Schlaflos (wie passend, lol)
May. 23rd, 2010 04:39 amTitle: Schlaflos
Fandom: Supernatural
Disclaimer: Die Charas gehören nich mir, blableh.
Charas: Dean, Sam
Rating: PG
Warnings: nichts diesmal, bisschen emo vllt. lol
Note: Post 4.04 - Ich liebte diese Episode. Warum? Weil Dean so ausgeflippt is *_* Ich liebe es einfach, wenn sexy Typen handgreiflich werden, ahem.
Words/Time: ca. 1300 | 1,5 Std.
Challenge: „Schlafprobleme“
Contact: Batdriven[at]googlemail[dot]com
~*~
„Das ist meine Entscheidung.“
Der Satz hing wie eine Rauchschwade zwischen ihnen. Dick und zäh, wollte sich nicht verziehen, wollte präsent bleiben, auch wenn die Konversation damit gestorben war.
Und obwohl es, abgesehen vom Motorengeräusch, still im Wagen geworden war, klangen Sams Worte noch immer in seinen Ohren wieder. Unnatürlich laut, wieder und wieder.
Es war beinahe unmöglich jetzt erneut etwas zu sagen, ohne dass es aufdringlich wirken würde.
Dean rutschte unbehaglich etwas tiefer in den Fahrersitz, versuchte sich auf die Straße zu konzentrieren, unterdrückte ein Räuspern.
Seine Kehle fühlte sich merkwürdig trocken an.
Zu gerne hätte er Musik angemacht, aber er ließ es bleiben. Überließ Sam seinen Gedanken.
Die Sekunden verstrichen, verschwammen zu Minuten, verschwammen zu Stunden.
Er hielt es nicht mehr aus, räusperte sich.
„Hast du… hast du das Schild gesehen?“, fragte er. Seine Stimme klang unsicher, leise. „Da ist ein Motel 5 Meilen entfernt. Wir sollten endlich schlafen.“
Sam erwiderte nichts. Starrte weiter aus dem Fenster ins dunkle Nichts. Wie schon seit Stunden.
Deans Blick wanderte kurz zur Uhr. Beinahe 2.
Wortlos bog er nach 5 Meilen die Einfahrt ein, fuhr auf den großen Parkplatz, parkte den Wagen in der äußersten Ecke.
Den Motor schaltete er aus, zog den Schlüssel und wartete. Unentschlossen.
Schweigend schnallte Sam sich ab und stieg aus.
Dean blieb noch sitzen. Starrte auf die Schlüssel in seiner Hand und hob schließlich den Blick, warf einen kritischen Blick auf den Empfang. Hinter dem großen Fenster brannte noch Licht.
Seufzend stieg er aus und zog seine Hose etwas weiter hoch, folgte seinem Bruder über den fast leeren Parkplatz.
Der Kies knirschte unter ihren Schuhen, die Nacht war kühl, der Wind raschelte leise in den wenigen, vereinzelten Bäumen die das Gelände säumten.
Als sie sich dem kleinen Empfangsbüro näherten, konnte Dean das leise Sirren der Lampen im Schild hören. MOTEL, stand in großen, roten Buchstaben darauf. Die Farbe am E war bereits etwas abgeblättert.
Kurz sah er sich noch einmal um, dann stieß er die schwere Holztür auf und sie betraten gemeinsam das warme, kleine Zimmer.
Es roch nach Kaffee und muffigen Vorhängen. Ein älterer Herr saß hinter dem Tresen und schaute sich einen Film auf einem kleinen Fernseher an.
Er hatte die Brüder bereits bemerkt, doch hob er eine Hand und starrte weiter auf den Fernseher, bevor er sich schließlich erhob und sie anlächelte.
Dean versuchte auch zu lächeln. Es blieb bei einem Versuch.
Sam schob sich neben ihn, legte eine Hand auf das abgenutzte Holz des Tresens. Wartete.
„So spät noch unterwegs?“, fragte der Mann, seine Stimme klang freundlich, obgleich müde.
„Ja, wir… haben einen weiten Weg vor uns“, meinte Dean und räusperte sich leicht, versuchte überall hinzublicken, nur nicht auf Sam.
Der Mann nickte und zog ein in Leder gebundenes, schweres Buch unter dem Tresen hervor.
