(no subject)
Feb. 18th, 2009 10:26 pmTitel: Ende
Fandom: Die Welt hinter den Bergen (Original)
Charactere: Shalya
Genre: Angst
Rating: PG
Prompt: 2 durch den Schneesturm (auch wenns eigentlich kein Sturm ist)
Am Ende war es alles was sie hatte tun können. Rennen, laufen, schreien, bitten, beten, verzweifeln. Am Ende hatte es nichts gegeben, was noch Sinn gemacht hätte. Es war das Ende.
Shalya trat hinaus in den lautlose fallenden Schnee der Winternacht. Tiefer Frieden lag über dem Land, bedeckte alles, erstickte alles. Sie rieb sich über die Augen und zog den Kragen ihrer Jacke höher. Es gab keinen Grund noch länger zu bleiben. Diese Stadt konnte ihr nichts mehr geben. Nicht mehr, seit Maren nicht mehr war.
Langsam, mühsam kämpfte sie sich durch das dichte Schneetreiben. Wie sie den Schnee hasste. Damals, im Ende, hatte es auch geschneit. Sie erinnerte sich noch an das dichte Weiß, wie es um sie getobt hatte, rasend vor Wut, alles vereinahmend. Wie es ihre Eltern geschluckt hatte. Und nun, Jahre später, auch ihren Bruder. Er war nicht zurückgekommen von der Jagd, und sie würde nie erfahren ob es ein Tier gewesen war, oder ein Räuber, oder das Wetter. Ob er einen Unfall ghabt hatte. Der Schnee hatte ihn geschluckt, und in diesem Winterland würde er ihn nie wieder hergeben.
Nein, es hielt sie nichts mehr in dieser Stadt. Sie trat durch das niedere Stadttor kurz nach Beginn der Morgenwache. Niemand nahm Notiz; es gab auch keine Grund dazu. Niemanden, dem sie etwas schuldig war.
Sie würde fortgehen, hinaus in den kalten Wintertag. Und der Schnee würde sich über ihr schließen, und sie würde verschwinden aus diesem Ort, auf die gleiche Weise wie auch alles andere hier endete: Verschluckt vom tiefen, ewigen Schnee.
Fandom: Die Welt hinter den Bergen (Original)
Charactere: Shalya
Genre: Angst
Rating: PG
Prompt: 2 durch den Schneesturm (auch wenns eigentlich kein Sturm ist)
Am Ende war es alles was sie hatte tun können. Rennen, laufen, schreien, bitten, beten, verzweifeln. Am Ende hatte es nichts gegeben, was noch Sinn gemacht hätte. Es war das Ende.
Shalya trat hinaus in den lautlose fallenden Schnee der Winternacht. Tiefer Frieden lag über dem Land, bedeckte alles, erstickte alles. Sie rieb sich über die Augen und zog den Kragen ihrer Jacke höher. Es gab keinen Grund noch länger zu bleiben. Diese Stadt konnte ihr nichts mehr geben. Nicht mehr, seit Maren nicht mehr war.
Langsam, mühsam kämpfte sie sich durch das dichte Schneetreiben. Wie sie den Schnee hasste. Damals, im Ende, hatte es auch geschneit. Sie erinnerte sich noch an das dichte Weiß, wie es um sie getobt hatte, rasend vor Wut, alles vereinahmend. Wie es ihre Eltern geschluckt hatte. Und nun, Jahre später, auch ihren Bruder. Er war nicht zurückgekommen von der Jagd, und sie würde nie erfahren ob es ein Tier gewesen war, oder ein Räuber, oder das Wetter. Ob er einen Unfall ghabt hatte. Der Schnee hatte ihn geschluckt, und in diesem Winterland würde er ihn nie wieder hergeben.
Nein, es hielt sie nichts mehr in dieser Stadt. Sie trat durch das niedere Stadttor kurz nach Beginn der Morgenwache. Niemand nahm Notiz; es gab auch keine Grund dazu. Niemanden, dem sie etwas schuldig war.
Sie würde fortgehen, hinaus in den kalten Wintertag. Und der Schnee würde sich über ihr schließen, und sie würde verschwinden aus diesem Ort, auf die gleiche Weise wie auch alles andere hier endete: Verschluckt vom tiefen, ewigen Schnee.
no subject
Date: 2009-02-22 07:50 pm (UTC)Ich find's toll ! Es liest sich einfach super *__* Der ersten Part gefällt mir stilistisch besonders gut. Dieses " Rennen, laufen, schreien, bitten, beten, verzweifeln. Am Ende...." hat zweifellos den gewollten Effekt. Ich hoffe, es gibt aus dieser Welt bald noch mehr zu lesen ^_^
no subject
Date: 2009-02-23 01:41 pm (UTC)*knuff*
Und, es gibt aus der gleichen Welt schon zwei andere Kurzgeschichten, wenn auch mit anderen Charakteren. Müssten unter meinem Autorentag zu finden sein, glaub ich. öö