[personal profile] tpmica posting in [community profile] 120_minuten
Team: Drache
Challenge: Romantik/Intimität – eine Nacht gemeinsam verbringen (für mich)
Fandom: Original: Reunion
Anmerkung: folgte

Der Himmel hatte sich inzwischen in ein Meer aus Sternen verwandelt. Kein Geräusch der Welt drang bis hierher, nur das leise Säuseln des Windes, das über den Gipfel strich. Elaine saß dicht neben Falc, ihr Herz schlug noch immer unruhig nach dem Kuss. Jeder Atemzug fühlte sich neu an, voller Bedeutung.
Falc legte seinen Mantel ab und breitete ihn über den kalten Stein. „Damit du nicht frierst,“ murmelte er, und obwohl seine Stimme rau klang, lag darin eine Zärtlichkeit, die Elaine tief berührte.
Sie zögerte kurz, dann ließ sie sich neben ihn sinken. Der Fels war hart, aber die Nähe zu ihm machte es leicht, alles andere zu vergessen. Falc schlang seinen Arm um ihre Schultern, zog sie an sich, als wäre es das Selbstverständlichste der Welt.
Elaine schmiegte sich vorsichtig in seine Seite. Seine Wärme, sein gleichmäßiger Atem, das Gefühl seiner Brust unter ihrer Wange – es war, als wäre sie an einem Ort angekommen, den sie nie gekannt, aber immer gesucht hatte.
„Ist das… in Ordnung?“ fragte Falc nach einer Weile, fast unsicher.
Elaine nickte, ohne aufzusehen. „Mehr als in Ordnung.“
Eine Stille folgte, aber es war eine dieser seltenen, kostbaren Stillen, die mehr sagten als jedes Wort. Sie hörte sein Herz schlagen, spürte, wie sein Kiefer sich entspannte, als er leise durchatmete.
Die Stunden vergingen langsam. Sie sahen gemeinsam in den Nachthimmel, flüsterten hier und da ein paar Worte – über die Sterne, über die Weite der Welt, manchmal über nichts Bestimmtes. Doch je länger sie beieinander lagen, desto weniger brauchten sie Worte.
Irgendwann zog Falc sie noch enger an sich, sodass ihre Körper beinahe eins wurden. Elaine spürte, wie seine Hand über ihren Arm strich, beruhigend, fast beschützend. Sie erwiderte die Geste, legte ihre Finger auf seinen Brustkorb und ließ sie dort ruhen.
„Ich könnte ewig hierbleiben,“ murmelte sie schläfrig.
Falc lachte leise, tief in der Brust. „Dann lass uns so tun, als gäbe es morgen nicht.“
So blieben sie, eingehüllt in seinen Mantel, Körper an Körper, während der Wind leiser wurde und die Sterne über ihnen wachten. Elaine glitt irgendwann in den Schlaf, mit einem Lächeln, das sie selbst nicht bemerkte.
Falc hielt sie fest, ohne auch nur daran zu denken, loszulassen. Und während er die Dunkelheit über ihnen betrachtete, wusste er, dass er in diesem Augenblick alles dafür geben würde, dieses Gefühl der Nähe zu bewahren – koste es, was es wolle.

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