ext_184151: (Default)
[identity profile] nyx-chan.livejournal.com posting in [community profile] 120_minuten

Titel: Advent, Advent, ein Gräblein brennt
Challenge: Brennende Kerzen
Autor:[livejournal.com profile] xeinfachheitx 
Fandom: Supernatural
Rating: PG
Characters: Dean, Sam
A/N und Disclaimer: Nix mir, nur die Idee und wenn man das betrachtet,  
ist das beileibe nicht viel ^ ^“


„Sam, ducken!“
Ohne nachzudenken befolgte Sam Deans Befehl. Ein Schuss durchbrach die  
Luft, der Geist hinter ihm wurde förmlich zerrissen, gab einen  
unangenehm hohen Schrei von sich. Als ihn ein kalter Schauer überlief,  
fragte Sam sich kurz, ob er sich wohl nie ganz daran gewöhnen würde.
„Alles okay?“ Dean hielt ihm die Hand entgegen und Sam griff nach ihr,  
ließ sich hochziehen. Er war noch ganz, wenn man von einem Klingeln in  
den Ohren und einigen Kratzern absah.
„Die kommt wieder“, knurrte Dean und warf einen Blick über die  
Schulter. Er wirbelte herum, als ein Knarren vom anderen Ende des  
Raumes erklang und schlug mit der freien Hand schützend den Kragen  
seiner Jacke hoch.
„Es ist nicht dein Hals, auf den der Geist aus ist“, bemerkte Sam aus  
dem Mundwinkel, entsicherte dabei seine Waffe.
„Das weiß ich!“ Dean war nicht in Stimmung zu reden. Sam konnte es ihm  
nachempfinden. Es war weder die richtige Zeit, noch der richtige Ort.  
Außerdem machte der Gedanke an einen Geist, der danach dürstete, ihnen  
die Zunge bildlich aus dem Mund zu reißen, das Sprechen nur  
unwesentlich verlockender.
„Du weißt, was du zu tun hast, Sam. Das Grab ist hinter dem Haus.“ Sam  
nickte, wandte sich um und stürmte aus dem Raum. Dean würde schon  
dafür sorgen, dass der Geist ihm nicht folgte. Ein weitere Schuss  
bestätigte seine Vermutung. „Du besitzt auch keinen Anstand, was?“,  
hörte er Dean hinter sich fluchen. „Weihnachtlichen Frieden, zur Hölle!"
Während Sam hinter dem Haus das Grab aushob, hörte er Dean und den  
Geist miteinander ringen. „Sammy“, drang irgendwann Deans erstickt  
klingende Stimme zu ihm vor. „Ich will dich nur wissen lassen“, ein  
weiterer Schuss, gefolgt von einem dumpfen Aufprall und Klirren  
(höchstwahrscheinlich Dean, der im Kampf den verdorrten, toten  
Weihnachtsbaum umgeworfen hatte - zum Glück würde niemand ihn  
vermissen), „dass ich an meiner Stimme hänge ...!“
Sam leerte den Benzinkanister über dem bereits gesalzenen Grab aus,  
dann entzündete er ein Streichholz. Deans Röcheln im Hintergrund wich  
einem Husten, als das Grab vor Sam in Flammen aufging. Er starrte so  
lange in die Flammen, bis er Schritte hinter sich hörte. Dean klopfte  
sich den Staub von der Kleidung und trat neben Sam.
„Hartnäckiges Biest“, knurrte er. Er legte eine Hand an seinen Hals,  
schnalzte mit der Zunge, die er offensichtlich noch besaß. Dann spürte  
Sam mit einem Mal etwas Weiches, kratziges auf seinem Kopf, das  
bestialisch stank.
„Hab ich unter dem Weihnachtsbaum gefunden. Dachte, es steht dir.“ Er  
konnte Deans Feixen regelrecht spüren, er musste ihn dafür nicht  
ansehen. „Und das tut es, Sammy.“ Er wollte lieber nicht wissen, was  
genau Dean ihm da aufgesetzt hatte.
„Na wenn das nicht weihnachtlich ist“, kommentierte Dean die Situation  
hob die Hände, um sie sich für wenige Momente an dem Feuer vor ihnen  
zu wärmen.
Und wie, dachte Sam und hätte gelacht, wenn er nicht die Sorge gehabt  
hätte, dass das Ding auf seinem Kopf in sich zusammenfallen würde, so  
alt wie es war.

