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Challenge: Allergie
Fandom: Prince of Tennis
Challenge: Allergie
Charaktere: Kamio, Tachibana (und gaaanz am Rand Momo, Ryoma und Eiji)
Wörter: ~1000
Anmerkung: Das ist eine Fortsetzung hierzu. Es ist nicht unbedingt nötig, es zu lesen, aber es macht die Situation etwas verständlicher. :)


Der Tennisplatz war nicht allzu weit entfernt. Eine Viertelstunde, wenn er zügig ging. Und Abkürzungen durch diverse Hinterhöfe nahm. Was er natürlich tat.
Dummerweise lag McDonalds so ziemlich auf dem Weg und wen sah er, als er an den großen Fenstern vorbeiging?
Den Kerl an den Ann eine DVD verschwendete. Mit Echizen. Und diesem Flummi von Seigaku. Der nicht besonders glücklich aussah.
Automatisch beschleunigte er seine Schritte. Das waren so ziemlich die letzten, die er jetzt sehen wollte. Seigaku... alleine wenn er den Namen dieser Schule hörte drehte sich ihm der Magen um.
Jaaaaa, sie waren ja alle echt nett und cool und überhaupt (mit einer Ausnahme natürlich... okay, vielleicht zwei) aber das bedeutete nicht, dass er sich öfter als nötig mit denen abgeben musste. Toll. Jetzt war seine Laune wieder auf einem absoluten Nullpunkt.
Dabei hatte ihn die Aussicht, Tachibana auf dem Tennisplatz anzutreffen gerade wieder aufgeheitert. Gott, war das unfair. Und an allem war nur Momoshiro Schuld.
Am besten ging er nach Hause... aber da warteten seine blöden Hausaufgaben immer noch auf ihn. Nicht besonders reizvoll. Tennis war da wesentlich besser.
Und sein Pech für heute musste er doch wohl aufgebraucht haben, oder etwa nicht?
Er hoffte es jedenfalls.
Solange Tachibana nicht inzwischen nach Hause gegangen wäre.
Dann hätte er den Weg umsonst gemacht.
Aber es ging hier schließlich um Tachibana! Der nahm sein Training ernster als sie alle zusammen, was schon eine Leistung war. Vor allem nach dieser katastrophalen Niederlage gegen Rikkaidai. Er erinnerte sich immer noch nicht gerne daran zurück. Nicht direkt weil es beschämend war – das Team von Rikkaidai bestand nunmal aus... Dämonen – sondern weil es einfach wehtat an diese totale Niederlage zu denken. Und daran, wie Kirihara Tachibana so schwer verletzt hatte, dass er eine Weile hatte aussetzen müssen.
...
Besser er dachte nicht an Dinge, die seine Laune noch weiter ruinierten und beeilte sich. Wenn er die Gelegenheit bekam, mit Tachibana in aller Ruhe ein wenig Tennis zu spielen würde es seine Laune mit Sicherheit heben. Schließlich gab es nicht viele solcher Gelegenheiten. Sollte er Ann für den Tipp danken?
Nein!
Das klang dann ja als hätte sie ihm verraten wo sein heimlicher Schwarm war, damit er mal ungestört... Aus irgendeinem Grund über den er lieber nicht so genau nachdenken wollte, brachte ihm diese Vorstellung dermaßen aus dem Konzept, dass er über seine eigenen Füße stolperte – was in einem nicht mal besonders schnellen Gehtempo schon ein Kunststück für sich war – und eine wunderbare Landung auf dem harten Asphalt hinlegte. Wunderbar. Jetzt hatten alle anderen Passanten auch noch was zu gucken. Wütend über sich selbst rappelte er sich wieder auf und checkte seine Tennissachen. Alles okay. Auch an ihm selbst war alles heil geblieben, wenn man mal von den winzigen Abschürfungen an seinen Händen absah. Es hätte schlimmer sein können.
Außerdem war er fast da. Er konnte schon fast das rhythmische Geräusch der Tennisbälle hören... in seinen Ohren gab es kaum etwas Schöneres. Das letzte Stückchen legte er schon fast im Laufschritt zurück und ertappte sich dabei, dass er erleichtert aufatmete, als er Tachibana entdeckte, der gegen irgendeinen armen Kerl spielte, der so offensichtlich keine Chance hatte, dass er Kamio schon fast Leid tat.
Einige Momente sah er dabei zu, wie der Junge einen Punkt nach den anderen verlor, dann nahm er seinen Mut zusammen und steuerte den Platz an, in der Hoffnung, dass Tachibana ihn von selbst bemerken würde. Das Match unterbrechen wollte er eigentlich nicht.
Es dauerte auch nicht mehr lange, nachdem Tachibana sich den letzten Punkt geholt hatte, floh sein Gegner – Opfer traf es vielleicht besser – regelrecht. Er würde es sich wohl zweimal überlegen, ob er wieder herkam. Kamio ertappte sich dabei, wie er grinste.
Tachibana beim Tennis spielen zuzusehen war immer großartig, selbst wenn das Match so unausgeglichen war wie gerade. Er kannte niemanden sonst, außer vielleicht Tezuka, bei dem es derart natürlich aussah, wenn er spielte. Und niemanden sah er so gerne dabei zu.
„Kamio?“
Er blinzelte. Tachibana hatte ihn offensichtlich bemerkt und kam auf ihn zu. Hatte er ihn schon öfter angesprochen? Und er selbst hatte nur blöd in der Gegend herumgestarrt? Für wie dämlich musste er ihn jetzt halten?
„T-Tachibana-san... Ann hat gesagt, dass du hier bist und ich... ich dachte...“ Ja was eigentlich? Er merkte, wie er sich vollkommen verhaspelte und zum Affen machte, also verstummte er. Auch wenn Tachibana der verständnisvollste Mensch war den er kannte, überstrapazieren musste man es auch nicht. Wirklich nicht.
Zum Glück gehörte Tachibana zu den wenigen Menschen seine hektischen Gesten und zusammenhangslosen Worte verstehen konnten und genau wussten, wie man am besten darauf reagierte. Ansonsten wäre er wohl schon lange der jüngste Herzinfarktpatient geworden. Oder so.
„Spielen wir“, sagte er einfach nur und Kamio spürte, wie sich sein rasendes Herz wieder beruhigte. Tennis war sein Mittel gegen alles und Tachibana wusste das. Ganz egal, was in seinem Leben schief lief, beim Tennis konnte er es vergessen. So ungeschickt er auch im Umgang mit anderen Menschen war, im Tennis war er gut.
Und als er jetzt den harten Bällen hinterherjagte, die Tachibana ihm um die Ohren schlug, raste sein Herz wieder – vor Glück. So musste seine Welt sein. Genauso wie jetzt. Wo nichts anderes zählte. Nur Tachibana, der Ball und er. Nichts weiter. Alles andere war unwichtig.

