[identity profile] rei17.livejournal.com posting in [community profile] 120_minuten
Fandom: Meine (namenlose) Nano-Original
Charaktere: Misha, Lux
Warnungen: slash, angst, (nicht expliziter) Sex
Rating: R
Wörter: ~2500
Challenge: Fluch und Segen
Vorwarnung Vorwort: Ich habe keine Ahnung, ob das auch nur ansatzweise Sinn ergibt. Der Sex war auch nicht geplant. Der hat sich so ergeben.
Danke an: Tine fürs schnelle beta-Lesen, Doreen, weil sie an der Hälfte aller vorhandenen issues Schuld ist, Caroline, weil ich sie mit dem Grundplot meiner Nano-FF so oft vollspammen durfte - und Marén, Chrissie und Wino weil sie angstigen Weihnachts-porn für ne gute Idee hielten. Ich liebe euch.
Außerdem: Herzlichen Glückwunsch [livejournal.com profile] nyx_chan ! *abknutsch* Du bist mein Mit-Mod of awesome!


So well-trained, so animal
So need your love, so fuck you all
I'm not scared of dying, I just don't want to
If I stop lying, I'll just disappoint you
Watch me come undone
Robbie Williams: “Come Undone”


„Du gehst“, stellte Lux fest, in einem Ton, in dem Überraschung und beinah so etwas wie persönliche Beleidigung mitschwang.

„Sieht so aus.“ Misha nickte, ohne sich umzudrehen. Mit wenigen, ruckartigen Bewegungen zerrte er seine Jeans hoch und angelte nach seinem T-Shirt, das zerknüllt auf einem Stuhl lag. Seine Turnschuhe lagen immer noch dicht vor der Tür, genau da, wo er sie hatte fallen lassen. Sie hatten schmutzige Abdrücke und Erdklümpchen auf dem hellen Teppich hinterlassen.
Sein Bruder hatte irgendwann einmal behauptet, Misha müsste nur einmal quer durch einen Raum laufen, um eine Spur von Chaos zu hinterlassen. Das war natürlich maßlos übertrieben. Aber jetzt wo er sich hier umsah, stellte er mit Unbehagen fest, dass er tatsächlich überall im Zimmer seine Spuren hinterlassen hatte. Und das obwohl er höchstens zwei Stunden hier gewesen war.
Er hatte nie vor gehabt überhaupt etwas hier zurückzulassen.

„Es ist Weihnachten“, sagte Lux, als ob das ein Grund für … irgendetwas sei.

„Und?“

„Was denn? Kein Kuscheln danach? Romantische Musik und Kerzen? Geschenke?“ Lux klang spöttisch. Und dann auch wieder nicht. Das war schwer bei ihm zu sagen.
„Ein Messer in die Brust?“, fügte er hinzu, so dass es klang wie ein Nachgedanke.

Misha hielt mitten in der Bewegung inne.

„Obwohl ich von dir etwas Originelleres erwarte“, fuhr Lux nachdenklich fort. „Etwas Spektakuläres. Dramatisches. Lass mich nur nicht wie einen Langweiler sterben. Das würde mich maßlos enttäuschen.“

Unendlich behutsam streifte Misha das T-Shirt über seine bloßen Arme und zog es über den Kopf, bevor er sich langsam herumdrehte.
„Nein. Nicht heute.“ Er ließ die Arme hängen. Die Luft im Zimmer war kühl und ihm fröstelte. Mit einem Mal war er auf der Hut.

Lux lag nackt im Bett, die Decke nachlässig bis zur Taille über ihm ausgebreitet. Er hatte die Arme hinter dem Kopf verschränkt und starrte Misha unverwandt an. Kurze Haarsträhnen hingen in seiner Stirn, und seine tiefschwarzen Wimpern sahen aus wie mit Tusche gezeichnet. Das Bett sah sehr einladend aus, warm und zerwühlt. Lux selbst sah ganz und gar nicht einladend aus.
Gänsehaut krabbelte über Mishas Rücken wie hundert kleine Ameisenfüße. Er spürte wie seine Nackenhaare sich aufstellten.
Er weiß es, war sein erster Gedanke.
Der zweite folgte beinah automatisch. Na wenn schon.
Beinah trotzig reckte er das Kinn in die Höhe.

