Titel: Plätzchen backen mit Kindern
Challenges: #3 Plätzchenbacken unter erschwerten Bedingungen
Fandom: Original
Charaktere: Frances, Angela, Susie
Wörter: 1336
„Ich will Schokokekse backen“, schrie Susie.
„Ich will aber Engelsaugen“, brüllte Angela zurück.
Frances lehnte am Küchentisch und hielt sich ihre Hand an die Stirn. Das waren sie also, ihre Gaben Gottes, ihre fünf und sieben Jahre alten Töchter. Kurz vor Weihnachten hatte sie es für eine gute Idee gehalten die Kekse, die sie zum Fest immer verschenkte, dieses Jahr mit ihren geliebten Kindern zu backen, da sie sicherlich Spaß daran hätten. Wer hätte gedacht, dass es schon während der Vorbereitungen zu einem kleinen Küchen-Vietnam werden würde?
„Wir machen Zimtsterne, Marzipanplätzchen und bei der dritten Sorte müsst ihr euch einigen“, sagte Frances müde. „Vier Sorten Kekse sind einfach zu viel.“
„Dann will ich Butterplätzchen“, rief Susie, und Angela antgegnete lautstark: „Die will ich aber nicht! Ich will Schwarz-Weiß-Kekse!“
Frances verspürte den starken Drang ihren Kopf auf die Tischplatte zu hämmern, bis eines von beiden nachgab.
Die beiden Mädchen stritten sich und wurden immer lauter, bis Frances irgendwann mit der Faust auf den Tisch schlug.
„Mir reicht's langsam. Wir machen jetzt noch Knusperhäufchen und fertig. Ich habe keine Lust auf eure ewigen Streitereien. Könnt ihr euch denn nicht einmal vertragen?“
Susie und Angela murrten, mussten sich aber mit den Knusperhäufchen zufrieden geben.
Frances holte Mehl, Zucker, Butter und alles andere aus dem Schrank.
„Wir fangen mit den Marzipanplätzchen an“, sagte sie und begann alle Zutaten abzumessen und in eine Rührschüssel zu füllen.
Susie zerrte an ihrem Arm. „Darf ich umrühren, Mommy? Bitte, bitte?“
„Nein, ich will das machen“, plärrte Angela.
Frances seufzte und sagte: „Susie hat zuerst gefragt. Angela, du darfst beim nächsten mal rühren.“
„Och, Mommy, bitte!“ Ihre ältere Tochter wollte noch nicht aufgeben. „Ich will es aber so gern.“ Sie griff schon nach dem Holzlöffel.
„Aber Mommy hat gesagt, dass ich es machen darf. Du darfst nicht!“ Susie riss den Löffel an sich, aber Angela wollte einfach nicht loslassen.
„Seid vorsichtig, sonst fällt noch etwas run....“ Frances kam gar nicht dazu den Satz zuende zu bringen, da hatten die Mädchen schon die Schüssel vom Tisch gestoßen.
„Na toll, sieh mal, was du gemacht hast“, schimpfte Susie ihre ältere Schwester aus.
„Nein, das war ich nicht, sondern du!“
Frances versuchte das Geplärre möglichst zu ignorieren. Sie hob die Schüssel auf. Fast ihr ganzer Inhalt hatte sich über den Küchenboden verteilt. Na klasse. Sie wischte auf und mischte einen neuen Keksteig zusammen.
„Und diesmal lässt du Susie rühren. Du bist beim nächsten Teig dran“, ermahnte sie ihre Ältere.
Susie tat eifrig ihre Arbeit, dann durften die Kinder mit Esslöffeln kleine Keksteighäufchen auf das Backblech, das Frances schon vorbereitet hatte, klacksen lassen.
„Jetzt kommt's in den Ofen. Das dauert ein bisschen. In der Zwischenzeit machen wir alles sauber und fangen dann mit den Knusperhäufchen an.“
Frances spülte, wischte, und die beiden Mädchen trockneten alles gewissenhaft ab.
Dann wurde Schokolade langsam auf dem Herd erhitzt.
