Säure und Schatten
Sep. 28th, 2025 09:38 pmTeam: Drache
Challenge: SciFi & Fantasy – lebensfeindliche Atmosphäre (für mich)
Fandom: Original: Reunion
Anmerkung: folgt
Elaine atmete tief durch, während die letzten Schmerzensstiche in Falcs Arm nachließen. Sie sah, wie die kleinen Schnittwunden und Risse im Fleisch unter ihren Händen langsam verschwanden, das Blut versiegte, die Haut schloss sich, als hätte sie nie existiert. Die Kette von Louis um Falcs Hals glühte schwach, pulsierte in sanftem Blau, und Elaine spürte, wie sich eine unbekannte Kraft in ihr regte – kräftiger, klarer, als alles, was sie je gefühlt hatte. Es war, als hätte Louis’ Macht durch sie hindurchgeströmt. Falc spürte die Veränderung sofort. Ein inneres Flimmern, das sich gegen seine Sinne stemmte. Er wusste, wer sie wirklich war, aber er schwieg und beobachtete nur. Sie selbst wusste nicht was gerade passiert war, aber für Fragen war später noch Zeit.
„Gut… alles gut“, murmelte er und half Elaine vorsichtig auf die Beine. Die Umgebung schien noch gespenstischer als zuvor. Dunkle Steinbögen, bröckelnde Wände, Ritzen in der Decke, aus denen Wasser tropfte. Dunst legte sich auf den Boden, und ab und zu blitzten scharfkantige Trümmer auf.
Sie bewegten sich vorsichtig nach vorne, jeder Schritt musste bedacht sein. Dann geschah es. Falc trat in eine Pfütze und ließ ein kurzes Aufschreien hören: „Scheiße, was ist das?!“ Sein Schuh zischte und zerfiel fast augenblicklich. Rauch stieg auf, der beißende Geruch von ätzender Flüssigkeit drang in ihre Nasen. Falc wich zurück, die Hände schützend erhoben.
Elaine sprang erschrocken zur Seite. „Elaine, pass auf!“ rief er, diesmal fester, dringlicher. Überall glitzerte Säure auf dem Boden wie hinterhältige Fallen, tropfte von der Decke in kleinen, scharfen Perlen, die die Steine und Trümmer verätzten. Einmal war es ein sattes Tropfen, der direkt in einen kleinen Spalt fiel und sofort qualmend die Oberfläche verätzte. Die Ruine war ein wahres Labyrinth tödlicher Fallen.
„Wir müssen zurück!“ sagte Falc, seine Stimme ruhig, aber angespannt. Sie drehten sich um und suchten den Weg zurück zu der Stelle, an der sie zuvor abgestürzt waren. Die zuvor hell leuchtende Kugel lag zwischen den Trümmern, ihr Licht war ein Anker in der unheimlichen Dunkelheit.
Dort angekommen, hörten sie ein Geräusch von oben. Rew hatte offenbar die Situation überblickt und reagierte schnell. Ein Seil fiel zu ihnen hinab. „Hier, benutzt das Seil!“, rief er von oben, seine Stimme hallte durch die Korridore der Ruine. Das Seil baumelte, fest und dick, eine einzige Rettungslinie aus der höllischen Tiefe zurück ins Freie.
Falc nickte Elaine zu. „Halt dich gut fest, egal was passiert. Ich ziehe dich hoch.“ Elaine griff die raue Textur des Seils, spürte die Kraft, die Falc übertrug, und ihre eigene unbekannte Kraft schien sich mit der Spannung des Materials zu verbinden. Gemeinsam, mit Rews Unterstützung von oben, begannen sie, vorsichtig, Schritt für Schritt, gegen die Schwerkraft, gegen die ätzenden Fallen, den Aufstieg.
Jeder Tropfen, der von der Decke fiel, jeder kleine Spritzer Säure, jede lose Steinplatte schien ihre Sinne schärfer zu machen. Elaine spürte den Herzschlag Falc’s unter ihrer Hand, ein ruhiger, fester Rhythmus, während die Kraft der Kette weiterhin durch beide floss. Sie konnte sich kaum vorstellen, dass sie in einem Moment wie diesem jemals wieder normal atmen würde, so sehr spannte sich alles um Leben, Schutz und die ungewisse Macht, die in ihr erwachte.