„Ich hätte kein Messer benutzt“, sagte er schließlich.

„Ich weiß.“ Lux nickte beifällig. „Du bist vieles, aber nicht dumm. Was du alles bist, habe ich selbst noch nicht herausgefunden“, fügte er nachdenklich hinzu.

Misha fuhr sich mit der Zungenspitze über die trockene Unterlippe. „War das ein Kompliment?“

„Wie kommst du darauf?“

„Klang so.“

„Ist das wichtig?“

„Weißt du, dass es eine schlechte Angewohnheit ist, Fragen immer mit Gegenfragen zu beantworten?“

Lux entblößte seine Zähne als er lächelte. „Weißt du, dass ich dich überall finden würde und dir deinen kleinen, verlogenen Hals umdrehen könnte, ganz egal wie weit du vor mir davon läufst?“

Sekundenlang war Misha still.
Es war als sei plötzlich nicht mehr genug Sauerstoff in dem kleinen Zimmer. Als hätte Lux sie auf einen Schlag hinaus gesaugt mit diesem Satz.
Magier sind gefährlich.
Du kannst ihnen nicht trauen. Sie lügen und stehlen und töten.

Die Stimme seines Bruders echote in seinem Kopf.
Das Dümmste was du tun könntest ist zu versuchen, einen Magier aufs Kreuz zu legen.

„Was ist? Rechnest du jetzt im Kopf aus, wie lange du bis zur Tür brauchst? Weniger als zwei Sekunden, falls es dich interessiert.“ Lux verzog die Mundwinkel zu einem sanften, schiefen Lächeln. „Aber das wäre immer noch nicht schnell genug.“

Weißt du, dass ich dich überall finden würde und dir deinen kleinen, verlogenen Hals umdrehen könnte, ganz egal wie weit du vor mir davon läufst?

Ruckartig riss Misha das T-Shirt über seinen Kopf und schleuderte es auf den Boden. Er blickte an sich hinab und seine Hände fuhren panisch über seinen Oberkörper und seinen Arme.
„Wo ist es?“ Seine Stimme klang hart.

Eine dunkle, schön geformte Augenbraue schoss nach oben. „Du sprichst in Rätseln. Wo ist was?“

„Das MAL!“ fauchte Misha.
Er hatte davon gelesen. Das manche Magier das konnten. Ihre Beute markieren. Ihr Eigentum markieren. Wie einen Hund, dem man ein Halsband umhängte. Um ihn immer zu finden oder ihn zu sich zu rufen. Nein. Nein. Das konnte Lux nicht getan haben.
In drei großen Schritten war er bei dem Bett.
„Wo ist es? Was hast du gemacht?“

Sekundenlang starrte Lux ihn wortlos an. „Gott, Misha …“
Er streckte die Hand aus und Misha, der auf einen Angriff eingestellt war, versteifte sich. „Fass mich nicht …!“, zischte er.
Weiter kam er nicht. Hände schnellten vor und packten seine Handgelenke. Misha war fit und durchtrainiert, und Lux war kein bisschen stärker oder größer als er. Trotzdem schaffte er es ohne Anstrengung, ihn unsanft umzudrehen und ihn mit dem Rücken auf die Matratze zu drücken.
Atemlos sah Misha zu ihm hinauf.

„Ich habe gar nichts gemacht“, sagte Lux leise. „Du dummer Idiot.“
Seine langen, schlanken Finger drückten so fest zu, dass es wehtat. Pianistenhände, dachte Misha spöttisch. Künstlerhände. Mörderhände.
Hände, die seinen Bruder zum Tode verurteilt hatten.

Mishas Körper war steif und unnachgiebig und er biss die Zähne zusammen. „Du hast gesagt …“

„Ich bräuchte keine Taschenspielertricks, um dich zu finden“, unterbrach Lux ihn abrupt. „Ich würde dich auch ohne Magie überall finden.“
Was auch immer das bedeuten sollte.

