Kurz und schmerzhaft
Apr. 16th, 2010 07:46 pmFandom: Original
Wörter : 236
Challange: Marmor, Stein und Eisen bricht
Warnung: Es wird kurz geflucht, aber ich denke nichts heikles ^_~
Gute Gefühle sollen sich genauso anfühlen, wie sie täglich über dem Bildschirm flimmern. Keine große Liebe ohne das Gefühl von Unendlichkeit. Immer noch ein bisschen dusselig – wie im richtigen Leben – aber viel größer, schöner, stärker.
Alle schlechten Gefühle sollen wir Reality-Tv-Shows sein. Jeder Streit, jeder Betrug, jede Verletzung immer ein wenig zu laut, aber gleichzeitig gefühlsleer und schnell vergessen. Erzähl mir doch im Supermarkt, dass ich ein „blöde Schlampe bin, die mit ihren winzigen Titten“ gern vor anderen Typen – und noch viel schlimmer „kleinen Flittchen“ herumwackelt. Ich nenne dich dann „ein alten Sack, der seinen Arsch nie von der Coach bekommt“ und es im Leben einfach niemals, niemals, niemals zu irgendetwas bringen wird.
20 Minuten später wird automatisch der Soapmodus gestartet. Du schenkst mir 100 rote Rosen, ein Schwarm weißer Tauben fliegt am Fenster vorbei und wir haben wilden Sex vor dem Kamin – besser als jemals zu vor.
Dein Schnarchen reißt mich aus dem Halbschlaf, zwischendurch machst du seltsame, gurgelnde Geräusche und ziehst an der Decke. Ich brauche meine eigene Decke. Ab Morgen.
Die Sehnsucht nach einem richtig künstlichen Leben überkommt mich nachts wieder und wieder, Monat für Monat, Jahr für Jahr. Ich würde gern aufstehen, mich wie ein Teenanger an den Computer schleichen und den Ton leise drehen, während ich nach Kitsch und Pornographie suche. Aber du drehst dich, dein Arm liegt plötzlich schwer auf meinem Bauch. Ich bewege mich nicht mehr. Steinbrocken statt Blumenwiese.
Wörter : 236
Challange: Marmor, Stein und Eisen bricht
Warnung: Es wird kurz geflucht, aber ich denke nichts heikles ^_~
Gute Gefühle sollen sich genauso anfühlen, wie sie täglich über dem Bildschirm flimmern. Keine große Liebe ohne das Gefühl von Unendlichkeit. Immer noch ein bisschen dusselig – wie im richtigen Leben – aber viel größer, schöner, stärker.
Alle schlechten Gefühle sollen wir Reality-Tv-Shows sein. Jeder Streit, jeder Betrug, jede Verletzung immer ein wenig zu laut, aber gleichzeitig gefühlsleer und schnell vergessen. Erzähl mir doch im Supermarkt, dass ich ein „blöde Schlampe bin, die mit ihren winzigen Titten“ gern vor anderen Typen – und noch viel schlimmer „kleinen Flittchen“ herumwackelt. Ich nenne dich dann „ein alten Sack, der seinen Arsch nie von der Coach bekommt“ und es im Leben einfach niemals, niemals, niemals zu irgendetwas bringen wird.
20 Minuten später wird automatisch der Soapmodus gestartet. Du schenkst mir 100 rote Rosen, ein Schwarm weißer Tauben fliegt am Fenster vorbei und wir haben wilden Sex vor dem Kamin – besser als jemals zu vor.
Dein Schnarchen reißt mich aus dem Halbschlaf, zwischendurch machst du seltsame, gurgelnde Geräusche und ziehst an der Decke. Ich brauche meine eigene Decke. Ab Morgen.
Die Sehnsucht nach einem richtig künstlichen Leben überkommt mich nachts wieder und wieder, Monat für Monat, Jahr für Jahr. Ich würde gern aufstehen, mich wie ein Teenanger an den Computer schleichen und den Ton leise drehen, während ich nach Kitsch und Pornographie suche. Aber du drehst dich, dein Arm liegt plötzlich schwer auf meinem Bauch. Ich bewege mich nicht mehr. Steinbrocken statt Blumenwiese.
no subject
Date: 2010-04-16 07:05 pm (UTC)Wie traurig und bedrückend.
Vor allem der letzte Absatz. Wie oft kommt das wohl in den Schlafzimmern dieser Welt vor?
Aber schön, endlich mal wieder Leben in der Comm zu sehen.
=D
no subject
Date: 2010-04-17 01:25 pm (UTC)Ich hoffe auch, dass hier bald mal wieder mehr los ist- auch wenn ich das Zeitproblem auch oft genug habe. Vielleicht sollte man mal einen Drabble oder 20- Minuten-Schreibtag machen ^^
no subject
Date: 2010-04-17 12:16 pm (UTC)Und ich finde es toll, dass sich jemand an das Lied getraut hat. ^^= Yay, Leben~ Schriebs~
<3
no subject
Date: 2010-04-17 01:31 pm (UTC)no subject
Date: 2010-04-21 03:06 pm (UTC)