18. Türchen
Dec. 18th, 2008 12:56 am# 2 "Das ist beinah so toll wie ein Blinddarmdurchbruch."
Autor:
tristraine
Fandom: M*A*S*H
Charaktere: BJ, Frank, Haweye (Hotlips wird erwähnt)
Disclaimer: Nichts gehört mir
“Wenn Sie es unbedingt wissen wollen, es ist eine schöne traditionelle Puppe. Und sie hat nur zwei Dollar gekostet.“ Frank grinst und mit seinen dünnen schmalen Lippen sieht er unglaublich dümmlich aus, beinah wie die pausbackige Figur in seiner Hand. Jedes Mal, wenn er diesen selbstzufriedenen Gesichtsausdruck an den Tag legt, steigt bei seinen Mitbewohnern der Wunsch nach Gewalt.
„Da wird sie sicherlich freuen. Für wen ist sie jetzt noch mal? Für Hotlips oder für ihre Frau?“ BJ weiß, dass für viele Soldaten und Schwestern die Trennung von ihrem jeweiligen Partner schwer ist, dass täglich Ehen zerbrechen und dieser Krieg zwischenmenschlich einem überdimensionalen, grotesken Spielplatz von Erwachsenem gleich kommt. Trotzdem kann er es nicht verstehen.
„Super Frank.“ Hawkeye lacht. "Das ist beinah so toll wie ein Blinddarmdurchbruch."
„Banausen. Ihr habt doch keine Ahnung.“ Frank verschwindet aus dem Sumpf. Er wird für eine Stunde in Hotlips Zelt verschwinden und die beiden besprechen bestimmt nicht den Dienstplan. Aber egal was sie aneinander finden, Hauptsache sie finden es an niemand anderen.
“Schreibst Du schon wieder nach Hause. Das ist schon der Dritte diese Woche.“
BJ schaut nicht mal auf. „Ich muss. Sonst werde ich hier verrückt.“
„Wenn Du nen neues Gehirn brauchst, kann ich Dir gern eins leihen. Kaum benutzt.“ Witze am laufenden Band, aber selten ist Hawkeyes Lächeln echt.
Hawk schenkt sich einen weiteren Martini ein. Es ist BJs erstes Weihnachten hier ohne Peggy und Erin. Bevor sein Freund seine Tochter wiedersieht, wird sie wahrscheinlich laufen. Vielleicht sogar studieren. Wie lange kann ein Krieg dauern? Hawkeye denkt an den Hundertjährigen Krieg. Vielleicht wird das ein neuer Rekord.
Er trinkt sein Glas in einem Zug leer, das Brennen nimmt er kaum noch wahr. Zu Hause würde er mit diesem Selbstgebrauten eventuell Farbe verdünnen. Aber hier ist es sein Lebenselixier, der Grund warum er nicht mitten in Nacht aufsteht und im Mienenfeld spazieren geht. Es wird noch 11-12 Gläser dauern bis er schlafen können wird.
Pierce wird seinen Vater ein weiteres Jahr nicht sehen. Wenn er darüber nachdenkt, wird er traurig, also trinkt er schneller. Es liegt nicht daran, dass er sich selber Leid tut, jedenfalls nicht in erster Linie. Aber sein Vater hat niemanden mehr, die einzige Familie für ihn ist sein Sohn.
Frank kommt wieder rein. Er pfeift ein Lied insoweit es ihm anatomisch möglich ist.
Er lässt sich glücklich aufs Bett fallen und springt ruckartig wieder auf. Als er das Bettlaken zurückschlägt entdeckt er etwas, was wie eine Gallenblase aussieht und andere organische Überreste. Hawkeye kann sich vor Lachen kaum auf seinem eigenen Bett halten.
„Ihr seid…“ Frank fehlen einem Moment die Worte. „…widerlich.“ Er verlässt wutschnaubend das Zelt, bestimmt geht er petzen.
BJ blickt kurz auf und murmelt: „Frohe Weihnachten, Hawk.“
Autor:
Fandom: M*A*S*H
Charaktere: BJ, Frank, Haweye (Hotlips wird erwähnt)
Disclaimer: Nichts gehört mir
“Wenn Sie es unbedingt wissen wollen, es ist eine schöne traditionelle Puppe. Und sie hat nur zwei Dollar gekostet.“ Frank grinst und mit seinen dünnen schmalen Lippen sieht er unglaublich dümmlich aus, beinah wie die pausbackige Figur in seiner Hand. Jedes Mal, wenn er diesen selbstzufriedenen Gesichtsausdruck an den Tag legt, steigt bei seinen Mitbewohnern der Wunsch nach Gewalt.
