22. Türchen
Dec. 22nd, 2009 10:33 pmTitel: Himmlische Ruhe
Autor:
feuerfunke
Fandom: Harry Potter
Prompt: Ein ganz klein wenig von allen dreien: # 1 "Kennen wir uns?", # 2 Missverständnisse und andere Kommunikationsprobleme, # 3 Weihnachts-Terroristen
Pairing: Severus Snape/Nymphadora Tonks
Rating: PG
Word Count: 713
Zusammenfassung: Severus bekommt unerwartet Besuch.
Disclaimer: Das Harry Potter-Universum gehört J. K. Rowling und Warner Bros. Keine Urheberrechtsverletzung ist beabsichtigt und ich verdiene kein Geld mit dem Schreiben der Story.
Severus Snape korrigierte den letzten Aufsatz der sechsten Klasse, die freien Ferientage klar vor Augen. Das war sein Weihnachtsgeschenk an sich selbst, denn nun würde er die Weihnachtsferien ganz ohne all diese Dummköpfe verbringen können.
Ganz besonders freute es ihn, unter Potters Aufsatz ein wunderschönes T schreiben zu können. Für wie blöd hielt der ihn eigentlich? Als ob ihm nicht auffallen würde, dass er seinen kompletten Aufsatz von Granger abgeschrieben hatte. Die Alleswisserin hatte ihm nun endlich einen Grund gegeben, ihr ein S zu verpassen; basierend auf ihrer Unfähigkeit, sich an die simple Regel von maximal einer Pergamentrolle pro Aufsatz zu halten. Dreieinhalb Rollen war viel zu viel und er sah gar nicht ein, soviel zu lesen.
Aufseufzend legte er die Feder beiseite und lehnte sich zufrieden zurück, um die erholsame Ruhe genießen zu können. Doch leider wurde sie schon kurze Zeit später durch ein Klopfen an seiner Bürotür unterbrochen. Mit einer sachten Handbewegung ließ er seine Bürotür aufschlagen, sodass sein Besucher erschrocken zusammenzuckte. Ein gehässiges Grinsen umspielte seine Lippen, als er den mehr als ungebetenen Gast in Gestalt von Nymphadora Tonks hereinbat.
”Guten Abend, Nymphadora. Nimm Platz. Was kann ich für dich tun?” Enthusiasmus war anders. Missmutig betrachtete er ihre knallroten Haare mit weißen Spitzen, die igelartig von ihrem Kopf abstanden.
”Dir auch einen schönen Abend, Severus. Ich wollte dich wirklich nicht lange stören, aber da ich weiß, dass du nie viele Weihnachtsgeschenke bekommst, dachte ich mir, dass ich dir etwas schenke. Also: Frohe Weihnachten,” sie strahlte ihn an und deutete auf ein recht unförmiges Päckchen, das sie kurz zuvor auf seinem Schreibtisch abgestellt hatte.
Es war wirklich schwierig, Severus Snape zu überraschen, doch Tonks hatte dies gerade zweifelsohne geschafft.
Seit sie dem Orden des Phönix beigetreten war, versuchte sie sich mit ihm anzufreunden. Und er konnte sich beim besten Willen nicht vorstellen, wieso. Jedenfalls verdiente diese Idee auch nicht mehr als ihre damalige Zaubertrank-Durchschnittsnote...
”T,” zischte er dazu nur.
”Oh, danke schön, Severus. Sehr gerne.” Sie strahlte ihn weiterhin an. Er fragte sich, ob es eigentlich wehtat, so lange freundlich auszusehen. Oder ob man dann Muskelkrämpfe bekam. Wahrscheinlich nicht. Aber er wollte in dieser Hinsicht kein Risiko eingehen.
Erst jetzt dämmerte ihm, dass ihre Antwort nicht so ganz zu seinen Gedanken passen wollte. Sie meinte doch nicht wirklich, dass er mit ihr Tee trinken wollte?
”T ist für Troll!” Selbst der größte Dummkopf musste einsehen, wie abwegig diese Idee war.
Doch auch sein gefährlicher Tonfall schien sie absolut nicht einzuschüchtern. Musste wohl am Aurorentraining liegen.