„Also zwei Einzelzimmer für die Herren, ja?“
„Ein Doppel reicht auch“, sagte Sam schnell und griff in seine hintere Hosentasche, zog sein Portemonnaie hervor. „Wir zahlen bar.“
Deans Kopf ruckte zur Seite.
Er starrte seinen Bruder an, musterte dessen Profil, doch sagte nichts.
Es war seltsam seine Stimme wieder zu hören. Fast schien es ihm so, als hätte er sie für sehr lange Zeit nicht mehr gehört. Dabei waren es nur wenige Stunden.
Er sagte nichts mehr, sah schweigend dabei zu, wie Sam bezahlte und falsche Namen in das Buch eintrug, bevor er einen Schlüssel entgegennahm und seine Brieftasche wegsteckte.
„Kommst du, Axl?“, fragte er und hielt Dean die Tür auf. Jener öffnete den Mund um etwas zu sagen, entschied sich aber dagegen und folgte ihm wortlos.
Hintereinander gingen sie auf dem schmalen Weg neben dem Gebäude, bis sie eine Tür mit der Nummer 08 erreichten.
Sam schloss auf, schaltete das Licht an und Deans Mundwinkel zuckten unwillkürlich nach oben als er an den Namen dachte. Ein Lachen unterdrückte er jedoch.
Es klackte leise als Sam den Schlüssel auf das kleine, dunkelbraune Tischchen legte. Kurz darauf zog er seine Jacke aus und hängte sie über den einzigen Stuhl.
Dean stand einfach nur da. Dann—
„Was denn… ein Doppelzimmer und dann gibt es nur einen Stuhl? Wir sollten uns beschweren.“
Es sollte munter und unbeschwert klingen, doch ihm selbst kamen die Worte hervorgepresst und künstlich vor. Waren sie auch.
Sam ging nicht darauf ein. Mit unbewegter Miene steuerte er die weiße Tür neben dem Kleiderschrank an, öffnete sie, sagte: „Ich geh’ duschen“, und verschwand im Badezimmer.
Sprachlos blieb Dean zurück, die Hände an den Hüften, Ausdruck leicht angepisst.
Er fuhr sich mit der linken Hand über das Gesicht, ließ sie wieder sinken, ging dann zum Bett – ein Doppelbett – und knipste dort die kleinen Nachttischlampen an, bevor er das große Licht löschte.
Es dauerte fast eine halbe Stunde bis Sam aus dem Bad kam, Haut und Haar noch nass, ein weißes Handtuch locker um die Taille geknotet.
Dean saß auf der Bettkante, eine Tasche mit ein paar Waffen und ihren Toilettenartikeln lag inzwischen auf dem Tisch.
Sofort kramte Sam darin herum, suchte seine Zahnbürste.
„Bist du fertig da drinnen?“, fragte Dean, obgleich er sehen konnte, dass dem nicht so war. Seine Stimme klang gereizt.
„Klar“, erwiderte der Jüngere leichthin und verschwand wieder im Bad, dieses Mal mit Zahnbürste und Zahnpaste, die Tür ließ er offen.
Ohne ein weiteres Wort zog Dean sich aus, ließ seine Kleidung in einem unordentlichen Haufen auf dem Boden neben dem Bett zurück, folgte dann seinem Bruder ins angrenzende Badezimmer.
Die Luft hier war warm und diesig, der Spiegel beschlagen.
Er ging an Sam vorbei, streifte ihn leicht am Oberarm und verschwand hinter dem weißen Duschvorhang.
~
Eine weitere halbe Stunde später lagen beide im Bett.
Die rote Digitalanzeige des Weckers stand auf 03:13.
Dean seufzte unterdrückt und drehte Sam den Rücken zu, starrte zu den viel zu dünnen Vorhängen, durch die das Licht der Laternen des Hofes schwach ins Zimmer hinein schien.
Er hasste es, wenn Tage so endeten. Wenn unausgesprochene Dinge zwischen ihnen standen. Wenn sie sich anschwiegen, nur um einen weiteren Streit zu vermeiden. Um es nicht noch schlimmer zu machen.
Dean hasste Unterredungen. Aber dieses Schweigen hasste er fast noch mehr.
