Zwischen Schönheit und Furcht
Sep. 28th, 2025 05:42 pmTeam: Drache
Challenge: Orte – im Garten (Fürs Team)
Fandom: Original: Reunion
Anmerkung: folgt
Blood und Rew verabschiedeten sich leise, nachdem Rew noch einmal überprüft hatte, ob sie genügend Wasser getrunken hatte. Elaine lag in dem weichen Bett, die Decke bis an die Brust gezogen. Ihr Körper war müde und schwer, der Kopf pochte nur noch leise, und schließlich übermannte sie der Schlaf.
Als sie erwachte, war der Raum von einem sanften, goldenen Schimmer durchflutet. Morgenlicht fiel durch die hohen Fenster, zeichnete Muster auf den Boden und ließ den Staub im Licht wie glitzernde Flocken tanzen. Elaine richtete sich vorsichtig auf, noch etwas benommen, aber deutlich erholter als in der Nacht zuvor. Ihr Hals war nicht mehr so trocken, und der Druck im Kopf hatte nachgelassen.
Langsam stand sie auf, streifte mit nackten Füßen über den weichen Teppich und öffnete die Tür ihres Zimmers. Ein breiter Korridor lag vor ihr, die Wände kunstvoll mit dunklem Holz verkleidet, von dem hier und da goldene Verzierungen glänzten. Die Luft roch nach etwas Frischem, Kräutern vielleicht, vermischt mit einem Hauch von Metall und Öl.
Ihre Schritte hallten kaum, als sie den Gang entlangging. Neugier zog sie tiefer in die Villa hinein. Türen reihten sich aneinander, mal verschlossen, mal leicht geöffnet, dahinter flüchtige Einblicke in prunkvolle Räume, Arbeitszimmer oder Vorratskammern. Es herrschte eine seltsame Stille, nur ab und zu durchbrochen von leisen Schritten irgendwo in der Ferne.
Schließlich fiel ihr Blick auf eine Glastür am Ende eines Seitengangs. Das Licht, das durch sie hindurchstrahlte, wirkte ungewöhnlich hell, fast unnatürlich in der Umarmung des Berges. Elaine trat näher, ihre Finger legten sich auf den kühlen Griff, und mit einem leisen Knarren öffnete sie die Tür.
Vor ihr lag ein Innenhof, wie sie ihn noch nie zuvor gesehen hatte. Ein Garten, verborgen im Herzen des Berges. Spiegel an den hohen Steinwänden lenkten das Sonnenlicht von draußen hinein und brachen es in tausend Richtungen. Das Licht ergoss sich wie ein flüssiger Strom über die Beete, in denen Pflanzen in allen möglichen Farben blühten.
Blumen mit tiefvioletten Blütenkelchen, deren Innenseiten golden schimmerten. Büsche, deren Blätter in einem schimmernden Grün fast wie Edelsteine wirkten. Zwischen den Beeten erhoben sich kleine Metallkonstruktionen, die Wasser führten und in dünnen Strahlen über die Erde rieseln ließen. Das Plätschern vermischte sich mit dem Rascheln der Blätter und dem Zirpen von Insekten, die sich im Licht tummelten.
Elaine trat hinaus, atmete tief ein und sog den Duft ein – eine Mischung aus Erde, feuchtem Moos, blühenden Kräutern und etwas Süßem, das sie nicht genau benennen konnte. Es war, als hätte jemand versucht, das Sonnenlicht selbst einzufangen und in diesen Hof zu sperren, damit er nie im Dunkel versank.
Sie ging ein paar Schritte weiter, ihre Finger glitten über die Blätter einer Pflanze, die bei der Berührung leicht zu glühen begann, als speichere sie das Licht, das auf sie fiel. Die Farben spielten vor ihren Augen, und für einen Moment vergaß sie, wo sie war, vergaß Falc, Rose, Blood – alles. Nur dieser Ort zählte, dieser wundervolle, lebendige Garten im Herzen eines kalten, dunklen Berges.
Doch mit der Ruhe kam auch ein Hauch von Beklommenheit. Elaine erinnerte sich an Falcs Worte, an die angespannte Situation, an ihre unfreiwillige Rolle hier. So schön dieser Garten war, so sehr er wie Freiheit aussah, er war doch nur Teil eines Gefängnisses. Sie war nicht hier aus freiem Willen.
Ihre Hand glitt von den Blättern, und sie sah zu den Spiegeln, die das Licht in den Hof lenkten. Jeder einzelne war präzise ausgerichtet, ein Werk von Verstand und Technik, aber auch Kontrolle. Alles hier war geplant, nichts dem Zufall überlassen. Ein Paradies – und gleichzeitig ein Käfig aus Licht.
Elaine atmete tief durch, die Schönheit des Ortes verschränkte sich mit der bitteren Realität ihrer Situation. Noch ahnte sie nicht, wer von den Bewohnern der Villa sie hier finden würde. Doch sie spürte bereits, dass dieser Garten, so wunderschön er auch war, bald zu einem Schauplatz neuer Begegnungen werden konnte.
