Im Herzen des Sturms
Sep. 28th, 2025 12:06 pmTeam: Drache
Challenge: Wetterphänomene – Tornado (fürs Team)
Fandom: Original: Reunion
Anmerkung: folgte
Der Frachtraum bebte. Elaine wurde gegen die kalten Metallwände geschleudert, als das Flugschiff in den tobenden Tornado hineingeriet. Metall quietschte, Kisten krachten
durcheinander, und jeder Stoß ließ das hölzerne Deck knarren, als würde es gleich bersten. Ihre Handgelenke schmerzten von den rauen Seilen, die Falc um sie gelegt hatte. Sie war Ärztin, keine Kämpferin, und doch klammerte sich ihr Herz an ein einzelnes, beharrliches Gefühl: Sie musste hier raus.
Über ihr hallte ein dumpfes Grollen, das die Stimme des Windes übertönte. Irgendwo auf dem Deck hörte sie jemanden schreien:
„Kapitän, wir verlieren an Höhe! Wenn wir nicht sofort runtergehen, schleudert uns das Ding auseinander!“
Falc’ tiefe, kontrollierte Stimme folgte: „Zeron, verriegel die Leitungen. Caio, die Fracht sichern! Wir gehen runter, ob ihr wollt oder nicht.“
Elaine spürte, wie der Frachtraum sich gefährlich schräg neigte. Eine der großen Holzkisten löste sich und schlidderte über die Planken direkt auf sie zu. Panisch rollte sie zur Seite, spürte den Luftzug der vorbeidonnernden Kante. Dann bemerkte sie etwas: Eine Ecke der Kiste war gesplittert, blankes Metall ragte hervor wie ein gezacktes Messer.
Sie wagte kaum zu atmen, tastete sich näher. Die Seile an ihren Handgelenken waren straff, aber mit jedem Ruck gegen die Kante lockerte sich das Geflecht ein Stück mehr. Splitter rissen ihre Haut auf, Blut mischte sich mit Schweiß, doch endlich gab das Seil nach. Ihre Finger waren frei.
Ein ohrenbetäubender Knall. Das Licht im Frachtraum flackerte und erlosch. Dann sirrten die Notmechanismen, und mit einem Zischen sprangen alle Türen gleichzeitig auf.
Elaine starrte ungläubig auf die offene Schleuse wenige Meter entfernt. Niemand hatte sie gesehen, niemand hielt sie auf. Das Flugschiff sank, taumelte, doch sie spürte die Chance. Ein Sprung in die Tiefe war Wahnsinn – doch der Wald darunter versprach Deckung.
Sie rannte, noch bevor ihr Verstand protestieren konnte. Kalter Nachtwind schlug ihr ins Gesicht, während sie aus der Luke stürzte. Der Boden raste ihr entgegen. Ein Ast peitschte über ihre Schulter, Blätter zerrten an ihrem Haar, doch der Aufprall blieb weicher als befürchtet: dichtes Laub, federndes Unterholz.
Stöhnend rappelte sie sich hoch. Ihr Herz hämmerte gegen die Rippen, ihre Beine zitterten, doch sie lebte. Ringsum erhob sich ein dunkler Wald, nur schwach von den zuckenden Blitzen am Himmel erhellt. Der Donner rollte, als würden die Götter Krieg führen.
Hinter ihr krachte es ohrenbetäubend: Die Aurelia zwang sich durch die Baumkronen. Äste brachen, Metall kreischte, bis schließlich ein dumpfer Aufschlag den Boden erschütterte. Rauch stieg zwischen den Bäumen auf.
Elaine presste die Hand gegen die Brust. Sie wusste, dass sie laufen musste – so weit weg wie möglich, bevor die Crew sie fand. Doch ein Teil von ihr zögerte. Diese Männer waren keine gewöhnlichen Piraten. Falc hatte sie entführt, ja, doch er hatte sie auch vor dem Soldaten beschützt. Sein Blick, kalt und unergründlich, verfolgte sie.
Ein Schrei durchbrach die Nacht. Rew, unverkennbar, irgendwo beim Wrack: „Kapitän! Wir stecken fest!“
Elaine sog die feuchte Waldluft ein. Ihr Instinkt drängte sie tiefer ins Dickicht, fort von den Stimmen, fort von der Gefahr. Doch ihr Herz, dieses widerspenstige, pochte eine andere Wahrheit. Vielleicht war dies ihre einzige Chance auf Freiheit – oder auf etwas, das sie noch nicht verstand.
Sie stolperte über Wurzeln, zwang sich weiter. Der Wald war undurchdringlich, überall nur Schatten und das Rascheln von Tieren, die den Sturm ebenso fürchteten wie sie. Ihre nackten Füße schmerzten auf dem feuchten Boden, Dornen rissen ihr die Haut auf. Aber jeder Schritt bedeutete, dass sie weiter von Falc und seiner Crew entfernt war.
Und doch… das Heulen des Windes mischte sich mit dem Brüllen eines Mannes, tiefer, bestimmter als die anderen: „Elaine!“
Er rief nach ihr. Nicht wie ein Kapitän nach einer Gefangenen – sondern wie jemand, der Angst hatte, sie zu verlieren.
Elaine blieb stehen. Der Sturm tobte über ihr, die Blätter wirbelten wie Scherben. Ein einziger Gedanke nagte sich in ihr Bewusstsein: Sie war geflohen. Aber war sie wirklich frei?
