How to be ... the perfect man for Sanji
May. 24th, 2010 12:47 amFandom: One Piece
Charaktere: Zorro, Sanji
Challenge: "How to be ...", Listen
Warnungen: Schmoop, Angst, h/c
Wörter: ~1400
Für:
maddle
“Hier sind die Regeln!” verkündete Sanji und knallte ein Blatt Papier auf den Tisch. „Lies sie und halt dich dran!“
Zorro klappte langsam ein Auge auf. Dann das andere. Verschlafen blinzelte er nach oben. „Was für Regeln?“
„Die neuen Regeln!“ fauchte Sanji. Damit rauschte er aus der Kombüse.
Das war kein guter Start in den Tag, aber das musste mal gesagt werden.
Nur, dass er nicht einmal wirklich was gesagt hatte. Und dass es auch kein Start in den Tag war, sondern eher das Ende des Tages. Noch dazu das Ende eines ziemlich langen und ziemlich lausigen Tages.
Lang, lausig und schrecklich. Und völlig überflüssig.
Draußen angekommen lehnte er sich an die Reling und atmete ein paar Mal tief durch. Die frische Luft fühlte sich ungewohnt und schmerzhaft in seinen Lungen an und er zerrte ungeduldig eine Zigarette hervor. Seine Finger zitterten, während er sie anzündete und dafür war nicht nur der Nikotinentzug von eben verantwortlich.
Tief und inbrünstig zog er an der Zigarette, sobald sie brannte. Er ließ das brennende Streichholz ins Wasser fallen und sah zu, wie es erlosch und in den Wellen versank.
Seufzend schloss er die Augen und massierte sich mit den Fingerspitzen die Stirn.
Der Wind war warm auf seinem Gesicht, irgendwo am anderen Ende des Schiffes hörte er wie Nami Ruffy und Lysop zusammenstauchte. Es war vertraut und nett und gemütlich. Und es machte überhaupt keinen Sinn, dass er so in den Seilen hing.
Nicht den geringsten.
Der Himmel wurde schon dunkel über ihm und er war bei der vierten Zigarette angelangt, als Zorro sich endlich nach draußen zu ihm bequemte.
Sanji spürte wie er sich anspannte, als er die vertrauten Schritte in schweren Stiefeln hinter sich hörte.
Sekundenlang war es still.
„So“, sagte Zorro, eloquent wie er war.
„So“, erwiderte Sanji knapp und ohne ihn anzusehen. Er dachte ja nicht im Traum daran, ihm das irgendwie leichter zu machen.
Vermutlich hatte Zorro die Regeln nicht mal gelesen.
Zorro räusperte sich unbehaglich. Als von Sanjis nichts mehr kam, lehnte er sich wortlos neben ihn an die Reling, mit dem Rücken zum Meer.
„Die … uhm … diese Liste …“, begann er zögernd.
„Was ist damit?“, erwiderte Sanji patzig und zog brütend an seiner Zigarette.
Zorro räusperte sich erneut, lang und umständlich und warf Sanji hilfesuchende Blicke zu.
Typisch. Aber Sanji dachte ja gar nicht daran, ihm da jetzt rauszuhelfen.
Der durfte sich da ruhig alleine durchkrebsen.
Das war eh alles seine Schuld!
„‘Punkt 1‘“, las Zorro schließlich vor. „‘Wenn ich liebreizenden Damen ein charmantes Kompliment mache, durchbohre mich nicht jedes Mal mit bedrohliche Blicken. Das ist peinlich.‘ “
„Danke, ich weiß, was ich geschrieben”, erwiderte Sanji irritiert. „Das ist noch nicht so lange her!”
Offenbar wusste Zorro dann schon wieder nicht weiter, denn er schwieg erneut.
Gott, er war so ein … Mann!
Aber was hatte Sanji denn erwartet? Immerhin hatte „unsensibler, unromantischer Grobmotoriker mit Schwert-Fimmel“ draufgestanden, als er es gekauft hatte.
Frustriert zog Sanji an seiner Zigarette, bis von ihr nicht mehr als ein heruntergebrannter Stummel übriggeblieben war. Auf den er sekundenlang auch wütend war. Einfach so. Kompromisslos schnippte er sie ins Meer und angelte mit der anderen Hand bereits nach der nächsten.
Neben ihm gab Zorro, der unsensible Klotz ein Geräusch von sich, das verdächtig nach einem Seufzen klang.
