Wenn doch alles so einfach wär...
May. 22nd, 2010 08:39 pmTitel: Wenn doch alles so einfach wär...
Fandom: The Prince of Tennis
Challenge: Pause
Charaktere: Fuji, Eiji, Tezuka
Wörter: ~1400
Anmerkungen: Es ist eigentlich total abgedroschen und absolut nichts neues, aber das ist mir egal! XD Das Wetter schrie nach so einer Fanfic *Sonne anglitzer* Der Früüü~hling ist endlich da. (\^-^/)
„Nyaaa~“
Was auch immer Eiji damit sagen wollte, als er sich neben Fuji ins Gras fallen ließ, er präzisierte es nicht weiter und wenn Fuji ehrlich war, interessierte es ihn sonderlich. Er öffnete nicht einmal die Augen, sondern blieb einfach reglos liegen und ließ sich die Sonne ins Geschicht scheinen.
Nachdem die letzten Tage wolkig bis regnerisch gewesen waren – und das Training höchst unangenehm gestaltet hatten – hatte sich irgendein Gott daran erinnert, dass Frühling war und den Schalter für gutes Wetter gefunden. So kam es Fuji zumindest vor. Und er hatte sich fest vorgenommen, es zu genießen. In jeder freien Minute die er hatte.
Neben ihm raschelte etwas, vermutlich hatte Eiji beschlossen, dass es Zeit für etwas zu essen war. Kein Wunder, er hatte sich heute morgen fast eine halbe Stunde lang übergeben, nachdem Inui seinen neuesten Tee... selbst Fuji war langsam bereit, das Zeug als Gift zu bezeichnen... nun ja, jedenfalls war Eiji das erste Opfer gewesen. Und das letzte.
Aus irgendeinem Grund hatte Tezuka beschlossen, dem einen Riegel vorzuschieben. Hatte wohl befürchtet, dass ansonsten das komplette Team ausfallen würde. Es war lustig mit anzusehen gewesen, wie enttäuscht Inui gewesen war, als der strenge Captain einfach die komplette Flasche ausgekippt hatte. Galt das schon als Umweltverschmutzung?
Vermutlich nicht, denn sonst hätte Tezuka es nicht getan.
Tezuka tat nie etwas, was gegen irgendwelche Regeln verstieß.
Bei jedem anderen hätte Fuji das sicherlich ziemlich langweilig gefunden aber bei Tezuka... war es äußerst faszinierend.
Ein Schmunzeln huschte über sein Gesicht.
Er hatte diese Gedanken oft in letzter Zeit.
Musste daran liegen, dass das Schuljahr mit Riesenschritten seinem Ende zuging.
„Nyaaaa~“, rief sich Eiji wieder in sein Bewusstsein und Fuji öffnete ein Auge, um seinen besten Freund anzusehen. Zufrieden, die Aufmerksamkeit endlich auf sich gelenkt zu haben begann der Wirbelwind sofort: „Oishi ist in letzter Zeit so komisch~ Immer wenn ich was mit ihm machen will, hat er keine Zeit. Doppel spielen macht auch keinen Spaß mehr, er ist nie bei der Sache.“
Das war Fuji auch schon aufgefallen. Tezuka ebenfalls – der nicht sehr erfreut war. Natürlich nicht.
„Es ist Frühling...“, sagte er versonnen und fragte sich selbst, was das nun bitte erklären sollte.
„Na und? Letzten Frühling war er ganz normal!“ Oje... diese Tonlage verhieß nichts gutes. Ganz und gar nicht. Alarmiert setzte Fuji sich auf.