”Oh, du erwartest noch einen Troll zum Tee? Warum hast du das nicht gleich gesagt? Aber du nimmst den ganzen Völkerverständigungskram ziemlich ernst, nicht? Tee mit einem Troll? Na ja, es ist deine Entscheidung. Jedenfalls will ich dich dann nicht länger aufhalten. Du hast sicherlich noch einiges vorzubereiten,” brabbelte sie ohne Unterbrechung, ”Und vergiss nicht dein Geschenk auszupacken!”
Und schon war sie aus der Tür und verschwunden. Vielleicht hatte sie nun doch begriffen, in welch immanenter Gefahr sie sich selbst hineinmanövriert hatte.
Severus massierte sich die Schläfen. Tonks wurde von Tag zu Tag anstrengender. Wenigstens war sie weg und er hatte wieder seine Ruhe.
Misstrauisch beäugte er das Päckchen. So wie er Tonks kennen gelernt hatte, konnte der Inhalt durchaus gefährlich sein. Unbeabsichtigt. Er verdrängte die aufkommenden Bilder von Unfällen im Zaubertrankunterricht, als er die überaus große Freude gehabt hatte, sie unterrichten zu dürfen.
Vorsichtig zog er das Geschenk an sich heran und öffnete langsam das Geschenkpapier. Hervor kam eine Nikolausmütze. Knallrot und weiß. Mit spitzen Fingern hob er sie hoch und beäugte sie kritisch. Was bitte sollte er damit anfangen? Die weiße Bommel baumelte sachte vor seinem Gesicht hin und her.
Angewidert ließ er die Mütze fallen, zog seinen Zauberstab und mit einem lässigen Schlenker verwandelte er sie in einen Gryffindor-Löwen mit rotem Fell und weißer Mähne. Das Tier brüllte ihn leise an und versuchte ihn in seinen Finger zu beißen. Mit einem weiteren Schlenker wurde das Tier in die Höhe gerissen und landete zielsicher in einem Kessel mit Wasser. Zwar war jetzt die Zaubertrankbasis ruiniert, aber er fühlte sich besser. Zumindest ein wenig.
Autor:
Fandom: Harry Potter
Prompt: Ein ganz klein wenig von allen dreien: # 1 "Kennen wir uns?", # 2 Missverständnisse und andere Kommunikationsprobleme, # 3 Weihnachts-Terroristen
Pairing: Severus Snape/Nymphadora Tonks
Rating: PG
Word Count: 713
Zusammenfassung: Severus bekommt unerwartet Besuch.
Disclaimer: Das Harry Potter-Universum gehört J. K. Rowling und Warner Bros. Keine Urheberrechtsverletzung ist beabsichtigt und ich verdiene kein Geld mit dem Schreiben der Story.
Severus Snape korrigierte den letzten Aufsatz der sechsten Klasse, die freien Ferientage klar vor Augen. Das war sein Weihnachtsgeschenk an sich selbst, denn nun würde er die Weihnachtsferien ganz ohne all diese Dummköpfe verbringen können.
Ganz besonders freute es ihn, unter Potters Aufsatz ein wunderschönes T schreiben zu können. Für wie blöd hielt der ihn eigentlich? Als ob ihm nicht auffallen würde, dass er seinen kompletten Aufsatz von Granger abgeschrieben hatte. Die Alleswisserin hatte ihm nun endlich einen Grund gegeben, ihr ein S zu verpassen; basierend auf ihrer Unfähigkeit, sich an die simple Regel von maximal einer Pergamentrolle pro Aufsatz zu halten. Dreieinhalb Rollen war viel zu viel und er sah gar nicht ein, soviel zu lesen.
Aufseufzend legte er die Feder beiseite und lehnte sich zufrieden zurück, um die erholsame Ruhe genießen zu können. Doch leider wurde sie schon kurze Zeit später durch ein Klopfen an seiner Bürotür unterbrochen. Mit einer sachten Handbewegung ließ er seine Bürotür aufschlagen, sodass sein Besucher erschrocken zusammenzuckte. Ein gehässiges Grinsen umspielte seine Lippen, als er den mehr als ungebetenen Gast in Gestalt von Nymphadora Tonks hereinbat.