„Was war los?“
Die Frage kam so unvermittelt, dass Kamio sich fast an seiner Cola verschluckte. War es so offensichtlich gewesen, dass er mies drauf gewesen war?
Ein Blick in Tachibanas Gesicht gab die Antwort: Ja.
Verdammt. Mit diesem Quatsch wollte er ihn wirklich nicht behelligen. Es war ja nicht mal besonders wichtig!
„Nichts... besonderes. Hab nur ne Seigaku-Allergie.“ Das fasste es wohl am besten zusammen. Als Tachibana einfach nur eine Hand auf seine Schulter legte und nichts sagte, fand er, dass das beste Heilmittel dagegen neben ihm saß.
Irgendwie ein schöner Gedanke.

Date: 2010-05-23 08:41 pm (UTC)
From: [identity profile] rei17.livejournal.com
Gah!!! *______________*
*ist ganz duselig vor Glückseligkeit*
(Wieso hab ich eigentlich kein Tachibana/Kamio-icon??? Das geht doch nicht!)
Das ist so schön und subtil und ich liebe es wie du diese ganzen überschäumenden Gefühle nur so hauchzart angedeutet hast. ♥ ♥ ♥
Buchou-worshipping ist doch immer wieder was tolles. *__*
Ich will mehr !
Du hast mir grade total viel Lust auf die beiden gemacht! *dringend auch was schreiben muss* *_*

Date: 2010-05-24 01:19 pm (UTC)
From: [identity profile] rei17.livejournal.com
Ich hab schon 400 Wörter hemmungslosen Schmoop. *hust*

Date: 2010-05-25 06:44 am (UTC)
From: [identity profile] rei17.livejournal.com
Sorry, gestern hab ich es nicht mehr geschafft. Langer Tag. ^^*
Ich muss mich bis Mittwoch auch noch an eine Wichtel-FF setzen, aber dann gibts mehr PoT - definitiv. *-*

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