Glühwein ist zu teuer? - 8. Dezember
Dec. 8th, 2009 07:05 pmEs tut mir so leid, bin heute einfach nicht zum PC gekommen, wollte längst posten.
Autor:
duathwen
Fandom: Original
Challenges: “We are all in the gutter, but some of us are looking at the stars.” (Oscar Wilde)
Charaktere: Du und Ich
Wörter: 832
“We are all in the gutter, but some of us are looking at the stars...”
“Or cute tutors' asses”, füge ich hinzu.
“Kannst du nicht einmal ernst sein?”
“Nein”, und ich breche in Lachen aus.
Wir liegen am Boden in deiner Wohnung und du wirst gerade literarisch. Oder philosophisch. So genau weiß ich das nicht mehr. Bier und Tequila wirken außerordentlich gut und ich kann gerade nicht mehr mit deiner Gehirnleistung mithalten.
Eigentlich kann ich nie mit deiner Gehirnleistung mithalten, aber Alkohol macht alles noch viel schlimmer. Deine Kapazität steigt und meine sinkt. Betrunken werde ich auf meine primitivsten Instinkte reduziert, also meinen Tutor. Und du wirst philosophisch; oder literarisch; oder beides.
“Wenn dein Tutor ein Charakter in einem Oscar Wilde Stück wäre; welcher?”
Mal wieder überforderst du mich.
“Kein Ahnung, ich kenne keine.”
“Doch, tust du. The Importance of Being Ernest.”
“Wieso eigentlich Wilde?”
Du siehst mich an und hebst die Augenbrauen. Der Blick sagt nichts Gutes, ich hab mal wieder was Dummes gesagt. Aber dann ist er wieder weg, du beugst dich zu meinem Ohr und flüsterst: “Quotation, honey!” Dann gibst du mir einen Kuss auf die Wange.
„The Importance of Being Ernest...“, murmle ich, um nicht rot zu werden.
„Nein, Lady Windermere's Fan!“ - Kenne ich nicht, also starre ich weiter auf die Decke und tue so, als könnte ich dich nicht hören. Und dann lache ich wieder.
„Er wäre Ernest.“ Endlich habe ich dich und du beginnst auch zu lachen.
„Warum?“
„Jeder will ihn und eigentlich gibt es ihn nicht.“
Du rollst dich auf die Seiten, damit du dir besser den Bauch halten zu können. Rofl. Und ich schließe mich an.
„Welches Fach war das nochmal?“, willst du wissen, kaum, dass du dich wieder gefangen hast?
„Die nonexisting VO!“ Und wir lachen, bis uns die Tränen in den Augen stehen.
„Du verträgst kein Bier“, stellst du fest, weil ich mich nicht mehr einkriege. „Glühwein wäre besser gewesen. Es ist eh bald Weihnachten und wir waren dieses Jahr noch auf keinem Weihnachtsmarkt.“
Plötzlich bin ich ernst und weiß nicht wieso.
„Kein Schnee“, sage ich leise. Du siehst mich an, als würdest du nicht verstehen.
„Es schneit nicht“, wiederhole ich.
„Tut es doch nie zu Weihnachten.“
Du stützt den Kopf in die Handfläche und musterst mich.
„Aber es ist so schön, wenn es schneit!“
Du zuckst mit den Achseln, drehst dich wieder auf den Rücken und sagst lange nichts.
Dann, plötzlich, kommt:
„Gefrorenes Wasser. Kalt und farblos.“
Gibt dir nichts, ich weiß. Aber mir.
„Die Welt ist so unschuldig, so unberührt, so schön, wenn es schneit!“
Da drehst du du den Kopf wieder zu mir und lächelst.
„Was?“ - Mir ist das unangenehm, also verteidige ich mich.
„Du bist beneidenswert.“
„Beneidenswert?“
„We are all in the gutter, but some of us are lopoking at the stars.“ - Ich verstehe nicht.
„Was hat das mit mir zu tun?“
Und wieder hast du dieses verschwörerische Lächeln. „Du siehst überall schöne Dinge. Schöne Menschen. Mich.“ - Du lachst. Ich auch.
„Tutoren.“ Und wir lachen lauter.