Woanders saß man vor einem Kamin und betrachtete den Weihnachtsbaum,  
die brennenden Kerzen und die noch leeren Weihnachtssocken. Dean und  
er hatten einen rachsüchtigen Weihnachtsgeist, ein brennendes Grab und  
eine stinkende, vermoderte Weihnachtsmütze.

„Frohe Weinachten, Dean.“ Und um ehrlich zu sein, fiel es Sam in  
diesem Moment entgegen seinen Erwartungen leicht, damit die Wahrheit  
zu sagen.





Titel: „Merry Christmas“ - I could care less
Challenge: Vergiss mich nicht
Autor: [livejournal.com profile] xeinfachheitx 
Fandom: Yu-Gi-Oh!
Rating: PG  (2x ein böses Wort)
Characters: Kaiba, Wheeler
A/N und Disclaimer: Nix meins und Weihnachten steht hier unter  
Beobachtung und Analyse.


Weihnachten mit Seto Kaiba ist so romantisch, wie ein Besuch beim  
Finanzamt. Nur das dort die spärliche Dekoration (ja sogar der  
Kaffeeautomat) mehr Weihnachtsstimmung verbreitet als Kaibas ganzes  
Imperium zusammen.
Er verzichtet auf Weihnachtsschmuck. Er verzichtet. In seiner ganzen  
Firma gibt es nirgendwo auch nur den kleinsten Streifen Lametta,  
Mistelzweige sind ein unausgesprochenes Tabu und Weihnachtsmusik ...  
nun ja, keiner seiner Angestellten ist dumm genug, herausfinden zu  
wollen, wie Kaiba auf Last Christmas reagiert.
Kaiba schreibt auch in der Vorweihnachtszeit Kündigungen. Er ist  
eiskalt, endet aber wenigstens nicht mit der Floskel Mit freundlichen  
Grüßen. Das wäre nicht nur absolut unverschämt, sondern auch  
unheimlich. Er schreckt auch nicht davor zurück, den Weihnachtsurlaub  
zu kürzen. Wenn die Umsätze der KC nicht den Stand erreichen, den er  
erwartet, dann kaboom! - mal eben drei Tage weniger Urlaub in diesem  
Jahr. Viele seiner Angestellten dürften an dieser Art der  
Firmenleitung bereits verzweifelt sein.
Kaiba kauft auch keine Geschenke. Er lässt sie kaufen. Von Roland,  
versteht sich. Kaiba ist pragmatisch, Roland darf sich dabei gleich  
sein eigenes Geschenk aussuchen.
Kaiba lebt also über Weihnachten nicht nur in seiner eigenen Welt, er  
schafft sich ein eigenes, steriles Universum. Ohne Hektik, Vorfreude,  
Nächstenliebe - ohne Weihnachten.
Die Räume der hauseigenen Villa werden zwar auf Mokubas Geheiß  
geschmückt, doch Kaibas Privaträume bleiben von Weihnachten unberührt.  
Es ist genauso wie mit seiner Firma. Keine Weihnachtsmusik, kein  
Weihnachtsschmuck, nicht einmal Weihnachtsgeruch wagt sich bis in  
diese Räume vor. Kaiba würde Weihnachten ignorieren, wenn Mokuba nicht  
das Gegengewicht zu diesem Boikott darstellen und ihn mit aller  
weihnachtlichen Fürsorge und Liebe dazu zwingen würde.
Mit Blick auf all die aufgeführten Fakten und Tatsachen komme ich zu  
dem Schluss, dass Seto Kaiba ein versnobter Weihnachtsverweigerer ist,  
der keine Ahnung davon hat, was er verpasst, geschweige denn, wie man  
andernfalls überhaupt richtig feiern würde. Case Closed.

