[identity profile] unverdorben.livejournal.com posting in [community profile] 120_minuten
Fandom: Er & Sie von da: --> #Langeweile
Challenge: Alles bleibt anders
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Geschrieben in: 62 Minuten
Anmerkungen: Ich sollte jetzt *wirklich* mal die Küche aufräumen...

Er trägt die Haare offen beim Tanzen und eigentlich tanzt er nicht. Er ist Sex zum Anschauen. Die Dreads fliegen wirr um seine Schultern, die Stirnfransen hängen ihm über die geschlossenen Augen, die Bänder an seiner Hose zucken und peitschen mit jedem Schritt, immer in Bewegung, fließend, schnell, rhythmisch. Er hat sie mit einer knappen Umarmung begrüßt, als er auf die Tanzfläche gekommen ist, und sich sofort wieder abgewandt. Mit ihm tanzen soll sie nicht.

Als sie später für einen Moment allein neben der Sitzgruppe steht, taucht er plötzlich hinter ihr auf und raunt ihr etwas ins Ohr. „Was?“, fragt sie und dreht sich halb nach ihm um.

„Falls du Sex brauchst, ich hab da jemanden für dich“, wiederholt er sich. „Den mit den weißen Hosenträgern.“

Sie lacht und echauffiert sich gleichzeitig. „Nein danke.“

„Sicher?“

„Sicher. Nein. Wirklich nicht.“


Später steht sie draußen in der Kälte und unterhält sich mit einem alten Freund. „Du siehst bezaubernd aus“, sagt er und sie lächelt.

„Na, da haben sich ja zwei gefunden“, kann sie ihn auf einmal feixen hören. Er steht direkt vor ihnen, wie aus dem Boden gewachsen. Der Freund versteht gar nichts und sie schüttelt nur den Kopf. Sie haben sich tatsächlich gefunden, sie und der Freund, aber das ist Jahre her und er weiß nichts davon.


Später trifft sie einen alten Bekannten, als sie gerade auf dem Weg zu den Toiletten ist, um ihr Make-up aufzufrischen. Sie kommen tatsächlich bis zu dem Punkt, an dem aus Small Talk ein längeres Gespräch wird, und sie will sich eben entschuldigen, als er auftaucht und grinst: „Der kann gut massieren.“

„Ich weiß“, sagt sie.

„Willst du?“, fragt der Bekannte.

Sie nickt.


Später gibt ihr einer seiner Kumpel eine Cola aus. Sie muss noch fahren. Er taucht auf und grient über die Schulter seines Freundes, als sie anstoßen. „Das ist dein Lieblingslied – komm, geh hopsen“, sagt der Freund und er tut es wirklich, aber nicht ohne einen Kommentar abzugeben, denn sie wegen der lauten Musik nicht versteht. Der Freund verdreht die Augen und beugt sich verschwörerisch zu ihr, sobald er verschwunden ist: „Manchmal mach ich mir echt Sorgen um das Kind.“

Sie unterhalten sich lange und gut, obwohl sie sich vor Monaten zum letzten Mal gesehen haben. Er gibt sich Mühe, stellt viele Fragen und sie bekommt das Gefühl, dass es nicht wirklich eine Rolle spielt was sie sagt, solange sie mit ihm redet.
„Kennst du eigentlich seine Freundin?“, fragt er, als das Gespräch wieder bei dem Kind angekommen ist. Nein, sie kennt sie nicht. Sie weiß, wie sie heißt, und dass sie schon seit Jahren mit ihm zusammen sein muss, aber gesehen hat sie sie noch nie.

Der Freund führt sie zu einer Gruppe, in der auch er mit seiner Freundin steht. Die Freundin sieht übersehbar aus. Ihr Pony ist irgendwie schief und ziemlich kurz. Es ist das erste und einzige was ihr auffällt, weil er sich einmal darüber beschwert hat, ihr Pony wäre zu kurz. Der Pony der Freundin ist definitiv kürzer. Die restlichen Haare trägt die Freundin unaufwändig hochgesteckt, dazu ein simples Augenmake-up, keinen Gloss oder Lippenstift, ein halbtransparentes Minikleid mit langen Ärmeln, Strapse und Schnürstiefeletten. Der Freund stellt sie einander nicht vor und er verlässt den Kreis, sobald er sie vor seiner Freundin stehen sieht.


Später flakt sie mit dem Freund in den roten Samtsesseln und albert herum. Getrunken hat sie zwar nichts, aber es ist schon spät und sie ist zu müde zum Tanzen, zu gut gelaunt zum Dösen. Irgendwann taucht auch er auf und beschwert sich über die DJs. Zu langweilig. Schlechte Auswahl. Deswegen wäre sie auch gegangen. Sie, seine Freundin.
Er setzt sich halb auf den Schoß seines Kumpels und sie fangen sich mit dem betrunkenen Ernst junger Männer zu balgen an, zuerst nur untereinander, dann auch mit ihr. Sanfter natürlich, sie ist ein Mädchen. Außerdem ergreift der Freund Partei für sie, wenn er zu grob wird.

Später hält er dem Freund sein Getränk hin und fragt, ob er probieren möchte. „Ich hab keine Ahnung, was das ist.“ Als der Freund nicht will, fragt er sie. Sie will auch nicht. „Du schluckst doch sonst alles“, grient er halblaut. Für ihren Moment verirrt sich ihr Blick zu dem Freund, der vor ihrem Sessel kauert. Er muss es gehört haben. Er wird kaum eingeweiht sein.
„Nicht aus Gläsern“, gibt sie trocken zurück und er verschluckt sich fast. „Soll ich dich küssen, oder was?“ Sie protestiert, indem sie sich weit von ihm lehnt. Er ist viel zu betrunken.

Später kabbeln sie sich aufs Neue und weil er keine Hand frei hat, als sie ein paar Dreads um ihre Finger wickelt, beißt er sie ins Handgelenk. Insgesamt holt sich sie sich drei blaue Flecken an den Unterarmen und alle drei verblassen erst nach zwei Wochen. Er bohrt einen Finger durch die Schnürung ihres Korsetts und verkündet, er habe ein Loch gefunden, während der Freund den Kopf auf ihre Knie lehnt. „Was machst du da?“, fragt er. „Ich spiele Katze“, erklärt der Freund und sie spielt mit und krault ihn, bis er ihre Hand nimmt und aus dem Kraulen ein Kratzen werden lässt.


Später, als sie sich verabschieden, ist er unzufrieden. „Was?“, fragt sie und umarmt ihn doch noch. Er grinst und gibt ihr einen Klaps auf den Hintern.

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