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Titel: Wie siehst du denn aus?
Challenge: #2 "Wie siehst du denn aus?"
Fandom: Tokio Hotel
Charaktere: Bill, Tom
Wordcount: 620
Warnung: pointless smut
Kommentar: ... was mach ich hier eigentlich? Oh und ich war natürlich brav und hab genau 116 Minuten lang geschrieben - aber die Challenge zu spät entdeckt -.-



Wie siehst du denn aus?

Wie siehst du denn aus?

Wie siehst du denn aus?

Wie siehst du denn aus?

Wie…

Es sind fünf Wörter. Fünf Möglichkeiten der Betonung hoch den vier Grundtonfällen (amüsiert, wütend, erstaunt und entsetzt) ergeben sechshundertfünfzwanzig Botschaften für diese eine, einzige Frage. Fächert man die emotionale Färbung noch weiter auf, kommt man leicht auf tausend Sätze, zweitausend, hunderttausend, unendlich viele.

Tom brachte noch eine Lösung darüber hinaus zustande. Er betonte alles und nichts gleichzeitig, indem er die fünf Silben zu einer einzigen zusammenzog und sie wie einen Wattebausch vor Bills Füße schleuderte. Unbefangenheit in seiner hässlichsten Ausführung.

Bill stand still und ließ sich von Tom umkreisen und betasten. Er hatte sich zuvor zurechtgelegt, was er sagen wollte, und tat jetzt das einzig richtige, indem er den Mund hielt und Tom mit sich selbst debattieren ließ. Und Tom debattierte. Seine Stirn zuckte, seine Finger kneteten die Luft als wäre sie Kaugummi und seine Lippen fabrizierten ein unablässiges Wirrwarr an stummen Definitionsversuchen, bevor er Bill nicht mehr ansehen konnte, die Augen schloss und sich anderweitig versicherte, dass sich nichts geändert hatte. Zumindest nicht zum Schlechten.

Bill gab einen zwar nicht überraschten, aber ohne Zweifel überrumpelten Laut von sich, als er mangels einer Wand hinter sich durch Toms Schwung und Gewicht auf den Boden stolperte. Eine Gelegenheit, seine Gliedmaßen selbst zu ordnen, bekam er nicht. Tom schlug seine Hände zur Seite und zerrte ihm die Beinen so schnell in die Grätsche, dass die Innenseiten seiner Oberschenkel augenblicklich brannten.

„Scheiße, pass auf“, knurrte er durch zusammengebissene Zähne, aber Tom hörte ihn nicht. Tom hörte nur Bills Gürtelschnalle, die er mehr aufbrach als öffnete, und erst als sein Bruder keuchend unter ihm lag, die Fäuste ergeben über dem Kopf auf dem Teppich, und er die Hitze unter seiner Handfläche spüren konnte, die er über dem V des heruntergezogenen Reißverschluss schweben ließ, hielt er inne und holte Luft. Bill stöhnte kehlig auf, als er zu ihm aufsah, die Pupillen weit wie auf Drogen. Es war still um sie herum, still bis auf Toms trockenes Schlucken und fragendes Stirnrunzeln. Bill nickte knapp.

Tom atmete lang aus und das Fiepen in seiner Stimme wäre beinahe lustig gewesen, wenn er seine Nase nicht als nächstes neben Bills Schwanz in der weichen Baumwolle vergraben hätte, den Mund wie zufällig offen, die Zähne stechend zarte Druckpunkte auf dem Schaft. Nicht mehr als eine quälende Einbildung, nicht mehr als ein schlechter Scherz – zumindest Bills Meinung nach. Er drückte Tom sein Becken harsch entgegen, aber Tom kicherte nur und folgte der Bewegung so vollkommen, dass Bill jegliche Geduld verlor, sich in Toms Dreads krallte und seinen Kopf dorthin zog, wo er ihn haben wollte. „Mach“, zischte er und Tom grollte protestierend, schob seine Hand über Bills Bauch und Brust erst zu dessen Kehle, dann in seine Haare. Bill fluchte laut, als Tom zwei schwarze Dreadlocks um seine Finger wickelte, die Hand zur Faust ballte und kräftig zog. Aber nur einen Moment lang. Im nächsten presste sich schon Toms Piercing ohne jeden störenden Stoff in seinen Schoß und er schmolz in den Boden.

Ja, und wie siehst du denn aus?

Wie siehst du denn aus, Schweißfilm auf der Stirn und klebrige Strähnen im Gesicht. Wie siehst du denn aus, der Mund halb offen, die Lippen trocken und spröde, weil alle Flüssigkeit abwärts rauscht und in deiner Mitte tobt. Wie siehst du denn aus, die Finger verkrampft, das Rückgrat ein gespannter Bogen, wie siehst du denn aus, lebendig und atmend und stöhnend und alles in einem, wie siehst du denn aus, die Augen unter den geschlossenen Lidern verdreht, zitternd, nass, mit dem liebevollen Grinsen über deinem Schwanz und den milchigen Tropfen in seinen Mundwinkeln.

„Du“, sagte Tom, “siehst aus wie ich.“









Und für alle Nicht-Fans, denen sich ein großes Fragezeichen auftut, noch ein Stalkerbild der neuen Frisur:^^

Date: 2009-04-01 09:13 pm (UTC)
From: [identity profile] dreamhunter.livejournal.com
ekiughbvkjt.

Image (http://s2.photobucket.com/albums/y4/dreamhunter/?action=view&current=braine.jpg)

<3333333

Date: 2009-04-02 04:55 pm (UTC)
From: [identity profile] dreamhunter.livejournal.com
leider nicht.

willst du eines? XD
(deleted comment)

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