Sonntags-Allerlei
May. 23rd, 2010 04:57 pmFandom: Original („Das böse schöne Tier“)
Personen: Mamoru, Kazuya, Kentarô
Challenge: Warten
Wörter: 491
Warnung:/
Ich las denselben Satz meiner Hausarbeit zum wahrscheinlich fünften Mal. Rot und unbarmherzig leuchtete die rote Farbe an der Seite, schmierige Schriftzeichen meines Dozenten, für deren Dechiffrierung ich einen ganzen Nachmittag gebraucht hatte.
Auf dem Gang huschten Mitarbeiter des Senders hin und her, schauten verwirrt und skeptisch in den Raum, fragten mich, ob ich mich verlaufen hätte, wuselten weiter.
Ich zog die Jacke, die ich auf dem Schoß abgelegt hatte, weiter an meinen Bauch heran und versuchte, mich etwas mehr auf meinen misslungenen Arbeitsentwurf zu konzentrieren.
„Es dauert nicht lang“, hatte Kentarô gesagt und mich anschließend hier abgesetzt. Meine Beschwerden, dass er sich seit ewigen Zeiten nicht mehr mit mir abgegeben habe, waren also wenigstens nicht auf taube Ohren gestoßen. Andererseits hatte ich nicht damit gerechnet, dass aus „Wir gehen was zusammen trinken“ ein „Warte mal kurz bis wir mit dem Aufzeichnen fertig sind, dauert nicht lang“ würde.
Ich fühlte mich wie ein angeleinter Hund vor dem Supermarkt. Im Regen.
`Ihre Argumentationsweise ist nicht unbedingt schlecht´, stand in roter Farbe auf dem Papier.
`Aber wo wollen Sie hin?´
Wenn ich das wüsste.
Mit leichtfüßigen Schritten betrat Kazuya den Raum, nickte mir neckisch zu und begann, sich aus seinem Bühnenoutfit zu schälen. Tigerstreifen auf lila Untergrund erschienen selbst mir unmodisch.
„Verwundert mich, dass sie dich noch nicht rausgeschmissen haben“, sagte er und lächelte so zuckersüß, dass ich Lust zu verspüren begann, schlimme Dinge mit seinem hübschen Gesicht anzustellen.
Mit den Fingerspitzen berührte ich den Backstage-Ausweis, den mir Kentarô besorgt hatte.
„Wundert mich, dass ich noch nicht gegangen bin.“
Was sollte ich sagen? Aus „kurz mal warten“ waren drei Stunden geworden. Ich musste meine Arbeit, für die ich den Entwurf seit diesen drei Stunden zwischen meinen Händen zerknitterte, morgen früh um acht abgeben. Ich hatte heute Nacht im 24-Stunden-Supermarkt eine sechsstündige Schicht geschoben. Schlaf wäre eine gute Idee.
„Mich auch.“
Diesmal klang er aufrichtig. Während ich ihn dabei betrachtete, wie er zwischen Couch und Cateringtisch hin und herschlurfte, den nackten Rücken mit den Flügeltatoos preisgebend, merkte ich einen bitteren Geschmack von Reumut und Unentschlossenheit tief in der Kehle.
Sollte ich gehen? Sollte ich das Ganze einfach sein lassen? Und wieso?
Kazuya tätschelte mir- ich bemerkte es nur nebenbei- kurz die Schulter als ich mich auf der Couch langstreckte und wegdöste.
Aber wo wollen Sie hin?
Ich wachte über dem Rascheln von Papier auf. Ohne es zu wissen, hatte ich die Arbeit auf meiner Brust abgelegt wie ein alter Mann, der mit einem Buch auf einer Parkbank einpennt. Kentarôs Gesicht schwebte über mir, nah. Er roch nach Créme und Zucker und hatte noch die drei Schichten Make-up drauf. Das Blut rauschte in meinen Ohren, rhythmisch. Ich blinzelte, dann fasste ich in seine Haarspray-Frisur und zog ihn näher heran.
Er schmeckte wie er roch.