„So …“, setzte er an.
„Das hast du schon gesagt“, gab Sanji bissig zurück.
Ja, er war nicht in der Stimmung hilfsbereit und entgegenkommend zu sein - was dagegen?
„Sanji.“
„Das ist mein Name. Ich bin beeindruck- …“
Offensichtlich hatte er damit den Bogen und Zorros beachtliche Geduld endlich überspannt.
Eine Hand schlang sich um seinen Oberarm und dann wurde er ruckartig herumgerissen und zur Seite gezerrt.
„Kannst du mich mal ansehen?!“, grollte Zorro, Millimeter von seinem Gesicht entfernt. Seine Augen waren sehr schmal, sehr grün und sehr angepisst. Seine Finger umspannten Sanjis Oberarm fast komplett.
Sekundenlang fühlte Sanji sich ein bisschen atemlos.
Zorro nutzte seinen Moment der Sprachlosigkeit, nahm ihm die noch nicht angezündete Zigarette aus dem Mund und warf sie über Bord.
„Hey“, protestierte Sanji halblaut und ohne den Blick abwenden zu können.
„Du bist sauer auf mich“, stellte Zorro fest. „Okay. Ich hab’s geschnallt.“
Der Schnellmerker. Der verdammte, beschissene Schnellmerker.
„Ich bin nicht sauer!“, fauchte Sanji inkonsequent.
Zorro hatte ihn so dicht an sich gezogen, dass Sanji spüren konnte, wie seine Brust sich hob und senkte, wenn er ein- und ausatmete. Unter seinem Hemd, direkt über seinen Rippen, konnte er die Verdickung seines Verbandes spüren. Es war seltsam intim und persönlich und brachte Sanji vollkommen aus der Fassung.
„Ich bin nicht sauer“, wiederholte er leise.
Zu seiner Überraschung und seinem vollkommenen Entsetzen spürte er, wie seine Augen plötzlich anfingen zu brennen.
Er wollte sich hastig abwenden, aber Zorros Griff um seinen Arm war unnachgiebig.
„Meine Blicke sind nicht bedrohlich“, knurrte Zorro. „Meine Blicke sind nie bedrohlich! Ich schnarche nicht, mit wie vielen Weibern du flirtest, ist mir völlig schnuppe und vom Kochen habe ich dich noch nie abgehalten – und das ist überhaupt nicht der Punkt!“
Scheinbar hatte er die Liste doch gelesen.
„Punkt siebzehn“, zitierte Zorro mit zusammengezogenen Augenbrauen und Sanji zuckte unwillkürlich zusammen.
Sanji wusste ganz genau, was bei Punkt siebzehn stand. Genau da, wo seine Handschrift anfing krakelig und verschwommen zu werden. Das musste Zorro nicht extra zitieren.
Punkt 17: Wag es nicht, zu sterben!!!
Drei Ausrufezeichen.
Weil nur eins nicht gereicht hätte.
„Idiot“, sagte Zorro leise und deutlich, „Ich habe nicht vor, in nächster Zeit draufzugehen.“
„Schön“, fauchte Sanji und versuchte vergeblich seinem Griff zu entkommen. „Schön für dich!“
„Ich …“
„Das hilft mir nur alles überhaupt nicht, wenn du dich wie ein bekloppter Wahnsinniger vor mich schmeißt und dich halb zerstückeln lässt!“
Und da war es.
Endlich war es raus.
Er atmete tief durch und schloss die Augen.
Er konnte es immer noch vor sich sehen.
Wie die Klingen auf ihn zurasten, keine Chance ihnen auszuweichen. Wie sekundenlang sein ganzes Leben vor seinem inneren Auge an ihm vorbeizog. Ende, aus, Banane.
Und Zorro, der Vollhorst!, der sich wie ein vollkommener Idiot aufführen musste und der sich vor ihn geworfen hatte!
Aber klar, wieso auch nicht! Das machte er ja immer! Jedes verdammte Mal!
Oh, ein scharfer Gegenstand! Wieso werfe ich mich nicht davor und gucke, was passiert?
Weil das eine saudumme, bescheuerte, idiotische Idee ist, du Depp! Deswegen!
Das Geräusch von Metall, das durch Fleisch und Muskeln schnitt.
Und sekundenlang nicht zu wissen, ob …
„Lass mich los“, befahl Sanji. Seine Stimme klang rau. „Halt dich einfach an die verdammten Regeln und wir haben keinen Stress. Das ist alles. Halt dich gefälligst dran!“
Sekundenlang war Zorro still.
