[identity profile] tsutsumi.livejournal.com posting in [community profile] 120_minuten
Challenge: #2c "Was zum Teufel machst du da?"
Fandom: Kimi wa petto!
Personen: Takeshi, Rumi
Warnung: het Limone/Lemon (Irgendwie dazwischen)
Kommentar: Rei meinte, ein bisschen prOn könnte meine toten Schreibgeister vielleicht wieder ein bisschen auf Trab bringen. Gut, das hier ist von porn noch meilenweit entfernt, aber man muss ja nicht allzu tief in den Sumpf steigen.

„Was zum Teufel machst du da?“
Sie hatte ihn eigentlich anschreien wollen, diesen blöden, dämlichen Kerl.
Rumi hob die Handtasche wieder vom Boden auf und wischte sich über den Mund. Es war ja nicht so, dass sie sich nicht um ihn scherte, im Gegenteil. Er rührte sie mehr denn je, als hätte er damals heimtückisch sein Herz an ihres geklebt und nicht mitgenommen, als er gegangen war.

Takeshi blinzelte sie an, den Blick über die Schulter nach hinten gewendet.
Rumi hatte einen erstaunten Blick erwartet, oder zumindest ein Grinsen. Doch er sah müde und erschlafft aus.

„Antworte mir!“, zischte Rumi und schlug ihn mit ihrer Handtasche.
„Was zum Teufel soll das hier?!“

Seine nackten Füße schauten aus dem Hundekostüm heraus. Es sah aus, als wäre er Sumire den halben Weg zur Arbeit hinterhergerannt. So wie Rumi die beiden inzwischen kannte, war er das wahrscheinlich auch. Sie blickte in die Ferne und sah Iwayas langen, schmalen Rücken in der Menschenmenge. Die Frau hatte einen noch robotermäßigeren Gang drauf als sonst. Zweifellos hatten sich Haustier und Frauchen gestritten.

„Nichts, was dich angeht.“, murmelte Takeshi und biss sich auf die Unterlippe.
„Komm mit, ich heitere dich auf.“

Sein Körper fühlte sich heiß an, selbst durch das dämliche Kostüm.
Er hatte Rumi einfach bei der Hand genommen und mit sich gezogen. Und, so fühlte sie während sie sich innerlich immer wieder selbst beschimpfte, es wäre völlig egal gewesen, was er angehabt hätte, was er gesagt hätte- er hätte sie niemals mit sich mitziehen müssen. Ihr Herz klebte doch noch an seinem, wie konnte sie ihm da nicht folgen?
Im Love Hotel sagte er kein Wort, sondern hob an der Rezeption nur den Zeigefinger und schob das Geld über den Tresen.

„Warum verlässt du sie nicht einfach?“, hörte Rumi sich seufzen als Takeshi sie sanft durch den Türrahmen schob.
„Du leidest wie ein Tier.“

Er warf die Tür zu und verriegelte sie umständlich.
Rumi konnte seinen Rücken sehen, das Hundekostüm warf Falten aus schwarzen und weißen Punkten, der Plüschschwanz baumelte lustig hin und her.
Es hatte zu Hause wahrscheinlich als Gag begonnen und dann war sicher wieder irgendwas zwischen den beiden passiert. Rumi hielt Iwaya für verdorben.
Eine Frau, die sich einen jüngeren Kerl zu Hause als Haustier hielt, konnte nur verdorben sein.
„Schlampe“, dachte Rumi für einen Moment, aber es tat ihr fast zeitgleich Leid.
Sie hatte Iwaya einige Male getroffen, da wollte das Wort einfach nicht zu der passen.