Das war natürlich alles andere als schlecht.
„Ich hasse Warten“, murmelte ich.
Er lächelte.
Und ich würde mich bis der nächsten Gelegenheit nicht fragen, warum ich mir das alles eigentlich antat.
Fandom: Kimi wa petto!
Personen: Momo/Takeshi, Rumi
Challenge: How to be
Wörter: 335
Warnung: /
Anmerkung: Mit Ayu ist Hamasaki Ayumi gemeint, eine sehr beliebte japanische Popsängerin
„Takeshi, du hier?“
Momo versuchte, den Kopf hinter einer Illustrierten zu verstecken, auch wenn es eigentlich schon zu spät war.
Rumi stand bereits vor ihm, legte einen manikürten Finger auf den Einband der Zeitschrift und drückte sie herunter.
„Warum versteckst du dich, Blödmann?!“
Momo kratzte sich am Kopf.
„Ich bin geheimer Mission unterwegs.“
„Inwiefern?“
„Glaube nicht, dass du das wissen willst“, nuschelte er und drehte sich weg.
„Ahh, Ayu sieht auf Zeitschriftencovern noch viel hübscher aus als im Fernsehen, findest du nicht auch?“
Rumi senkte die Augenbrauen und nahm ihm das Heft weg.
„Lenk jetzt nicht ab!“, schimpfte sie.
„Was ist das da auf deiner Wange?“
Sie bohrte ihren falschen Fingernagel in die schmerzende, gerötete Stelle.
„Hat diese Frau das getan?!“
Sumire hieß bei Rumi stets „diese Frau“. Nicht mal ihr Nachname schien dem Mädchen gut genug zu sein. Momo wusste, dass Rumi so ganz und gar nicht einverstanden war mit dem Verhältnis, das er da mit Sumire pflegte. Takeshi- so wusste er seit diesem Morgen- fand das auch nicht so toll.
„Ach, zwei Herzen schlagen in meiner Brust!“, murmelte er theatralisch und holte sich das Heft wieder.
„Rumi, wenn du Make-up-Tipps lesen willst, kauf dir dein eigenes Heft. Ayu hier gehört mir.“
Sie blinzelte ihn entsetzt an, dann wurde ihr Gesichtsausdruck dunkel und wütend.
„Idiot“, keifte sie.
„Dann sieh doch zu wie du alleine klarkommst!“
Wehenden Rockes stampfte sie davon.
Er schaute ihr mit schwachem Lächeln nach.
Was hätte sie ihm überhaupt helfen können?
Was konnte ihm überhaupt jemand helfen? Die Ratgeberliteratur enthielt keine Sparte „How to be a good pet“, so sehr er es sich auch wünschte.
Der Takeshi in ihm hatte heute Morgen die Überhand gewonnen, Sumire halbnackt an die Wand gedrängt und geküsst. Momo war winselnd davongelaufen, leckte sich die Wunde und wusste nun weder ein noch aus. Haustierregeln durften schließlich nicht gebrochen werden.
Er stellte die Zeitschrift zurück und wandte sich an die kleine, süße Verkäuferin hinter der Theke.
„Entschuldigen Sie, haben Sie Ratgeber für das moderne Haustier auf Lager?“
Fandom: Digimon 02 (+7 Jahre)
Personen: Jou und seine vorgesetzte Ärztin
Challenge: "Wo waren wir stehengeblieben"
Wörter: 804
Warnung: ein bisschen angsty, smut
Als sie begann, die Knöpfe seines Kittels zu öffnen- einen nach dem anderen, mit federleichten Fingerspitzen- legte er ganz langsam das Klemmbrett mit den Laborergebnissen beiseite.
Sie zog ihn heran, näher an Schreibtisch, auf dessen Platte sie sich setzte, Akten und Büroklammern einfach zur Seite schiebend.
„Die Laborergebnisse...“, murmelte er schwach. Seine Augen waren auf die Tür gerichtet. Sie hatte sie ihm Rücken, aber er schaute direkt darauf, wie sie weiß und rein und vorwurfsvoll vor ihm geschlossen war und jederzeit geöffnet werden konnte.
