17. Türchen - Eishölle des Glücks
Dec. 17th, 2009 11:04 pmAutor:
silverslice
Fandom: Original
Challenges: Glück kann man kalkulieren; "Darum!"
Charaktere: Jessica, Lucy und Sam
Wörter: 618
Warnungen: /
Kommentar: Argh! Viel zuspät... und nicht weihnachtlich... nur irgendwie... kalt. Und eigentlich sind meine Lieblinge viel interessanter, als sie hier rüberkommen >.<
„Es ist eiskalt hier“, stellte Jessica fest als sie die Wohnung ihrer besten Freundin betrat und weigerte sich deshalb Mantel, Schal und Mütze abzulegen. Sie sah sich im Wohnzimmer um und wunderte sich, dass sich noch keine Eiszapfen am inneren Rand des Fensters gebildet hatten. Auf dem Tisch stand eine dampfende Kanne Tee und ansonsten war alles wie immer. Ein bisschen verrückt und ein bisschen zu voll gestopft. Und jetzt auch noch der ganze Weihnachtsdeko- Kram. Aber kein Heizlüfter war zu sehen. Wenigstens lagen mehrere knallbunte und gemusterte Decken auf der Couch.
„Die Heizung ist seit heute Morgen kaputt.“
„Und warum bestellst du mich dann in diese Eishölle, anstatt zu mir zu kommen?“
„Ich muss eh gleich los“, erklärte Lucy und schnürte schnell ihre schwarzen Winterstiefel zu.
Jessica ließ sich auf die Couch fallen und wickelte sich in mehrere Decken ein, „Was?“
„Ja, ich hab etwas wichtiges vergessen“, meinte sie wieder und suchte nach ihrer Lieblingstasche.
„Aber, warum?“, fragte Jessica noch mal und zog die Decke etwas fester um sich. Vor ihren Lippen konnte sie sehen, wie ihr Atem in der Luft kondensierte und wieder verschwand. Ganz so, wie der Dampf des Tees sich irgendwann in der Luft verlor. Lucy stand breits an der Tür als es klingelte und hatte die Hand bereits auf der Klinke. Sie drehte sich allerdings noch einmal zu Jessica um, bevor sie öffnete und lächelte vielsagend, „Darum!“
Und dann stand er da. Samuel, Lucys großer Bruder. In einer schwarzen Lederjacke und mit einer dieser verrückten Pelzmützen auf dem Kopf, war er jetzt gerade der Letzte, den Jessica erwartet hätte. Breit grinsend und ein Manuskript hochhaltend, stürmte er schließlich in die kleine Wohnung, während Lucy an ihm vorbei huschte, und die Tür hinter sich zu fallen ließ. Sam stand nun verwirrt im Raum und Jessica saß leicht verstört auf der Couch. „Ähm…?“
„Sie hat vergessen, dass sie noch weg muss.“
„Wohin wollte sie denn jetzt plötzlich? Vorhin hat sie mir noch angeboten, dass wir uns heute sehen können…“, Sam steuerte auf die Couch zu und ließ sich dann darauf fallen, „Und warum ist es hier so verdammt kalt?“
Jessica seufzte, „Ich weiß nicht, wohin genau sie wollte und die Heizung ist kaputt.“ Etwas unruhig rutschte sie auf der Couch weiter in die Kissen hinein, diese Situation war einfach seltsam. Sie hatte Sam ewig nicht mehr gesehen, obwohl sie früher ständig zusammen gewesen waren.
„Was hast du da in der Hand?“
Sofort wich der frustrierte Ausdruck auf Sams Gesicht einem breiten Grinsen: „Das ist das Drehbuch! Ich hab’ die Rolle bekommen!“ Jessica lächelte und konnte für einen kleinen Moment nicht wegsehen, als sie Sams Augen so strahlen sah. „Eigentlich wollte Lucy mit mir meinen Text lernen…“
„Warum machst du das nicht mit Alicia?“, fragte Jessica und hätte sich im nächsten Moment am liebsten auf die Zunge beißen wollen.
Sein Grinsen verwandelte sich in ein Lächeln, als er auf das Textbuch hinunter sah, „Dafür hat sie nicht wirklich etwas übrig.“
Eine Weile war es still zwischen ihnen, bis Jessica wieder etwas näher an ihn heranrutschte. Sie griff nach dem Buch in seinen Händen und nahm es ihm ohne Gegenwehr ab. „Wenn du willst, helfe ich dir.“
Sam sah sie einfach einen Augenblick lang an und schnappte sich ebenfalls eine Decke. „Also, es geht um die Geschichte eines jungen Paares, es ist kurz vor Weihnachten und eigentlich sind die beiden noch gar kein Paar… Ich spiele die männliche Hauptrolle…“ Und während Jessica ihm so zuhörte, dachte sie daran, dass sie gerade die weibliche Hauptrolle in Lucys neustem Theaterstück spielte. Vielleicht wollte ihr Lucy aber auch einfach nur beweisen, dass sich Glück doch kalkulieren ließ. Seit sie nämlich mit diesem Physiker zusammen arbeitete, musste irgendwie alles in lösbare Formeln gepresst werden.
