Title: Basisleben
Rating: PG-13
Warnings: gen, angst, vll etwas mysterie? Óo
Challenges: #2 Momentaufnahme (vom 10.05.09)
Summary: Die letzten Überlebenden versteckten sich an unmenschlichen Orten.
Kommentar: Ich hab wieder so viel darüber zu sagen, aber ich versuche mich kurz zu fassen.
Ich hab es geträumt, genau das, aber ich bin mir wirklich nicht sicher, ob ich es so einfangen konnte. Zumindest war das Gefühl des Traums immer noch da, als ich es geschrieben habe, und genau das Herzrasen, als ich aufgewacht bin, hatte ich eben, als ich die letzten Zeilen geschrieben habe.
Es gibt keine Namen, weil ich keine weiß, ich hoffe, es ist nicht zu verwirrend.
Basisleben
Die letzten Überlebenden versteckten sich an unmenschlichen Orten.
Auf hohen Gebirgen oder deren Schluchten, im ewigen Eis oder in der Wüste – denn die extremen Temperaturen verwirrten ihre Wärmesensoren.
Die schwarze Drone flog schnell über den heißen Sand, suchte ihn ab nach lebenden Objekten. Doch außer ein paar primitiven Lebensformen, die keinerlei Gefahr darstellten, nahm der rote Optiksensor nichts auf. Wie ein großes, rotes Auge schwebte er kreisrund über den gelben Sand, umgeben von einer schwarzen Rüstung, die auch den Tieren Angst einjagte.
Nur etwa drei Meilen entfernt waren die Menschen. Unter einer sandgelben Plane dicht über den Wüstenboden gespannt versteckten sie sich in niedrigen Zelten, in denen nur die Kinder aufrecht stehen konnten.
„Wo gehst du hin?“, fragte die besorgte, weibliche Stimme einer Frau Mitte dreißig.
Der Junge, nicht älter als zwölf Jahre, drehte sich ertappt um, als er sich aus dem Zelt schleichen wollte.
„Ich wollte nur rüber, weißt du. Mir ist langweilig.“
Die Frau seufzte. Das Rotorengeräusch war schon eine Weile verstummt, aber dennoch fühlte sie sich nicht wohl, den Jungen außerhalb des Zeltes zu wissen. Ihr Gesicht spiegelte wohl ihre Sorge wieder, denn Junge quengelte: „Aber ich bin nur drüben. Bitte…“
Sie schloss kurz ihre Augen, um zu überlegen und nickte, als sie sie wieder öffnete.
Mit einem kleinen Freudenschrei, lief der Junge aus dem Zelt, die Frau folgte ihm und sah hinaus, hoch, auf die Plane, die von unten her halb durchsichtig war und den Himmel gelb erschienen ließ. Wie sehr sie den blauen Himmel vermisste.
Der Junge krabbelte in das fremde Zelt, das direkt neben seinem stand und sah hinab.
Einige Menschen hatten mehr Eigentum als andere und einige Menschen mussten sich deswegen größere Zelte bauen. Die Leute hoben Gruben aus, oder ließen sie sich ausheben, worüber sie ihre Zelten spannten, sodass auch die Erwachsenen aufrecht stehen konnten. So zumindest, verstand es der 12-jähirige Junge. Für ihn waren diese Zelte zweistöckig.
Er kletterte die kleine Leiter hinab und begrüßte die Besitzer fröhlich. Er war hier immer willkommen und er war ein guter Freund von dem Jungen, der hier wohnte. Er war älter als der Junge und schon in der Pubertät.
„Was liest du da?“, wollte der Junge wissen, als der andere sein Buch wegpackte.
„Irgendetwas aus der alten Zeit. Ich versteh aber nur die Hälfte, weil die damals noch ganz anders gesprochen haben.“
Die Augen des Jungen wurden groß. „Wirklich? Wie klang das?“
Der Jugendliche lachte und versuchte es zu erklären, doch der Jüngere hörte nur halb zu, da sein Interesse plötzlich den gepackten Koffern galt, die in einer Ecke standen. Sie waren rot.
Nur einige Augenblicke später kam der Vater des Jugendlichen in das Zelt, er wirkte gehetzt und der Junge bekam eine Gänsehaut. Sie hatten das neue Lager erst vor drei Tagen aufgeschlagen, normalerweise würden sie nicht vor dem siebten oder achten Tag aufbrechen, wenn nichts dazwischen kam.