Vermutlich wusste er wieder nicht, was er dazu sagen sollte. War ja klar.
Dazu gab es auch nichts zu sagen! Er hatte eindeutig Regelbruch begangen und Sanji hatte jedes Recht deswegen sauer zu sein. Und nur weil Zorro so unsensibel wie ein Holzklotz war und das nicht kapierte, und weil er so viel Verstand hatte wie ein … wie ein …
Unerwartet wurde eine Hand auf seinen Nacken gelegt, er wurde ruckartig nach vorne gezogen, und dann fand Sanji sein Gesicht an Zorros Halsbeuge gepresst wieder.
Zorro war schrecklich schlecht mit Worten, aber seine Hände auf Sanjis Rücken und seinen Haaren waren groß und erstaunlich behutsam. Er fühlte sich warm und sicher an, solide und lebendig, aber er war immer noch ein grobmotorischer, unsensibler Holzklotz und Sanji verkrallte seine Finger absolut nicht in Zorros Hemd.
„Sanji …“, sagte Zorro sacht.
„Ich heul nicht“, presste er hervor.
„Habe ich nicht behauptet“, erwiderte Zorro, ohne ihn loszulassen. Er hielt ihn so fest, dass Sanji das Gefühl hatte seine Rippen knacken zu hören.
„Halt dich dran!“ stieß Sanji erstickt hervor. „Kannst du dich nicht mal an ein paar einfache Regeln halten wie jeder normale Mensch? Das ist doch nicht zu viel verlangt.“
Danach sagte er noch alles Mögliche - idiotisches, inkohärentes Zeug und viele, viele Beleidigungen über Zorros Männlichkeit und seine Schwerter und alles, was ihm einfiel. Und Zorro tat gefühlte Stunden nichts anderes, als ihn nicht loszulassen. Zorro war ja auch am allerbesten darin, Dinge nicht zu tun.
Er versprach nichts und entschuldigte sich nicht, aber er behielt den verdammten Zettel. Und auch wenn es nichts daran änderte, dass Zorro ein suizidaler Idiot mit einer ungesunden Affinität für scharfe, spitze Gegenstände war, fühlte sich Sanji dadurch seltsam getröstet.
Ende
Charaktere: Zorro, Sanji
Challenge: "How to be ...", Listen
Warnungen: Schmoop, Angst, h/c
Wörter: ~1400
Für:
“Hier sind die Regeln!” verkündete Sanji und knallte ein Blatt Papier auf den Tisch. „Lies sie und halt dich dran!“
Zorro klappte langsam ein Auge auf. Dann das andere. Verschlafen blinzelte er nach oben. „Was für Regeln?“
„Die neuen Regeln!“ fauchte Sanji. Damit rauschte er aus der Kombüse.
Das war kein guter Start in den Tag, aber das musste mal gesagt werden.
Nur, dass er nicht einmal wirklich was gesagt hatte. Und dass es auch kein Start in den Tag war, sondern eher das Ende des Tages. Noch dazu das Ende eines ziemlich langen und ziemlich lausigen Tages.
Lang, lausig und schrecklich. Und völlig überflüssig.
Draußen angekommen lehnte er sich an die Reling und atmete ein paar Mal tief durch. Die frische Luft fühlte sich ungewohnt und schmerzhaft in seinen Lungen an und er zerrte ungeduldig eine Zigarette hervor. Seine Finger zitterten, während er sie anzündete und dafür war nicht nur der Nikotinentzug von eben verantwortlich.
Tief und inbrünstig zog er an der Zigarette, sobald sie brannte. Er ließ das brennende Streichholz ins Wasser fallen und sah zu, wie es erlosch und in den Wellen versank.
Seufzend schloss er die Augen und massierte sich mit den Fingerspitzen die Stirn.
Der Wind war warm auf seinem Gesicht, irgendwo am anderen Ende des Schiffes hörte er wie Nami Ruffy und Lysop zusammenstauchte. Es war vertraut und nett und gemütlich. Und es machte überhaupt keinen Sinn, dass er so in den Seilen hing.
Nicht den geringsten.
Der Himmel wurde schon dunkel über ihm und er war bei der vierten Zigarette angelangt, als Zorro sich endlich nach draußen zu ihm bequemte.