„Ich will das machen!“
„Nein, Angela, das ist zu heiß. Lass Mommy das machen.“
„Darf ich das dann machen?“
„Nein, Suze, du auch nicht.“
Als die Schokolade geschmolzen war durften die Mädchen Cornflakes hineinschütten und Angela streckte ihrer Schwester hämisch grinsend die Zunge raus, als sie umrühren durfte und die Kleinere nicht.
„Mommy, Angela ärgert mich. Sie hat mir die Zunge rausgestreckt!“
„Angela, lass das sein.“
„Mom, wie lange brauchen die Plätzchen im Ofen noch?“
„Noch ein bisschen.“
Warum waren Kinder nur so anstrengend?
Die Knusperhäufchen wurden, wie die Marzipanplätzchen, in Häufchen, wie der Name eben schon sagte, auf Backpapier gesetzt und zum Abkühlen zur Seite gestellt.
Frances spülte wieder, um alles für die Zimststerne sauber zu haben. Als sie gerade fertig war klingelte im Wohnzimmer das Telefon.
„Ich geh eben ran. Macht bloß keinen Blödsinn“, ermahnte sie ihre beiden „Engelchen“.
Sie eilte zum Telefon und hob ab.
„Hallo?“
„Hallo, Schatz, hier ist deine Mutter.“
Na großartig.
„Ich wollte nur mal hören wie es euch geht.“
„Wunderbar, Mom, einfach wunderbar.“
In der Küche schepperte es.
„Mom, ich habe jetzt gerade gar keine Zeit. Ich muss...“
„Weißt du, wen ich heute beim Einkaufen getroffen habe?“
„Mom, bitte. Ich habe da jetzt wirklich keine Zeit fü...“
Aus der Küche kam ein Schrei.
„Unsere alte Nachbarin. Du weißt doch, die vor drei Jahren weggezogen ist. Sie hat erzählt, sie hat sich mit ihrem Mann wieder eine Wohnung hier in der Nähe gemietet.“
„Das ist schön, Mom, wirklich.“
Die Schreie aus der Küche wurden lauter.
„Ja, sie hat gesagt, dass sie die Gegend hier s sehr vermisst hat, und dass sie wieder zurück wollte. Und da ihr Mann ja nun in Pension ist...“
In der Küche polterte es.
„Mom, ich hab jetzt wirklich keine Zeit. Ich ruf dich an.“
Frances legte auf und eilte in die Küche.Einige Backutensilien lagen unter dem Tisch, ein Stuhl war umgekippt... und eine weiße Mehlwolke waberte durch die Luft. Ihre Kinder sahen aus, als hätten sie sich in Mehl gewälzt.
„Das war Susie“, petzte Angela.
„Nein, das war Angela“, schrie Susie.
Frances war am Ende ihrer Geduld.
„Raus mit euch“, schimpfte sie. „Das war's mit Plätzchen backen für euch. Ab in euer Zimmer!“
„Aber Mommy!“
„Ich hab doch gar nichts gemacht, Angela hat angefangen!“
„Hab ich nicht!“
„Hast du wohl!“
„Raus hier, alle beide! Ich will euch heute in der Küche nicht mehr sehen. Verschwindet jetzt!“
Immer noch streitend und sich gegenseitig schubsend trotteten die beiden Mädchen hinaus. Frances interessierte es herzlich wenig, ob sie wirklich in ihr Zimmer gingen. Hauptsache, sie hatte erst einmal Ruhe vor ihnen.
Sie machte sich an die mühselige Arbeit das ganze Mehl aufzufegen. Was für eine Geldverschwendung.
Als sie endlich fertig war schaute sie kurz nach den Marzipanplätzchen. Gut, nur noch ein paar Minuten.
Sie mischte nun die Zutaten für die Zimtsterne zusammen. Sie wollte den Teig gerade ausrollen, als ein markerschüttender Schrei erklang, gefolgt von einem Klirren.
Frances schlug sich mit der Hand an die Stirn und überlegte sich, ob es wohl legal wäre seine Kinder mit Sedativa zuzudröhnen.
Genervt folgte sie dem Gekreische und fand ihre weinenden Töchter im Flur neben dem zerbrochenen Garderobenspiegel.
„Das war Angela“, jammerte die Kleine.
„Aber nur, weil Susie mich geschubst hat“, jammerte Angela.
„Ich will das gar nicht hören.“ Frances zog die beiden von den Scherben weg.