„Du bist so korrekt“, flüsterte sie gegen seine Halsbeuge und küsste die Stelle, gegen die sie gesprochen hatte.
„Dann sag mir die Ergebnisse.“
Er konnte nicht sagen, dass er dieses Praktikum hasste. Eigentlich mochte er Doktor Sumeragi. Sie war eine respektable Person, die ihren Beruf perfekt beherrschte und einen beneidenswert guten Spagat zwischen Beruf und Familie hinbekam.
Jous Augen wanderten zum Familienfoto auf ihrem Schreibtisch.
„Frau Kawasaki hat eine Schilddrüsenunterfunktion“, begann er schwach. Die Hände der Frau wanderten unter seinen Kittel, unter sein Shirt, stiegen Rippe für Rippe seinen Brustkorb hinauf.
„Wir sollten ihr die Hormonpräparate verschreiben, die Sie ihr empfohlen hatten.“
Er schaute auf den Zettel am Klemmbrett.
„Herr Takasaki...“
Sie zog ihn näher an sich, fuhr mit ihrer linken Hand vorbei am Bund seiner Hose und ergriff seine Pobacke. Jou holte tief Luft und versuchte zu ignorieren, dass die Hand nicht an dieser Stelle blieb, sondern langsam und quälend an seiner Hüfte vorbei nach vorn zu wandern begann.
Er bemerkte, als er unbeholfen, um sich zu stützen, seine eine Hand auf ihrem Bein ablegte und die nackte Haut fühlte, dass sie plötzlich keine Strumpfhose mehr trug. Wie immer wenn sie diese Sache mit ihm veranstaltete. Und jedes Mal, wenn es ihm auffiel, war es bereits zu spät.
„Was ist mit Herrn Takasaki?“, fragte sie ungerührt während sie ihn anfasste. Jou hielt die Luft an und presste für einen kurzen Moment die Lippen zusammen.
„Sein Befund...sein Befund. Den haben wir noch nicht. Sie müssten Sich mit der Radiologie in Verbindung setzen und...“
Sie verschloss seinen Mund mit ihrem noch ehe er den mühsam begonnenen Satz beenden konnte. Dabei war es schon schwer genug gewesen, überhaupt so weit zu kommen, dachte Jou missmutig. Er versuchte, sich zu konzentrieren- auf Herrn Takasakis Befund, auf das Familienfoto auf dem Tisch, von dem aus ihm Herr Sumeragi und die zwei kleinen, niedlichen Töchterchen mit rosa Kleidchen entgegenstrahlten.
Aber ihre Hand war an seinem Glied, bewegte sich langsam auf und ab und er hatte Schwierigkeiten, überhaupt an irgendetwas zu denken. Darauf hatte man ihn im Studium nicht vorbereitet.
„Und weiter?“, murmelte sie als sie von seinen Lippen abgelassen hatte. Ihre linke Hand war in seinen langen Haaren.
„Doktor...“, japste er. Es ging einfach nicht. Dabei versuchte er es, er versuchte es wirklich. Aber sie hatte ihn in der Hand, buchstäblich, sie übergoss ihn mit Hitze, ihrem betörenden Geruch, ihren weichen Lippen und mit unendlichen Schuldgefühlen, die ihn bis in seine Träume verfolgen würden. Sie bewegte ihre Rechte schneller, umfasste ihn an der Hüfte als er wegzuknicken drohte und Stoßseufzer gegen ihren Arztkittel nicht mehr unterdrücken konnte.
Draußen auf dem Gang liefen zwei Krankenschwestern laut scherzend vorbei. Die Mittagspause war fast vorbei. Diese Tür konnte jederzeit aufgehen...jederzeit.