„Du solltest in dein eigenes Zelt zurückgehen, Junge!“, murrte der fremde Vater ihn an und sah dann nervös zu seinem Sohn.
Ohne Widerrede nickte der Junge und stand auf, verabschiedete sich schnell von seinem Freund und lief aus dem Zelt.
„Wir müssen sofort packen!“, sagte der Junge gehetzt, als er wieder sein eigenes Zelt betrat.
Die Frau sah auf, der Blick des Jungen war voller Angst und sie bekam ebenfalls Gänsehaut. Sie kroch in den größeren, vom Vorzelt abgetrennten Raum und weckte den Mann auf der Liege.
„Wach auf! Wir müssen packen, schnell!“
Der Mann drehte sich verschlafen um. „Wieso…?“, fragte er träge. Es war noch so früh und sie hatten bis in die späte Nacht hinein nach Wasser gegraben.
„Der Junge hat es gesagt, wir müssen los!“
Mit einem Ruck setzte der Mann sich auf, die Augen panisch.
„Der Junge hat es gesagt?“ Die Frage war rein rhetorisch, mehr eine Mahnung an seinen verschlafenen Geist.
Sie packen, hektisch, schnell und gerade, als der Mann den ersten Hering aus dem sandigen Boden ziehen wollte, erklang der Alarm.
„Sie kommen!“, hörte man es schreien.
„Sie kommen von der Seite!“
Maschinen krabbelten über den Boden, nicht wirklich groß, so groß wie ein Kleinkind. Sie krochen unter die gespannte Plane, mit ihren sechs Beinen wirkten sie wie metallische Spinnen. Der Sand knarrte in ihren Gelenken und das Geräusch war noch schrecklicher, als das mechanische Kreischen, das sie ausstießen. Es klang wie Lachen.
Der Mann sah zu dem Jungen und der Frau.
„Lauft!“
Er drängte sie dann aus dem Zelt und fasste sie an der Hand.
„LAUFT!“
Vielen Dank fürs Lesen. ^^
Rating: PG-13
Warnings: gen, angst, vll etwas mysterie? Óo
Challenges: #2 Momentaufnahme (vom 10.05.09)
Summary: Die letzten Überlebenden versteckten sich an unmenschlichen Orten.
Kommentar: Ich hab wieder so viel darüber zu sagen, aber ich versuche mich kurz zu fassen.
Ich hab es geträumt, genau das, aber ich bin mir wirklich nicht sicher, ob ich es so einfangen konnte. Zumindest war das Gefühl des Traums immer noch da, als ich es geschrieben habe, und genau das Herzrasen, als ich aufgewacht bin, hatte ich eben, als ich die letzten Zeilen geschrieben habe.
Es gibt keine Namen, weil ich keine weiß, ich hoffe, es ist nicht zu verwirrend.
Basisleben
Die letzten Überlebenden versteckten sich an unmenschlichen Orten.
Auf hohen Gebirgen oder deren Schluchten, im ewigen Eis oder in der Wüste – denn die extremen Temperaturen verwirrten ihre Wärmesensoren.
Die schwarze Drone flog schnell über den heißen Sand, suchte ihn ab nach lebenden Objekten. Doch außer ein paar primitiven Lebensformen, die keinerlei Gefahr darstellten, nahm der rote Optiksensor nichts auf. Wie ein großes, rotes Auge schwebte er kreisrund über den gelben Sand, umgeben von einer schwarzen Rüstung, die auch den Tieren Angst einjagte.
Nur etwa drei Meilen entfernt waren die Menschen. Unter einer sandgelben Plane dicht über den Wüstenboden gespannt versteckten sie sich in niedrigen Zelten, in denen nur die Kinder aufrecht stehen konnten.
„Wo gehst du hin?“, fragte die besorgte, weibliche Stimme einer Frau Mitte dreißig.
Der Junge, nicht älter als zwölf Jahre, drehte sich ertappt um, als er sich aus dem Zelt schleichen wollte.
