Don´t let me be misunderstood
May. 24th, 2010 06:23 pmFandom: Arashi
Personen: SakuRaiba (Sakurai Sho & Aiba Masaki)
Genre: schmoop, h/c
Challenge: OTP aus momentanem Lieblingsfandom mit Lieblingsgenre
Wörter: 1.021
Disclaimer: Nix meins, gehören alle Johnny Kitagawa
Warnung: Boyband-Slash of Doom. Das habt ihr jetzt von dieser Challenge.
Eigentlich dachte Sho, dass sie über solcherlei Unfälle erhaben seien. Zehn Jahre Bühnen-, Film- und Fernseherfahrung implizieren schließlich einen gewissen Grad an Professionalität.
Und trotzdem fährt es ihm vor Ärger heiß und kalt zugleich den Rücken hinunter als Jun fünfzehn Minuten vor Drehbeginn im Türrahmen steht und vollkommen hilflos aussieht.
„Er sagt, er kann nicht.“
Er braucht nicht zu erwähnen, um wen es sich dreht. Es gibt nur eine Person, die solche Dinge sagt.
Sho dreht sich um, gerade fertig ge-make-upt, starrt, schluckt und senkt dann irritiert die Augenbrauen.
„Das darf doch nicht wahr sein“, entfährt es ihm umbarmherzig.
Jun zuckt, noch hilfloser, mit den Schultern.
„Sagt ihm, er soll sich zusammenreißen.“
„Haben wir, aber das macht es scheinbar noch schlimmer.“
Jun ist nicht sauer, er ist auf einer Vorstufe der Panik. Manchmal tut der Job einem Perfektionisten alles andere als gut.
Hinter ihm erscheint Nino auf der Bildfläche, die Arme verschränkt und mit hochgezogenen Augenbrauen.
Sho schaut ihn fragend an, aber als Nino nichts sagt, fährt er aufgebracht von seinem Stuhl hoch;
„Wann begreift er endlich, dass wir hier nicht mehr im Kindergarten sind, Herrgott nochmal!“
„Reg dich ab“, murmelt Nino schließlich. „Sieht so aus als hätte er vorhin irgendeine wichtige Nachricht bekommen. Wir wissen nicht, was los ist.“
„Was für eine Nachricht könnte wichtiger sein als der Dreh? Er hat Verpflichtungen und es wäre nett, wenn er nicht jedes Mal, wenn sein Hund sich was eingetreten hat, daraus ein Riesentheater machen würde!“
Er stürmt den Gang hinunter, vier-fünf Schritte lang noch Ninomiya in seinem Rücken ihm folgend, dann scheint der andere stehenzubleiben.
Es ist nicht so, dass Sho keine Probleme hat. Es ist ja nicht so, dass sie alle fünf keine bis zur letzten Minute vollgepackten Terminpläne haben!
Fast mit Gewalt reißt er die Tür zur Garderobe auf und sieht Aibas zusammengesunkene Gestalt auf der Couch. Die gelb-braunen Streifen des Shirts und die farbenfrohe Weste, die man dem Mann dazu gegeben hat, passen überhaupt nicht dazu, zumindest nicht im Moment.
„Geruhst du dich dann bitte auch, in die Maske zu gehen“, sagt Sho und macht daraus bewusst keine Frage.
Dann erst sieht er, dass Aibas Schultern unrhythmisch zucken. Mehr kann er nicht erkennen, sein Gegenüber hat das Gesicht in den Händen vergraben.
„Jun ist jetzt schon völlig fertig. Denk mal an die anderen und reiß dich zusammen.“
Aibas Hände wischen fahrig über die Augen, immer und immer wieder.
„Ich versuch´s ja...“, schluchzt er mit erstickter Stimme und es scheint schlimmer zu sein als jemals zuvor.
„Ganz ehrlich. Ich will niemanden warten lassen...“
Es klingt so, als müsse er sich davon mehr überzeugen als seinen Freund.
„Das ist prima, dann sind wir uns ja einig.“ Sho verschränkt die Arme.
„Wenn du also endlich aufhören würdest mit den Kindereien! Ich wüsste sowieso nicht, was es rechtfertigen würde, den ganzen Ärger, den wir bekämen, auf uns zu nehmen.“
„Die Tatsache, dass mein Vater ins Krankenhaus eingeliefert wurde und gerade in einer Not-OP ist, zählt nicht dazu?“
Das schlägt ein wie ein Blitz.