Sanji spürte wie er sich anspannte, als er die vertrauten Schritte in schweren Stiefeln hinter sich hörte.
Sekundenlang war es still.
„So“, sagte Zorro, eloquent wie er war.
„So“, erwiderte Sanji knapp und ohne ihn anzusehen. Er dachte ja nicht im Traum daran, ihm das irgendwie leichter zu machen.
Vermutlich hatte Zorro die Regeln nicht mal gelesen.
Zorro räusperte sich unbehaglich. Als von Sanjis nichts mehr kam, lehnte er sich wortlos neben ihn an die Reling, mit dem Rücken zum Meer.
„Die … uhm … diese Liste …“, begann er zögernd.
„Was ist damit?“, erwiderte Sanji patzig und zog brütend an seiner Zigarette.
Zorro räusperte sich erneut, lang und umständlich und warf Sanji hilfesuchende Blicke zu.
Typisch. Aber Sanji dachte ja gar nicht daran, ihm da jetzt rauszuhelfen.
Der durfte sich da ruhig alleine durchkrebsen.
Das war eh alles seine Schuld!
„‘Punkt 1‘“, las Zorro schließlich vor. „‘Wenn ich liebreizenden Damen ein charmantes Kompliment mache, durchbohre mich nicht jedes Mal mit bedrohliche Blicken. Das ist peinlich.‘ “
„Danke, ich weiß, was ich geschrieben”, erwiderte Sanji irritiert. „Das ist noch nicht so lange her!”
Offenbar wusste Zorro dann schon wieder nicht weiter, denn er schwieg erneut.
Gott, er war so ein … Mann!
Aber was hatte Sanji denn erwartet? Immerhin hatte „unsensibler, unromantischer Grobmotoriker mit Schwert-Fimmel“ draufgestanden, als er es gekauft hatte.
Frustriert zog Sanji an seiner Zigarette, bis von ihr nicht mehr als ein heruntergebrannter Stummel übriggeblieben war. Auf den er sekundenlang auch wütend war. Einfach so. Kompromisslos schnippte er sie ins Meer und angelte mit der anderen Hand bereits nach der nächsten.
Neben ihm gab Zorro, der unsensible Klotz ein Geräusch von sich, das verdächtig nach einem Seufzen klang.
„So …“, setzte er an.
„Das hast du schon gesagt“, gab Sanji bissig zurück.
Ja, er war nicht in der Stimmung hilfsbereit und entgegenkommend zu sein - was dagegen?
„Sanji.“
„Das ist mein Name. Ich bin beeindruck- …“
Offensichtlich hatte er damit den Bogen und Zorros beachtliche Geduld endlich überspannt.
Eine Hand schlang sich um seinen Oberarm und dann wurde er ruckartig herumgerissen und zur Seite gezerrt.
„Kannst du mich mal ansehen?!“, grollte Zorro, Millimeter von seinem Gesicht entfernt. Seine Augen waren sehr schmal, sehr grün und sehr angepisst. Seine Finger umspannten Sanjis Oberarm fast komplett.
Sekundenlang fühlte Sanji sich ein bisschen atemlos.
Zorro nutzte seinen Moment der Sprachlosigkeit, nahm ihm die noch nicht angezündete Zigarette aus dem Mund und warf sie über Bord.
„Hey“, protestierte Sanji halblaut und ohne den Blick abwenden zu können.
„Du bist sauer auf mich“, stellte Zorro fest. „Okay. Ich hab’s geschnallt.“
Der Schnellmerker. Der verdammte, beschissene Schnellmerker.
„Ich bin nicht sauer!“, fauchte Sanji inkonsequent.
Zorro hatte ihn so dicht an sich gezogen, dass Sanji spüren konnte, wie seine Brust sich hob und senkte, wenn er ein- und ausatmete. Unter seinem Hemd, direkt über seinen Rippen, konnte er die Verdickung seines Verbandes spüren. Es war seltsam intim und persönlich und brachte Sanji vollkommen aus der Fassung.
„Ich bin nicht sauer“, wiederholte er leise.
Zu seiner Überraschung und seinem vollkommenen Entsetzen spürte er, wie seine Augen plötzlich anfingen zu brennen.
Er wollte sich hastig abwenden, aber Zorros Griff um seinen Arm war unnachgiebig.