„Ihr geht da nicht ran, ich will nicht, dass sich eine von euch schneidet. Geht in euer Zimmer.“
„Aber Mommy...“
„Jetzt aber ab mit euch.“
Seufzend holte Frances Handfeger und Schaufel und beseitigte die Reste ihres teuren Spiegels. Das war noch ein Stück von ihrer Großmutter. Aber man sollte wahrscheinlich nicht zu sehr an irgendwelchen Gegenständen hängen, wenn man Kinder hatte.
Sie war kaum fertig, als das Geschrei schon wieder anfing und Susie angelaufen kam.
„Mommy, Angela hat mich gekniffen, dabei hab ich gar nichts gemacht.“
Angela, lass deine Schwester in Ruhe“, rief Frances in Richtung des Kinderzimmers.
Susie hielt ihrer Mutter ihren Arm hin.
„Schau mal, da hat sie's gemacht. Es tut wirklich ganz doll weh.“ Sie schaffte es sogar eine Träne abzudrücken. Wieso mussten kleine Mädchen sich gegenseitig immer anschwärzen?
Frances küsste den Arm ihrer Kleinen und pustete ihn gesund.
„Mommy, guck mal, da ist Rauch!“
Die Plätzchen!
Frances ließ ihre Tochter stehen und hastete in die Küche. Alles war voller Qualm und stank nach Verbranntem. Sie riss die Fenster auf und öffnete den Ofen.
„Die sind ja alle verbrannt“, stellte Angela betrübt fest, die herbeigeeilt war, um das Spektakel ja nicht zu verpassen.
Frances hatte genug. Sie schaltete den Ofen aus und schob ihre Töchter in den Flur.
„Zieht euch an, wir gehen raus.“
Sie hatte keinen Nerv mehr auf Plätzchen backen. Dieses Jahr würde sie welche kaufen. Sollen sich die Verwandten doch beschweren. Es war ihr egal, sie hatte kleine Kinder. Wer die hat, erträgt auch alles andere.
Challenges: #3 Plätzchenbacken unter erschwerten Bedingungen
Fandom: Original
Charaktere: Frances, Angela, Susie
Wörter: 1336
„Ich will Schokokekse backen“, schrie Susie.
„Ich will aber Engelsaugen“, brüllte Angela zurück.
Frances lehnte am Küchentisch und hielt sich ihre Hand an die Stirn. Das waren sie also, ihre Gaben Gottes, ihre fünf und sieben Jahre alten Töchter. Kurz vor Weihnachten hatte sie es für eine gute Idee gehalten die Kekse, die sie zum Fest immer verschenkte, dieses Jahr mit ihren geliebten Kindern zu backen, da sie sicherlich Spaß daran hätten. Wer hätte gedacht, dass es schon während der Vorbereitungen zu einem kleinen Küchen-Vietnam werden würde?
„Wir machen Zimtsterne, Marzipanplätzchen und bei der dritten Sorte müsst ihr euch einigen“, sagte Frances müde. „Vier Sorten Kekse sind einfach zu viel.“
„Dann will ich Butterplätzchen“, rief Susie, und Angela antgegnete lautstark: „Die will ich aber nicht! Ich will Schwarz-Weiß-Kekse!“
Frances verspürte den starken Drang ihren Kopf auf die Tischplatte zu hämmern, bis eines von beiden nachgab.
Die beiden Mädchen stritten sich und wurden immer lauter, bis Frances irgendwann mit der Faust auf den Tisch schlug.
„Mir reicht's langsam. Wir machen jetzt noch Knusperhäufchen und fertig. Ich habe keine Lust auf eure ewigen Streitereien. Könnt ihr euch denn nicht einmal vertragen?“
Susie und Angela murrten, mussten sich aber mit den Knusperhäufchen zufrieden geben.
Frances holte Mehl, Zucker, Butter und alles andere aus dem Schrank.
„Wir fangen mit den Marzipanplätzchen an“, sagte sie und begann alle Zutaten abzumessen und in eine Rührschüssel zu füllen.
Susie zerrte an ihrem Arm. „Darf ich umrühren, Mommy? Bitte, bitte?“
„Nein, ich will das machen“, plärrte Angela.