”Guten Abend, Nymphadora. Nimm Platz. Was kann ich für dich tun?” Enthusiasmus war anders. Missmutig betrachtete er ihre knallroten Haare mit weißen Spitzen, die igelartig von ihrem Kopf abstanden.
”Dir auch einen schönen Abend, Severus. Ich wollte dich wirklich nicht lange stören, aber da ich weiß, dass du nie viele Weihnachtsgeschenke bekommst, dachte ich mir, dass ich dir etwas schenke. Also: Frohe Weihnachten,” sie strahlte ihn an und deutete auf ein recht unförmiges Päckchen, das sie kurz zuvor auf seinem Schreibtisch abgestellt hatte.
Es war wirklich schwierig, Severus Snape zu überraschen, doch Tonks hatte dies gerade zweifelsohne geschafft.
Seit sie dem Orden des Phönix beigetreten war, versuchte sie sich mit ihm anzufreunden. Und er konnte sich beim besten Willen nicht vorstellen, wieso. Jedenfalls verdiente diese Idee auch nicht mehr als ihre damalige Zaubertrank-Durchschnittsnote...
”T,” zischte er dazu nur.
”Oh, danke schön, Severus. Sehr gerne.” Sie strahlte ihn weiterhin an. Er fragte sich, ob es eigentlich wehtat, so lange freundlich auszusehen. Oder ob man dann Muskelkrämpfe bekam. Wahrscheinlich nicht. Aber er wollte in dieser Hinsicht kein Risiko eingehen.
Erst jetzt dämmerte ihm, dass ihre Antwort nicht so ganz zu seinen Gedanken passen wollte. Sie meinte doch nicht wirklich, dass er mit ihr Tee trinken wollte?
”T ist für Troll!” Selbst der größte Dummkopf musste einsehen, wie abwegig diese Idee war.
Doch auch sein gefährlicher Tonfall schien sie absolut nicht einzuschüchtern. Musste wohl am Aurorentraining liegen.
”Oh, du erwartest noch einen Troll zum Tee? Warum hast du das nicht gleich gesagt? Aber du nimmst den ganzen Völkerverständigungskram ziemlich ernst, nicht? Tee mit einem Troll? Na ja, es ist deine Entscheidung. Jedenfalls will ich dich dann nicht länger aufhalten. Du hast sicherlich noch einiges vorzubereiten,” brabbelte sie ohne Unterbrechung, ”Und vergiss nicht dein Geschenk auszupacken!”
Und schon war sie aus der Tür und verschwunden. Vielleicht hatte sie nun doch begriffen, in welch immanenter Gefahr sie sich selbst hineinmanövriert hatte.
Severus massierte sich die Schläfen. Tonks wurde von Tag zu Tag anstrengender. Wenigstens war sie weg und er hatte wieder seine Ruhe.
Misstrauisch beäugte er das Päckchen. So wie er Tonks kennen gelernt hatte, konnte der Inhalt durchaus gefährlich sein. Unbeabsichtigt. Er verdrängte die aufkommenden Bilder von Unfällen im Zaubertrankunterricht, als er die überaus große Freude gehabt hatte, sie unterrichten zu dürfen.
Vorsichtig zog er das Geschenk an sich heran und öffnete langsam das Geschenkpapier. Hervor kam eine Nikolausmütze. Knallrot und weiß. Mit spitzen Fingern hob er sie hoch und beäugte sie kritisch. Was bitte sollte er damit anfangen? Die weiße Bommel baumelte sachte vor seinem Gesicht hin und her.
Angewidert ließ er die Mütze fallen, zog seinen Zauberstab und mit einem lässigen Schlenker verwandelte er sie in einen Gryffindor-Löwen mit rotem Fell und weißer Mähne. Das Tier brüllte ihn leise an und versuchte ihn in seinen Finger zu beißen. Mit einem weiteren Schlenker wurde das Tier in die Höhe gerissen und landete zielsicher in einem Kessel mit Wasser. Zwar war jetzt die Zaubertrankbasis ruiniert, aber er fühlte sich besser. Zumindest ein wenig.
no subject
Date: 2009-12-23 02:27 pm (UTC)