Challenge: Orte – im Garten (Fürs Team)
Fandom: Original: Reunion
Anmerkung: folgt
Blood und Rew verabschiedeten sich leise, nachdem Rew noch einmal überprüft hatte, ob sie genügend Wasser getrunken hatte. Elaine lag in dem weichen Bett, die Decke bis an die Brust gezogen. Ihr Körper war müde und schwer, der Kopf pochte nur noch leise, und schließlich übermannte sie der Schlaf.
Als sie erwachte, war der Raum von einem sanften, goldenen Schimmer durchflutet. Morgenlicht fiel durch die hohen Fenster, zeichnete Muster auf den Boden und ließ den Staub im Licht wie glitzernde Flocken tanzen. Elaine richtete sich vorsichtig auf, noch etwas benommen, aber deutlich erholter als in der Nacht zuvor. Ihr Hals war nicht mehr so trocken, und der Druck im Kopf hatte nachgelassen.
Langsam stand sie auf, streifte mit nackten Füßen über den weichen Teppich und öffnete die Tür ihres Zimmers. Ein breiter Korridor lag vor ihr, die Wände kunstvoll mit dunklem Holz verkleidet, von dem hier und da goldene Verzierungen glänzten. Die Luft roch nach etwas Frischem, Kräutern vielleicht, vermischt mit einem Hauch von Metall und Öl.
Ihre Schritte hallten kaum, als sie den Gang entlangging. Neugier zog sie tiefer in die Villa hinein. Türen reihten sich aneinander, mal verschlossen, mal leicht geöffnet, dahinter flüchtige Einblicke in prunkvolle Räume, Arbeitszimmer oder Vorratskammern. Es herrschte eine seltsame Stille, nur ab und zu durchbrochen von leisen Schritten irgendwo in der Ferne.
Schließlich fiel ihr Blick auf eine Glastür am Ende eines Seitengangs. Das Licht, das durch sie hindurchstrahlte, wirkte ungewöhnlich hell, fast unnatürlich in der Umarmung des Berges. Elaine trat näher, ihre Finger legten sich auf den kühlen Griff, und mit einem leisen Knarren öffnete sie die Tür.
Vor ihr lag ein Innenhof, wie sie ihn noch nie zuvor gesehen hatte. Ein Garten, verborgen im Herzen des Berges. Spiegel an den hohen Steinwänden lenkten das Sonnenlicht von draußen hinein und brachen es in tausend Richtungen. Das Licht ergoss sich wie ein flüssiger Strom über die Beete, in denen Pflanzen in allen möglichen Farben blühten.
Blumen mit tiefvioletten Blütenkelchen, deren Innenseiten golden schimmerten. Büsche, deren Blätter in einem schimmernden Grün fast wie Edelsteine wirkten. Zwischen den Beeten erhoben sich kleine Metallkonstruktionen, die Wasser führten und in dünnen Strahlen über die Erde rieseln ließen. Das Plätschern vermischte sich mit dem Rascheln der Blätter und dem Zirpen von Insekten, die sich im Licht tummelten.
Elaine trat hinaus, atmete tief ein und sog den Duft ein – eine Mischung aus Erde, feuchtem Moos, blühenden Kräutern und etwas Süßem, das sie nicht genau benennen konnte. Es war, als hätte jemand versucht, das Sonnenlicht selbst einzufangen und in diesen Hof zu sperren, damit er nie im Dunkel versank.
Sie ging ein paar Schritte weiter, ihre Finger glitten über die Blätter einer Pflanze, die bei der Berührung leicht zu glühen begann, als speichere sie das Licht, das auf sie fiel. Die Farben spielten vor ihren Augen, und für einen Moment vergaß sie, wo sie war, vergaß Falc, Rose, Blood – alles. Nur dieser Ort zählte, dieser wundervolle, lebendige Garten im Herzen eines kalten, dunklen Berges.
Doch mit der Ruhe kam auch ein Hauch von Beklommenheit. Elaine erinnerte sich an Falcs Worte, an die angespannte Situation, an ihre unfreiwillige Rolle hier. So schön dieser Garten war, so sehr er wie Freiheit aussah, er war doch nur Teil eines Gefängnisses. Sie war nicht hier aus freiem Willen.
Ihre Hand glitt von den Blättern, und sie sah zu den Spiegeln, die das Licht in den Hof lenkten. Jeder einzelne war präzise ausgerichtet, ein Werk von Verstand und Technik, aber auch Kontrolle. Alles hier war geplant, nichts dem Zufall überlassen. Ein Paradies – und gleichzeitig ein Käfig aus Licht.
Elaine atmete tief durch, die Schönheit des Ortes verschränkte sich mit der bitteren Realität ihrer Situation. Noch ahnte sie nicht, wer von den Bewohnern der Villa sie hier finden würde. Doch sie spürte bereits, dass dieser Garten, so wunderschön er auch war, bald zu einem Schauplatz neuer Begegnungen werden konnte.