(no subject)
Apr. 12th, 2007 08:39 pmChallenge: #2 Würde.
Fandom: Prince Of Tennis.
Charaktere: Yuuta, Mizuki, Atobe, Oshitari.
Zeit: ca. 1 St. 20 Minuten ^_^
Fandom: Prince Of Tennis.
Charaktere: Yuuta, Mizuki, Atobe, Oshitari.
Zeit: ca. 1 St. 20 Minuten ^_^
Mein Neuer Freund
RUMMS.
“Argh!”
“Pscht!”
RUMPEL.
“Au! Warum ... was soll d... du tust mir weh!”
“Ich tu dir nicht weh, ich zieh an deinem Hemd!”
“Das ist nicht mein Hemd, das ist meine Brustwarz ... GAH!”
Yuuta keuchte, als Mizukis Schraubstockkralle endlich von seiner Brust abließ. Er merkte, wie sich die schmale Hüfte seines Freundes in seine eigene bohrte, während Saint Rudolphs Manager offensichtlich versuchte, ihn an der Backsteinmauer zu zerquetschten.
Nicht, dass Mizuki da irgendeine Chance gehabt hätte. Yuuta trank viel mehr Gatorade als er, und wenn er gewollt hätte, hätte er den zierlichen Knaben in einem ziemlich gediegenen Bogen in den Haufen alter Obstkisten schicken können, der sich mit ihnen in diesem stinkenden Hinterhof befand.
Dieser stinkende Hinterhof, in den sie ... WARUM noch mal abgehauen waren?!
Yuuta versuchte, seinem Ächzen einen fragenden Unterton zu geben, aber Mizuki reagierte nicht. Er lugte nur kreidebleich um die Ecke auf die sonnige, lauschige Einkaufsstraße, auf der sie eben noch so friedlich rumflaniert waren.
Es war alles so seltsam. Eben noch waren sie dabeigewesen, sich wie vollkommen durchschnittliche Teenager auf einer vollkommen durchschnittlichen Shoppingtour zu benehmen - soweit Mizuki das möglich war.
Sie waren in einem Plattenladen gewesen, und Yuuta hatte sich das neue Album von den Chilli Peppers und Mizuki sich die Enrico-Caruso-Platin-Edition gekauft.
Yuuta hatte sich ein Eis geholt und Mizuki ihm einen langen und ausschweifenden Vortrag über Ernährungstechnik gehalten und dann sein halbes Eis weggegessen.
Yuuta war friedlich mit in die Parfümerie gegangen, und dafür war Mizuki friedlich mit in den Posterladen gegangen.
Später wollten sie ins Kino und sich einen Actionfilm ansehen (Mizuki dachte noch immer, sie würden ins Ballett gehen, aber Yuuta plante, einfach im entscheidenden Moment mit ihm in die falsche Straßenbahn zu springen).
Es war nicht leicht, Mizuki dazu zu kriegen, alle Managerdinge und Pläne sausenzulassen und einfach mal einen faulen Ferientag zu verbringen, aber er war nun mal Yuutas bester Freund, und wenn es klappte, dann meistens ganz gut.
Nur hatte sich Mizuki nun plötzlich mitten beim Bummel in eine sehr kleine zarte Ausgabe des unglaublichen Hulk verwandelt, und Yuuta in einen Hinterhof gezerrt.
Mizuki-san neigte so GAR nicht zu körperlicher Gewalt ...
“Ok. Wir müssen nun ganz ruhig bleiben, ok?” zischte Mizuki hektisch, obwohl er hier wirklich die einzige Person war, die offenbar Panikzustände hätte. Die kobaltblauen Augen flackerten wild. “Wenn wir´s ordentlich anstellen, sieht er uns nicht...”
Yuuta war sofort fasziniert. Es war lange her, dass er und Mizuki mal wieder Agenten gespielt hatten und in die Duschen von Rikkaidai eingestiegen waren oder ähnliches (warum auch immer die Duschen ... ), und irgendwie vermisste er das. Und so wie Mizuki sich aufführte, kam da mindestens ein mordlüsternder Tiger die Straße runter.
“Wer ist es denn? Wer soll uns nicht sehen? Ein feindlicher Coach? Ein neues Supertalent? Oder ... “
“Mein Ex-Freund.” Mizuki sah ihn vernichtend an, als sei es eine Frechheit, dass Yuuta sowas nicht geraten hatte. “Da hinten läuft mein Ex-Freund.” Wieder reckte er den Hals, um nervös die Ecke zu inspizieren. “Und natürlich mit diesem Flittchen aus seinem Team. Tse. Sowas ... “
Die Worte “Ex-Freund” drangen nur sehr langsam in Yuutas Bewusstsein vor. “Ex-Freund” war nicht das Wort für Kumpel, mit denen man sich verkracht hatte. “Ex-Freund” war auch nicht “Ex-Freundin”. Ein “Ex-Freund” war ein Freund, mit dem man mal zusammen war und es heute nicht mehr ist, aber man WAR eben mal ...
Au mann.
Yuuta schielte Mizuki verlegen an, der zum Glück zu alarmiert war, um es zu merken.
Er hatte nie darüber nachgedacht, ob Mizuki ein Ex-Liebesleben hatte. Denn wenn er ein Ex-Liebesleben hatte, bedeutete das, dass er überhaupt so etwas wie ein Liebesleben hatte, und das war alles sehr unheimlich.
Und wer immer es war, er machte Mizuki-san total Angst. Wenn auch auf eine etwas merkwürdige Art und Weise, denn Mizuki hatte begonnen, in seinem Taschenspiegel seine Locken zu prüfen.