Ich weiß, dass er zu Ende gelesen hat, da seine Augen sich nicht mehr  
über das Papier bewegen. Sie hängen an den letzten Worten. Er wirkt,  
als wüsste er nicht sofort, was er sagen soll. Sein Mund ist ein  
schmaler Strich inmitten seines Gesichts, ein Muskel seiner Wange  
zuckt kurz. Dann sieht er mich an.
„Und das hast du wortwörtlich so abgegeben?“ Natürlich war das, was  
Kaiba da in Händen hielt nicht alles. Es war bloß ein Auszug, aber er  
war mein Liebster.
Ich erwidere den Blick und klopfe mir triumphierend auf die stolz  
geschwellte Brust. „Aber sicher doch. Du hättest seinen Blick sehen  
sollen, als er das Thema gelesen hat. Ich dachte, ganz ehrlich gesagt,  
er würde jeden Moment die Fassung verlieren.“
Für einen Augenblick sehe ich kleine Falten auf Kaibas Stirn. „Du hast  
Boykott falsch geschrieben.“
Ich knurre. „Das ist doch egal!“ Wen kümmert meine Rechtschreibung?!  
Der Inhalt bringt’s! Ich will ihn eigentlich nicht fragen, doch  
letzten Endes habe ich es ihm doch nur aus diesem Grund gegeben. „Und?  
Was sagst du?“
Sein Blick liegt stechend auf mir, ich sehe jedoch, dass seine  
Mundwinkel verräterisch zucken. „Wheeler“, er macht eine  
bedeutungsschwere Pause, die mich wohl einschüchtern soll, „auch wenn  
ich zugeben muss, dass dein hier bewiesener Wortschatz meine Erwartung  
in gewissem Sinne übertrifft, zeugt der Inhalt doch von -“
„Einmaliger Menschenkenntnis und der Fähigkeit, es auf den Punkt zu  
bringen“, stelle ich klar, bevor er den Text verreißen kann.
Er setzt bereits an, um mir zu widersprechen, resigniert dann jedoch  
und verdreht stattdessen die Augen. „Natürlich Wheeler. Red dir das  
nur weiter ein.“
Sekundenlang starren wir uns an, dann beginne ich bescheuert zu  
grinsen. Kaiba hat mir nicht widersprochen. Er hat mir nicht  
widersprochen. Ein klarer Sieg auf ganzer Linie.
Ich schlinge die Arme um ihn und ziehe ihn zu mir. Er gibt einen  
genervten Laut von sich, den ich ignoriere. „Gib es zu, Kaiba, jeder  
weiß es: Du bist ein Weihnachtsmuffel.“
Er schnaubt. „Das ist sicher nicht einmal eine zulässige, geschweige  
denn richtige Bezeichnung.“
„Mir doch egal.“
„Wheeler, du bist penetrant nervig.“ Immer besteht er auf das letzte  
Wort ...

Weihnachten mit Kaiba ist anstrengend und unromantisch. Er ist  
beleidigend, provozierend und so gut wie immer der reinste Arsch. Doch  
dieses Jahr  - dieses Weihnachten - habe ich unabänderlich dafür  
gesorgt, dass er mich so schnell nicht vergessen wird, damit ich so  
lange wie möglich nicht aus dem komplizierten Leben dieses Arsches  
verbannt werden kann.

Zum Glück war ich noch nie der Typ für Romantik.


Don't come home for Christmas
You're the last thing I wanna see
Underneath the tree
Merry Christmas, I could care less

(Fall Out Boy - Yule Shoot Your Eye Out)

Profile

120_minuten: (Default)
Die Uhr läuft ... jetzt!

Most Popular Tags

January 2026

M T W T F S S
   1 234
567891011
12131415 161718
19202122232425
262728293031 

Style Credit

Powered by Dreamwidth Studios