Ziellos wanderten seine Augen durchs Zimmer. Er war müde, doch schlafen konnte er nicht. Zu viel war da, das ihn beschäftigte.
Sam schien es nicht anders zu gehen. Er spürte, wie sein Bruder sich hinter ihm drehte, wie er unwillig das Kissen zurechtboxte.
Doch irgendwann übermannte ihn doch die Müdigkeit, er schlief ein.
~
Als Dean aufwachte, war es immer noch dunkel. Er starrte auf die leere Betthälfte vor sich, dann auf den Wecker.
04:27
Er hatte nicht mal eine Stunde geschlafen?
Suchend sah er sich um, sein Blick blieb am Fenster hängen.
Dort stand Sam in Shorts und T-Shirt, blickte durch einen Spalt zwischen den Vorhängen nach draußen, auf den Hof.
Wortlos stand Dean ebenfalls auf, tappte barfuß zu seinem Bruder, zog den Vorhang etwas weiter auf.
„Was ist los? Kannst du nicht schlafen?“
„Ich… ich dachte, ich hätte draußen etwas gehört.“
„Lügner.“
Es folgte eine lange Pause.
„Dean, wegen der ganzen Sache mit Ruby und dass ich nichts gesagt habe…“
„Du musst mir nichts mehr erklären, Sam“, unterbrach der Ältere ihn. „Du hast Recht. Es IST deine Entscheidung. Ich bin einfach nur froh, dass du sie getroffen hast.“
Sam wandte seinen Kopf zur Seite und lächelte.
„Danke.“
Eine Weile standen sie noch dort, Schulter an Schulter, starrten nach draußen, wo es inzwischen angefangen hatte zu regnen.
Auch wenn längst nicht alles gesagt worden war und vieles vermutlich auf ewig unausgesprochen bleiben würde, so fühlte Dean sich doch besser.
Ein bitterer Nachgeschmack blieb zurück, das Vertrauen das Sam ihm nicht mehr entgegenbrachte, doch für den Moment war es wieder okay.
Die peinliche Stille war gebrochen und sie konnte wieder schweigen, ohne sich dabei unbehaglich zu fühlen.
~end~
Danke fürs Lesen ^^
PS: Axl natürlich wegen Axl Rose ;)
Fandom: Supernatural
Disclaimer: Die Charas gehören nich mir, blableh.
Charas: Dean, Sam
Rating: PG
Warnings: nichts diesmal, bisschen emo vllt. lol
Note: Post 4.04 - Ich liebte diese Episode. Warum? Weil Dean so ausgeflippt is *_* Ich liebe es einfach, wenn sexy Typen handgreiflich werden, ahem.
Words/Time: ca. 1300 | 1,5 Std.
Challenge: „Schlafprobleme“
Contact: Batdriven[at]googlemail[dot]com
~*~
„Das ist meine Entscheidung.“
Der Satz hing wie eine Rauchschwade zwischen ihnen. Dick und zäh, wollte sich nicht verziehen, wollte präsent bleiben, auch wenn die Konversation damit gestorben war.
Und obwohl es, abgesehen vom Motorengeräusch, still im Wagen geworden war, klangen Sams Worte noch immer in seinen Ohren wieder. Unnatürlich laut, wieder und wieder.
Es war beinahe unmöglich jetzt erneut etwas zu sagen, ohne dass es aufdringlich wirken würde.
Dean rutschte unbehaglich etwas tiefer in den Fahrersitz, versuchte sich auf die Straße zu konzentrieren, unterdrückte ein Räuspern.
Seine Kehle fühlte sich merkwürdig trocken an.
Zu gerne hätte er Musik angemacht, aber er ließ es bleiben. Überließ Sam seinen Gedanken.
Die Sekunden verstrichen, verschwammen zu Minuten, verschwammen zu Stunden.
Er hielt es nicht mehr aus, räusperte sich.
„Hast du… hast du das Schild gesehen?“, fragte er. Seine Stimme klang unsicher, leise. „Da ist ein Motel 5 Meilen entfernt. Wir sollten endlich schlafen.“
Sam erwiderte nichts. Starrte weiter aus dem Fenster ins dunkle Nichts. Wie schon seit Stunden.
Deans Blick wanderte kurz zur Uhr. Beinahe 2.