“Ich KANN ihm so nicht ...!” murmelte er verärgert. “Ich hab doch gesagt, über die Autobahnbrücke zu gehen ist Mist, nun hab ich diese Windfrisur ... und die 5 Kilo sind auch noch nicht run ... “
“Mizuki-san, ich dachte, er soll dich NICHT sehen?”
Mizuki klappte mit einer wütenden Geste den Taschenspiegel zu und blitzte Yuuta an, wie er es immer machte, wenn er den lebensweisen Sensei raushängen ließ.
“Yuuta-kun. Muss ich dir alles erklären? Wenn zwei Menschen sich nicht mehr ... lieben ... dann ... also weißt du, wie sage ich das ...”
Yuuta lauschte. Das Thema schien Mizuki verlegen zu machen, was dazu führte, dass er sich für Sekunden nicht mehr so schrecklich aufregte.
Mizuki fuhr sich durch die dunklen Haare, ohne auf seine Windfrisur zu achten, und einen Moment lang sah er ernsthaft traurig aus.
“Wie soll ich sagen ... wenn erst mal alles andere durch ist ... die Streitereien, die Eifersüchteleien und all das ... dann ist das letzte, was einem bleibt, seine Würde.” Er hob eine Augenbraue und schnaubte. “Siehst du, wenn eine Beziehung scheitert, ist das wie ein Schiffsuntergang. Und alle Überlebenden müssen schauen, dass sie wegkommen so gut es geht. Verstehst du?”
Yuuta dachte nach. Er fand das, was Mizuki sagte, ziemlich erstaunlich. Yuuta hatte nun kaum Plan von der Liebe, aber er hatte immer gedacht, es ginge um Vertrauen und Offenheit und ... Leidenschaft und all das. Aber ... Würde? Schiffsunglück? Eh?
“Nein,” sagte er ehrlich. “Nein, verstehe ich nicht.”
Mizuki stöhnte. “Das schlimmste, was einen passieren kann, ist das traurige, verlassene Würmchen sein, wenn es vorbei ist, verstehst du. Wenn ER mich sieht, muss ich großartig aussehen, und vergnügt sein und unbeschwert und ... schlank und frisiert. ER darf nicht denken, dass es mir mies geht. ER darf nicht denken, dass ich ihn vermisse, und dass ich mich einsam und elend fühle.”
“Fühlst du dich denn so?” fragte Yuuta erschrocken. Warum zum Henker redete Mizuki denn nicht mit ihm über sowas? Wenn Yuuta mit Aniki Stress hatte, dann war Mizuki er erste, den Yuuta anrief, um sich auszuzetern. Ok ... Aniki war nun sein Aniki und nicht sein Liebhaber oder ... irgendwas ... aber ...
Yuuta war leicht beleidigt, dass er nicht wissen durfte, dass Mizuki Ex-Freunde hatte.
Mizuki fauchte wie eine Katze und starrte Yuuta an, als habe er ihn in den Arm gebissen. “WAS? Nein, natürlich fühle ich mich nicht einsam und elend, nur weil dieser Dreckskerl irgendwie dachte er müsse sich nur noch mit mir streiten, so ein Unsinn, und ich sitze auch nicht zu Hause und höre drei mal am Tag meinen leeren Anrufbeantwortet ab, und ich fahr nicht nachts mit dem Fahrrad an seinem Haus vorbei und i - ...”
Er unterbrach sich selbst, um innig gegen die Mauer zu treten. “Verdammt!”
Yuuta fuhr zusammen. Er hatte noch nie gesehen, wie Mizuki irgendwas trat. Mizuki neigte ungewöhnlich stark zur Körperlichkeit, seit sein unbekannter Ex-Freund aufgekreuzt war. Und nun sah er ganz ohne Zweifel sehr unglücklich aus.
Und dieser Würde-Kram schien für ihn eine sehr ernste Angelegenheit zu sein.
Mizuki-san sah aus, als würde er heulen wollen. Und wenn Mizuki-san heulte, das wusste Yuuta, würde Yuuta vor Verlegenheit sterben.
“Ähm ... Mizuki-san?”
“Was?”
Yuuta hüstelte. “Ähm ... ich kann mich irren, aber ich denk, weißt du, was deinen ... Ex-Freund so wirklich sauer machen würde?”
Mizuki hörte auf, die Backsteinmauer anzustieren, und sah Yuuta an. Interesse leuchtete in den geröteten Augen auf. “Nein ... was?”
“Wenn er dich mit deinem, äh, neuen Freund bummeln sieht,” sagte Yuuta und wurde rot. “Na, wie wär das?” Er streckte Mizuki seinen Arm hin. Sowas hatte er mal in einem Historienfilm gesehen. War bei den Damen des französischen Königshauses tierisch angekommen. Er hatte immer vorgehabt, das mal zu versuchen. Nicht unbedingt bei Mizuki-san, aber irgendwo mußte man anfangen ...
Mizuki blickte kurz zwischen Yuutas Arm und seinem glühenden Gesicht hin und her, dann begann er zu strahlen.
“Yuuta-kun, das würdest du machen?”
Yuuta bemühte sich, einladend zu lächeln. Alles war besser, als Mizuki heulen zu sehen.
“Äh klar. Wir sind doch Kumpels!” Es schien ihm wichtig, das zu betonen. “Und außerdem ist es doch nur für bis ans Ende der Straße, oder?”
Mizuki strich sich ums Kinn und lächelte verschlagen. “Du hast mein Wort, Yuuta-kun. Anscheinend hast du doch was von mir gelernt.”