„Woher soll ich wissen, dass du Wahrheit sagst?“

„Na, gar nicht.“ Spöttisch verzog Lux das Gesicht. „Wie immer.“

Komischerweise glaubte Misha ihm trotzdem. Er spürte wie ein Stück der Anspannung aus seinen Schultern rieselte, wie Sand durch eine Sanduhr. Ein Halsband mit Peilsender und Lux Namen darauf zu tragen war das Letzte was er wollte.
Oder das Vorletzte … in Anbetracht der Dinge, die er noch tun würde.
Er wandte den Kopf zur Seite und wich dem stechenden Blick aus. „Lass mich los.“

„Ich denke nicht dran.“

„Mach schon. Es ist Weihnachten.“
Er hatte selbst keine Ahnung, wieso ihm von allen dummen Dingen, die er hätte sagen können, ausgerechnet dieses Argument in den Sinn kam.
Als ob Weihnachten irgendetwas mit irgendetwas zu tun hätte.

Lux ließ nicht los, aber er ließ sich in einer eleganten, flüssigen Bewegung von ihm herunterrollen. Er schmiegte sich an Mishas Rücken und hatte die Arme von hinten um ihn geschlungen, was beinahe romantisch gewesen wäre. Nur dass er ihn festhielt wie in eine Zwangsjacke gepackt und seine Hände zudrückten wie Schraubstöcke.
Sein Atem war heiß in Mishas Nacken.

„Klartext“, sagte er. „Weißt du es von Nita?“

Misha nickte stumm.

„Das kleine Miststück.“ Es klang beinah liebevoll. „Wie lange hat dein Bruder noch?“

Wie lange was? Es lag auf seiner Zunge zu fragen. Aber Misha schwieg.
Einfach weil das Gefühl zu grässlich war und ihm Übelkeit verursachte, wenn er versuchte dem verbleibenden Rest von Jamils Lebens eine Zahl zu geben.

„Komm schon, du weißt es“, drängte Lux. „Wochen? Tage?“

„Ein Monat“, erwiderte Misha kaum hörbar. „Vielleicht.“

Jamil tat immer so, als ob alles okay sei. Als ob Misha sich überhaupt keine Sorgen um irgendetwas machen müsste. Als ob das Zeichen auf seiner Haut irgendwann verblassen würde, wie eine schlecht gemachte Tätowierung. Als ob es ihn nicht aussaugte wie ein fleischfressendes Ungeheuer.

Denn das war ja das einzige, was sie niemals taten. Über irgendetwas reden.
Und vielleicht war dass der Hauptgrund, der eigentliche Grund wieso Misha an Heiligabend hier war und nicht zu Hause.
Er liebte seinen Bruder abgöttisch. Aber manchmal konnte er ihn einfach nicht ertragen.

Jamil tat die ganze Zeit über, als hätte er einen Plan. Als hätte er alles im Griff.
Aber er hatte weder das eine noch das andere, und Misha konnte durch ihn hindurchsehen wie durch eine Glaswand. Es fühlte sich schwindellerregend an, wie ins Bodenlose zu fallen. Als ob die Wirklichkeit plötzlich weniger wirklich war, weil Jamil sie nicht mehr diktierte. Als sei sie nichts als Pappmaché und Klebstoff, nur zusammengehalten davon, dass Misha mit aller Gewalt so tat, als ob er noch daran glaubte.

Nein.
Misha war der einzige, der einen Plan hatte und der irgendetwas tun konnte.

„Du musst mich umbringen, um ihn zu retten“, stellte Lux fest. Seine Stimme vibrierte atemlos, als unterdrückte er ein Lachen. „Das klingt nach einem ganz faszinierenden Gewissenskonflikt. Du solltest ein Buch darüber schreiben.“

Misha presste sein brennendes Gesicht in das Kissen. Der Stoff war kühl und glatt auf seiner Haut.
„Es ist kein Gewissenskonflikt“, sagte er müde. Denn das war es nicht.
Nicht wirklich.

