Wetterphänomene — Aprilwetter (fürs Team)
Sep. 30th, 2025 07:19 pmTeam: Kobold
Challenge: Wetterphänomene — Aprilwetter (fürs Team)
Fandom: Tatort München
Jetzt regnete es wieder, dabei hatte gerade noch die Sonne geschienen. Franz hätte wirklich einfach zu Hause bleiben sollen, aber so Erledigungen erledigten sich eben nicht von selbst, und vor allem das mit der Apotheke war doch wichtig, also musste er jetzt auch da durch – auch wenn er jetzt nass wurde und sich bestimmt erkälten würde von dem andauernden Hin und Her, von nass zu trocken, von zu heiß zu zu kalt. Und wegen Ivo war sein Immunsystem bestimmt eh schon angeschlagen.
Franz zog die Nase hoch und versuchte bestmöglichst zu ignorieren, wie seine Oberschenkel vom Regen immer nasser wurden, und zwang sich, daran zu denken, dass es bestimmt nur ein kurzer Schauer war und gleich wieder aufhörte. Aber desto weiter Franz fuhr, desto stärker schien der Regen zu werden, bis es komplett schüttete und Franz komplett durchnässt war.
Seine pitschnassen Locken klebten an seiner Stirn und hingen ihm in die Augen, und wie oft Franz auch versuchte, sie wegzuschieben – es wollte nicht so recht klappen, immer wieder rutschten neue Strähnen zurück, und dann tropfte ihm das Wasser von den Locken in die Augen. Es war wirklich unangenehm.
Franz hoffte nur, dass beim Zurückfahren alles in seinem Rucksack trocken blieb. Er hatte extra eine Plastiktüte mitgenommen, weil er bei dem Aprilwetter der letzten Tage schon fast damit gerechnet hatte, dass es wieder kurz regnen würde, und er wollte wirklich nicht, dass die Medikamente da nass wurden.
Während es weiter schüttete, als ginge gleich die Welt unter, schob sich nur wenige Kilometer entfernt am Himmel vor Franz die Sonne durch die Wolken und tauchte die Stadt in helles, warmes Licht – während über Franz aber immer noch die Welt unterging. Und weil die Sonne schon so stark war, begann er jetzt wieder zu schwitzen, was bei den klatschnassen Klamotten auch keinen Unterschied mehr machte. Aber vom Regen war ihm gleichzeitig kalt, und es fühlte sich furchtbar an, gleichzeitig vor Kälte zu zittern und von der heißen Sonne fast zu schwitzen.
So konnte Franz auch den Regenbogen, der jetzt vor ihm am Himmel auftauchte, nicht wirklich schätzen. Gleichzeitig war sein Blick auf die Straße konzentriert, auf der jetzt schon eine halbe Überschwemmung herrschte, und Franz musste wirklich aufpassen, dass er nicht in der nächsten Kurve voll wegrutschte. Aber jetzt waren’s eh nur noch ein paar hundert Meter, dann war er bei der Apotheke, und vielleicht hörte es ja wirklich wieder auf, bis er alles hatte. Dass da Sonne war, war ja immerhin schon mal ein gutes Zeichen.