Sie waren beide etwas verlegen, als sich Mizuki bei Yuuta einhakte. Yuutas Gesicht brannte wie Feuer, und er konnte es kaum erwarten, im dunklen Kino zu sitzen und Bruce Willis halb Manhatten einäschern zu sehen, oder sonst was männliches.
Aber Mizuki war sein bester Freund, und wer immer dieser Arsch war, der Mizukis Herz gebrochen hatte, er hatte es nicht besser verdient.
“Bereit?” fragte Mizuki ihn, bevor sie wieder auf die Straße raustraten.
“Bereit.” sagte Yuuta.
“Denk dran,” zischte Mizuki, “Das Reden überlass mir. Du brauchst einfach nur verliebt aussehen. Du könntest meine Haare bewundern. Oh, und hier, trag du meine Einkaufstaschen, das wirkt galanter.”
Behängt mit Mizukis Papiertaschen auf der einen, Mizuki selbst auf der anderen Seite, wurde Yuuta einen Moment später die Straße runtergeschleift. Mizuki schien in seiner Rolle absolut aufzugehen. Er lief in sanften, hüpfenden Schritten neben Yuuta her und hielt ihn wie ein verliebtes Mädchen. Und strahlte, als hätte er nicht eben in einer dunklen Gasse verzweifelt eine Steinmauer getreten.
“Da kommt er!” zischte er, ohne den seligen Gesichtsausdruck zu wechseln. “Es geht los!”
Yuuta konnte ein Röcheln nicht unterdrücken.
Hätte er gewußt, wer Mizukis Ex-Freund war, hätte er ihm vielleicht doch lieber einfach zum Trost ein weiteres Eis gekauft.
Mizukis Stimme war so kalt wie ein morgendlicher Polarwind. “Atobe. Wie entzückend, dich zu sehen.”
“Ist es das, Mizuki?” sagte der hübsche Teamkapitän leise. Yuuta sah sich von einem Blick durchbohrt, der Metall zerschmolzen hätte. “Wirkte auf mich nicht so, als würdest du meinen Anblick sehr vermissen.”
Mizuki lachte schrecklich falsch, und Yuuta wünschte sich, sie wären in der Gasse geblieben.
“Nicht doch, Atobe. Ich genieße diesen wunderschönen Tag mit MEINEM NEUEN FREUND - “
Yuuta röchelte, als Mizukis Hand ihn besitzergreifend zwickte. Er tat sein bestes, verliebt auszusehen, auch wenn er gegenwärtig nur sterben wollte.
“ ... und da freut es mich zu sehen, dass es dir auch gutgeht. Du weißt doch, es liegt mir fern, anderen etwas schlechtes zu wünschen, egal was ... passiert ist.” Mizukis Stimme war der reine Zucker. Zucker mit Eis. Yuuta taten schon vom Zuhören die Zähne weh.
Yuuta bemerkte, wie Mizuki Atobes Begleitung mit dem selben Blick musterte, mit dem Atobe ihn bedachte. Bei Mizuki wirkte das nicht ganz so tödlich, aber immer noch tödlich genug.
“Oh, wie unhöflich von mir,” schnarrte Atobe in dem selbe vage vernichtenden Ton weiter, “Ich nehme an, ihr kennt euch? Mizukis, das ist Oshitari, der Tensai, aus meinem Team. Oshitari, das hier ist Mizuki. Mizuki ... spielt auch Tennis, aber du hast vielleicht noch nicht von ihm gehört.”
Mizukis Mundwinkel zuckten.
“Angenehm.”
“Angenehm.”
Yuuta fand nichts an der Sache angenehm. Er wechselte einen Blick mit Oshitari, der ähnlich gequält aussah wie er selbst. Der Tensai aus Atobes Team sah aus, als würde er hinter der Brille verstohlen Fluchtwege auschecken. Es war tröstend, dass er nicht der einzige war, der hier litt.
“Ich hab dich schon mal gesehen,” sagte Atobe nun zu Yuuta. Es hätte ziemlich freundlich geklungen, hätte Atobe ihn nicht dabei angeblitzt, als wolle er ihm die Nase brechen.
“Ich b- äh, Yuuta. Yuuta von Saint Rud...Mizukis Neuer ... der ... angenehm.”
Atobe lächelte tödlich. “Ah. Ich sehe, Mizuki, du hast einen Partner gefunden, der dir in Wortgewandtheit in nichts nachsteht.”
Yuuta knirschte mit den Zähnen. Er machte das hier alles aus reiner Nächstenliebe, also warum war ER hier nun der Trottel?
Mizukis Zähne blitzten. “Oh, Yuuta ist kein großer Redner ... er ist ein Praktiker, ein Macher und kein Blender, der nur Reden schwingt, so wie ... andere Leute.”
“Wenn du es sagst, Mizuki.” Atobes Zähne funkelten zurück. “Vom Blenden verstehst du schließlich eine Menge, nicht wahr?”
Das Gespräch geriet in eine Sackgasse, während Atobe und Mizuki sich gegenseitig nieder starrten und Yuuta erwägte, sich in einer Mülltonne zu verstecken. Aber Mizukis Hand um seinen Arm war regelrecht zur Stahlfaust geworden. Es war ziemlich schmerzhaft.
So war man also zueinander, wenn man Ex-Freund war. O mann. Yuuta würde sich nie, nie trennen, wenn er mal irgendwen finden würde.
“Also ähm ...” Schließlich scharrte Yuuta ungeduldig mit den Füßen. “Du Mizuki, wenn wir den Fil ... das Ballett noch schaffen wollen, dann müssen wir langsam ...”
