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[personal profile] der_jemand posting in [community profile] 120_minuten
Fandom: ...Mein Autorinnen-Original.
Challenge: Freitag der 13.
Warnungen: Galgenhumor oder sowas ähnliches?
Wörter: 356
Charaktere: Eine Autorin und ihre Nachbarin.
A/N: Fragt.Mich.Nicht.


Sie mochte Freitage, speziell, wenn sie auf den dreizehnten fielen. Irgendwie machte ihr der Gedanke, dass die Hälfte der Bevölkerung vierundzwanzig Stunden lang vollkommen am Rad drehte, in der Annahme, im nächsten Moment würde ein UFO landen, Aliens rausspringen und die ganze Stadt in Schutt und Asche legen – oder ähnlich hochgradig dramatische und mindestens ebenso wahrscheinliche Dinge -, einen Heidenspaß.

Das war lustig, wirklich. Und das war wahrscheinlich auch der einzige Grund für ihre ekelerregend gute Laune.

Sie hatte Musik aufgedreht, irgendein beschissen fröhliches Lied, tanzte dazu durch die Wohnung und kippte ein bisschen zu viel Fischfutter ins Aquarium.

Es war Mai, später Vormittag, die Sonne schien durch die viel zu großen, vorhangslosen Fenster ihrer Wohnung und ihre Nachbarin saß auf dem Sofa und hielt sich an einem Kissen fest.

„Ehrlich, ich begreife nicht, wieso du so fröhlich sein kannst...“

Sie grinste. „Und ich begreife nicht, wie du dir so eine Panik machen kannst... Das ist doch alles Schwachsinn.“

Die Frau Anfang Vierzig schüttelte den Kopf. „Letztes Mal hat sich Kai den Arm gebrochen“, erklärte sie.

„Und deshalb durfte er die Mathearbeit nachschreiben, hatte eine Woche länger zum Lernen und hat eine Zwei geschrieben.“ Sie kannte die Geschichte. „Christine, es ist ein vollkommen normaler Tag. Nein, besser, es ist Freitag. Wochenende!“

„Aber vor zwei Jahren hatten wir den Wasserrohrbruch...“

„Okay. Eingeräumt. Das entspricht Murphy. – So was muss einfach an einem Freitagnachmittag passieren.“

Christine strahlte triumphierend. „Siehst du?“

„Das hätte an jedem verdammten Freitag passieren können.“ Sie tauchte den Finger ins Aquarium und grinste, als ihre Mollys neugierig angeschwommen kamen und versuchten, ihn zu fressen.

„A-aber, das kann doch kein Zufall sein!“

„Doch. Kann es.“

Christine schüttelte wieder entschieden den Kopf. „Ist dir an einem Freitag den Dreizehnten denn noch nie irgendwas schlimmes passiert?“

Für einen Moment musste sie nachdenken. „Warte...“

Als sie sieben gewesen war, war ihre Katze an einem verschwunden.

Sie war an einem Freitag den Dreizehnten in dieses Auto gelaufen.

Bei ihrer Schwester war am 13. Januar Brustkrebs diagnostiziert worden.

Heute war die Deadline für den Roman, der grade mal vierunddreißig Seiten hatte.

„Hm. Ja. Doch. Ilja hat mir an einem den Heiratsantrag gemacht.“




Fandom: Ouran High School Host Club
Challenge: Würde
Warnungen: Uh... Shounen Ai? Und mal wieder OOC-Tamaki. Ich krieg's einfach nicht hin.
Wörter: 650
Pairing: Kyouya x Tamaki
A/N: Und dann noch ein bisschen was positives.


Ootori Kyouya gefiel sich durchaus in seiner Rolle als kalter, professioneller, ernster junger Mann. Das war weitaus mehr als bloß ein Image. Das war er.

Und genau das war der Grund dafür, dass er sich selbst nicht mehr verstand. Irgendwas war in den letzten Wochen vollkommen schief gelaufen und... es fühlte sich nicht annäherungsweise so schlimm an, wie es das sollte.

Er blätterte durch sein Notizbuch, das in letzter Zeit immer wieder Einträge unter dem Titel „Kyouya“ hatte. Und alle waren sie nichts weiter als eine Dokumentation des langsamen, qualvollen Prozesses, in dem er seinen Verstand verlor. Und seine Würde. – Er war sich wirklich nicht sicher, was er schlimmer fand, er hing an beidem.

Wenn er das richtig überblickte, hatte es alles begonnen, als er sich zum ersten Mal seit dem Ende ihre Schulzeit mit Tamaki getroffen hatte. – Schon allein dieses Treffen war merkwürdig gewesen. Klar, Kyouya hatte nur zugesagt, weil ihm täglich drei Anrufe von Tamaki ziemlich auf die Nerven gingen, aber irgendwie, ganz am Rande, hatte er auch einräumen müssen, dass er... den anderen vermisst hatte.
Wobei „vermisst“ hoffentlich nicht das richtige Wort war.

Und von da an war alles den Bach runtergegangen, Kyouya war nicht mehr Herr über seine Handlungen und Gedankengänge gewesen und immer wieder hatte er sich dabei erwischt, wie er an die blonde Nervensäge dachte und schließlich auch dabei, wie er einem erneuten Treffen in diesem scheußlichen pseudo-französischen Café zusagte.