Lux löste probeweise eine Hand von seinem Handgelenk. Als Misha sich nicht rührte und keine Anstalten machte, sich zu bewegen, ließ er die Finger sanft über Mishas bloßen Bauch nach unten gleiten. Seine Fingerspitzen malten sanfte Kreise auf Mishas Haut. „Wann hast du vor, es zu tun?“ fragte in beiläufigem Konversationston.

„Irgendwann, wenn du nicht damit rechnest.“

Lux lachte lautlos. Sein warmer Atem strich über Mishas Nackenhaare. „Dann tu es nicht beim Sex“, schnurrte er. „Ich rechne die ganze Zeit damit, dass du mich dabei umbringst. Deswegen ist es mit dir auch so gut. Adrenalin macht mich total scharf.“

Seine Hand hatte den Bund seiner Jeans erreicht, die Misha in der ganzen Eile nicht einmal ganz zugeknöpft hatte. Misha presste die Lippen zusammen und zwang sich ruhig weiter zu atmen.
„Das hatte ich nicht vor.“

Hatte er es gewusst?
Die ganze Zeit?
Misha ertappte sich dabei, dass er es nicht einmal wissen wollte.
Vielleicht war er genauso gut im Verdrängen wie sein Bruder. Vielleicht war das eine Familienkrankheit.
Vielleicht würde sie alle deswegen sterben.

„Wie würdest du es machen?“
Beinah beiläufig schob Lux seine Hand unter den Stoff der Jeans. Darunter war nichts als bloße Haut, weil die Boxershorts immer noch irgendwo neben dem Schrank auf dem Boden lagen. Misha schloss die Augen.

„Benzin“, sagte er und atmete langsam aus. „Anzünden. Magier brennen gut. Wie Menschen. Habe ich gehört.“

Er dachte an Feuer und Schwefel und den Geruch von versengenden Haaren.
Aber nichts konnte das Blut in seinem Körper aufhalten, dass wie ein rauschender Fluss nach unten schoss.

„Das ist brutal, ich bin beeindruckt. Und sicher wirkungsvoll.“ Lux bewegte seinen Mund so dicht über seinem Nacken, seinen Schultern, dass jedes Wort sich anfühlte wie ein Kuss. „Aber nicht praktisch. Du wirst mein Blut brauchen.“

„Ich bin … noch in der Planungsphase.“ Misha sog scharf die Luft ein und biss so fest auf seine Unterlippe, dass er Blut schmeckte.

„Du hast aber nicht mehr viel Zeit zum planen. Tick tack, tick tack. Die Uhr läuft.“ Bei jedem Tick Tack bewegte Lux seine Hand in der Hose auf und ab. Sein Mund hinterließ kleine Bissspuren auf Mishas Schulter. „Tick tack“, flüsterte er. Seine Zunge führ sacht über Mishas Nacken, „Tick tack.“

Misha atmete heftig aus. Es klang wie eine Mischung aus Stöhnen und Schluchzen.
Er heulte nicht und er hatte auch keinen Spaß.
Und vielleicht tat er beides.

„Was willst du machen? Ich habe deinen Bruder getötet.“ Lux Hand bewegte sich schneller und schneller. Misha wünschte, er würde endlich die Klappe halten. Er wünschte, er könnte den Kopf so weit verrenken, dass er Lux küssen und ihm den Mund stopfen konnte. Aber so dehnbar war er nicht. Und sein Körper gehorchte ihm nicht mehr.
Lux freie Hand strich ihm verschwitzte Haarsträhnen aus der Stirn, mit einer Handbewegung, die beinah behutsam war. Seine Stimme war ein warmes, sanftes Murmeln an Mishas Ohr. „Nun, nicht direkt getötet, aber es läuft auf lange Sicht darauf hinaus. Es tut mir nicht einmal Leid. Das Leben ist hart, aber ungerecht. Komm drüber hinweg.“

Misha war heiß und kalt zugleich. Schauer liefen über seine Haut. Lux war viel zu dicht und hielt ihn viel zu fest. Seine Knochen und Bänder protestierten gegen die starrte Haltung in die sie gezwängt wurden. Er wollte sich bewegen, er wollte den Kopf zurücklehnen und schreien, und er wollte nichts mehr als ein Stück Kontrolle zurück. Über irgendetwas.
Es ist Weihnachten, dachte er völlig irrational. So etwas macht man nicht an Weihnachten.
Was er damit meinte, war ihm nicht einmal selbst klar.