Sie fasste ihn fast schon grob am Hintern und schob ihn vorwärts, hinein in sich und die Hitze und in all die Gefühle, gegen die er sich nicht mehr wehren konnte. Er hasste sich selbst dafür. Dafür, dass er nie seinen eigenen Willen durchsetzen konnte. Dafür, dass er Angst hatte, sie würde ihn andernfalls aus der Praxis schmeißen und er würde ohne erfolgreiches Praktikum dastehen. Dafür, dass er ein rückgratloser Mensch war.
Er fuhr in sie hinein, lehnte seinen Kopf an ihre Schulter und wurde zu einem Bündel aus Stoßen, Ziehen, Zerren und Zucken, japste und keuchte in ihren weißen, weißen Arztkittel und spürte, wie sie ihre Hände in seine Haare krallte. Er wollte weder die Tür noch die glücklichen Kinder auf dem Foto weiter ansehen. Er konnte sich nur in diesem Augenblick vergraben und sich wie ein ungezogener Hund fühlen. Ihr warmer Atem kitzelte an seinem Ohr; beinahe tonlose, bedeutungsleere Worte.
„Fick mich, fick mich.“
Er kam und konnte nur schwer das Stöhnen unterdrücken, während sie ganz leise war.
Dann glitten ihre Hände aus seinem Haar, ihr dunkler Blick hing über ihm und seinen zitternden Knien. Wortlos schob sie ihn von sich, zog den Rock hinunter und justierte ihren String. Es war alles sehr unkompliziert, für sie jedenfalls.
„Kido-kun, deine Haare sehen furchtbar aus.“
Während er versuchte, zurück auf diese Welt zu kehren, mit den Knöpfen seiner Hose und des Kittels hantierte, Mühe hatte, seinen Atem zu beruhigen, schlug sie die Beine übereinander und fasste nach dem Klemmbrett mit seinem Bericht.
„Wo waren wir stehengeblieben?“
Sie schaute ihn nicht einmal an.
„Achja, Herr Takasaki und sein Befund.“
Personen: Mamoru, Kazuya, Kentarô
Challenge: Warten
Wörter: 491
Warnung:/
Ich las denselben Satz meiner Hausarbeit zum wahrscheinlich fünften Mal. Rot und unbarmherzig leuchtete die rote Farbe an der Seite, schmierige Schriftzeichen meines Dozenten, für deren Dechiffrierung ich einen ganzen Nachmittag gebraucht hatte.
Auf dem Gang huschten Mitarbeiter des Senders hin und her, schauten verwirrt und skeptisch in den Raum, fragten mich, ob ich mich verlaufen hätte, wuselten weiter.
Ich zog die Jacke, die ich auf dem Schoß abgelegt hatte, weiter an meinen Bauch heran und versuchte, mich etwas mehr auf meinen misslungenen Arbeitsentwurf zu konzentrieren.
„Es dauert nicht lang“, hatte Kentarô gesagt und mich anschließend hier abgesetzt. Meine Beschwerden, dass er sich seit ewigen Zeiten nicht mehr mit mir abgegeben habe, waren also wenigstens nicht auf taube Ohren gestoßen. Andererseits hatte ich nicht damit gerechnet, dass aus „Wir gehen was zusammen trinken“ ein „Warte mal kurz bis wir mit dem Aufzeichnen fertig sind, dauert nicht lang“ würde.
Ich fühlte mich wie ein angeleinter Hund vor dem Supermarkt. Im Regen.
`Ihre Argumentationsweise ist nicht unbedingt schlecht´, stand in roter Farbe auf dem Papier.
`Aber wo wollen Sie hin?´
Wenn ich das wüsste.
Mit leichtfüßigen Schritten betrat Kazuya den Raum, nickte mir neckisch zu und begann, sich aus seinem Bühnenoutfit zu schälen. Tigerstreifen auf lila Untergrund erschienen selbst mir unmodisch.
„Verwundert mich, dass sie dich noch nicht rausgeschmissen haben“, sagte er und lächelte so zuckersüß, dass ich Lust zu verspüren begann, schlimme Dinge mit seinem hübschen Gesicht anzustellen.
Mit den Fingerspitzen berührte ich den Backstage-Ausweis, den mir Kentarô besorgt hatte.