Challenge: Wetterphänomene – Tornado (fürs Team)
Fandom: Original: Reunion
Anmerkung: folgte
Der Frachtraum bebte. Elaine wurde gegen die kalten Metallwände geschleudert, als das Flugschiff in den tobenden Tornado hineingeriet. Metall quietschte, Kisten krachten
durcheinander, und jeder Stoß ließ das hölzerne Deck knarren, als würde es gleich bersten. Ihre Handgelenke schmerzten von den rauen Seilen, die Falc um sie gelegt hatte. Sie war Ärztin, keine Kämpferin, und doch klammerte sich ihr Herz an ein einzelnes, beharrliches Gefühl: Sie musste hier raus.
Über ihr hallte ein dumpfes Grollen, das die Stimme des Windes übertönte. Irgendwo auf dem Deck hörte sie jemanden schreien:
„Kapitän, wir verlieren an Höhe! Wenn wir nicht sofort runtergehen, schleudert uns das Ding auseinander!“
Falc’ tiefe, kontrollierte Stimme folgte: „Zeron, verriegel die Leitungen. Caio, die Fracht sichern! Wir gehen runter, ob ihr wollt oder nicht.“
Elaine spürte, wie der Frachtraum sich gefährlich schräg neigte. Eine der großen Holzkisten löste sich und schlidderte über die Planken direkt auf sie zu. Panisch rollte sie zur Seite, spürte den Luftzug der vorbeidonnernden Kante. Dann bemerkte sie etwas: Eine Ecke der Kiste war gesplittert, blankes Metall ragte hervor wie ein gezacktes Messer.
Sie wagte kaum zu atmen, tastete sich näher. Die Seile an ihren Handgelenken waren straff, aber mit jedem Ruck gegen die Kante lockerte sich das Geflecht ein Stück mehr. Splitter rissen ihre Haut auf, Blut mischte sich mit Schweiß, doch endlich gab das Seil nach. Ihre Finger waren frei.
Ein ohrenbetäubender Knall. Das Licht im Frachtraum flackerte und erlosch. Dann sirrten die Notmechanismen, und mit einem Zischen sprangen alle Türen gleichzeitig auf.
Elaine starrte ungläubig auf die offene Schleuse wenige Meter entfernt. Niemand hatte sie gesehen, niemand hielt sie auf. Das Flugschiff sank, taumelte, doch sie spürte die Chance. Ein Sprung in die Tiefe war Wahnsinn – doch der Wald darunter versprach Deckung.
Sie rannte, noch bevor ihr Verstand protestieren konnte. Kalter Nachtwind schlug ihr ins Gesicht, während sie aus der Luke stürzte. Der Boden raste ihr entgegen. Ein Ast peitschte über ihre Schulter, Blätter zerrten an ihrem Haar, doch der Aufprall blieb weicher als befürchtet: dichtes Laub, federndes Unterholz.
Stöhnend rappelte sie sich hoch. Ihr Herz hämmerte gegen die Rippen, ihre Beine zitterten, doch sie lebte. Ringsum erhob sich ein dunkler Wald, nur schwach von den zuckenden Blitzen am Himmel erhellt. Der Donner rollte, als würden die Götter Krieg führen.
Hinter ihr krachte es ohrenbetäubend: Die Aurelia zwang sich durch die Baumkronen. Äste brachen, Metall kreischte, bis schließlich ein dumpfer Aufschlag den Boden erschütterte. Rauch stieg zwischen den Bäumen auf.
Elaine presste die Hand gegen die Brust. Sie wusste, dass sie laufen musste – so weit weg wie möglich, bevor die Crew sie fand. Doch ein Teil von ihr zögerte. Diese Männer waren keine gewöhnlichen Piraten. Falc hatte sie entführt, ja, doch er hatte sie auch vor dem Soldaten beschützt. Sein Blick, kalt und unergründlich, verfolgte sie.
Ein Schrei durchbrach die Nacht. Rew, unverkennbar, irgendwo beim Wrack: „Kapitän! Wir stecken fest!“
Elaine sog die feuchte Waldluft ein. Ihr Instinkt drängte sie tiefer ins Dickicht, fort von den Stimmen, fort von der Gefahr. Doch ihr Herz, dieses widerspenstige, pochte eine andere Wahrheit. Vielleicht war dies ihre einzige Chance auf Freiheit – oder auf etwas, das sie noch nicht verstand.
Sie stolperte über Wurzeln, zwang sich weiter. Der Wald war undurchdringlich, überall nur Schatten und das Rascheln von Tieren, die den Sturm ebenso fürchteten wie sie. Ihre nackten Füße schmerzten auf dem feuchten Boden, Dornen rissen ihr die Haut auf. Aber jeder Schritt bedeutete, dass sie weiter von Falc und seiner Crew entfernt war.
Und doch… das Heulen des Windes mischte sich mit dem Brüllen eines Mannes, tiefer, bestimmter als die anderen: „Elaine!“
Er rief nach ihr. Nicht wie ein Kapitän nach einer Gefangenen – sondern wie jemand, der Angst hatte, sie zu verlieren.
Elaine blieb stehen. Der Sturm tobte über ihr, die Blätter wirbelten wie Scherben. Ein einziger Gedanke nagte sich in ihr Bewusstsein: Sie war geflohen. Aber war sie wirklich frei?