„Ich wollte nur rüber, weißt du. Mir ist langweilig.“
Die Frau seufzte. Das Rotorengeräusch war schon eine Weile verstummt, aber dennoch fühlte sie sich nicht wohl, den Jungen außerhalb des Zeltes zu wissen. Ihr Gesicht spiegelte wohl ihre Sorge wieder, denn Junge quengelte: „Aber ich bin nur drüben. Bitte…“
Sie schloss kurz ihre Augen, um zu überlegen und nickte, als sie sie wieder öffnete.
Mit einem kleinen Freudenschrei, lief der Junge aus dem Zelt, die Frau folgte ihm und sah hinaus, hoch, auf die Plane, die von unten her halb durchsichtig war und den Himmel gelb erschienen ließ. Wie sehr sie den blauen Himmel vermisste.
Der Junge krabbelte in das fremde Zelt, das direkt neben seinem stand und sah hinab.
Einige Menschen hatten mehr Eigentum als andere und einige Menschen mussten sich deswegen größere Zelte bauen. Die Leute hoben Gruben aus, oder ließen sie sich ausheben, worüber sie ihre Zelten spannten, sodass auch die Erwachsenen aufrecht stehen konnten. So zumindest, verstand es der 12-jähirige Junge. Für ihn waren diese Zelte zweistöckig.
Er kletterte die kleine Leiter hinab und begrüßte die Besitzer fröhlich. Er war hier immer willkommen und er war ein guter Freund von dem Jungen, der hier wohnte. Er war älter als der Junge und schon in der Pubertät.
„Was liest du da?“, wollte der Junge wissen, als der andere sein Buch wegpackte.
„Irgendetwas aus der alten Zeit. Ich versteh aber nur die Hälfte, weil die damals noch ganz anders gesprochen haben.“
Die Augen des Jungen wurden groß. „Wirklich? Wie klang das?“
Der Jugendliche lachte und versuchte es zu erklären, doch der Jüngere hörte nur halb zu, da sein Interesse plötzlich den gepackten Koffern galt, die in einer Ecke standen. Sie waren rot.
Nur einige Augenblicke später kam der Vater des Jugendlichen in das Zelt, er wirkte gehetzt und der Junge bekam eine Gänsehaut. Sie hatten das neue Lager erst vor drei Tagen aufgeschlagen, normalerweise würden sie nicht vor dem siebten oder achten Tag aufbrechen, wenn nichts dazwischen kam.
„Du solltest in dein eigenes Zelt zurückgehen, Junge!“, murrte der fremde Vater ihn an und sah dann nervös zu seinem Sohn.
Ohne Widerrede nickte der Junge und stand auf, verabschiedete sich schnell von seinem Freund und lief aus dem Zelt.
„Wir müssen sofort packen!“, sagte der Junge gehetzt, als er wieder sein eigenes Zelt betrat.
Die Frau sah auf, der Blick des Jungen war voller Angst und sie bekam ebenfalls Gänsehaut. Sie kroch in den größeren, vom Vorzelt abgetrennten Raum und weckte den Mann auf der Liege.
„Wach auf! Wir müssen packen, schnell!“
Der Mann drehte sich verschlafen um. „Wieso…?“, fragte er träge. Es war noch so früh und sie hatten bis in die späte Nacht hinein nach Wasser gegraben.
„Der Junge hat es gesagt, wir müssen los!“
Mit einem Ruck setzte der Mann sich auf, die Augen panisch.
„Der Junge hat es gesagt?“ Die Frage war rein rhetorisch, mehr eine Mahnung an seinen verschlafenen Geist.
Sie packen, hektisch, schnell und gerade, als der Mann den ersten Hering aus dem sandigen Boden ziehen wollte, erklang der Alarm.
„Sie kommen!“, hörte man es schreien.
„Sie kommen von der Seite!“
Maschinen krabbelten über den Boden, nicht wirklich groß, so groß wie ein Kleinkind. Sie krochen unter die gespannte Plane, mit ihren sechs Beinen wirkten sie wie metallische Spinnen. Der Sand knarrte in ihren Gelenken und das Geräusch war noch schrecklicher, als das mechanische Kreischen, das sie ausstießen. Es klang wie Lachen.
Der Mann sah zu dem Jungen und der Frau.
„Lauft!“
Er drängte sie dann aus dem Zelt und fasste sie an der Hand.
„LAUFT!“
Vielen Dank fürs Lesen. ^^