„Wundert mich, dass ich noch nicht gegangen bin.“
Was sollte ich sagen? Aus „kurz mal warten“ waren drei Stunden geworden. Ich musste meine Arbeit, für die ich den Entwurf seit diesen drei Stunden zwischen meinen Händen zerknitterte, morgen früh um acht abgeben. Ich hatte heute Nacht im 24-Stunden-Supermarkt eine sechsstündige Schicht geschoben. Schlaf wäre eine gute Idee.
„Mich auch.“
Diesmal klang er aufrichtig. Während ich ihn dabei betrachtete, wie er zwischen Couch und Cateringtisch hin und herschlurfte, den nackten Rücken mit den Flügeltatoos preisgebend, merkte ich einen bitteren Geschmack von Reumut und Unentschlossenheit tief in der Kehle.
Sollte ich gehen? Sollte ich das Ganze einfach sein lassen? Und wieso?
Kazuya tätschelte mir- ich bemerkte es nur nebenbei- kurz die Schulter als ich mich auf der Couch langstreckte und wegdöste.
Aber wo wollen Sie hin?
Ich wachte über dem Rascheln von Papier auf. Ohne es zu wissen, hatte ich die Arbeit auf meiner Brust abgelegt wie ein alter Mann, der mit einem Buch auf einer Parkbank einpennt. Kentarôs Gesicht schwebte über mir, nah. Er roch nach Créme und Zucker und hatte noch die drei Schichten Make-up drauf. Das Blut rauschte in meinen Ohren, rhythmisch. Ich blinzelte, dann fasste ich in seine Haarspray-Frisur und zog ihn näher heran.
Er schmeckte wie er roch.
Das war natürlich alles andere als schlecht.
„Ich hasse Warten“, murmelte ich.
Er lächelte.
Und ich würde mich bis der nächsten Gelegenheit nicht fragen, warum ich mir das alles eigentlich antat.
Fandom: Kimi wa petto!
Personen: Momo/Takeshi, Rumi
Challenge: How to be
Wörter: 335
Warnung: /
Anmerkung: Mit Ayu ist Hamasaki Ayumi gemeint, eine sehr beliebte japanische Popsängerin
„Takeshi, du hier?“
Momo versuchte, den Kopf hinter einer Illustrierten zu verstecken, auch wenn es eigentlich schon zu spät war.
Rumi stand bereits vor ihm, legte einen manikürten Finger auf den Einband der Zeitschrift und drückte sie herunter.
„Warum versteckst du dich, Blödmann?!“
Momo kratzte sich am Kopf.
„Ich bin geheimer Mission unterwegs.“
„Inwiefern?“
„Glaube nicht, dass du das wissen willst“, nuschelte er und drehte sich weg.
„Ahh, Ayu sieht auf Zeitschriftencovern noch viel hübscher aus als im Fernsehen, findest du nicht auch?“
Rumi senkte die Augenbrauen und nahm ihm das Heft weg.
„Lenk jetzt nicht ab!“, schimpfte sie.
„Was ist das da auf deiner Wange?“
Sie bohrte ihren falschen Fingernagel in die schmerzende, gerötete Stelle.
„Hat diese Frau das getan?!“
Sumire hieß bei Rumi stets „diese Frau“. Nicht mal ihr Nachname schien dem Mädchen gut genug zu sein. Momo wusste, dass Rumi so ganz und gar nicht einverstanden war mit dem Verhältnis, das er da mit Sumire pflegte. Takeshi- so wusste er seit diesem Morgen- fand das auch nicht so toll.
„Ach, zwei Herzen schlagen in meiner Brust!“, murmelte er theatralisch und holte sich das Heft wieder.
„Rumi, wenn du Make-up-Tipps lesen willst, kauf dir dein eigenes Heft. Ayu hier gehört mir.“
Sie blinzelte ihn entsetzt an, dann wurde ihr Gesichtsausdruck dunkel und wütend.
„Idiot“, keifte sie.
„Dann sieh doch zu wie du alleine klarkommst!“
Wehenden Rockes stampfte sie davon.