„Meine Blicke sind nicht bedrohlich“, knurrte Zorro. „Meine Blicke sind nie bedrohlich! Ich schnarche nicht, mit wie vielen Weibern du flirtest, ist mir völlig schnuppe und vom Kochen habe ich dich noch nie abgehalten – und das ist überhaupt nicht der Punkt!“
Scheinbar hatte er die Liste doch gelesen.
„Punkt siebzehn“, zitierte Zorro mit zusammengezogenen Augenbrauen und Sanji zuckte unwillkürlich zusammen.
Sanji wusste ganz genau, was bei Punkt siebzehn stand. Genau da, wo seine Handschrift anfing krakelig und verschwommen zu werden. Das musste Zorro nicht extra zitieren.
Punkt 17: Wag es nicht, zu sterben!!!
Drei Ausrufezeichen.
Weil nur eins nicht gereicht hätte.
„Idiot“, sagte Zorro leise und deutlich, „Ich habe nicht vor, in nächster Zeit draufzugehen.“
„Schön“, fauchte Sanji und versuchte vergeblich seinem Griff zu entkommen. „Schön für dich!“
„Ich …“
„Das hilft mir nur alles überhaupt nicht, wenn du dich wie ein bekloppter Wahnsinniger vor mich schmeißt und dich halb zerstückeln lässt!“
Und da war es.
Endlich war es raus.
Er atmete tief durch und schloss die Augen.
Er konnte es immer noch vor sich sehen.
Wie die Klingen auf ihn zurasten, keine Chance ihnen auszuweichen. Wie sekundenlang sein ganzes Leben vor seinem inneren Auge an ihm vorbeizog. Ende, aus, Banane.
Und Zorro, der Vollhorst!, der sich wie ein vollkommener Idiot aufführen musste und der sich vor ihn geworfen hatte!
Aber klar, wieso auch nicht! Das machte er ja immer! Jedes verdammte Mal!
Oh, ein scharfer Gegenstand! Wieso werfe ich mich nicht davor und gucke, was passiert?
Weil das eine saudumme, bescheuerte, idiotische Idee ist, du Depp! Deswegen!
Das Geräusch von Metall, das durch Fleisch und Muskeln schnitt.
Und sekundenlang nicht zu wissen, ob …
„Lass mich los“, befahl Sanji. Seine Stimme klang rau. „Halt dich einfach an die verdammten Regeln und wir haben keinen Stress. Das ist alles. Halt dich gefälligst dran!“
Sekundenlang war Zorro still.
Vermutlich wusste er wieder nicht, was er dazu sagen sollte. War ja klar.
Dazu gab es auch nichts zu sagen! Er hatte eindeutig Regelbruch begangen und Sanji hatte jedes Recht deswegen sauer zu sein. Und nur weil Zorro so unsensibel wie ein Holzklotz war und das nicht kapierte, und weil er so viel Verstand hatte wie ein … wie ein …
Unerwartet wurde eine Hand auf seinen Nacken gelegt, er wurde ruckartig nach vorne gezogen, und dann fand Sanji sein Gesicht an Zorros Halsbeuge gepresst wieder.
Zorro war schrecklich schlecht mit Worten, aber seine Hände auf Sanjis Rücken und seinen Haaren waren groß und erstaunlich behutsam. Er fühlte sich warm und sicher an, solide und lebendig, aber er war immer noch ein grobmotorischer, unsensibler Holzklotz und Sanji verkrallte seine Finger absolut nicht in Zorros Hemd.
„Sanji …“, sagte Zorro sacht.
„Ich heul nicht“, presste er hervor.
„Habe ich nicht behauptet“, erwiderte Zorro, ohne ihn loszulassen. Er hielt ihn so fest, dass Sanji das Gefühl hatte seine Rippen knacken zu hören.
„Halt dich dran!“ stieß Sanji erstickt hervor. „Kannst du dich nicht mal an ein paar einfache Regeln halten wie jeder normale Mensch? Das ist doch nicht zu viel verlangt.“
Danach sagte er noch alles Mögliche - idiotisches, inkohärentes Zeug und viele, viele Beleidigungen über Zorros Männlichkeit und seine Schwerter und alles, was ihm einfiel. Und Zorro tat gefühlte Stunden nichts anderes, als ihn nicht loszulassen. Zorro war ja auch am allerbesten darin, Dinge nicht zu tun.
Er versprach nichts und entschuldigte sich nicht, aber er behielt den verdammten Zettel. Und auch wenn es nichts daran änderte, dass Zorro ein suizidaler Idiot mit einer ungesunden Affinität für scharfe, spitze Gegenstände war, fühlte sich Sanji dadurch seltsam getröstet.