Challenge: SciFi & Fantasy – lebensfeindliche Atmosphäre (für mich)
Fandom: Original: Reunion
Anmerkung: folgt
Elaine atmete tief durch, während die letzten Schmerzensstiche in Falcs Arm nachließen. Sie sah, wie die kleinen Schnittwunden und Risse im Fleisch unter ihren Händen langsam verschwanden, das Blut versiegte, die Haut schloss sich, als hätte sie nie existiert. Die Kette von Louis um Falcs Hals glühte schwach, pulsierte in sanftem Blau, und Elaine spürte, wie sich eine unbekannte Kraft in ihr regte – kräftiger, klarer, als alles, was sie je gefühlt hatte. Es war, als hätte Louis’ Macht durch sie hindurchgeströmt. Falc spürte die Veränderung sofort. Ein inneres Flimmern, das sich gegen seine Sinne stemmte. Er wusste, wer sie wirklich war, aber er schwieg und beobachtete nur. Sie selbst wusste nicht was gerade passiert war, aber für Fragen war später noch Zeit.
„Gut… alles gut“, murmelte er und half Elaine vorsichtig auf die Beine. Die Umgebung schien noch gespenstischer als zuvor. Dunkle Steinbögen, bröckelnde Wände, Ritzen in der Decke, aus denen Wasser tropfte. Dunst legte sich auf den Boden, und ab und zu blitzten scharfkantige Trümmer auf.
Sie bewegten sich vorsichtig nach vorne, jeder Schritt musste bedacht sein. Dann geschah es. Falc trat in eine Pfütze und ließ ein kurzes Aufschreien hören: „Scheiße, was ist das?!“ Sein Schuh zischte und zerfiel fast augenblicklich. Rauch stieg auf, der beißende Geruch von ätzender Flüssigkeit drang in ihre Nasen. Falc wich zurück, die Hände schützend erhoben.
Elaine sprang erschrocken zur Seite. „Elaine, pass auf!“ rief er, diesmal fester, dringlicher. Überall glitzerte Säure auf dem Boden wie hinterhältige Fallen, tropfte von der Decke in kleinen, scharfen Perlen, die die Steine und Trümmer verätzten. Einmal war es ein sattes Tropfen, der direkt in einen kleinen Spalt fiel und sofort qualmend die Oberfläche verätzte. Die Ruine war ein wahres Labyrinth tödlicher Fallen.
„Wir müssen zurück!“ sagte Falc, seine Stimme ruhig, aber angespannt. Sie drehten sich um und suchten den Weg zurück zu der Stelle, an der sie zuvor abgestürzt waren. Die zuvor hell leuchtende Kugel lag zwischen den Trümmern, ihr Licht war ein Anker in der unheimlichen Dunkelheit.
Dort angekommen, hörten sie ein Geräusch von oben. Rew hatte offenbar die Situation überblickt und reagierte schnell. Ein Seil fiel zu ihnen hinab. „Hier, benutzt das Seil!“, rief er von oben, seine Stimme hallte durch die Korridore der Ruine. Das Seil baumelte, fest und dick, eine einzige Rettungslinie aus der höllischen Tiefe zurück ins Freie.
Falc nickte Elaine zu. „Halt dich gut fest, egal was passiert. Ich ziehe dich hoch.“ Elaine griff die raue Textur des Seils, spürte die Kraft, die Falc übertrug, und ihre eigene unbekannte Kraft schien sich mit der Spannung des Materials zu verbinden. Gemeinsam, mit Rews Unterstützung von oben, begannen sie, vorsichtig, Schritt für Schritt, gegen die Schwerkraft, gegen die ätzenden Fallen, den Aufstieg.
Jeder Tropfen, der von der Decke fiel, jeder kleine Spritzer Säure, jede lose Steinplatte schien ihre Sinne schärfer zu machen. Elaine spürte den Herzschlag Falc’s unter ihrer Hand, ein ruhiger, fester Rhythmus, während die Kraft der Kette weiterhin durch beide floss. Sie konnte sich kaum vorstellen, dass sie in einem Moment wie diesem jemals wieder normal atmen würde, so sehr spannte sich alles um Leben, Schutz und die ungewisse Macht, die in ihr erwachte.