„Falsch.“, sagte Takeshi und drückte Rumi auf das Bett.
„Ich bin ein Tier, aber ich leide wie ein Mensch.“
„Dann solltest du endlich wieder ein Mensch werden!“,
fauchte Rumi ihn an und wollte ihn eigentlich ohrfeigen. Aber sie hatte einfach nur den rechten Arm gehoben und nestelte an Takeshis Rücken herum um den Reißverschluss des Plüschkostüms zu öffnen.
Die Frühsommertemperaturen hatten den Jungen ein klein wenig schwitzen lassen. Ein paar Haare klebten in seinem Nacken.
Rumi hob den Kopf, eigentlich unwillig, ihm in die Augen zu sehen und gleichzeitig genau dort festhängend. Es war als würde er ihr unwillig entgegenkommen, unverschämt dafür, dass er derjenige gewesen war, der sie hierher geschleppt hatte.
`Ich habe eigentlich gerade Tanzschule.´, dachte Rumi empört. Dann legten sich seine nackten Arme um sie und sie hörte auf zu denken.

Sie hatte ihn vermisst.
In ihrem Kopf war er omnipräsent, so wenig sie sich das auch eingestehen wollte. Dass er gegangen war, war nur seine Schuld gewesen. Takeshi, der unbeständige, unberechenbare Wunderknabe. Sie spürte seine Hand zwischen ihren Beinen und seufzte leise, ihn noch näher an sich drückend.
Seine Haare kitzelten sie am Hals, diese feinen, ungekürzten Haarspitzen. Sie legte ihre Hand auf seinen Po und zog ihn fester an sich, zog ihn fast schon in einer Bewegung in sich.
Er erzitterte kurz, stutzte und schaute sie durch verschleierte Augen mit zur Seite geneigtem Kopf an.
„Du bist ja schon ganz nass.“
Und lächelte, einen Mundwinkel gehoben.
„Hat das Kostüm dich angemacht?“
„Idiot!“, zischte sie.
„Du bist auch nicht besser.“

Konnte er nicht einfach seinen Mund halten? Als ob sie sich nicht schon schlecht genüg fühlen würde.
Er saugte dunkle Flecken an ihren Hals und bewegte sich mit diesem immerwährenden Zittern in ihr, das sie so liebte. Es war das einzige, woran sie sich festhalten konnte. Er hatte sie nicht geküsst, er hatte sie kaum angefasst. Es war, als würde er sich an ihr nur abreagieren.
Was zum Teufel machte sie hier eigentlich?

Sie spielte den Frauchenersatz für einen durchgedrehten, streunenden Hund. Nicht anders verhielt Takeshi sich doch. Für einen Moment fühlte sie sich schlecht, dann spürte sie plötzlich seine Finger, die sich um ihre Hand schlossen und sie schmolz erneut dahin.
Vielleicht war es manchmal schwerer etwas loszulassen als festzuhalten.
Bisher hatte sie es nur andersherum betrachtet.

`Loslassen.´, dachte sie angestrengt, aber ihre Gedanken verloren sich. Takeshi hatte die lästige Angewohnheit, sich bei seiner Geliebten Lieb Kind zu machen. Er kannte Rumi viel zu gut um nicht zu wissen wie er sie beim Sex um den kleinen Finger wickeln konnte.
Mit dem Rücken an seinem Bauch lagen sie auf der Seite, seine Finger an ihrem Kitzler.
Von wegen loslassen, dachte sie frustriert. Wie sollte sie das, wenn er sie nicht losließ?
Solange er Dinge wie das hier tat, wie sollte sie da denken, er würde sie absolut nicht wollen...?


Sie lehnte sich zurück, spannte sich an und entspannte sich zugleich.
Nicht Iwaya war die Schlampe, sondern Takeshi. Bei der Erkenntnis musste Rumi lächeln, auch wenn ihr bewusst war, wie gerne sie sich ausnutzen ließ.
Es war schmutziger Sex in einem schmutzigen Love Hotel nach einem wahrscheinlich schmutzigen Streit.
Das war fast schon cool. Davon träumte man doch.
Es war ja auch nur eine Frage der Zeit bis sie fertig werden würden, Takeshi aufstehen und gehen würde. Dann würde Rumi sich alleine schmutzig fühlen.

Aber bis dahin waren noch etwa zehn Minuten Zeit...

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