Frances seufzte und sagte: „Susie hat zuerst gefragt. Angela, du darfst beim nächsten mal rühren.“
„Och, Mommy, bitte!“ Ihre ältere Tochter wollte noch nicht aufgeben. „Ich will es aber so gern.“ Sie griff schon nach dem Holzlöffel.
„Aber Mommy hat gesagt, dass ich es machen darf. Du darfst nicht!“ Susie riss den Löffel an sich, aber Angela wollte einfach nicht loslassen.
„Seid vorsichtig, sonst fällt noch etwas run....“ Frances kam gar nicht dazu den Satz zuende zu bringen, da hatten die Mädchen schon die Schüssel vom Tisch gestoßen.
„Na toll, sieh mal, was du gemacht hast“, schimpfte Susie ihre ältere Schwester aus.
„Nein, das war ich nicht, sondern du!“
Frances versuchte das Geplärre möglichst zu ignorieren. Sie hob die Schüssel auf. Fast ihr ganzer Inhalt hatte sich über den Küchenboden verteilt. Na klasse. Sie wischte auf und mischte einen neuen Keksteig zusammen.
„Und diesmal lässt du Susie rühren. Du bist beim nächsten Teig dran“, ermahnte sie ihre Ältere.
Susie tat eifrig ihre Arbeit, dann durften die Kinder mit Esslöffeln kleine Keksteighäufchen auf das Backblech, das Frances schon vorbereitet hatte, klacksen lassen.
„Jetzt kommt's in den Ofen. Das dauert ein bisschen. In der Zwischenzeit machen wir alles sauber und fangen dann mit den Knusperhäufchen an.“
Frances spülte, wischte, und die beiden Mädchen trockneten alles gewissenhaft ab.
Dann wurde Schokolade langsam auf dem Herd erhitzt.
„Ich will das machen!“
„Nein, Angela, das ist zu heiß. Lass Mommy das machen.“
„Darf ich das dann machen?“
„Nein, Suze, du auch nicht.“
Als die Schokolade geschmolzen war durften die Mädchen Cornflakes hineinschütten und Angela streckte ihrer Schwester hämisch grinsend die Zunge raus, als sie umrühren durfte und die Kleinere nicht.
„Mommy, Angela ärgert mich. Sie hat mir die Zunge rausgestreckt!“
„Angela, lass das sein.“
„Mom, wie lange brauchen die Plätzchen im Ofen noch?“
„Noch ein bisschen.“
Warum waren Kinder nur so anstrengend?
Die Knusperhäufchen wurden, wie die Marzipanplätzchen, in Häufchen, wie der Name eben schon sagte, auf Backpapier gesetzt und zum Abkühlen zur Seite gestellt.
Frances spülte wieder, um alles für die Zimststerne sauber zu haben. Als sie gerade fertig war klingelte im Wohnzimmer das Telefon.
„Ich geh eben ran. Macht bloß keinen Blödsinn“, ermahnte sie ihre beiden „Engelchen“.
Sie eilte zum Telefon und hob ab.
„Hallo?“
„Hallo, Schatz, hier ist deine Mutter.“
Na großartig.
„Ich wollte nur mal hören wie es euch geht.“
„Wunderbar, Mom, einfach wunderbar.“
In der Küche schepperte es.
„Mom, ich habe jetzt gerade gar keine Zeit. Ich muss...“
„Weißt du, wen ich heute beim Einkaufen getroffen habe?“
„Mom, bitte. Ich habe da jetzt wirklich keine Zeit fü...“
Aus der Küche kam ein Schrei.
„Unsere alte Nachbarin. Du weißt doch, die vor drei Jahren weggezogen ist. Sie hat erzählt, sie hat sich mit ihrem Mann wieder eine Wohnung hier in der Nähe gemietet.“
„Das ist schön, Mom, wirklich.“
Die Schreie aus der Küche wurden lauter.
„Ja, sie hat gesagt, dass sie die Gegend hier s sehr vermisst hat, und dass sie wieder zurück wollte. Und da ihr Mann ja nun in Pension ist...“
In der Küche polterte es.