Wortlos bog er nach 5 Meilen die Einfahrt ein, fuhr auf den großen Parkplatz, parkte den Wagen in der äußersten Ecke.
Den Motor schaltete er aus, zog den Schlüssel und wartete. Unentschlossen.
Schweigend schnallte Sam sich ab und stieg aus.
Dean blieb noch sitzen. Starrte auf die Schlüssel in seiner Hand und hob schließlich den Blick, warf einen kritischen Blick auf den Empfang. Hinter dem großen Fenster brannte noch Licht.
Seufzend stieg er aus und zog seine Hose etwas weiter hoch, folgte seinem Bruder über den fast leeren Parkplatz.
Der Kies knirschte unter ihren Schuhen, die Nacht war kühl, der Wind raschelte leise in den wenigen, vereinzelten Bäumen die das Gelände säumten.
Als sie sich dem kleinen Empfangsbüro näherten, konnte Dean das leise Sirren der Lampen im Schild hören. MOTEL, stand in großen, roten Buchstaben darauf. Die Farbe am E war bereits etwas abgeblättert.
Kurz sah er sich noch einmal um, dann stieß er die schwere Holztür auf und sie betraten gemeinsam das warme, kleine Zimmer.
Es roch nach Kaffee und muffigen Vorhängen. Ein älterer Herr saß hinter dem Tresen und schaute sich einen Film auf einem kleinen Fernseher an.
Er hatte die Brüder bereits bemerkt, doch hob er eine Hand und starrte weiter auf den Fernseher, bevor er sich schließlich erhob und sie anlächelte.
Dean versuchte auch zu lächeln. Es blieb bei einem Versuch.
Sam schob sich neben ihn, legte eine Hand auf das abgenutzte Holz des Tresens. Wartete.
„So spät noch unterwegs?“, fragte der Mann, seine Stimme klang freundlich, obgleich müde.
„Ja, wir… haben einen weiten Weg vor uns“, meinte Dean und räusperte sich leicht, versuchte überall hinzublicken, nur nicht auf Sam.
Der Mann nickte und zog ein in Leder gebundenes, schweres Buch unter dem Tresen hervor.
„Also zwei Einzelzimmer für die Herren, ja?“
„Ein Doppel reicht auch“, sagte Sam schnell und griff in seine hintere Hosentasche, zog sein Portemonnaie hervor. „Wir zahlen bar.“
Deans Kopf ruckte zur Seite.
Er starrte seinen Bruder an, musterte dessen Profil, doch sagte nichts.
Es war seltsam seine Stimme wieder zu hören. Fast schien es ihm so, als hätte er sie für sehr lange Zeit nicht mehr gehört. Dabei waren es nur wenige Stunden.
Er sagte nichts mehr, sah schweigend dabei zu, wie Sam bezahlte und falsche Namen in das Buch eintrug, bevor er einen Schlüssel entgegennahm und seine Brieftasche wegsteckte.
„Kommst du, Axl?“, fragte er und hielt Dean die Tür auf. Jener öffnete den Mund um etwas zu sagen, entschied sich aber dagegen und folgte ihm wortlos.
Hintereinander gingen sie auf dem schmalen Weg neben dem Gebäude, bis sie eine Tür mit der Nummer 08 erreichten.
Sam schloss auf, schaltete das Licht an und Deans Mundwinkel zuckten unwillkürlich nach oben als er an den Namen dachte. Ein Lachen unterdrückte er jedoch.
Es klackte leise als Sam den Schlüssel auf das kleine, dunkelbraune Tischchen legte. Kurz darauf zog er seine Jacke aus und hängte sie über den einzigen Stuhl.
Dean stand einfach nur da. Dann—
„Was denn… ein Doppelzimmer und dann gibt es nur einen Stuhl? Wir sollten uns beschweren.“
Es sollte munter und unbeschwert klingen, doch ihm selbst kamen die Worte hervorgepresst und künstlich vor. Waren sie auch.
Sam ging nicht darauf ein. Mit unbewegter Miene steuerte er die weiße Tür neben dem Kleiderschrank an, öffnete sie, sagte: „Ich geh’ duschen“, und verschwand im Badezimmer.
Sprachlos blieb Dean zurück, die Hände an den Hüften, Ausdruck leicht angepisst.