„Ist noch Tequila da?“ - „Halbe Flasche.“
Ich stehe auf und hole sie.
„Wo sind die Shotgläser hin?“, frage ich dich, aber du verdrehst nur die Augen.
„Her damit“, und du nimmst einen großen Schluck. Ohne Glas.
„Du nimmst dem Tequila aber die Ästhetik!“
„Okay, ich nehme das beneidenswert zurück. ANSTRENGEND ist das Wort.“
Ich spiele beleidigt. „Hey, ich bin nur betrunken!“
Du schüttelst den Kopf. „Glühwein wäre besser gewesen.“
„Teurer.“
„Sag ich doch.“
„Ich hätte mich trotzdem betrunken.“
„Ich weiß“, sagst du nur trocken, und hältst mir die Flasche hin.
„Tequila ist billiger“, sage es, grinse glücklich, trinke und verziehe dann das Gesicht. „Mir ist schlecht.“
Du lachst nur.
„Echt jetzt.“
Ich renne ins Bad und hänge mich über die Klo-Schüssel. Du kommst lachend mit dem Tequila nach, setzt dich mit dem Rücken gegen die Wand und nimmst die Flasche zwischen die Beine.
„We are all in the gutter...“, sagst du wieder.
Ich sehe auf, will wissen, was jetzt kommt.
Du hebst die Augenbrauen und nickst. Seltsame Kombination und ich muss wieder kotzen.
„Me too, I'm just in the gutter.“
„And I am looking at the stars“, füge ich hinzu, als ich damit fertig bin.
Du lachst mal wieder.
„Nein, Hase, du kotzt in mein Klo.“
Ich lache mit, bis mir wieder zu schlecht dazu ist.
„Nächstes Jahr gehen wir an deinem Geburtstag sicher nicht saufen.“ Ich sehe dich entsetzt an.
„Es gibt Statistiken dazu! Ohne Alkohol wäre die Suizid-Rate an Feiertagen noch höher!“
Du nimmst einen Schluck vom Tequila und nickst.
„We are all in the gutter, honey. Und ich bin ja bei dir.“
„Und du hast Tequila.“
„Und ein Klo.“
Autor:
Fandom: Original
Challenges: “We are all in the gutter, but some of us are looking at the stars.” (Oscar Wilde)
Charaktere: Du und Ich
Wörter: 832
“We are all in the gutter, but some of us are looking at the stars...”
“Or cute tutors' asses”, füge ich hinzu.
“Kannst du nicht einmal ernst sein?”
“Nein”, und ich breche in Lachen aus.
Wir liegen am Boden in deiner Wohnung und du wirst gerade literarisch. Oder philosophisch. So genau weiß ich das nicht mehr. Bier und Tequila wirken außerordentlich gut und ich kann gerade nicht mehr mit deiner Gehirnleistung mithalten.
Eigentlich kann ich nie mit deiner Gehirnleistung mithalten, aber Alkohol macht alles noch viel schlimmer. Deine Kapazität steigt und meine sinkt. Betrunken werde ich auf meine primitivsten Instinkte reduziert, also meinen Tutor. Und du wirst philosophisch; oder literarisch; oder beides.
“Wenn dein Tutor ein Charakter in einem Oscar Wilde Stück wäre; welcher?”
Mal wieder überforderst du mich.
“Kein Ahnung, ich kenne keine.”
“Doch, tust du. The Importance of Being Ernest.”
“Wieso eigentlich Wilde?”
Du siehst mich an und hebst die Augenbrauen. Der Blick sagt nichts Gutes, ich hab mal wieder was Dummes gesagt. Aber dann ist er wieder weg, du beugst dich zu meinem Ohr und flüsterst: “Quotation, honey!” Dann gibst du mir einen Kuss auf die Wange.
„The Importance of Being Ernest...“, murmle ich, um nicht rot zu werden.
„Nein, Lady Windermere's Fan!“ - Kenne ich nicht, also starre ich weiter auf die Decke und tue so, als könnte ich dich nicht hören. Und dann lache ich wieder.
„Er wäre Ernest.“ Endlich habe ich dich und du beginnst auch zu lachen.
