luinaldawen: (Default)
[personal profile] luinaldawen posting in [community profile] 120_minuten

Challenge: Sommergrippe
Pairing: Magnus BanexAlec Lightwood
Teil: 3/ Ich gebs auf... -.- Ich halte mich ja noch nicht dran.
Anmerkungen: Dieses Kapitel hat es mir ganz extrem schwergemacht, also nicht wundern.... Verbesserungsvorschläge werden gerne angenommen. Wirklich! >.<


„Wenn ich sie anrufe, rufst du Magnus an.“

„Hast du sie noch alle? Wenn er vernünftig ist, schläft er. Und du weißt, wie er drauf ist, wenn man ihn weckt.“

„Wie er drauf ist, wenn einer von uns ihn weckt. Bei dir ist das was anderes.“

Alec schnaubte. „Klar. Er wird Freudensprünge machen.“

„Wenn er vernünftig ist…“

„Izzy…“ Warum gab es kein Gesetz, das dafür sorgte, dass kleine Schwestern brav das taten, was der große Bruder sagte? Oder zumindest nicht so offensichtlich Kupplerin spielten. „Außerdem haben wir im Moment andere Sorgen“, versuchte er vom Thema abzulenken.

„Den toten Vampir? Das hat sich bestimmt bald erledigt. Zumindest für uns.“

„Und wie?“

„Lass mich nur machen.“

Dieser Tonfall ließ nicht Gutes erwarten. Isabelle hatte ihn immer dann, wenn sie etwas ausheckte. Und das Meiste, was Isabelle Lightwood ausheckte endete entweder in totalem Chaos oder einer ebenso totalen Katastrophe. Allerdings gab es wenig, was sie bei ihren Aktionen aufhalten konnte – er sprach da aus Erfahrung.

Außerdem war es jetzt ohnehin zu spät, sie hatten Taki’s erreicht und Isabelle war schneller drin als Alec gucken konnte. Mit einem innerlichen Seufzen folgte er ihr – auf das Schlimmste gefasst. Aber entgegen seiner Befürchtungen lebten alle Beteiligten noch, was in gewisser Weise beruhigend war. Luke war in ein Gespräch mit Clary vertieft, Jace tat sein Bestes cool auszusehen – was ihn fast wieder lächerlich wirken ließ – und Raphael… telefonierte. Ziemlich laut und ziemlich spanisch.

„Das war mehr als eine Stunde“, beschwerte Jace sich, kaum dass er sie sah.

„Sorry…“ Isabelle brachte es fertig, ein engelsgleiches Lächeln auf ihr Gesicht zu zaubern, was ihr keiner, der sie kannte, abnahm. „Aber…“

Raphael klappte sein Handy zu und fiel ihr ins Wort: „Es war einer aus dem Rudel von Queens… Glück für dich.“ Er funkelte Luke an, der nicht sonderlich beeindruckt war. Wäre Alec auch nicht gewesen.

„Das habe ich dir gleich gesagt.“

Der Vampir zuckte die Schultern. „Es lag nahe…“

„Ich weiß. Hätte es jemanden von meinem Rudel erwischt, hätte ich euch wohl auch als erstes verdächtigt.“

„Das könnte aber auch daran liegen, dass sie die einzigen Vampire in der Stadt sind“, warf Jace streitlustig ein. Sofort sprang Raphael auf. „Wir sind nicht für jeden Toten in der Stadt verantwortlich!“

„Aber für einige?“

„Jace, lass das…“, versuchte Clary zu beschwichtigen, wurde aber ignoriert.

„Du denkst doch ohnehin das Schlechteste über uns!“, zischte Raphael.

„Warum bloß?“

„Leute… kriegt euch wieder ein. Wir regen das mit den Werwölfen aus Queens und dann ist die Sache erledigt…“ Alle starrten Simon an. Der zuckte etwas verlegen die Schultern. „Was denn? Ich gehöre schließlich auch irgendwie dazu…“

„Zeit für uns, zu verschwinden“, murmelte Isabelle Alec zu, der sie nur verwirrt ansehen konnte. Aber sie hatte sich schon wieder den anderen zugewandt und sagte laut genug um das Wortgewirr zu übertönen: „Leute, wir gehen wieder.“

„Was? Warum?“ Jace sah wenig begeistert aus, was Alec sogar verstehen konnte. Isabelle wollte jetzt einfach wieder abhauen? Die Sache war noch längst nicht erledigt.

„Alec geht’s nicht besonders gut…“, erklärte Isabelle und jetzt begann er ernsthaft an ihrem Verstand zu zweifeln. Diese Ausrede war so abgedroschen, dass nur ein Idiot sie glauben würde.

„Und was hat er?“ Und Jace war kein Idiot. Er glaubte Isabelle kein Wort.

„Sommergrippe.“

„Er sieht wirklich nicht besonders fit aus…“ Aber Luke war einer. Und ein Blick auf Isabelle zeigte, dass sich genau darauf spekuliert hatte. Okay, man konnte es auch Mitgefühl nennen, Nächstenliebe oder sonst was. Aber Fakt war, dass Luke Isabelle diese Erklärung offenbar wirklich abkaufte.

„Eben. Aber natürlich würde er es nie zugeben.“ Den mein-Bruder-ist-einfach-nur-unvernünftig-Tonfall traf sie schon mal sehr gut. Aber Übung machte vermutlich den Meister.