“Genau, Atobe,” fiel Oshitari erleichtert ein, “Das Naturkundemuseum schließt in einer halben Stunde und wir ...”
Aber es war, als würden sie beiden gegen zwei Wände sprechen. Mizuki funkelte zu Atobe hoch und Atobe funkelte zu Mizuki runter, und alles andere schien egal zu sein.
“Du siehst gut aus, Mizuki.” sagte Atobe plötzlich. Der Ton in seiner Stimme war anders als eben. Nicht wirklich freundlicher. Ein bisschen leiser vielleicht. Aber eben anders.
Yuuta merkte, wie Mizuki an seinem Arm zusammenzuckte und fragte sich, ob der wohl nun erleichtert war, weil Atobe seine Windlocken nicht auffielen.
“Du siehst auch gut aus, Atobe.” sagte Mizuki. Er war etwas heiser.
Und Yuuta sah sie beide an und stellte fest, dass keiner von beiden wirklich gut aussah. Also, natürlich sahen sie beide gut aus, wie hübsche Knaben eben aussahen. Aber sie sahen beide aus, als würden sie nicht viel schlafen ... und ein bisschen zu viel Schokolade essen ... und ein bisschen zu oft ihre Anrufbeantworter abhören.
“Also dann.”
“Also dann.”
“Viel Spaß noch.”
“Viel Spaß noch.”
“Hast du mitgekriegt, wie er AUSSAH!?” zischte Mizuki Yuuta zu, sobald Atobe und Oshitari sich drei Meter entfernt hatten. “Wie ein elendes, verlassenes Würmchen. Ha!”
Aber er klang dabei, als würde er gerade einen Stein verschlucken.
“Danke, Yuuta-kun.” sagte Mizuki irgendwann, als sie zusammen im dunklen Kino sassen. Auf der Leinwand rauschten gerade mehrere hochgetunte Autos in eine verlassene U-Bahnstation. Mizuki langweilte sich immer bei Autoverfolgungsszenen, und dann begann er zu plappern. Yuuta hatte sich dran gewöhnt. “Nicht schlecht. Du hast was gut bei mir.”
“Ach, quatsch. Das war ... interessant. Und danke für die Kinokarte. Und tschuldigung wegen des Balletts... ich dachte echt, wir müssen die Linie 14 nehmen...”
Mizukis Mundwinkel flatterten leicht. “Macht nichts.”
“Du, Mizuki-san?” murmelte Yuuta zögerlich, als vor ihnen eine komplette Straßenkreuzung in die Luft flog, “Ich will mich nicht einmischen, echt, aber ich glaube, Atobe mag dich noch.”
Er spürte Mizuki in den Sitz nebem ihn leicht steif werden. Vielleicht streckte er sich aber auch nur. “Ich weiß.”
“Und äh ... ich glaube, du magst ihn auch noch.”
“Ich weiß.”
Mizukis Augen wirkten etwas feucht im Blitzlicht der Leinwand. Yuuta ließ die Actionszene sausen und sah ihn an.
“Aber Mizuki-san ... WARUM dann all das ... “
“Du mußt noch so viel lernen, Yuuta-kun,” erwiderte Mizuki sachte und griff in das Popcorn. “Stolz und Würde, Yuuta-kun, das ist manchmal alles, was einem bleibt.”
RUMMS.
“Argh!”
“Pscht!”
RUMPEL.
“Au! Warum ... was soll d... du tust mir weh!”
“Ich tu dir nicht weh, ich zieh an deinem Hemd!”
“Das ist nicht mein Hemd, das ist meine Brustwarz ... GAH!”
Yuuta keuchte, als Mizukis Schraubstockkralle endlich von seiner Brust abließ. Er merkte, wie sich die schmale Hüfte seines Freundes in seine eigene bohrte, während Saint Rudolphs Manager offensichtlich versuchte, ihn an der Backsteinmauer zu zerquetschten.
Nicht, dass Mizuki da irgendeine Chance gehabt hätte. Yuuta trank viel mehr Gatorade als er, und wenn er gewollt hätte, hätte er den zierlichen Knaben in einem ziemlich gediegenen Bogen in den Haufen alter Obstkisten schicken können, der sich mit ihnen in diesem stinkenden Hinterhof befand.
Dieser stinkende Hinterhof, in den sie ... WARUM noch mal abgehauen waren?!
Yuuta versuchte, seinem Ächzen einen fragenden Unterton zu geben, aber Mizuki reagierte nicht. Er lugte nur kreidebleich um die Ecke auf die sonnige, lauschige Einkaufsstraße, auf der sie eben noch so friedlich rumflaniert waren.
Es war alles so seltsam. Eben noch waren sie dabeigewesen, sich wie vollkommen durchschnittliche Teenager auf einer vollkommen durchschnittlichen Shoppingtour zu benehmen - soweit Mizuki das möglich war.
Sie waren in einem Plattenladen gewesen, und Yuuta hatte sich das neue Album von den Chilli Peppers und Mizuki sich die Enrico-Caruso-Platin-Edition gekauft.
Yuuta hatte sich ein Eis geholt und Mizuki ihm einen langen und ausschweifenden Vortrag über Ernährungstechnik gehalten und dann sein halbes Eis weggegessen.
Yuuta war friedlich mit in die Parfümerie gegangen, und dafür war Mizuki friedlich mit in den Posterladen gegangen.