Er schaute ihr mit schwachem Lächeln nach.
Was hätte sie ihm überhaupt helfen können?
Was konnte ihm überhaupt jemand helfen? Die Ratgeberliteratur enthielt keine Sparte „How to be a good pet“, so sehr er es sich auch wünschte.
Der Takeshi in ihm hatte heute Morgen die Überhand gewonnen, Sumire halbnackt an die Wand gedrängt und geküsst. Momo war winselnd davongelaufen, leckte sich die Wunde und wusste nun weder ein noch aus. Haustierregeln durften schließlich nicht gebrochen werden.
Er stellte die Zeitschrift zurück und wandte sich an die kleine, süße Verkäuferin hinter der Theke.
„Entschuldigen Sie, haben Sie Ratgeber für das moderne Haustier auf Lager?“
Fandom: Digimon 02 (+7 Jahre)
Personen: Jou und seine vorgesetzte Ärztin
Challenge: "Wo waren wir stehengeblieben"
Wörter: 804
Warnung: ein bisschen angsty, smut
Als sie begann, die Knöpfe seines Kittels zu öffnen- einen nach dem anderen, mit federleichten Fingerspitzen- legte er ganz langsam das Klemmbrett mit den Laborergebnissen beiseite.
Sie zog ihn heran, näher an Schreibtisch, auf dessen Platte sie sich setzte, Akten und Büroklammern einfach zur Seite schiebend.
„Die Laborergebnisse...“, murmelte er schwach. Seine Augen waren auf die Tür gerichtet. Sie hatte sie ihm Rücken, aber er schaute direkt darauf, wie sie weiß und rein und vorwurfsvoll vor ihm geschlossen war und jederzeit geöffnet werden konnte.
„Du bist so korrekt“, flüsterte sie gegen seine Halsbeuge und küsste die Stelle, gegen die sie gesprochen hatte.
„Dann sag mir die Ergebnisse.“
Er konnte nicht sagen, dass er dieses Praktikum hasste. Eigentlich mochte er Doktor Sumeragi. Sie war eine respektable Person, die ihren Beruf perfekt beherrschte und einen beneidenswert guten Spagat zwischen Beruf und Familie hinbekam.
Jous Augen wanderten zum Familienfoto auf ihrem Schreibtisch.
„Frau Kawasaki hat eine Schilddrüsenunterfunktion“, begann er schwach. Die Hände der Frau wanderten unter seinen Kittel, unter sein Shirt, stiegen Rippe für Rippe seinen Brustkorb hinauf.
„Wir sollten ihr die Hormonpräparate verschreiben, die Sie ihr empfohlen hatten.“
Er schaute auf den Zettel am Klemmbrett.
„Herr Takasaki...“
Sie zog ihn näher an sich, fuhr mit ihrer linken Hand vorbei am Bund seiner Hose und ergriff seine Pobacke. Jou holte tief Luft und versuchte zu ignorieren, dass die Hand nicht an dieser Stelle blieb, sondern langsam und quälend an seiner Hüfte vorbei nach vorn zu wandern begann.
Er bemerkte, als er unbeholfen, um sich zu stützen, seine eine Hand auf ihrem Bein ablegte und die nackte Haut fühlte, dass sie plötzlich keine Strumpfhose mehr trug. Wie immer wenn sie diese Sache mit ihm veranstaltete. Und jedes Mal, wenn es ihm auffiel, war es bereits zu spät.
„Was ist mit Herrn Takasaki?“, fragte sie ungerührt während sie ihn anfasste. Jou hielt die Luft an und presste für einen kurzen Moment die Lippen zusammen.
„Sein Befund...sein Befund. Den haben wir noch nicht. Sie müssten Sich mit der Radiologie in Verbindung setzen und...“
Sie verschloss seinen Mund mit ihrem noch ehe er den mühsam begonnenen Satz beenden konnte. Dabei war es schon schwer genug gewesen, überhaupt so weit zu kommen, dachte Jou missmutig. Er versuchte, sich zu konzentrieren- auf Herrn Takasakis Befund, auf das Familienfoto auf dem Tisch, von dem aus ihm Herr Sumeragi und die zwei kleinen, niedlichen Töchterchen mit rosa Kleidchen entgegenstrahlten.