„Jetzt hör mir gut zu.“
Lux‘ Handbewegungen waren flüssig und gleichmäßig und seine Stimme klang beinah hypnotisch. Misha stieß ein leises, wimmerndes Geräusch aus. Er hatte das Gefühl, Sterne vor seinen Augen explodieren zu sehen.
Blut rauschte in seinen Ohren.

„Ich brauche …“ Lux vergrub sein Gesicht in Mishas Nacken und atmete langsam aus. Es fühlte sich seltsam surreal an, als ob Misha auf zwei Wirklichkeiten lebte, die immerzu parallel liefen und in keinster Weise miteinander vereinbar waren. „Ich brauche Zeit. Wenigstens drei Wochen. Gib mir Zeit.“

Seine Bewegungen wurden beinah schmerzhaft intensiv und Misha presste die Augen zusammen.
„Wozu?“, stieß er hervor.
Seine Stimme klang seltsam fremd in seinen Ohren. Er war beinah noch mehr überrascht, dass überhaupt noch Worte in seinem Kopf vorhanden waren.

„Orte sehen, Dinge erledigen, Leute treffen“, rasselte Lux in einem einzigen Atemzug hinunter. „Versprich es.“
Er verteilte schlampige, fordernde Küsse auf Mishas Hals. „Los. Versprich es und ich werde mich nicht einmal wehren, wenn du so weit bist. Ich werde einfach daliegen. Aber ich brauche Zeit.“

„Ich …“

Seine Hand drückte zu und ein leises, gequältes Geräusch entwich Mishas Kehle. „Versprich es.“

Misha nickte abgehackt. Sein Atem rasselte und sein Mund bewegte sich beinah ohne sein Zutun. „Okay“, hauchte er. „Okay. Okay!“

„Gut.“
Er spürte wie Lux‘ Brust sich hinter ihm hob und senkte, als er heftig ausatmete.
Dann bewegte sich seine Hand erneut und Misha spürte gar nichts mehr. Seine Gedanken wurden weißes Rauschen.
Es war wie ein unaufhaltsamer Zugunfall, als beide Wirklichkeiten ineinander krachten.


~*~

Lux sah ihm beim Anziehen zu. Es war wie eine seltsame Art von Déjà vu. Als ob sie in einer Zeitschleife lebten, in der sie sich bis in alle Ewigkeit Heiligabend verdarben und in der Jamil niemals näher an den Tod kommen würde als einen Monat.
Vielleicht konnte er die Zeit anhalten, wenn er diesen Raum niemals verließ, dachte Misha in einem Anflug von Wahnsinn. Vielleicht würde der Tag niemals vorüber gehen, wenn er für immer hier blieb.

Aber dieses Mal hielt Lux ihn nicht auf, als Misha zur Tür ging. Diese Mal rief er ihn nicht zurück. Und die Zeit drehte sich weiter, sobald Misha die Türklinke nach unten drückte.

Im Türrahmen blieb er stehen. Er drehte sich noch einmal um und blickte zurück.
Lux saß an der Bettkante, nackt, bis auf das Stück Decke in seinem Schoss. Seine Haare waren zerzaust und seine Haut war weiß und silbern im Mondlicht. Er hatte die die Ellbogen auf die Knie gestützt und den Kopf nach vorne gesenkt. Er sah müde aus.
Seine Stimme hallte in Mishas Kopf.

Versprich es und ich werde mich nicht einmal wehren, wenn du so weit bist. Ich werde einfach daliegen.