Er fuhr sich mit der linken Hand über das Gesicht, ließ sie wieder sinken, ging dann zum Bett – ein Doppelbett – und knipste dort die kleinen Nachttischlampen an, bevor er das große Licht löschte.
Es dauerte fast eine halbe Stunde bis Sam aus dem Bad kam, Haut und Haar noch nass, ein weißes Handtuch locker um die Taille geknotet.
Dean saß auf der Bettkante, eine Tasche mit ein paar Waffen und ihren Toilettenartikeln lag inzwischen auf dem Tisch.
Sofort kramte Sam darin herum, suchte seine Zahnbürste.
„Bist du fertig da drinnen?“, fragte Dean, obgleich er sehen konnte, dass dem nicht so war. Seine Stimme klang gereizt.
„Klar“, erwiderte der Jüngere leichthin und verschwand wieder im Bad, dieses Mal mit Zahnbürste und Zahnpaste, die Tür ließ er offen.
Ohne ein weiteres Wort zog Dean sich aus, ließ seine Kleidung in einem unordentlichen Haufen auf dem Boden neben dem Bett zurück, folgte dann seinem Bruder ins angrenzende Badezimmer.
Die Luft hier war warm und diesig, der Spiegel beschlagen.
Er ging an Sam vorbei, streifte ihn leicht am Oberarm und verschwand hinter dem weißen Duschvorhang.
~
Eine weitere halbe Stunde später lagen beide im Bett.
Die rote Digitalanzeige des Weckers stand auf 03:13.
Dean seufzte unterdrückt und drehte Sam den Rücken zu, starrte zu den viel zu dünnen Vorhängen, durch die das Licht der Laternen des Hofes schwach ins Zimmer hinein schien.
Er hasste es, wenn Tage so endeten. Wenn unausgesprochene Dinge zwischen ihnen standen. Wenn sie sich anschwiegen, nur um einen weiteren Streit zu vermeiden. Um es nicht noch schlimmer zu machen.
Dean hasste Unterredungen. Aber dieses Schweigen hasste er fast noch mehr.
Ziellos wanderten seine Augen durchs Zimmer. Er war müde, doch schlafen konnte er nicht. Zu viel war da, das ihn beschäftigte.
Sam schien es nicht anders zu gehen. Er spürte, wie sein Bruder sich hinter ihm drehte, wie er unwillig das Kissen zurechtboxte.
Doch irgendwann übermannte ihn doch die Müdigkeit, er schlief ein.
~
Als Dean aufwachte, war es immer noch dunkel. Er starrte auf die leere Betthälfte vor sich, dann auf den Wecker.
04:27
Er hatte nicht mal eine Stunde geschlafen?
Suchend sah er sich um, sein Blick blieb am Fenster hängen.
Dort stand Sam in Shorts und T-Shirt, blickte durch einen Spalt zwischen den Vorhängen nach draußen, auf den Hof.
Wortlos stand Dean ebenfalls auf, tappte barfuß zu seinem Bruder, zog den Vorhang etwas weiter auf.
„Was ist los? Kannst du nicht schlafen?“
„Ich… ich dachte, ich hätte draußen etwas gehört.“
„Lügner.“
Es folgte eine lange Pause.
„Dean, wegen der ganzen Sache mit Ruby und dass ich nichts gesagt habe…“
„Du musst mir nichts mehr erklären, Sam“, unterbrach der Ältere ihn. „Du hast Recht. Es IST deine Entscheidung. Ich bin einfach nur froh, dass du sie getroffen hast.“
Sam wandte seinen Kopf zur Seite und lächelte.
„Danke.“
Eine Weile standen sie noch dort, Schulter an Schulter, starrten nach draußen, wo es inzwischen angefangen hatte zu regnen.
Auch wenn längst nicht alles gesagt worden war und vieles vermutlich auf ewig unausgesprochen bleiben würde, so fühlte Dean sich doch besser.
Ein bitterer Nachgeschmack blieb zurück, das Vertrauen das Sam ihm nicht mehr entgegenbrachte, doch für den Moment war es wieder okay.
Die peinliche Stille war gebrochen und sie konnte wieder schweigen, ohne sich dabei unbehaglich zu fühlen.
~end~
Danke fürs Lesen ^^
PS: Axl natürlich wegen Axl Rose ;)