Und Luke sprang drauf an. „Wir schaffen das hier wohl alleine, es klärt sich ja langsam alles auf.“

„Sehr gut.“ Isabelles Lächeln war wohl ein klein wenig zu triumphierend, Jaces Augen verengten sich jedenfalls misstrauisch. Bevor er allerdings Zweifel äußern konnte, hatte sie sich bereits zu Alec umgedreht und sagte: „Na also, was hab ich dir gesagt? Also spar dir dein schlechtes Gewissen.“ Damit schob sie ihn wieder nach draußen, wo Alec nur den Kopf schütteln konnte. „Wie kann so was Durchtriebenes wie du nur meine Schwester sein?“

„Ja, ich frag mich auch, ob du davon gar nichts abbekommen hast… gehen wir, den Rest des Tages haben wir frei.“

„Du weißt schon, dass nur ich hier ‚krank’ bin?“

„Aber einer muss ja auf dich aufpassen. Und gleich rufst du Magnus an.“

„In deinen Träumen.“

„Nein, wenn wir im Institut sind.“

„Ganz sicher nicht.“

„Ganz sicher doch.“

Schwestern waren… die Pest. Und weil Isabelle ihm ohnehin erneut widersprechen würde, zog er es vor zu schweigen – und nicht zu sagen, dass sein Handy gerade vibrierend kundgetan hatte, dass es eine sms erhalten hatte. Vermutlich war sie von Jace, der sich bei ihm über diese Ungerechtigkeit beschwerte. Oder seine Mutter, der gepetzt worden war, dass er ‚sich nicht gut fühlte’ und die wissen wollte, was los war. Es gab genug Möglichkeiten, die nichts mit Magnus zu tun hatten.

Also war es besser, sich keine Hoffnungen zu machen.

Das hielt ihn aber nicht davon ab kaum dass er Isabelle für ein paar Minuten losgeworden war – er hatte sie dazu verdonnert, Church zu füttern – hastig sein Handy aus der Tasche zu ziehen und festzustellen, dass die sms entgegen aller Wahrscheinlichkeiten wirklich von Magnus war.

Als er sie mit leicht zitternden Fingern öffnete, leuchteten ihm vier Worte entgegen. „Es tut mir Leid.“

Sonst nichts.

Mehr war aber auch nicht nötig, um Alec einen riesigen Felsbrocken vom Herzen fallen zu lassen. „Mir auch… ich habe überreagiert“, schrieb er zurück… „Alexander Lightwood!“ …und ließ fast das Handy fallen, als Isabelle ihn fast zu Tode erschreckte.

Schon hatte sie ihm das Handy aus der Hand gerissen und las die sms.

„Warum hast du mir nicht gesagt, dass er sich gemeldet hat?“

„Weil ich nicht mal sicher war, dass die sms von ihm war.“

„Pfffff…“

„Okay, okay… und wenn’s eine wäre…“

„Was sie ja war“

„…wollte ich sie alleine lesen.“

„Weißt du was… manchmal frag ich mich echt, warum er so vernarrt in dich ist. Aber du kannst wirklich süß sein.“ Isabelles Stimme ging in Höhen, die man eher als Quietschen bezeichnen musste und nicht mehr als Sprechen. Er hatte nicht gewusst, dass seine Schwester zu derartigen Lauten überhaupt fähig war.

„Süß“, wiederholte er skeptisch. Irgendetwas musste in ihrem Gehirn durchgebrannt sein. Ganz, ganz früh in ihrer Kindheit.

„Natürlich! Du willst mit der sms deines Freundes alleine sein…“

Oder lag es einfach an diesem zweiten x in ihren Genen? Clary hatte hin und wieder auch solche komischen Anfälle – Alec fiel kein besseres Wort dafür ein.

Wieder sparte er sich eine Antwort, sie würde es ja doch nur noch schlimmer machen. Isabelle überraschte ihn aber schon wieder, indem sie ihm sein Handy wieder in die Hand drückte und ernst sagte: „Regelt das. Es reicht, wenn ich mich immer unglücklich verliebe. Du hast das nicht verdient.“

„Ich…“, begann Alec verwirrt, dann fiel der Groschen. „Simon…“

„Natürlich Simon.“

„Deswegen wolltest du so schnell wieder weg.“

Jetzt warf sie ihm einen beleidigten Blick zu. „Nicht nur. Da hättest du im Leben nicht die Ruhe gehabt, deine sms zu kontrollieren.“

Noch während er überlegte, was er darauf antworten sollte, meldete sich sein Handy erneut und auf dem Display blinkte Magnus Name.

„Mach schon, lies sie!“, drängelte Isabelle, als er zögerte. „Ihr habt euch beide entschuldigt, es wird also nichts Schlimmes sein!“

„Jaja, ich mach ja schon.“ Schwestern konnten wirklich furchtbar sein. Er warf nur einen kurzen Blick auf die Nachricht und sah dann Isabelle an. „Er möchte, dass ich zu ihm komme…“

„Na also.“

~*~

Wenn ich es darauf angelegt hätte, hätte ich die ff auch schon in diesem Teil beenden können, habe mich dann aber dagegen entschieden.

Die beiden haben ein schönes, kitschig-fluffiges Kapitel nur für sich verdient.

Jetzt fehlt nur noch die passende Challenge.


(deleted comment)

Profile

120_minuten: (Default)
Die Uhr läuft ... jetzt!

Most Popular Tags

January 2026

M T W T F S S
   1 234
567891011
12131415 161718
19202122232425
262728293031 

Style Credit

Powered by Dreamwidth Studios