[personal profile] tpmica posting in [community profile] 120_minuten
Team: Drache
Challenge: Romantik/Intimität – wortlose Kommunikation (für mich)
Fandom: Original: Reunion
Anmerkung: folgt

Rose öffnete die Tür und trat leise ein, die Arme verschränkt, die Stirn tief gerunzelt. Ihre Augen glühten vor Zorn, doch sie blieb stehen, beobachtete den Raum. Falc saß auf dem Bett, Elaine neben ihm, den Verband vorsichtig anlegend. Kein Laut wurde gesprochen, nur das leise Rascheln des Mullmaterials erfüllte die Stille.
Ihre Blicke trafen sich, als Falc ihr das letzte Stück Mull reichte. Ihre Hände berührten sich erneut, nur kurz, doch lang genug, dass ein Funken zwischen ihnen aufblitzte. Elaine spürte das und senkte sofort den Blick, die Wangen glühend. Falc bemerkte das, ein flüchtiges Zucken an seiner Brust, doch er rührte sich nicht.
Rose beobachtete jede Bewegung, jeden kleinen Blick, der sich zwischen den beiden austauschte. Ihr Herz raste vor Eifersucht und Ärger, die Lippen zu einem schmalen, zornigen Strich gepresst. Die Art, wie Falc Elaine die Hand reichte, die stille Nähe, das sanfte, beinahe vertrauliche Ansehen – es ließ sie kochen.
Elaine spürte Roses Blick, die Spannung im Raum wurde fast greifbar. Ein schlechtes Gewissen überkam sie, und sie erwiderte keinen Blick, nur ein entschuldigendes Nicken in Richtung Rose, dann trat sie hastig zurück. Ohne ein Wort zu sagen, drehte sie sich um und verließ das Zimmer, die Tür fiel leise hinter ihr ins Schloss.
Falc richtete seinen Blick auf die Tür, die sich schloss, dann langsam wieder zu Rose. Sein Gesicht war ruhig, doch in den Augen lag ein stilles Abwägen. Rose trat einen Schritt näher, die Arme noch immer verschränkt, der Kiefer angespannt. Kein Laut kam über ihre Lippen, nur die flammende Intensität ihres Blickes sprach Bände.
Ein schwaches, beinahe unsichtbares Lächeln huschte über seine Lippen, nicht spöttisch, eher fordernd, als wolle er ihr stumm sagen: Beruhige dich. Rose reagierte, doch ihre innere Wut war noch nicht verschwunden. Sie trat näher, bis sie schließlich auf seinem Schoß Platz nahm, fast trotzig, fast herausfordernd.
Falc hielt einen Moment inne, dann legte er behutsam die Arme um sie, so dass sie sich sicher fühlte, ohne die Kontrolle zu verlieren. Ihre Hände fanden sich auf seiner Brust, ihre Stirn berührte fast seine, und für einen Moment sprach kein Wort, kein Laut, nur das schnelle Pochen ihrer Herzen.
Dann, wie von einem unsichtbaren Impuls geleitet, neigte sich Rose vor, und Falc hob leicht sein Kinn. Ihre Lippen trafen sich in einem kurzen, intensiven Kuss, zart und fordernd zugleich. Es war keine Explosion von Leidenschaft, sondern ein stiller, tief empfundener Moment der Nähe, in dem all die angestaute Spannung, die Eifersucht und das unausgesprochene Vertrauen zusammenflossen.
Falc schloss die Augen, spürte den Herzschlag der Frau auf seinem Schoß, ihre Wärme, den leisen Duft, der ihn schon immer angezogen hatte. Rose ließ die Hände auf seinen Armen ruhen, als würde sie sich selbst darin verankern. Die Welt um sie herum schien zu verschwinden – das leise Atmen des Raumes, alles verblasste, bis nur noch sie beide existierten.
Falc öffnete die Augen leicht, sah in ihre, eine Mischung aus Trotz und Hingabe darin, und dachte stumm: Du darfst wütend sein, aber beruhige dich. Ich bin hier. Rose antwortete nur mit einem leisen, fast unhörbaren Seufzer, während sie den Kuss verlängerte.
Für einen Moment war die zuvor gespannte Luft zwischen ihnen vollständig aufgelöst, und alles, was zählte, war die stille, wortlose Verbindung, die sie gerade teilten.

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