Später wollten sie ins Kino und sich einen Actionfilm ansehen (Mizuki dachte noch immer, sie würden ins Ballett gehen, aber Yuuta plante, einfach im entscheidenden Moment mit ihm in die falsche Straßenbahn zu springen).
Es war nicht leicht, Mizuki dazu zu kriegen, alle Managerdinge und Pläne sausenzulassen und einfach mal einen faulen Ferientag zu verbringen, aber er war nun mal Yuutas bester Freund, und wenn es klappte, dann meistens ganz gut.
Nur hatte sich Mizuki nun plötzlich mitten beim Bummel in eine sehr kleine zarte Ausgabe des unglaublichen Hulk verwandelt, und Yuuta in einen Hinterhof gezerrt.
Mizuki-san neigte so GAR nicht zu körperlicher Gewalt ...
“Ok. Wir müssen nun ganz ruhig bleiben, ok?” zischte Mizuki hektisch, obwohl er hier wirklich die einzige Person war, die offenbar Panikzustände hätte. Die kobaltblauen Augen flackerten wild. “Wenn wir´s ordentlich anstellen, sieht er uns nicht...”
Yuuta war sofort fasziniert. Es war lange her, dass er und Mizuki mal wieder Agenten gespielt hatten und in die Duschen von Rikkaidai eingestiegen waren oder ähnliches (warum auch immer die Duschen ... ), und irgendwie vermisste er das. Und so wie Mizuki sich aufführte, kam da mindestens ein mordlüsternder Tiger die Straße runter.
“Wer ist es denn? Wer soll uns nicht sehen? Ein feindlicher Coach? Ein neues Supertalent? Oder ... “
“Mein Ex-Freund.” Mizuki sah ihn vernichtend an, als sei es eine Frechheit, dass Yuuta sowas nicht geraten hatte. “Da hinten läuft mein Ex-Freund.” Wieder reckte er den Hals, um nervös die Ecke zu inspizieren. “Und natürlich mit diesem Flittchen aus seinem Team. Tse. Sowas ... “
Die Worte “Ex-Freund” drangen nur sehr langsam in Yuutas Bewusstsein vor. “Ex-Freund” war nicht das Wort für Kumpel, mit denen man sich verkracht hatte. “Ex-Freund” war auch nicht “Ex-Freundin”. Ein “Ex-Freund” war ein Freund, mit dem man mal zusammen war und es heute nicht mehr ist, aber man WAR eben mal ...
Au mann.
Yuuta schielte Mizuki verlegen an, der zum Glück zu alarmiert war, um es zu merken.
Er hatte nie darüber nachgedacht, ob Mizuki ein Ex-Liebesleben hatte. Denn wenn er ein Ex-Liebesleben hatte, bedeutete das, dass er überhaupt so etwas wie ein Liebesleben hatte, und das war alles sehr unheimlich.
Und wer immer es war, er machte Mizuki-san total Angst. Wenn auch auf eine etwas merkwürdige Art und Weise, denn Mizuki hatte begonnen, in seinem Taschenspiegel seine Locken zu prüfen.
“Ich KANN ihm so nicht ...!” murmelte er verärgert. “Ich hab doch gesagt, über die Autobahnbrücke zu gehen ist Mist, nun hab ich diese Windfrisur ... und die 5 Kilo sind auch noch nicht run ... “
“Mizuki-san, ich dachte, er soll dich NICHT sehen?”
Mizuki klappte mit einer wütenden Geste den Taschenspiegel zu und blitzte Yuuta an, wie er es immer machte, wenn er den lebensweisen Sensei raushängen ließ.
“Yuuta-kun. Muss ich dir alles erklären? Wenn zwei Menschen sich nicht mehr ... lieben ... dann ... also weißt du, wie sage ich das ...”
Yuuta lauschte. Das Thema schien Mizuki verlegen zu machen, was dazu führte, dass er sich für Sekunden nicht mehr so schrecklich aufregte.
Mizuki fuhr sich durch die dunklen Haare, ohne auf seine Windfrisur zu achten, und einen Moment lang sah er ernsthaft traurig aus.
“Wie soll ich sagen ... wenn erst mal alles andere durch ist ... die Streitereien, die Eifersüchteleien und all das ... dann ist das letzte, was einem bleibt, seine Würde.” Er hob eine Augenbraue und schnaubte. “Siehst du, wenn eine Beziehung scheitert, ist das wie ein Schiffsuntergang. Und alle Überlebenden müssen schauen, dass sie wegkommen so gut es geht. Verstehst du?”
Yuuta dachte nach. Er fand das, was Mizuki sagte, ziemlich erstaunlich. Yuuta hatte nun kaum Plan von der Liebe, aber er hatte immer gedacht, es ginge um Vertrauen und Offenheit und ... Leidenschaft und all das. Aber ... Würde? Schiffsunglück? Eh?
“Nein,” sagte er ehrlich. “Nein, verstehe ich nicht.”
Mizuki stöhnte. “Das schlimmste, was einen passieren kann, ist das traurige, verlassene Würmchen sein, wenn es vorbei ist, verstehst du. Wenn ER mich sieht, muss ich großartig aussehen, und vergnügt sein und unbeschwert und ... schlank und frisiert. ER darf nicht denken, dass es mir mies geht. ER darf nicht denken, dass ich ihn vermisse, und dass ich mich einsam und elend fühle.”
“Fühlst du dich denn so?” fragte Yuuta erschrocken. Warum zum Henker redete Mizuki denn nicht mit ihm über sowas? Wenn Yuuta mit Aniki Stress hatte, dann war Mizuki er erste, den Yuuta anrief, um sich auszuzetern. Ok ... Aniki war nun sein Aniki und nicht sein Liebhaber oder ... irgendwas ... aber ...