Ende
no subject
Date: 2010-05-24 09:07 am (UTC)Bwahaha xD So dramatisch das für Sanji war, ich musste sehr lachen an der Stelle. XD
no subject
Date: 2010-05-24 10:09 am (UTC)Ich konnte mir richtig Sanjis frustrierten Tonfall dabei vorstellen. ;)
Danke. ^_^
no subject
Date: 2010-05-24 10:24 am (UTC)„So“, sagte Zorro, eloquent wie er war.
Gott, Zorro >D - er ist einfach nur... so männlich und grobmotorisch und... das kann man gar nicht oft genug erwähnen.
„Was ist damit?“, erwiderte Sanji patzig und zog brütend an seiner Zigarette.
Gah, und Sanji ist so pampig und bitchig ó.Ò
„Kannst du mich mal ansehen?!“, grollte Zorro, Millimeter von seinem Gesicht entfernt. Seine Augen waren sehr schmal, sehr grün und sehr angepisst. Seine Finger umspannten Sanjis Oberarm fast komplett.
Sekundenlang fühlte Sanji sich ein bisschen atemlos.
Rrrr... ja, ich auch!
Aw und ich finde es toll, als Zorro ihm die Zigarette wegnimmt *-*!!
Punkt 17 und das Ende sind total rührend...
Zorro war schrecklich schlecht mit Worten, aber seine Hände auf Sanjis Rücken und seinen Haaren waren groß und erstaunlich behutsam. Er fühlte sich warm und sicher an, solide und lebendig, aber er war immer noch ein grobmotorischer, unsensibler Holzklotz und Sanji verkrallte seine Finger absolut nicht in Zorros Hemd.
Genau, das dachte ich auch schonmal... also dass Zorro zwar ein Holzklotz ist, der mit Worten nicht besonders viel anfangen kann. Aber Umarmungen kann er <33
Aw, das ist echt eine ganz tolle FF und eine geniale Umsetzung der Challenge *__*!!
no subject
Date: 2010-05-24 11:47 am (UTC)Das war so süß! H/C ftw! Wenn ich das nur schreiben könnt, ohne dass es sich so schmalzig und dämlich anhört XD
Ich kann mir das Gespräch sooo gut vorstellen <3 Kopfkino.
Und die Liste! Und Punkt 17... *seufz* hach...
Oh und ich LIEBE grobmotorische, unsensible Holzklötze, die besser darin sind, etwas zu tun, statt etwas zu sagen ♥♥♥
no subject
Date: 2010-05-25 06:42 am (UTC)Ich betrachte es aber auch als besondere Herausforderung, es nicht eklig und klebrig zu machen - gelingt mir leider auch nicht immer. ^^*
Und wer liebt nicht grobmotorische unsensible Holzklötze, die nicht über Gefühle reden? ;-)
no subject
Date: 2010-05-25 06:08 pm (UTC)Mein OTP hat mich wieder. Und wie. &hearts Und du bist schuld und Gott ist das schön und IC und... OTP. Wenn es das nicht schon immer gewesen wäre, spätestens jetzt... &hearts
Frustriert zog Sanji an seiner Zigarette, bis von ihr nicht mehr als ein heruntergebrannter Stummel übriggeblieben war. Auf den er sekundenlang auch wütend war. Einfach so. Kompromisslos schnippte er sie ins Meer und angelte mit der anderen Hand bereits nach der nächsten.
LIEEEBE! ...Frag nicht. Ich glaube, ich stehe ein bisschen zu sehr auf wütenden, rauchenden Sanji. Ich liebe die Stelle einfach weiter, okay?
no subject
Date: 2010-05-25 06:37 pm (UTC)Ein Kompliment.
Von dir! *freu freu freu*
Schön, dass ich deinem OTP gerecht werden konnte. ^-^
Die beiden machen auch einfach Spaß.
Hach, ich brauch dringend ein Sanji-icon ... *ihn anlieb*
no subject
Date: 2010-05-25 07:23 pm (UTC)Von dir! *freu freu freu*
...Das klingt, als würde ich sonst immer nur alle runter machen... ;__;
Ah, ich liebe es einfach immernoch. *__*
Und komplett nebenher:
Gott, ihr seid so genial, dieses Wochenende... Es macht so Spaß die ganzen Beiträge zu lesen... =)