„Was ist, wenn er mich nicht mehr mag? Wenn... wenn er nicht mehr mit mir zusammen spielen will! Dann müsste ich mir einen neuen Partner suchen und du spielst doch lieber Einzel...“
Das stimmte zwar nicht ganz, aber das war erstmal nebensächlich. Was auch immer mit Oishi los war, es galt Eiji von weiteren Horrorszenarien abzubringen, sonst hatte er wirklich ein Problem. „Ich glaube nicht, dass...“
Weiter kam er nicht, denn schon hatte er seinen jammernden besten Freund an sich kleben. „Ich bin ihm zu kindisch, nicht wahr? Ich wusste es, er ist immer so erwachsen, ich passe einfach nicht zu ihm!“
So viel also zu den Horrorszenarien. „Ich bin sicher, dass es eine andere Erklärung gibt.“ Etwas unbeholfen tätschelte er Eijis roten Schopf und sah sich hilfesuchend um. Oishi konnte besser mit Eiji umgehen, wenn er in dieser Stimmung war. Außerdem war er der Einzige, der die Sache aufklären konnte. Aber er sah nur Momo und Kaidoh, die sich anzickten, Echizen, der versuchte, sich unauffällig vor seinen Verehrerinnen zu verstecken, eben diese Verehrerinnen und... Tezuka.
Tezuka, der auf einer Bank saß und las. Vollkommen unbeeindruckt von dem Chaos einer durchschnittlichen Mittagspause. Es drängte sich Fuji der Verdacht auf, dass er es nicht einmal bemerkte.
„Fujiko-chan!“ Für einen winzigen Moment hatte er Eijis – sicherlich vollkommen unnötigen – Sorgen vergessen. Was dieser natürlich nicht mit sich machen ließ.
Mit einem unschuldigen Lächeln sah er ihn an. „Ja?“
„Du hörst mir gar nicht zu!“
„Doch... natürlich.“
„Aaaaah, daran denkst du!“ Eiji schielte an Fuji vorbei zu Tezuka und grinste wissend. Auch wenn Fuji nicht ganz begriff, was es da zu wissen gab. Da gab es doch nichts zu wissen, oder?
Oder?
„Du bemerkst es wirklich...“ Eiji klang verblüfft. Eigentlich sollte Fuji wohl dankbar sein, dass er nicht mehr jammerte, aber wenn er jetzt beschlossen hatte, sich in seine eigenen Angelegenheiten zu mischen war das vielleicht kein sehr guter Tausch.
„Was?“ Es war selten, dass er total auf der Leitung stand und er mochte es nicht. Er mochte es gar nicht.
„Na das!“
Das Eiji mehr herumfuchtelte – und ihn dabei fast ausknockte – machte es nicht gerade besser.
„Was?“ Das sich eine winzige Spur Ungeduld in seine Stimme schlich war nicht beabsichtigt gewesen, aber es erfüllte seinen Zweck.
„Tezuka!“
„Tezuka?“ Er konnte es nicht ändern, aber er fühlte sich ertappt. Wobei... wusste er selbst nicht. Aber er fühlte sich furchtbar ertappt. Wie ein Kind mit der Hand in der Keksdose. Dabei würde er an Tezuka nicht mal nahe genug herankommen. „Du willst doch wohl nicht sagen, dass...“
„Du bist immer total abwesend und guckst in seine Richtung, wenn er in der Nähe ist. Und du provozierst ihn noch mehr als sonst“, dozierte Eiji mit herumwedelnden Zeigefinger.
„Das ist doch...“ Unsinn, hatte er sagen wollen aber wenn er es recht bedachte... automatisch wanderte sein Blick wieder zu Tezuka, der erstaunlicherweise nicht die Nase in seinem Buch hatte und ihn ansah. Um den Blick sofort abzuwenden, als er bemerkte, dass Fuji es bemerkte. Das war... untypisch.
„DA! Du hast du es schon wieder getan!“
Bewies das irgendetwas? Als ihm bewusst wurde, dass er Tezuka immer noch anstarrte, senkte er den Kopf ein wenig.
Es bewies sogar eine ganze Menge. Und diese Menge war gerade etwas zu viel für ihn. War er, der stolz darauf war, andere schnell zu durchschauen wirklich so blind, was ihn selbst anging? Das lag im Moment erschreckend nahe.