Yuuta war leicht beleidigt, dass er nicht wissen durfte, dass Mizuki Ex-Freunde hatte.
Mizuki fauchte wie eine Katze und starrte Yuuta an, als habe er ihn in den Arm gebissen. “WAS? Nein, natürlich fühle ich mich nicht einsam und elend, nur weil dieser Dreckskerl irgendwie dachte er müsse sich nur noch mit mir streiten, so ein Unsinn, und ich sitze auch nicht zu Hause und höre drei mal am Tag meinen leeren Anrufbeantwortet ab, und ich fahr nicht nachts mit dem Fahrrad an seinem Haus vorbei und i - ...”
Er unterbrach sich selbst, um innig gegen die Mauer zu treten. “Verdammt!”
Yuuta fuhr zusammen. Er hatte noch nie gesehen, wie Mizuki irgendwas trat. Mizuki neigte ungewöhnlich stark zur Körperlichkeit, seit sein unbekannter Ex-Freund aufgekreuzt war. Und nun sah er ganz ohne Zweifel sehr unglücklich aus.
Und dieser Würde-Kram schien für ihn eine sehr ernste Angelegenheit zu sein.
Mizuki-san sah aus, als würde er heulen wollen. Und wenn Mizuki-san heulte, das wusste Yuuta, würde Yuuta vor Verlegenheit sterben.
“Ähm ... Mizuki-san?”
“Was?”
Yuuta hüstelte. “Ähm ... ich kann mich irren, aber ich denk, weißt du, was deinen ... Ex-Freund so wirklich sauer machen würde?”
Mizuki hörte auf, die Backsteinmauer anzustieren, und sah Yuuta an. Interesse leuchtete in den geröteten Augen auf. “Nein ... was?”
“Wenn er dich mit deinem, äh, neuen Freund bummeln sieht,” sagte Yuuta und wurde rot. “Na, wie wär das?” Er streckte Mizuki seinen Arm hin. Sowas hatte er mal in einem Historienfilm gesehen. War bei den Damen des französischen Königshauses tierisch angekommen. Er hatte immer vorgehabt, das mal zu versuchen. Nicht unbedingt bei Mizuki-san, aber irgendwo mußte man anfangen ...
Mizuki blickte kurz zwischen Yuutas Arm und seinem glühenden Gesicht hin und her, dann begann er zu strahlen.
“Yuuta-kun, das würdest du machen?”
Yuuta bemühte sich, einladend zu lächeln. Alles war besser, als Mizuki heulen zu sehen.
“Äh klar. Wir sind doch Kumpels!” Es schien ihm wichtig, das zu betonen. “Und außerdem ist es doch nur für bis ans Ende der Straße, oder?”
Mizuki strich sich ums Kinn und lächelte verschlagen. “Du hast mein Wort, Yuuta-kun. Anscheinend hast du doch was von mir gelernt.”
Sie waren beide etwas verlegen, als sich Mizuki bei Yuuta einhakte. Yuutas Gesicht brannte wie Feuer, und er konnte es kaum erwarten, im dunklen Kino zu sitzen und Bruce Willis halb Manhatten einäschern zu sehen, oder sonst was männliches.
Aber Mizuki war sein bester Freund, und wer immer dieser Arsch war, der Mizukis Herz gebrochen hatte, er hatte es nicht besser verdient.
“Bereit?” fragte Mizuki ihn, bevor sie wieder auf die Straße raustraten.
“Bereit.” sagte Yuuta.
“Denk dran,” zischte Mizuki, “Das Reden überlass mir. Du brauchst einfach nur verliebt aussehen. Du könntest meine Haare bewundern. Oh, und hier, trag du meine Einkaufstaschen, das wirkt galanter.”
Behängt mit Mizukis Papiertaschen auf der einen, Mizuki selbst auf der anderen Seite, wurde Yuuta einen Moment später die Straße runtergeschleift. Mizuki schien in seiner Rolle absolut aufzugehen. Er lief in sanften, hüpfenden Schritten neben Yuuta her und hielt ihn wie ein verliebtes Mädchen. Und strahlte, als hätte er nicht eben in einer dunklen Gasse verzweifelt eine Steinmauer getreten.
“Da kommt er!” zischte er, ohne den seligen Gesichtsausdruck zu wechseln. “Es geht los!”
Yuuta konnte ein Röcheln nicht unterdrücken.
Hätte er gewußt, wer Mizukis Ex-Freund war, hätte er ihm vielleicht doch lieber einfach zum Trost ein weiteres Eis gekauft.
Mizukis Stimme war so kalt wie ein morgendlicher Polarwind. “Atobe. Wie entzückend, dich zu sehen.”
“Ist es das, Mizuki?” sagte der hübsche Teamkapitän leise. Yuuta sah sich von einem Blick durchbohrt, der Metall zerschmolzen hätte. “Wirkte auf mich nicht so, als würdest du meinen Anblick sehr vermissen.”
Mizuki lachte schrecklich falsch, und Yuuta wünschte sich, sie wären in der Gasse geblieben.
“Nicht doch, Atobe. Ich genieße diesen wunderschönen Tag mit MEINEM NEUEN FREUND - “
Yuuta röchelte, als Mizukis Hand ihn besitzergreifend zwickte. Er tat sein bestes, verliebt auszusehen, auch wenn er gegenwärtig nur sterben wollte.
