12. Türchen
Dec. 12th, 2008 09:11 amTitel: Weihnachtsbaumphilosophie
Autor:
plasticine_88
Fandom: Original
Charaktere: Johnathan Blackwood und Alexis Miller.
Pairing: /
Challenge: brennender Weihnachtsbaum
Words: 426
Anmerkungen: Dialoglastig? Kaum ^.~ Ich hatte einfach angefangen zu schreiben und irgendwann kam dann das dabei raus. Und irgendwie gefiel es mir dann auch und ich wollte es so lassen ^.^
Weihnachtsbaumphilosophie
Es ist der 24. Dezember. Heilig Abend. Johnathan und Alexis, zwei Freunde, sitzen in ihrer gemeinsamen Wohnung auf der alten, ehemals schwarzen, Couch. Im Hintergrund läuft ganz und gar unweihnachtliche Musik und vor ihnen auf dem Tisch herrscht ganz unweihnachtliche Unordnung. Zwischen leeren Pizzakartons und Chipstüten, Krümeln, einem übrig gebliebenen Stück Pizza, zwei Tellern und einigen leeren, bzw. mehr oder weniger vollen Flaschen Bier brennen vier Kerzen ganz weihnachtlich aus. Vor ihnen steht ein recht stattlicher Weihnachtsbaum und hält schon seit Stunden den Blicken der beiden jungen Männer stand.
Johnny und Alex langweilen sich. Der Baum fühlt sich vielleicht beobachtet.
…
„Lass uns halt mal was völlig anderes machen.“
„Und was?“
„Keine Ahnung. Was Verrücktes halt, so richtig anti-weihnachtlich.“
„Du meinst, so was, wie nackt um einen brennenden Weihnachtsbaum tanzen?“
„Ja! Genau, könnte nackt nur ein bisschen kalt draußen sein.“
„Wieso draußen?“
„Weil wir zwar den Weihnachtsbaum vernichten wollen, nicht aber unsere Wohnung. Und hier drinnen würde es ja auch keiner mitkriegen.“
…
„Ich will aber nicht raus.“
„Und ich hab zwei Stunden meines Lebens dafür verschwendet diesen Baum so herzurichten.“
„Ich hab ihn im Schneegestöber her geschliffen. Unter Einsatz meines Lebens übrigens. Draußen!“
„Na und? In meinem Haar hing Lametta, und diese Nadeln erst, die sind verdammt gefährlich!“
„Tz, Lametta… Meine Bindung zum Baum ist eindeutig tiefer als deine!“
„Eben wolltest du ihn noch verbrennen…“
…
„Irgendwie gefällt mir der Baum ja auch.“
„Ja?“
„Ja.“
…
„Dir etwa nicht?“
„Doch schon…“
„Aber?“
„Ich hab ihn geschmückt, ich wusste, wie er aussieht, das ist irgendwie was anderes.“
„Ich hab ihn besorgt, ich wusste auch, wie er aussieht, trotzdem gefällt er mir. Ganz ohne ‚aber’.“
„Das kannst du nicht miteinander vergleichen.“
„Und warum nicht?“
„Weil du nur wusstest, wie er roh aussieht. Aber dank mir, ist er jetzt erst so ein schöner Weihnachtsbaum geworden.“
„Aha.“
…
„Das heißt, wenn ich einen kleinen, dürren Baum, der kaum noch Nadeln hat, angeschleppt hätte, hättest du aus ihm trotzdem noch zu einem Topmodel unter den Weihnachtsbäumen machen können?“
„Ja, natürlich.“
„Ich lebe also eigentlich mit Bruce Darnell zusammen, gut zu wissen.“
„Du machst dich über mich lustig.“
„Wie kommst du denn darauf?“
„Halt die Klappe.“
„Oooooh…“
…
„Weißt du was, ich gehe schlafen.“
„Schön müde?“
„Nein, ich will dich nur anstandshalber mit dem Weihnachtsbaum allein lassen. Eure Bindung ist ja sooo tief.“
„Ach komm schon, sei nicht eifersüchtig. Für dich würde ich ihn ohne zu zögern verbrennen.“
„Idiot.“
…
Die Freunde lachen und ein besinnlicher Abend der etwas anderen Art geht langsam zu Ende. Der Weihnachtsbaum hat endlich seine Ruhe.