„Mom, ich hab jetzt wirklich keine Zeit. Ich ruf dich an.“
Frances legte auf und eilte in die Küche.Einige Backutensilien lagen unter dem Tisch, ein Stuhl war umgekippt... und eine weiße Mehlwolke waberte durch die Luft. Ihre Kinder sahen aus, als hätten sie sich in Mehl gewälzt.
„Das war Susie“, petzte Angela.
„Nein, das war Angela“, schrie Susie.
Frances war am Ende ihrer Geduld.
„Raus mit euch“, schimpfte sie. „Das war's mit Plätzchen backen für euch. Ab in euer Zimmer!“
„Aber Mommy!“
„Ich hab doch gar nichts gemacht, Angela hat angefangen!“
„Hab ich nicht!“
„Hast du wohl!“
„Raus hier, alle beide! Ich will euch heute in der Küche nicht mehr sehen. Verschwindet jetzt!“
Immer noch streitend und sich gegenseitig schubsend trotteten die beiden Mädchen hinaus. Frances interessierte es herzlich wenig, ob sie wirklich in ihr Zimmer gingen. Hauptsache, sie hatte erst einmal Ruhe vor ihnen.
Sie machte sich an die mühselige Arbeit das ganze Mehl aufzufegen. Was für eine Geldverschwendung.
Als sie endlich fertig war schaute sie kurz nach den Marzipanplätzchen. Gut, nur noch ein paar Minuten.
Sie mischte nun die Zutaten für die Zimtsterne zusammen. Sie wollte den Teig gerade ausrollen, als ein markerschüttender Schrei erklang, gefolgt von einem Klirren.
Frances schlug sich mit der Hand an die Stirn und überlegte sich, ob es wohl legal wäre seine Kinder mit Sedativa zuzudröhnen.
Genervt folgte sie dem Gekreische und fand ihre weinenden Töchter im Flur neben dem zerbrochenen Garderobenspiegel.
„Das war Angela“, jammerte die Kleine.
„Aber nur, weil Susie mich geschubst hat“, jammerte Angela.
„Ich will das gar nicht hören.“ Frances zog die beiden von den Scherben weg.
„Ihr geht da nicht ran, ich will nicht, dass sich eine von euch schneidet. Geht in euer Zimmer.“
„Aber Mommy...“
„Jetzt aber ab mit euch.“
Seufzend holte Frances Handfeger und Schaufel und beseitigte die Reste ihres teuren Spiegels. Das war noch ein Stück von ihrer Großmutter. Aber man sollte wahrscheinlich nicht zu sehr an irgendwelchen Gegenständen hängen, wenn man Kinder hatte.
Sie war kaum fertig, als das Geschrei schon wieder anfing und Susie angelaufen kam.
„Mommy, Angela hat mich gekniffen, dabei hab ich gar nichts gemacht.“
Angela, lass deine Schwester in Ruhe“, rief Frances in Richtung des Kinderzimmers.
Susie hielt ihrer Mutter ihren Arm hin.
„Schau mal, da hat sie's gemacht. Es tut wirklich ganz doll weh.“ Sie schaffte es sogar eine Träne abzudrücken. Wieso mussten kleine Mädchen sich gegenseitig immer anschwärzen?
Frances küsste den Arm ihrer Kleinen und pustete ihn gesund.
„Mommy, guck mal, da ist Rauch!“
Die Plätzchen!
Frances ließ ihre Tochter stehen und hastete in die Küche. Alles war voller Qualm und stank nach Verbranntem. Sie riss die Fenster auf und öffnete den Ofen.
„Die sind ja alle verbrannt“, stellte Angela betrübt fest, die herbeigeeilt war, um das Spektakel ja nicht zu verpassen.
Frances hatte genug. Sie schaltete den Ofen aus und schob ihre Töchter in den Flur.
„Zieht euch an, wir gehen raus.“
Sie hatte keinen Nerv mehr auf Plätzchen backen. Dieses Jahr würde sie welche kaufen. Sollen sich die Verwandten doch beschweren. Es war ihr egal, sie hatte kleine Kinder. Wer die hat, erträgt auch alles andere.
no subject
Date: 2009-12-14 07:30 pm (UTC)Wie wäre es beim nächsten Mal mit einer Aufgabe für die Kinder wie... M&Ms sortieren oder so? (;
no subject
Date: 2009-12-15 07:54 pm (UTC)