Sho spürt, wie sein Mund aufgeht, seine Augen sich weiten, noch ehe er versucht, die Informationen, die Aiba ihm entgegengeschleudert hat, zu verarbeiten.
„Was?“, japst er und schließt geistesgegenwärtig die Tür hinter sich.
Aiba schaut ihn an. Sein Gesicht ist tränenüberströmt, die Augen sehen ganz klein und zugequollen aus.
„Was hast du denn gedacht?“, näselt er, doch es klingt hart.
„Dass ich einfach darüber hinweggehen kann, wenn ein Familienmitglied stirbt? Wenn du das für Professionalität hältst, bin ich mir nicht sicher, ob du nicht inzwischen ein Roboter geworden bist.“
Sho geht einen Schritt auf die Couch zu.
„Masaki... ich wusste doch nicht-„
„Richtig, aber du denkst, du wüsstest es besser! Seit wann-„
Er zieht die Nase hoch, aber dann kann er doch nicht weitersprechen.
Und Sho sieht, was er angerichtet hat.
Es hat einmal eine Zeit gegeben, in der er nicht nur einen freien Tag in zwei Wochen hatte. Es hat einmal eine Zeit gegeben, in der er Gelegenheit zum Aufatmen hatte, Zeit, den anderen wirklich zuzuhören und auf sie einzugehen, selbst seine Geschichten zu erzählen. Jetzt ist er erfolgreicher, besser bezahlt, sieht die anderen vier mehr- aber im Grunde weiß er weniger über sie denn je. Und wenn es sogar soweit kommt, dass er ausgerechnet Aiba anschreit- noch dazu in einem Moment der Todesangst- dann läuft irgendetwas gewaltig schief.
Aiba gibt sich Mühe. Das hat er schon immer getan. Er kann ja nichts dafür, dass das Leben es ihm manchmal schwerer macht als den anderen. Sho weiß, dass er es hasst, unbequem zu sein und negativ aufzufallen. Und trotzdem hat er in der Wunde gestochert. Wirklich das Allerletzte.
„Hör mal...“, murmelt er verloren und setzt sich langsam neben Aiba auf die Couch.
„...es tut mir Leid.“
Der andere ignoriert ihn und starrt mit Augen, die sich immer wieder mit Tränen der Verzweiflung füllen, auf die Glasplatte des Tisches vor sich.
„Was ist denn passiert mit deinem Vater?“
„Herzinfarkt.“
„Haben sie es schnell bemerkt?“
„Meine Mutter hat einen Krankenwagen gerufen, sobald sie es gemerkt hat.“
„Siehst du...“
Vorsichtig legt Sho einen Arm um Aiba und lehnt ihn an sich.
„Dann wird es sicher gut gehen. Wenn man rechtzeitig behandelt, überstehen das die meisten. Dein Vater ist doch ein starker Mann.“
Aiba nickt schwach, aber ob er ihm glaubt, ist eine ganz andere Sache.
Als Sho ihn in die Arme schließt und er seinen Tränen freien Lauf lässt, sich fest an seinen Freund klammernd, scheint er den Moment, in dem er sich mal nicht zusammenreißen muss, zu genießen.
Sho tappt ihm beruhigend auf den Rücken und murmelt immer wieder „Masaki, es tut mir so Leid“. Aber es scheint immerhin ein wenig zu helfen.
Ein paar Minuten später steckt Nino den Kopf zur Tür herein und sein Blick ruht nur kurz auf den beiden Gestalten, die ineinander verknäuelt auf der Couch hängen.
Er wird zum Regisseur gehen und ihn um zwanzig Minuten Aufschub für die Aufzeichnungen bitte. Er wird ganz höflich behandelt werden- es gibt schließlich keinen Grund, Ärger zu bekommen. Dafür sind sie viel zu groß im Showgeschäft.
Es ist doch stets nur Sho, der hin und wieder seine Contenance verliert.