„War das dein Weihnachtsgeschenk?“, fragte Misha beinah gegen seinen Willen.

Er hatte nicht einmal erwartet, dass Lux überhaupt wusste, wovon er redete.

Aber als Lux den Kopf hob und ihn an sah, waren seine Lippen zu einem bitteren Lächeln verzogen.
„Ich dachte, wir tun uns beide einen Gefallen“, erwiderte er spöttisch. „Ganz im Sinn der christlichen Nächstenliebe. Ist das nicht der Sinn von Weihnachten?“

Misha nickte schweigend und wandte sich ab.

„Frohe Weihnachten“, sagte Lux leise, bevor die Tür ins Schloss fiel.
Darauf gab es nichts, was Misha hätte erwidern können.


^Anfang^

Date: 2009-12-11 12:57 am (UTC)
ext_184151: (hold me)
From: [identity profile] nyx-chan.livejournal.com
Uhh~

Erstmal: DANKE! <3 ^////^ (Bist die Erste *g*)
Und... uuuhh...
Es ist toll, es ist so bitter und wäh und heiß und sehr viel wäh. Ich will deine Nano-Geschichte lesen ;-;!
Uuuuh~~~
Mir fehlen etwas die Worte. Lass mich dich morgen mit noch mehr "uuush" und "wääähs" im ICQ zuspammen, ich glaube, ich muss jetzt echt ins Bett. ^^;;;
Hach... Das muss ich noch verarbeiten. o_o Ich liebe dich einfach als Autor, nur damit du es mal weider gehört hast.

...
uuuuh~

Date: 2009-12-11 04:12 pm (UTC)
From: [identity profile] keksdiebin.livejournal.com
Wow, das hast du sehr intensiv beschrieben =)!
Und es ist wirklich sehr angsty dafür, dass es Weihnachten ist ._.
Lux finde ich jetzt auf jeden Fall sehr interessant!

Es war für mich nur ein kleiner Schock Mischa in einer so düsteren Verfassung zu "erleben", nachdem er ja eigentlich ein totaler Flauschi ist u.u

Toll, dass Nano soetwas entstehen lässt ^.^!

Date: 2009-12-13 10:08 pm (UTC)
From: [identity profile] leviathans-moon.livejournal.com
ok, erstmal, tut mir leid, dass ich verspätet antworte (vor allem nachdem ich dich letzte woche so genervt habe, dass du auf meine story antwortest).
so und dann, ich muss zugeben den anfang fand ich ein bisschen schleifend, aber nur so die ersten zwei, drei Absätze, und dann konnte ich mich nicht mehr losreißen. ach, war das toll. die Beziehung zwischen Misha und Jamil ist ja mal geil.
und ich mag Lux*-* bin ein bisschen traurig, dass er sterben soll :(
und danke für den angstigen Weihnachtsporn. ich halte es immer noch für eine gute idee^^.
(deleted comment)

Date: 2009-12-24 07:49 pm (UTC)
ext_114511: (doc)
From: [identity profile] schwarze-elster.livejournal.com
Ich mag Misha und Lux *-*
Misha ist ein armes Puschel und Lux ist einer der abgefucktesten Charas ever. Er ist so creepy. Wenn ich versuche, mir vorzustellen, wie das von seiner Seite aus aussieht, dann macht mich das ganz fertig.
Es ist toll, wie sie sich gegenseitig austicken und misstrauen, aber irgendwie auch toll und hot finden. ^-^
Jedenfalls sehr cool. Du bist zurzeit sehr Barock drauf, kann das sein? Sex und Tod in einer Szene. ^^d

Date: 2009-12-25 09:43 pm (UTC)
ext_114511: (Default)
From: [identity profile] schwarze-elster.livejournal.com
dass Lux so abgefuckt ist, ist total deine Schuld!
Ist es böse von mir, dass ich stolz drauf bin? =P
(Und was wenn Misha nur scheinbar stirbt, aber gerettet werden kann, weil Lux ihn irgendwie verzaubert hat? Irgendein psychopathischer verzweifelter fieser kleiner Lux-Trick?)

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