[identity profile] tristraine.livejournal.com posting in [community profile] 120_minuten
Fandom: Original
Challange: "You can't always get what you want / but if you try sometimes you might get what you need"/ Zusammenbruch
Wörter: 316
Anmerkungen: Armseliges Frauen abschleppen ...

„Gefühle sind wie Schätze“ steht auf der Karte und handschriftlich hinzugefügt „Wir sollten sie begraben.“ Abschied tut weh, aber ich lass mich davon nicht aufhalten. Wir können nicht alle bekommen, was wir wollen. Ein Mal tief einatmen und dann weitermachen, weitermachen, weitermachen.

In der Wunderbar ist einiges los, 1€-Party, irgendjemand wird betrunken genug sein, um mich zu trösten. Ich mag rothaarige Frauen und genau so eine tanzt ekstatisch auf der Tanzfläche. Wenn sie bei allem so viel Energie hat – mein Grinsen wird breiter. Heute ist mein Tag. Gestern war ich verletzlich, jetzt bin ich besser. Schöner, stärker, kälter.
Noch ein Glas Wodka-O und dann noch eins. Antanzen zu Popmusik, die ich im Auto sofort weiter klicken würde. Aber im Rockclub würde ich sie treffen – und dann müsste ich mich mit einem Spaten bewaffnen, in den nächstgelegenen Park ziehen und selbst begraben. Die Frau vor mir scheint die bessere Alternative. Ich lächele und sie lächelt zurück und tanz-taumelt betrunken etwas näher. Meine Hand an ihrer Hüfte – es ist so viel einfacher als erwartet. Ihre Lippen sind spröde, einen momentlang habe ich Angst vor Herpes – wie typisch für mich – aber heute bin ich unbesiegbar. Nach einer Stunde frage ich „was nun?“ und sie antwortet mit einem breiten Grinsen. Perfekt. Ich gehe voraus und ziehe sie an der Hand hinter mit her, meine Wohnung ist ganz nah.

Das letzte Bier war eindeutig zu viel und so lerne ich die örtliche Grünanlage besser kennen als je erhofft. Zwischen dem Würgen schaffe ich es ein „Sorry“ herauszubringen „Wird wohl nichts.“ Aber sie geht nicht, sondern streichelt meinen Rücken. Ihre Stimme ist sanft und ohne Ekel – obwohl sie direkt vor meinem Erbrochenem stehen muss. Leise wie ein Mantra flüstert sie „Alles okay, alles wird gut“. Die Übelkeit lässt nach, aber ich kann nicht mehr. Ich lasse mich weinend in ihre Arme fallen.
Ich bin stärker. Nichts tut mir weh. Ab morgen…

Date: 2010-05-25 09:36 pm (UTC)
From: [identity profile] leviathans-moon.livejournal.com
Der Spruch O_O den werd ich mir merken.
ohne den schmerz wirklich beschrieben zu haben, hast du ihn sehr gut rübergebracht. und ich kann mich da total reinversetzen.

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