Personen: SakuRaiba (Sakurai Sho & Aiba Masaki)
Genre: schmoop, h/c
Challenge: OTP aus momentanem Lieblingsfandom mit Lieblingsgenre
Wörter: 1.021
Disclaimer: Nix meins, gehören alle Johnny Kitagawa
Warnung: Boyband-Slash of Doom. Das habt ihr jetzt von dieser Challenge.
Eigentlich dachte Sho, dass sie über solcherlei Unfälle erhaben seien. Zehn Jahre Bühnen-, Film- und Fernseherfahrung implizieren schließlich einen gewissen Grad an Professionalität.
Und trotzdem fährt es ihm vor Ärger heiß und kalt zugleich den Rücken hinunter als Jun fünfzehn Minuten vor Drehbeginn im Türrahmen steht und vollkommen hilflos aussieht.
„Er sagt, er kann nicht.“
Er braucht nicht zu erwähnen, um wen es sich dreht. Es gibt nur eine Person, die solche Dinge sagt.
Sho dreht sich um, gerade fertig ge-make-upt, starrt, schluckt und senkt dann irritiert die Augenbrauen.
„Das darf doch nicht wahr sein“, entfährt es ihm umbarmherzig.
Jun zuckt, noch hilfloser, mit den Schultern.
„Sagt ihm, er soll sich zusammenreißen.“
„Haben wir, aber das macht es scheinbar noch schlimmer.“
Jun ist nicht sauer, er ist auf einer Vorstufe der Panik. Manchmal tut der Job einem Perfektionisten alles andere als gut.
Hinter ihm erscheint Nino auf der Bildfläche, die Arme verschränkt und mit hochgezogenen Augenbrauen.
Sho schaut ihn fragend an, aber als Nino nichts sagt, fährt er aufgebracht von seinem Stuhl hoch;
„Wann begreift er endlich, dass wir hier nicht mehr im Kindergarten sind, Herrgott nochmal!“
„Reg dich ab“, murmelt Nino schließlich. „Sieht so aus als hätte er vorhin irgendeine wichtige Nachricht bekommen. Wir wissen nicht, was los ist.“
„Was für eine Nachricht könnte wichtiger sein als der Dreh? Er hat Verpflichtungen und es wäre nett, wenn er nicht jedes Mal, wenn sein Hund sich was eingetreten hat, daraus ein Riesentheater machen würde!“
Er stürmt den Gang hinunter, vier-fünf Schritte lang noch Ninomiya in seinem Rücken ihm folgend, dann scheint der andere stehenzubleiben.
Es ist nicht so, dass Sho keine Probleme hat. Es ist ja nicht so, dass sie alle fünf keine bis zur letzten Minute vollgepackten Terminpläne haben!
Fast mit Gewalt reißt er die Tür zur Garderobe auf und sieht Aibas zusammengesunkene Gestalt auf der Couch. Die gelb-braunen Streifen des Shirts und die farbenfrohe Weste, die man dem Mann dazu gegeben hat, passen überhaupt nicht dazu, zumindest nicht im Moment.
„Geruhst du dich dann bitte auch, in die Maske zu gehen“, sagt Sho und macht daraus bewusst keine Frage.
Dann erst sieht er, dass Aibas Schultern unrhythmisch zucken. Mehr kann er nicht erkennen, sein Gegenüber hat das Gesicht in den Händen vergraben.
„Jun ist jetzt schon völlig fertig. Denk mal an die anderen und reiß dich zusammen.“
Aibas Hände wischen fahrig über die Augen, immer und immer wieder.
„Ich versuch´s ja...“, schluchzt er mit erstickter Stimme und es scheint schlimmer zu sein als jemals zuvor.
„Ganz ehrlich. Ich will niemanden warten lassen...“
Es klingt so, als müsse er sich davon mehr überzeugen als seinen Freund.
„Das ist prima, dann sind wir uns ja einig.“ Sho verschränkt die Arme.
„Wenn du also endlich aufhören würdest mit den Kindereien! Ich wüsste sowieso nicht, was es rechtfertigen würde, den ganzen Ärger, den wir bekämen, auf uns zu nehmen.“
„Die Tatsache, dass mein Vater ins Krankenhaus eingeliefert wurde und gerade in einer Not-OP ist, zählt nicht dazu?“
Das schlägt ein wie ein Blitz.