„Da wird sie sicherlich freuen. Für wen ist sie jetzt noch mal? Für Hotlips oder für ihre Frau?“ BJ weiß, dass für viele Soldaten und Schwestern die Trennung von ihrem jeweiligen Partner schwer ist, dass täglich Ehen zerbrechen und dieser Krieg zwischenmenschlich einem überdimensionalen, grotesken Spielplatz von Erwachsenem gleich kommt. Trotzdem kann er es nicht verstehen.
„Super Frank.“ Hawkeye lacht. "Das ist beinah so toll wie ein Blinddarmdurchbruch."
„Banausen. Ihr habt doch keine Ahnung.“ Frank verschwindet aus dem Sumpf. Er wird für eine Stunde in Hotlips Zelt verschwinden und die beiden besprechen bestimmt nicht den Dienstplan. Aber egal was sie aneinander finden, Hauptsache sie finden es an niemand anderen.
“Schreibst Du schon wieder nach Hause. Das ist schon der Dritte diese Woche.“
BJ schaut nicht mal auf. „Ich muss. Sonst werde ich hier verrückt.“
„Wenn Du nen neues Gehirn brauchst, kann ich Dir gern eins leihen. Kaum benutzt.“ Witze am laufenden Band, aber selten ist Hawkeyes Lächeln echt.
Hawk schenkt sich einen weiteren Martini ein. Es ist BJs erstes Weihnachten hier ohne Peggy und Erin. Bevor sein Freund seine Tochter wiedersieht, wird sie wahrscheinlich laufen. Vielleicht sogar studieren. Wie lange kann ein Krieg dauern? Hawkeye denkt an den Hundertjährigen Krieg. Vielleicht wird das ein neuer Rekord.
Er trinkt sein Glas in einem Zug leer, das Brennen nimmt er kaum noch wahr. Zu Hause würde er mit diesem Selbstgebrauten eventuell Farbe verdünnen. Aber hier ist es sein Lebenselixier, der Grund warum er nicht mitten in Nacht aufsteht und im Mienenfeld spazieren geht. Es wird noch 11-12 Gläser dauern bis er schlafen können wird.
Pierce wird seinen Vater ein weiteres Jahr nicht sehen. Wenn er darüber nachdenkt, wird er traurig, also trinkt er schneller. Es liegt nicht daran, dass er sich selber Leid tut, jedenfalls nicht in erster Linie. Aber sein Vater hat niemanden mehr, die einzige Familie für ihn ist sein Sohn.
Frank kommt wieder rein. Er pfeift ein Lied insoweit es ihm anatomisch möglich ist.
Er lässt sich glücklich aufs Bett fallen und springt ruckartig wieder auf. Als er das Bettlaken zurückschlägt entdeckt er etwas, was wie eine Gallenblase aussieht und andere organische Überreste. Hawkeye kann sich vor Lachen kaum auf seinem eigenen Bett halten.
„Ihr seid…“ Frank fehlen einem Moment die Worte. „…widerlich.“ Er verlässt wutschnaubend das Zelt, bestimmt geht er petzen.
BJ blickt kurz auf und murmelt: „Frohe Weihnachten, Hawk.“
no subject
Date: 2008-12-18 12:03 am (UTC)Oh Gott, allein deswegen muss ich hier rumkreischen! M*A*S*H!!!!!!!!!!1111ÖLF
(Ich gestehe, ich hab es gelesen, bevor ich es gepostet habe ;P)
Hach, das fängt so schön das Feeling ein, das Bittersüße, das Lachen bis zum Heulen, der groteske Wahnsinn. *__*~
Ich hab jetzt SO Lust auf M*A*S*H bekommen! X_X (Die beste Arzt-Serie aller Zeiten *g*)
Thx~~~ *____*!!
no subject
Date: 2008-12-18 09:04 am (UTC)M*A*S*H* ist definitiv die beste Arztserie aller Zeiten *g* Ich liebe es, wie sie Humor, Wahnsinn und Traurigkeit miteinander verbinden.
(und Du kennst und magst es...willst Du nicht auch was zur Serie schreiben? *Dackelblick*)
no subject
Date: 2008-12-18 10:04 am (UTC)Hier musste ich herzhaft lachen und der gesamte Abschnitt mit Hawks Gedanken über Krieg und Suff war grandios!
Kurz, aber intensiv und punktgenau. Das war ein k.o, meine Liebe. Sehr gut!
no subject
Date: 2008-12-18 03:10 pm (UTC)Toll, wirklich ganz toll =D
Die sind alle so super getroffen - Frank, BJ und Hawk! Supersupertoll! Hawks Gedanken über Krieg und seine Möglichkeiten der Betäubung sind klasse, wenn auch bitter. Sehr realistisch und sehr passend zur Serie zugleich.
>>Er pfeift ein Lied insoweit es ihm anatomisch möglich ist.
Gahahahaha! Den Satz liebe ich =D Die richtige Auflockerung nach Hawks Gedankengang und BJs kleines Weihnachtsgeschenk rundet alles so richtig ab.
Toll =)