Aber ihre Hand war an seinem Glied, bewegte sich langsam auf und ab und er hatte Schwierigkeiten, überhaupt an irgendetwas zu denken. Darauf hatte man ihn im Studium nicht vorbereitet.
„Und weiter?“, murmelte sie als sie von seinen Lippen abgelassen hatte. Ihre linke Hand war in seinen langen Haaren.
„Doktor...“, japste er. Es ging einfach nicht. Dabei versuchte er es, er versuchte es wirklich. Aber sie hatte ihn in der Hand, buchstäblich, sie übergoss ihn mit Hitze, ihrem betörenden Geruch, ihren weichen Lippen und mit unendlichen Schuldgefühlen, die ihn bis in seine Träume verfolgen würden. Sie bewegte ihre Rechte schneller, umfasste ihn an der Hüfte als er wegzuknicken drohte und Stoßseufzer gegen ihren Arztkittel nicht mehr unterdrücken konnte.
Draußen auf dem Gang liefen zwei Krankenschwestern laut scherzend vorbei. Die Mittagspause war fast vorbei. Diese Tür konnte jederzeit aufgehen...jederzeit.
Sie fasste ihn fast schon grob am Hintern und schob ihn vorwärts, hinein in sich und die Hitze und in all die Gefühle, gegen die er sich nicht mehr wehren konnte. Er hasste sich selbst dafür. Dafür, dass er nie seinen eigenen Willen durchsetzen konnte. Dafür, dass er Angst hatte, sie würde ihn andernfalls aus der Praxis schmeißen und er würde ohne erfolgreiches Praktikum dastehen. Dafür, dass er ein rückgratloser Mensch war.
Er fuhr in sie hinein, lehnte seinen Kopf an ihre Schulter und wurde zu einem Bündel aus Stoßen, Ziehen, Zerren und Zucken, japste und keuchte in ihren weißen, weißen Arztkittel und spürte, wie sie ihre Hände in seine Haare krallte. Er wollte weder die Tür noch die glücklichen Kinder auf dem Foto weiter ansehen. Er konnte sich nur in diesem Augenblick vergraben und sich wie ein ungezogener Hund fühlen. Ihr warmer Atem kitzelte an seinem Ohr; beinahe tonlose, bedeutungsleere Worte.
„Fick mich, fick mich.“
Er kam und konnte nur schwer das Stöhnen unterdrücken, während sie ganz leise war.
Dann glitten ihre Hände aus seinem Haar, ihr dunkler Blick hing über ihm und seinen zitternden Knien. Wortlos schob sie ihn von sich, zog den Rock hinunter und justierte ihren String. Es war alles sehr unkompliziert, für sie jedenfalls.
„Kido-kun, deine Haare sehen furchtbar aus.“
Während er versuchte, zurück auf diese Welt zu kehren, mit den Knöpfen seiner Hose und des Kittels hantierte, Mühe hatte, seinen Atem zu beruhigen, schlug sie die Beine übereinander und fasste nach dem Klemmbrett mit seinem Bericht.
„Wo waren wir stehengeblieben?“
Sie schaute ihn nicht einmal an.
„Achja, Herr Takasaki und sein Befund.“
no subject
Date: 2010-05-23 04:25 pm (UTC)zweitens: du hast kimi wa petto! geschrieben. *squee* und es passt auch so gut, mit dem Ratgeber für Haustiere. da hätteste fast sogar noch mehr schreiben können.
Erstens: awwwww. irgendwie süß, und irgendwie auch nachvollziehbar. und Tigermuster auf lila hintergrund (warum denk ich da an Gackt?*g*)
Ich fühlte mich wie ein angeleinter Hund vor dem Supermarkt. Im Regen. mein lieblingssatz(-sätze).