Fandom: Original
Challenges: Glück kann man kalkulieren; "Darum!"
Charaktere: Jessica, Lucy und Sam
Wörter: 618
Warnungen: /
Kommentar: Argh! Viel zuspät... und nicht weihnachtlich... nur irgendwie... kalt. Und eigentlich sind meine Lieblinge viel interessanter, als sie hier rüberkommen >.<
„Es ist eiskalt hier“, stellte Jessica fest als sie die Wohnung ihrer besten Freundin betrat und weigerte sich deshalb Mantel, Schal und Mütze abzulegen. Sie sah sich im Wohnzimmer um und wunderte sich, dass sich noch keine Eiszapfen am inneren Rand des Fensters gebildet hatten. Auf dem Tisch stand eine dampfende Kanne Tee und ansonsten war alles wie immer. Ein bisschen verrückt und ein bisschen zu voll gestopft. Und jetzt auch noch der ganze Weihnachtsdeko- Kram. Aber kein Heizlüfter war zu sehen. Wenigstens lagen mehrere knallbunte und gemusterte Decken auf der Couch.
„Die Heizung ist seit heute Morgen kaputt.“
„Und warum bestellst du mich dann in diese Eishölle, anstatt zu mir zu kommen?“
„Ich muss eh gleich los“, erklärte Lucy und schnürte schnell ihre schwarzen Winterstiefel zu.
Jessica ließ sich auf die Couch fallen und wickelte sich in mehrere Decken ein, „Was?“
„Ja, ich hab etwas wichtiges vergessen“, meinte sie wieder und suchte nach ihrer Lieblingstasche.
„Aber, warum?“, fragte Jessica noch mal und zog die Decke etwas fester um sich. Vor ihren Lippen konnte sie sehen, wie ihr Atem in der Luft kondensierte und wieder verschwand. Ganz so, wie der Dampf des Tees sich irgendwann in der Luft verlor. Lucy stand breits an der Tür als es klingelte und hatte die Hand bereits auf der Klinke. Sie drehte sich allerdings noch einmal zu Jessica um, bevor sie öffnete und lächelte vielsagend, „Darum!“
Und dann stand er da. Samuel, Lucys großer Bruder. In einer schwarzen Lederjacke und mit einer dieser verrückten Pelzmützen auf dem Kopf, war er jetzt gerade der Letzte, den Jessica erwartet hätte. Breit grinsend und ein Manuskript hochhaltend, stürmte er schließlich in die kleine Wohnung, während Lucy an ihm vorbei huschte, und die Tür hinter sich zu fallen ließ. Sam stand nun verwirrt im Raum und Jessica saß leicht verstört auf der Couch. „Ähm…?“
„Sie hat vergessen, dass sie noch weg muss.“
„Wohin wollte sie denn jetzt plötzlich? Vorhin hat sie mir noch angeboten, dass wir uns heute sehen können…“, Sam steuerte auf die Couch zu und ließ sich dann darauf fallen, „Und warum ist es hier so verdammt kalt?“
Jessica seufzte, „Ich weiß nicht, wohin genau sie wollte und die Heizung ist kaputt.“ Etwas unruhig rutschte sie auf der Couch weiter in die Kissen hinein, diese Situation war einfach seltsam. Sie hatte Sam ewig nicht mehr gesehen, obwohl sie früher ständig zusammen gewesen waren.
„Was hast du da in der Hand?“
Sofort wich der frustrierte Ausdruck auf Sams Gesicht einem breiten Grinsen: „Das ist das Drehbuch! Ich hab’ die Rolle bekommen!“ Jessica lächelte und konnte für einen kleinen Moment nicht wegsehen, als sie Sams Augen so strahlen sah. „Eigentlich wollte Lucy mit mir meinen Text lernen…“
„Warum machst du das nicht mit Alicia?“, fragte Jessica und hätte sich im nächsten Moment am liebsten auf die Zunge beißen wollen.
Sein Grinsen verwandelte sich in ein Lächeln, als er auf das Textbuch hinunter sah, „Dafür hat sie nicht wirklich etwas übrig.“
Eine Weile war es still zwischen ihnen, bis Jessica wieder etwas näher an ihn heranrutschte. Sie griff nach dem Buch in seinen Händen und nahm es ihm ohne Gegenwehr ab. „Wenn du willst, helfe ich dir.“
Sam sah sie einfach einen Augenblick lang an und schnappte sich ebenfalls eine Decke. „Also, es geht um die Geschichte eines jungen Paares, es ist kurz vor Weihnachten und eigentlich sind die beiden noch gar kein Paar… Ich spiele die männliche Hauptrolle…“ Und während Jessica ihm so zuhörte, dachte sie daran, dass sie gerade die weibliche Hauptrolle in Lucys neustem Theaterstück spielte. Vielleicht wollte ihr Lucy aber auch einfach nur beweisen, dass sich Glück doch kalkulieren ließ. Seit sie nämlich mit diesem Physiker zusammen arbeitete, musste irgendwie alles in lösbare Formeln gepresst werden.