„Nyaaaaa, wie süß! Fujiko-chan ist verliebt!“ Eijis Knuddelattacke ließ ihn röcheln, wenn auch nicht für lange. Das war unerwartet kurz gewesen... erst dann bemerkte er, dass Eiji nicht vor hatte, von ihm abzulassen sondern einfach wie erstarrt war.
„Eiji?“ Nun ein wenig besorgt befreite er sich aus der Umarmung und folgte dann Eijis fassungslosem Blick. Da war Oishi.
Und er war nicht allein.
„Darum hat er keine Zeit mehr für mich...“ Als Eiji nicht weitersprach, vervollständigte Fuji den Satz: „Er hat eine Freundin.“ An der Art, wie Oishi und das hübsche Mädchen neben ihm miteinander umgingen gab es keine Zweifel. Sie waren ein Paar und das offenbar schon länger.
Als Eiji aufspringen wollte, reagierte Fuji mehr instinktiv und hielt ihn fest. „Was hast du vor?“ Er würde ihn jetzt ganz sicher nichts dummes tun lassen.
„Lass mich los!“ Aber Eiji wehrte sich eher halbherzig. Es fiel Fuji nicht schwer, ihn festzuhalten.
„Nein. Sag mir erst, was du vorhast.“
„Ich... ich... ich will nur... doch nur...“
„Nur was?“
Alle Kraft schien aus Eiji zu weichen. „Keine Ahnung...“ Er sah Fuji auf so herzzerreißende Art und Weise an, dass er ihn unwillkürlich in den Arm nehmen wollte – obwohl das nun wirklich nicht seine Art war. „Ich will jetzt erstmal alleine sein...“ Das war zwar keine Entscheidung, die Fuji gefiel, aber eine die er akzeptieren musste. Er verzichtete darauf, Eiji zu sagen, dass die Pause jeden Moment vorbei sein musste und sah einfach zu, wie er aufstand und mehr zu den Tennisplätzen schlich als das er ging. Für den Lehrer würde er sich wohl eine Entschuldigung einfallen lassen.
„Die Pause ist vorbei.“ Unmerklich zuckte Fuji zusammen und sah zu Tezuka auf. Hatte er nicht gerade noch gelesen?
„Ich weiß...“
Tezuka hob nur eine Augenbraue und sah in die Richtung, in die Eiji verschwunden war. Also hatte er bemerkt, dass etwas passiert war. „Ihm geht’s nicht gut...“
„Dann sollte er das Krankenzimmer aufsuchen.“
Natürlich. Für alles hatte Tezuka eine effiziente, logische Lösung parat.
Es wäre schön, wenn es wirklich so einfach wäre.
Wenns klappt, gibt es eine Fortsetzung, aber ich will mich lieber nicht festlegen... o_o;;;
Ich weiß, es ist im Grunde ein totales Sakrileg, Fuji in der Rolle des Begriffsstutzigen zu schreiben und ebenso, das Golden Pair zu „trennen“ aber ich tue es trotzdem.
Und zweiteres immer wieder gerne. X3 Sie sind auch als Freunde einfach zum Knuddeln.
no subject
Date: 2010-05-22 10:24 pm (UTC)Eiji!
Das kannst du ihm doch nicht antun! *wein*
*Eiji puschel*
Wehe, Oishi macht das nicht wieder gut!! `___´ Ich will jetzt besorgten!Oishi, der wissen will wo Eiji ist!
Und hey, Fuji darf durchaus auch mal begriffstutzig sein. ;) Ich find das sehr niedlich.
no subject
Date: 2010-05-23 09:12 am (UTC)Aber du hast mich wieder inspiriert, ich werd mich später an eine Fortsetzung setzen. ^-^
Mal schaun, ob ich Fuji und Tezuka noch zusammenkriege. XD