hat mich dermaßen viele Nerven gekostet, da ist es seeeehr gut zu wissen, dass ich es nicht vollkommen verbockt habe. °-°
no subject
Date: 2010-05-28 08:13 pm (UTC)Du weißt, ich liebe deinen Tezuka XD
Und überhaupt deinen Schreibstil und alles an dir *hug*
Auf das du noch ganz ganz ganz viele TeFu-Momente schreibst...
Und zum Schluss:
Ganz genau XD wo Tezuka auftaucht, ist die Welt einfach nur traumhaft schön! *bisschen rumfangirl* (Er sieht immer so schnuckelig aus mit seinen Stirnfurchen *.* Dein Fuji und dein Tezuka sind einfach unglaublich toll.
Gibt gar keinen Zweifel daran, dass du das Gipfelkreuz bald raufgeklettert bist ^.~