Team: Drache
Challenge: Hurt/Comfort - am Ende sein (fürs Team)
Fandom: Original
Ein Leben lang gearbeitet, wie man so schön sagt. Immer in die Rentenkasse einbezahlt, Zusatzversicherungen abgeschlossen, um sich diese mit sechzig auszahlen zu lassen und vorgesorgt zu haben. Jahrelang den Kredit bei der Bank abgestottert, um im Alter Eigenheim zu haben. Und dann, ein Routinebesuch bei der Gynäkologin. Zumindest versuchte ich mir dies einzureden. Denn eigentlich hatte ich bereits beim Duschen einen Knoten ertastet, in meiner rechten Brust. Meine Tochter war im Begriff wieder bei mir einzuziehen. Sie hatte sich von ihrem Partner getrennt und wollte einen Neustart und noch einmal eine Ausbildung machen. Wieso ausgerechnet jetzt?
Der Termin beim Gynäkologen war zu ertragen. Es wurde eine Sonographie gemacht, bei welcher eine Verdickung des Gewebes sichtbar war. Das, was ich bereits vermutet und ertastet hatte. Ich bekam eine Überweisung für eine Stanze. Ich hatte wahnsinnige Angst vor dieser Stanzbiopsie, obwohl es nur ein mininal-invasiver Eingriff war. Aber mit dem Laborbefund der dabei entnommenen Probe, stand das Ergebnis fest. Die zusätzlichen bildgebende Verfahren meiselten es dann nur noch in Stein. Mamma CA mit Metastasierung in der Lunge und in der Leber. T2N1M1. Mit zweiundfünfzig Jahren bekam ich diese Schockdiagnose. Ich hatte mir mein Leben anders vorgestellt.
Durch meine jahrelange Anstellung im Krankenhaus hatte ich das Glück viele der Ärzte schon zu kennen. Unter anderem die Onkologin, bei welcher ich nun zur Patientin wurde. Mein direkter Vorgesetzter, Chefarzt Dr. Ruppi hatte sie um mit Behandlung gebeten. Er war Pneumologe und sie sahen sich jede Woche bei der Tumorkonferenz, dessen Inhalt ich nun auch werden würde.
Nie wollte ich eine Therapie machen, wenn bei mir Krebs entdeckt wurde. Nie wollte ich kämpfen. Nie wollte ich jemanden zur Last fallen. Aber es half nichts. Wenn ich nichts tat würde ich vermutlich schnell sterben und ich konnte meine Tochter nicht allein lassen, nicht ohne vernünftigen Berufsabschluss. Wenigstens die Zeit musste ich durchhalten, sagte ich mir immer.
Jede Nacht weinte ich mich in den Schlaf, wusste nicht was ich tun sollte. Nicht nur Körperlich, sondern auch psychisch war ich am Ende. Es war vorbei, mein Leben, so, wie ich es kannte.
Mir wurde eine Therapie vorgeschlagen, bei welcher ich einen Port implantiert bekommen sollte. Einen zentralen Venenkatheter, welcher unter der Haut implantiert werden sollte. Ich hatte Angst. Es war die erste Operation in meinem Leben. Nie hätte ich gedacht, dass ich es wirklich machen lasse, diesen Eingriff. Aber ich wollte für meine Tochter da sein.
Die ganze Situation, alles machte mich fertig. Doch als die Therapie anlief nach der Implantation, hatte ich stark mit Fatigue und dem Hand-Fuß-Syndrom zu kämpfen. Ein weiterer Rückschritt, wie ich es sah. Doch an meinem Geburtstag kam meine Familie, meine Freunde und Nachbarn. Meine Tochter hatte sich um alles gekümmert. Erst jetzt merkte ich, dass ich nicht alleine war. Ich war am Ende, dachte ich würde allein da stehen, aber jetzt merkte ich, dass das nicht so war.
Challenge: Hurt/Comfort - am Ende sein (fürs Team)
Fandom: Original
Ein Leben lang gearbeitet, wie man so schön sagt. Immer in die Rentenkasse einbezahlt, Zusatzversicherungen abgeschlossen, um sich diese mit sechzig auszahlen zu lassen und vorgesorgt zu haben. Jahrelang den Kredit bei der Bank abgestottert, um im Alter Eigenheim zu haben. Und dann, ein Routinebesuch bei der Gynäkologin. Zumindest versuchte ich mir dies einzureden. Denn eigentlich hatte ich bereits beim Duschen einen Knoten ertastet, in meiner rechten Brust. Meine Tochter war im Begriff wieder bei mir einzuziehen. Sie hatte sich von ihrem Partner getrennt und wollte einen Neustart und noch einmal eine Ausbildung machen. Wieso ausgerechnet jetzt?
Der Termin beim Gynäkologen war zu ertragen. Es wurde eine Sonographie gemacht, bei welcher eine Verdickung des Gewebes sichtbar war. Das, was ich bereits vermutet und ertastet hatte. Ich bekam eine Überweisung für eine Stanze. Ich hatte wahnsinnige Angst vor dieser Stanzbiopsie, obwohl es nur ein mininal-invasiver Eingriff war. Aber mit dem Laborbefund der dabei entnommenen Probe, stand das Ergebnis fest. Die zusätzlichen bildgebende Verfahren meiselten es dann nur noch in Stein. Mamma CA mit Metastasierung in der Lunge und in der Leber. T2N1M1. Mit zweiundfünfzig Jahren bekam ich diese Schockdiagnose. Ich hatte mir mein Leben anders vorgestellt.
Durch meine jahrelange Anstellung im Krankenhaus hatte ich das Glück viele der Ärzte schon zu kennen. Unter anderem die Onkologin, bei welcher ich nun zur Patientin wurde. Mein direkter Vorgesetzter, Chefarzt Dr. Ruppi hatte sie um mit Behandlung gebeten. Er war Pneumologe und sie sahen sich jede Woche bei der Tumorkonferenz, dessen Inhalt ich nun auch werden würde.
Nie wollte ich eine Therapie machen, wenn bei mir Krebs entdeckt wurde. Nie wollte ich kämpfen. Nie wollte ich jemanden zur Last fallen. Aber es half nichts. Wenn ich nichts tat würde ich vermutlich schnell sterben und ich konnte meine Tochter nicht allein lassen, nicht ohne vernünftigen Berufsabschluss. Wenigstens die Zeit musste ich durchhalten, sagte ich mir immer.
Jede Nacht weinte ich mich in den Schlaf, wusste nicht was ich tun sollte. Nicht nur Körperlich, sondern auch psychisch war ich am Ende. Es war vorbei, mein Leben, so, wie ich es kannte.
Mir wurde eine Therapie vorgeschlagen, bei welcher ich einen Port implantiert bekommen sollte. Einen zentralen Venenkatheter, welcher unter der Haut implantiert werden sollte. Ich hatte Angst. Es war die erste Operation in meinem Leben. Nie hätte ich gedacht, dass ich es wirklich machen lasse, diesen Eingriff. Aber ich wollte für meine Tochter da sein.
Die ganze Situation, alles machte mich fertig. Doch als die Therapie anlief nach der Implantation, hatte ich stark mit Fatigue und dem Hand-Fuß-Syndrom zu kämpfen. Ein weiterer Rückschritt, wie ich es sah. Doch an meinem Geburtstag kam meine Familie, meine Freunde und Nachbarn. Meine Tochter hatte sich um alles gekümmert. Erst jetzt merkte ich, dass ich nicht alleine war. Ich war am Ende, dachte ich würde allein da stehen, aber jetzt merkte ich, dass das nicht so war.