Sho spürt, wie sein Mund aufgeht, seine Augen sich weiten, noch ehe er versucht, die Informationen, die Aiba ihm entgegengeschleudert hat, zu verarbeiten.
„Was?“, japst er und schließt geistesgegenwärtig die Tür hinter sich.
Aiba schaut ihn an. Sein Gesicht ist tränenüberströmt, die Augen sehen ganz klein und zugequollen aus.
„Was hast du denn gedacht?“, näselt er, doch es klingt hart.
„Dass ich einfach darüber hinweggehen kann, wenn ein Familienmitglied stirbt? Wenn du das für Professionalität hältst, bin ich mir nicht sicher, ob du nicht inzwischen ein Roboter geworden bist.“
Sho geht einen Schritt auf die Couch zu.
„Masaki... ich wusste doch nicht-„
„Richtig, aber du denkst, du wüsstest es besser! Seit wann-„
Er zieht die Nase hoch, aber dann kann er doch nicht weitersprechen.
Und Sho sieht, was er angerichtet hat.
Es hat einmal eine Zeit gegeben, in der er nicht nur einen freien Tag in zwei Wochen hatte. Es hat einmal eine Zeit gegeben, in der er Gelegenheit zum Aufatmen hatte, Zeit, den anderen wirklich zuzuhören und auf sie einzugehen, selbst seine Geschichten zu erzählen. Jetzt ist er erfolgreicher, besser bezahlt, sieht die anderen vier mehr- aber im Grunde weiß er weniger über sie denn je. Und wenn es sogar soweit kommt, dass er ausgerechnet Aiba anschreit- noch dazu in einem Moment der Todesangst- dann läuft irgendetwas gewaltig schief.
Aiba gibt sich Mühe. Das hat er schon immer getan. Er kann ja nichts dafür, dass das Leben es ihm manchmal schwerer macht als den anderen. Sho weiß, dass er es hasst, unbequem zu sein und negativ aufzufallen. Und trotzdem hat er in der Wunde gestochert. Wirklich das Allerletzte.
„Hör mal...“, murmelt er verloren und setzt sich langsam neben Aiba auf die Couch.
„...es tut mir Leid.“
Der andere ignoriert ihn und starrt mit Augen, die sich immer wieder mit Tränen der Verzweiflung füllen, auf die Glasplatte des Tisches vor sich.
„Was ist denn passiert mit deinem Vater?“
„Herzinfarkt.“
„Haben sie es schnell bemerkt?“
„Meine Mutter hat einen Krankenwagen gerufen, sobald sie es gemerkt hat.“
„Siehst du...“
Vorsichtig legt Sho einen Arm um Aiba und lehnt ihn an sich.
„Dann wird es sicher gut gehen. Wenn man rechtzeitig behandelt, überstehen das die meisten. Dein Vater ist doch ein starker Mann.“
Aiba nickt schwach, aber ob er ihm glaubt, ist eine ganz andere Sache.
Als Sho ihn in die Arme schließt und er seinen Tränen freien Lauf lässt, sich fest an seinen Freund klammernd, scheint er den Moment, in dem er sich mal nicht zusammenreißen muss, zu genießen.
Sho tappt ihm beruhigend auf den Rücken und murmelt immer wieder „Masaki, es tut mir so Leid“. Aber es scheint immerhin ein wenig zu helfen.
Ein paar Minuten später steckt Nino den Kopf zur Tür herein und sein Blick ruht nur kurz auf den beiden Gestalten, die ineinander verknäuelt auf der Couch hängen.
Er wird zum Regisseur gehen und ihn um zwanzig Minuten Aufschub für die Aufzeichnungen bitte. Er wird ganz höflich behandelt werden- es gibt schließlich keinen Grund, Ärger zu bekommen. Dafür sind sie viel zu groß im Showgeschäft.
Es ist doch stets nur Sho, der hin und wieder seine Contenance verliert.
no subject
Date: 2010-05-25 09:01 pm (UTC)am Anfang wollte ich Sho nen Arschtritt verpassen. Wäre er ne Frau gewesen, hätte ich ihn Zicke genannt^^. aber dann hat er noch nicht mal richtig mitbekommen, dass was nicht stimmt. er muss es erst gesagt bekommen. Am Ende hat er mir gefallen.