“ ... und da freut es mich zu sehen, dass es dir auch gutgeht. Du weißt doch, es liegt mir fern, anderen etwas schlechtes zu wünschen, egal was ... passiert ist.” Mizukis Stimme war der reine Zucker. Zucker mit Eis. Yuuta taten schon vom Zuhören die Zähne weh.
Yuuta bemerkte, wie Mizuki Atobes Begleitung mit dem selben Blick musterte, mit dem Atobe ihn bedachte. Bei Mizuki wirkte das nicht ganz so tödlich, aber immer noch tödlich genug.
“Oh, wie unhöflich von mir,” schnarrte Atobe in dem selbe vage vernichtenden Ton weiter, “Ich nehme an, ihr kennt euch? Mizukis, das ist Oshitari, der Tensai, aus meinem Team. Oshitari, das hier ist Mizuki. Mizuki ... spielt auch Tennis, aber du hast vielleicht noch nicht von ihm gehört.”
Mizukis Mundwinkel zuckten.
“Angenehm.”
“Angenehm.”
Yuuta fand nichts an der Sache angenehm. Er wechselte einen Blick mit Oshitari, der ähnlich gequält aussah wie er selbst. Der Tensai aus Atobes Team sah aus, als würde er hinter der Brille verstohlen Fluchtwege auschecken. Es war tröstend, dass er nicht der einzige war, der hier litt.
“Ich hab dich schon mal gesehen,” sagte Atobe nun zu Yuuta. Es hätte ziemlich freundlich geklungen, hätte Atobe ihn nicht dabei angeblitzt, als wolle er ihm die Nase brechen.
“Ich b- äh, Yuuta. Yuuta von Saint Rud...Mizukis Neuer ... der ... angenehm.”
Atobe lächelte tödlich. “Ah. Ich sehe, Mizuki, du hast einen Partner gefunden, der dir in Wortgewandtheit in nichts nachsteht.”
Yuuta knirschte mit den Zähnen. Er machte das hier alles aus reiner Nächstenliebe, also warum war ER hier nun der Trottel?
Mizukis Zähne blitzten. “Oh, Yuuta ist kein großer Redner ... er ist ein Praktiker, ein Macher und kein Blender, der nur Reden schwingt, so wie ... andere Leute.”
“Wenn du es sagst, Mizuki.” Atobes Zähne funkelten zurück. “Vom Blenden verstehst du schließlich eine Menge, nicht wahr?”
Das Gespräch geriet in eine Sackgasse, während Atobe und Mizuki sich gegenseitig nieder starrten und Yuuta erwägte, sich in einer Mülltonne zu verstecken. Aber Mizukis Hand um seinen Arm war regelrecht zur Stahlfaust geworden. Es war ziemlich schmerzhaft.
So war man also zueinander, wenn man Ex-Freund war. O mann. Yuuta würde sich nie, nie trennen, wenn er mal irgendwen finden würde.
“Also ähm ...” Schließlich scharrte Yuuta ungeduldig mit den Füßen. “Du Mizuki, wenn wir den Fil ... das Ballett noch schaffen wollen, dann müssen wir langsam ...”
“Genau, Atobe,” fiel Oshitari erleichtert ein, “Das Naturkundemuseum schließt in einer halben Stunde und wir ...”
Aber es war, als würden sie beiden gegen zwei Wände sprechen. Mizuki funkelte zu Atobe hoch und Atobe funkelte zu Mizuki runter, und alles andere schien egal zu sein.
“Du siehst gut aus, Mizuki.” sagte Atobe plötzlich. Der Ton in seiner Stimme war anders als eben. Nicht wirklich freundlicher. Ein bisschen leiser vielleicht. Aber eben anders.
Yuuta merkte, wie Mizuki an seinem Arm zusammenzuckte und fragte sich, ob der wohl nun erleichtert war, weil Atobe seine Windlocken nicht auffielen.
“Du siehst auch gut aus, Atobe.” sagte Mizuki. Er war etwas heiser.
Und Yuuta sah sie beide an und stellte fest, dass keiner von beiden wirklich gut aussah. Also, natürlich sahen sie beide gut aus, wie hübsche Knaben eben aussahen. Aber sie sahen beide aus, als würden sie nicht viel schlafen ... und ein bisschen zu viel Schokolade essen ... und ein bisschen zu oft ihre Anrufbeantworter abhören.
“Also dann.”
“Also dann.”
“Viel Spaß noch.”
“Viel Spaß noch.”
“Hast du mitgekriegt, wie er AUSSAH!?” zischte Mizuki Yuuta zu, sobald Atobe und Oshitari sich drei Meter entfernt hatten. “Wie ein elendes, verlassenes Würmchen. Ha!”
Aber er klang dabei, als würde er gerade einen Stein verschlucken.
“Danke, Yuuta-kun.” sagte Mizuki irgendwann, als sie zusammen im dunklen Kino sassen. Auf der Leinwand rauschten gerade mehrere hochgetunte Autos in eine verlassene U-Bahnstation. Mizuki langweilte sich immer bei Autoverfolgungsszenen, und dann begann er zu plappern. Yuuta hatte sich dran gewöhnt. “Nicht schlecht. Du hast was gut bei mir.”
“Ach, quatsch. Das war ... interessant. Und danke für die Kinokarte. Und tschuldigung wegen des Balletts... ich dachte echt, wir müssen die Linie 14 nehmen...”
Mizukis Mundwinkel flatterten leicht. “Macht nichts.”
“Du, Mizuki-san?” murmelte Yuuta zögerlich, als vor ihnen eine komplette Straßenkreuzung in die Luft flog, “Ich will mich nicht einmischen, echt, aber ich glaube, Atobe mag dich noch.”
