R/I — Loyalität — Fürs Team
Sep. 29th, 2025 05:46 pmTeam: Kobold
Challenge: R/I — Loyalität — Fürs Team
Fandom: Mord in Wien
Charaktere: Carl Nassau & Franziska Malzer
„Es ist Samstag“, gab Carl zu bedenken. „Die Kantine hat heute wieder Eintopf aus allem, was die Woche nicht gegessen wurde.“
„Kann schon sein, aber ich renne in meiner Mittagspause trotzdem nicht durch die halbe Stadt, um mir irgendwo für den dreifachen Preis, eine halb so große Portion wie bei uns zu holen.“
Beschwichtigend hob er die Hände. „Dann bis später.“
Malzer war schon weg.
„Und du bist seine Durchlaucht immer noch nicht los?“, Tanja betrachtete sie über den Rand ihres Wasserglases.
„Wir haben uns eine Reputation für delikate Fälle erarbeitet“, erklärte Franziska.
„Mein Beileid.“
„Er macht einen guten Job“, sagte Franziska fest.
Tanja schaute überrascht auf. „Der?“
„Ja. Der.“
„Ich hätte gedacht, so ein Kaiserenkel spielt nur ein bisschen Polizist, um sich mal ein bisschen unters gemeine Volk zu mischen.“
Franziska stellte ihr Glas mit Nachdruck ab. „Er hat nicht gekniffen, als die Russenmafia uns zu nahe gekommen sind. Das ist mehr, als man über manche Kollegen aus dem gemeinen Volk sagen kann.“
„Carl!“ Thomas setzte sich an seinen Tisch, „du bist mal wieder in Wien?“
Er nickte kauend, und erklärte dann: „Kollegin Malzer und ich sind jetzt sowas wie ein Team für besondere Fälle.“
Thomas verzog das Gesicht. „Mit der? Also musst du jetzt auch Dreck über Kollegen ausgraben?“ „Dreck wie Sie haben sich bestechen lassen, und den Kollegen, der ihnen draufkam, in den Selbstmord getrieben?“
Thomas verdrehte die Augen. „Ja, aber sowas ist doch eine Ausnahme. Die Interne ist doch schon wegen Kleinigkeiten hinter uns her, aber die ist doch die schlimmste von allen.“ Carls warnender Blick hielt ihn nicht davon ab, weiterzureden. „Wie muss man bitte drauf sein, um den eigenen Mann zu verhaften?“
„Man muss vor allem eine verdammt gute Polizistin sein.“
Nassau war pünktlich zurück, obwohl er den weiteren Weg gehabt hatte.
„Wie war ihr überteuertes Kaninchenfutter?“, begrüßte ihn Franziska.
„Gesünder, als dreimal aufgewärmter Eintopf, in dem irgendwo ein einsames Vitamin weint“, gab er zurück, und setzte sich. „Aber vielleicht leiste ich Ihnen das nächste Mal da trotzdem Gesellschaft. Einfach so zur Abwechslung.“
„Lustig. Ich dachte gerade, dass ich mit Ihnen zur Abwechslung in einen dieser Läden gehen könnte, in denen die Gerichte irgendwelche unaussprechlichen Namen haben, aus denen man absolut nicht schließen kann, was drin ist. Natürlich nur wegen der Vitamine.“
„Natürlich.“