Wirklich schlimm war die ganze Sache geworden, als Tamaki dort an dem kleinen Tisch seine Hände gegriffen (wobei er seine Kaffeetasse umgestoßen hatte, worüber er selbstverständlich hinwegging) und so merkwürdig gelächelt hatte.

„Du fehlst mir, Kyouya... Weißt du, ohne dich ist mein Leben so... leer. Es ist als hätte würde man sich einen Regenbogen in Schwarz-Weiß ansehen...“

„Das ist kitschig, Tamaki.“

„Ja, und?“


An das, was dann passiert war, erinnerte Kyouya sich nur ungern. Er war weggelaufen. Vor Tamaki. Und es hatte absolut nichts gebracht. Irgendwann hatte er doch bei ihm vor der Haustür gestanden, natürlich hatte Fuyumi ihn reingelassen, und dann... war irgendwas passiert und Tamaki hatte ihn geküsst und ihm gesagt, dass er den Rest seines Lebens mit ihm verbringen wollte.

„Keine Beziehung hält ein ganzes Leben, Tamaki.“

„Manche doch!“

„Von mir aus. Aber es ist unglaublich unwahrscheinlich.“

„Versuchen kann man es trotzdem.“

„Ja.“


Kyouya hatte einfach „ja“ gesagt und das war es gewesen. „Ja“!

Das war absolut nicht professionell. Im Grunde war es sogar grob fahrlässig. – Zwar war er nicht der Älteste und damit nicht verpflichtet, den Familiennamen weiterzugeben, aber Tamaki schon. Und außerdem würde ihn eine Beziehung zu einem Mann nicht unbedingt beliebter bei seinen Geschäftspartnern machen.

Und alles, was da sonst noch gewesen war, emotionale Kälte, Ernsthaftigkeit... Nun, Tamaki absorbierte solche Dinge ganz einfach. Zerschlug sie mit einem einfach Grinsen und einem dahingehauchten „Kyouya... Können wir nicht in den Zoo gehen?“.

Und Kyouya konnte nichts tun, als dabei zuzusehen, wie sich sein Verstand und seine Würde verabschiedeten, sobald er einen Blick aus den violetten Augen auffing oder sich die Zimmertür hinter ihnen schloss, und er beobachtete es mit wachsendem Entsetzen.

Dagegen musste etwas getan werden, wenn er nicht irgendwann in einer familieneigenen psychiatrischen Klink enden wollte.

Zu allem entschlossen klappte er das Notizbuch zu und drehte sich wieder zu seinem ...Freund um, der sich auf dem Bett ausgestreckt hatte.

„Kyouya, bist du endlich fertig? Mir ist langweilig.“

„Dann solltest du etwas unternehmen, Tamaki.“ Das war schon mal gut. Das war höflich, aber kalt und immerhin ein bisschen abweisend.

„Ja... Wir könnten eine Wasserschlacht im Garten machen!“

„Nein, Tamaki.“

Ihn traf ein Blick aus violetten, wässrigen Augen. Eine blonde Strähne rutschte Tamaki in die Stirn. „Bitte...“

Kyouya grinste. Wenn er wollte, konnte er dem anderen durchaus widerstehen... „Von mir aus.“ Das lief doch... Moment, was hatte er gesagt?

Tamaki warf sich in seine Arme und hauchte ihm einen Kuss auf die Lippen. „Ich liebe dich.“

Kyouya seufzte. „Ich dich auch...“

Date: 2007-04-12 07:56 pm (UTC)
From: [identity profile] funky-mina.livejournal.com
OMK, ich LIIIEBE deine Autorinnen-Original-Sachen!! Gott, ich liebe diese Frau und würde ihr auch einen Heiratsantrag machen. *hust* Vielleicht nicht morgen, aber vielleicht Samstag. ;D
Nein, wirklich, allein diese geradezu zynische Lebensweise, die du in ihr darstellst, ist so herrlich und böse und toll und einfach nur cool. Hach, ich wiederhole mich nur.
MEHR! *_*

Nyx :3

Date: 2007-04-18 10:45 am (UTC)
From: [identity profile] rei17.livejournal.com
Awwww ... so so süß! *_*
*grade Lust auf Kyouya/Tamaki hatte und du das jetzt bestens befriedigt hast*
Kyouya ist so eine geile, steife Brezel und natürlich ist Tamaki die Sonne seines Alltags und der Siberstreifen am Horizont und der Kaugummi unter seiner Schuhsohle und sie MÜSSEN sich einfach heiraten, damit Mami und Papi nicht länger in wilder Ehe leben. ^_^
(Gehts dir auch so, dass Kyouya immer nur knutschen willst, wenn er mit diesem fiesen Grinsen seine Brille dezent nach oben schiebt? *love*)

~ Rei ~

Date: 2008-04-02 08:31 pm (UTC)
From: [identity profile] ina-chan0808.livejournal.com
der große kyouya und wegrennen...
ich wusste zwar schon, dass tama-chan einiges fertigbringt und kyouya oft aus der fassung...aber zum wegrennen ist er nun doch nicht ^^?
kitschig, ja das ist es wohl. aber so pink kennen wir unsere ouran jungs eben.
ziemlich klebrig süß, und irgendwie schräg, dass sich kyo-chan umwerben lässt, wie die prinzessin im eispalast ^-^ (eine neue für tamaki O_o und seinen hime-fimmel)

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