Er spürte Mizuki in den Sitz nebem ihn leicht steif werden. Vielleicht streckte er sich aber auch nur. “Ich weiß.”
“Und äh ... ich glaube, du magst ihn auch noch.”
“Ich weiß.”
Mizukis Augen wirkten etwas feucht im Blitzlicht der Leinwand. Yuuta ließ die Actionszene sausen und sah ihn an.
“Aber Mizuki-san ... WARUM dann all das ... “
“Du mußt noch so viel lernen, Yuuta-kun,” erwiderte Mizuki sachte und griff in das Popcorn. “Stolz und Würde, Yuuta-kun, das ist manchmal alles, was einem bleibt.”
no subject
Date: 2007-04-12 07:49 pm (UTC)Ich liebe ja das Pairing, Ey-pairing, und ich will Yuuta eh immer nur knuddeln, aber hier - wah, wie niedlich! XDDD *alle knautsch*
Hach, Mädels, schreibt mehr zu ihnen! Ich kenne sie eigentlich nicht, aber ich liebe eure FFs dazu! *_______* *nach Diva-Pair schreit*
Nyx :3
no subject
Date: 2007-04-12 09:18 pm (UTC)Der Anfang hat mich sofort in Bann gezogen XD
Die Leute sind alle bewunderswert IC. Allein, dass Atobe das mit Yuuta nicht durchschaut hat passt nicht ganz zu ihm, aber vielleicht hat er ja geahnt und nichts gesagt...
Ein paar meiner Lieblingsstellen:
*yuuta flausch* Hoffentlich musst du das nie verstehen!
*___* Dieser Abschnitt war so süß!“
Die Stelle hat geknistert...
Normalerweise finde ich das Diva-Pair ja nicht sooo interessant, aber von dir würde ich jederzeit mehr dazu lesen ^__^
no subject
Date: 2007-04-12 11:03 pm (UTC)Ich habe gerade unglaublich Lust, einen dieser sinnlosen, fangirligen Kommentare mit vielen zusammenhanglosen Buchstabenketten zu schreiben, weil ich so verdammt begeistert bin, dass ich es doch nicht richtig in Worten ausdrücken kann. Aber davon hättest du ja nix, also versuch ich's mal.
Vorbemerkung - ich liebe Yuuta. Und ich liebe deinen Yuuta, denn er ist genauso, wie ich ihn sehe und allein diese Tatsache hab mich schon mal total ubegeistert.
Und dieser Würde-Kram schien für ihn eine sehr ernste Angelegenheit zu sein.
Ich bin so verdammt hin und weg - das ist so süß. *-* Wenn ich mir vorstelle, wie Yuuta von Mizuki einen Schnellkurs in Sachen Beziehung und Beziehungsende bekommt und dann auf einmal vor der ihm völlig neuen Erkenntnis steht, dass das Ende der Liebe wie ein Schiffbruch ist.
Und dass er sich dass eigentlich so gar nicht vorstellen kann, aber trotzdem gleich schaltet und Mizuki seine Hilfe anbietet. Awwww.... *-*
und er konnte es kaum erwarten, im dunklen Kino zu sitzen und Bruce Willis halb Manhatten einäschern zu sehen, oder sonst was männliches.
Ja, ja, ja!! Das ist sooo Yuuta. Ist ihm alles viel zu ungeheuerlich - seine Sehnsucht nach einem sehr männlichen Bruce Willis hat mich total zum Schmunzeln gebracht. Er ist so'n Kerl. ^^ Aber mit einem verdammt liebeswerten Kern, der ihn sofort als neuen schwulen Liebhaber einspringen lässt. Nya, hab ich schon gesagt, dass ich deinen Yuuta liebe? *-*
Und damit du nicht denkst, dass ich deine FF nur wegen Yuuta mochte - auch Mizuki war fanatstisch getroffen. Seine Bemühungen, vor dem Ex gut auszusehen und die Nach-Beziehungs-logik passen perfekt zu ihm. Und auch, dass sie sich beide noch wollen, aber aus Gründen von Stolz und Würde nichts in der Richtung unternehmen können, weil sie eben einfach Atobe und Mizuki sind.
Also zusammenfassend: Ich bin begeistert, werd mir das gute Stück speichern und sicher noch einige Male durchlesen.
(Bitte nicht zählen, wie oft ich diesen Smilie *-* verwendet habe. ^^;)
Oh, und noch ein paar sinnfreie Gedanken zu bestimmten Stellen:
(warum auch immer die Duschen ... )
Ich weiß warum, ich weiß warum. ♪
Aniki war nun sein Aniki und nicht sein Liebhaber
Warum eigentlich nicht? (Sorry, musste sein, ging nich anders... *duck und weg*)
no subject
Date: 2008-04-02 08:38 pm (UTC)mizuki, total zerstrubbelt und etwas fertig, steht seinem ex, der ebenfalls total zerstrubbelt und etwas fertig aussieht.
beide vollkommen davon überzeugt, dem jeweils anderen vorzugaukeln, drüber weg zu sein *seufz*
würde ist die größte hürde (<- weißheit des tages O_O)
das war so dermaßen lieb von yuuta seinem besten freund "auszuhelfen"
auch wenn er ihn nachher "unabsichtlich" ins kino geschleift hat (<- irgendwas männliches O_________o"""?)
aber stimmt schon, dafür sind freunde doch dar *immer noch ganz von der gegenüberstellung gefangen bin*
die situation war so ideal um das gefühl zu beschreiben, wie man sich fühlt, wenn man eben doch noch etwas fühlt.