„Warum?“
„Jeder will ihn und eigentlich gibt es ihn nicht.“
Du rollst dich auf die Seiten, damit du dir besser den Bauch halten zu können. Rofl. Und ich schließe mich an.
„Welches Fach war das nochmal?“, willst du wissen, kaum, dass du dich wieder gefangen hast?
„Die nonexisting VO!“ Und wir lachen, bis uns die Tränen in den Augen stehen.
„Du verträgst kein Bier“, stellst du fest, weil ich mich nicht mehr einkriege. „Glühwein wäre besser gewesen. Es ist eh bald Weihnachten und wir waren dieses Jahr noch auf keinem Weihnachtsmarkt.“
Plötzlich bin ich ernst und weiß nicht wieso.
„Kein Schnee“, sage ich leise. Du siehst mich an, als würdest du nicht verstehen.
„Es schneit nicht“, wiederhole ich.
„Tut es doch nie zu Weihnachten.“
Du stützt den Kopf in die Handfläche und musterst mich.
„Aber es ist so schön, wenn es schneit!“
Du zuckst mit den Achseln, drehst dich wieder auf den Rücken und sagst lange nichts.
Dann, plötzlich, kommt:
„Gefrorenes Wasser. Kalt und farblos.“
Gibt dir nichts, ich weiß. Aber mir.
„Die Welt ist so unschuldig, so unberührt, so schön, wenn es schneit!“
Da drehst du du den Kopf wieder zu mir und lächelst.
„Was?“ - Mir ist das unangenehm, also verteidige ich mich.
„Du bist beneidenswert.“
„Beneidenswert?“
„We are all in the gutter, but some of us are lopoking at the stars.“ - Ich verstehe nicht.
„Was hat das mit mir zu tun?“
Und wieder hast du dieses verschwörerische Lächeln. „Du siehst überall schöne Dinge. Schöne Menschen. Mich.“ - Du lachst. Ich auch.
„Tutoren.“ Und wir lachen lauter.
„Ist noch Tequila da?“ - „Halbe Flasche.“
Ich stehe auf und hole sie.
„Wo sind die Shotgläser hin?“, frage ich dich, aber du verdrehst nur die Augen.
„Her damit“, und du nimmst einen großen Schluck. Ohne Glas.
„Du nimmst dem Tequila aber die Ästhetik!“
„Okay, ich nehme das beneidenswert zurück. ANSTRENGEND ist das Wort.“
Ich spiele beleidigt. „Hey, ich bin nur betrunken!“
Du schüttelst den Kopf. „Glühwein wäre besser gewesen.“
„Teurer.“
„Sag ich doch.“
„Ich hätte mich trotzdem betrunken.“
„Ich weiß“, sagst du nur trocken, und hältst mir die Flasche hin.
„Tequila ist billiger“, sage es, grinse glücklich, trinke und verziehe dann das Gesicht. „Mir ist schlecht.“
Du lachst nur.
„Echt jetzt.“
Ich renne ins Bad und hänge mich über die Klo-Schüssel. Du kommst lachend mit dem Tequila nach, setzt dich mit dem Rücken gegen die Wand und nimmst die Flasche zwischen die Beine.
„We are all in the gutter...“, sagst du wieder.
Ich sehe auf, will wissen, was jetzt kommt.
Du hebst die Augenbrauen und nickst. Seltsame Kombination und ich muss wieder kotzen.
„Me too, I'm just in the gutter.“
„And I am looking at the stars“, füge ich hinzu, als ich damit fertig bin.
Du lachst mal wieder.
„Nein, Hase, du kotzt in mein Klo.“
Ich lache mit, bis mir wieder zu schlecht dazu ist.
„Nächstes Jahr gehen wir an deinem Geburtstag sicher nicht saufen.“ Ich sehe dich entsetzt an.
„Es gibt Statistiken dazu! Ohne Alkohol wäre die Suizid-Rate an Feiertagen noch höher!“
Du nimmst einen Schluck vom Tequila und nickst.
„We are all in the gutter, honey. Und ich bin ja bei dir.“
„Und du hast Tequila.“
„Und ein Klo.“
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Date: 2009-12-09 01:23 pm (UTC)Danke für den Beitrag - es hat mir echt sehr gefallen! =)