Schreibaufgabe - Flashback - für mich
Sep. 24th, 2025 09:10 pmTeam: Kobold
Challenge: Schreibaufgabe - Flashback - für mich
Fandom: Tatort Bremen
Charaktere: Stedefreund (nach seinem Einsatz als verdeckter Ermittler)
A/N: Recht kurzer Prompfill, aber gut für mich, um ein Gefühl für die Struktur der Fic zu bekommen, in der diese Szene mal unterkommen wird.
Im Treppenhaus riecht es dumpf nach Weichspüler und Gekochtem. Kartoffeln vielleicht, denkt er, während er die Stufen bis in den dritten Stock nimmt. Im Zweiten dröhnen monotone Bässe durch die Tür, aber sie verebben oben im Dritten, wo er vor der Tür stehen bleibt. Sein Blick fällt auf den Namen am Klingelschild. Abgekürzter Vorname, ausgeschriebener Nachname, etwas windschief mit schwarzem Marker. Seine Hand zuckt schon in Richtung der Klingel, bevor er sich besinnt, dass der Schlüssel in seiner Jackentasche steckt. Er blickt auf seine halb ausgestreckte Hand, blinzelt und die Bewegung in die Tasche zu greifen ist ihm sehr bewusst. Sein Nacken kribbelt.
Drei Schlüssel an einem Karabiner, dazu ein rundes Token und ein grün-weißer Anhänger, geknüpft aus Tornetz. Er schließt die Finger darum und das Blut klebt ihm das Messer in die Faust. Die Klinge zittert in der Luft, blitzt auf, da wo sie nicht dunkelrot verschmiert ist. Sein Atem geht heftig und rasselnd, als wäre er gerannt und hinten in seiner Kehle schmeckt es metallisch. Sie ist so trocken, dass ihm der Schmerz heiß in den Hals fährt, als er schluckt. Sein Blick zuckt durch den Raum, über die Kacheln, die nicht mehr weiß sind, über die fünf Toten, die mit verdrehten Gliedmaßen daliegen wie vergessene Schaufensterpuppen. Die Welt wird einen zu langen Moment schwarz und er taumelt, knallt mit der Hand gegen die Wand, die rutschig ist vom Blut. Sinnlos grabschen seine Finger nach Halt, der Schlüsselbund noch immer in seiner Hand. Seine Finger sind so fest darum gekrallt, dass die Knöchel weiß hervortreten und ihm das Metall in die Haut schneidet. Es braucht seine ganze Konzentration, seine Hand dazu zu bringen, die Finger zu öffnen, so als müsse er jeden Muskel einzeln überzeugen ihm zu gehorchen. Der Karabiner baumelt an seinem Ringfinger. Er starrt auf seine schweißfeuchte Hand, als wäre es die eines Fremden. Drei rote Striemen ziehen sich über seinen Handteller. Seine Haut spannt, so weit spreizt er seine Finger, aber immerhin verschwindet davon das unangenehme Kribbeln, so als hätte er in einen Ameisenhaufen gefasst. Mit einem Schlenker seines Handgelenks befördert er den Schlüssel in die Luft, fängt ihn, schließt auf. Das wummernde Dröhnen bleibt im Treppenhaus zurück, als die Tür hinter ihm ins Schloss fällt.
Challenge: Schreibaufgabe - Flashback - für mich
Fandom: Tatort Bremen
Charaktere: Stedefreund (nach seinem Einsatz als verdeckter Ermittler)
A/N: Recht kurzer Prompfill, aber gut für mich, um ein Gefühl für die Struktur der Fic zu bekommen, in der diese Szene mal unterkommen wird.
Im Treppenhaus riecht es dumpf nach Weichspüler und Gekochtem. Kartoffeln vielleicht, denkt er, während er die Stufen bis in den dritten Stock nimmt. Im Zweiten dröhnen monotone Bässe durch die Tür, aber sie verebben oben im Dritten, wo er vor der Tür stehen bleibt. Sein Blick fällt auf den Namen am Klingelschild. Abgekürzter Vorname, ausgeschriebener Nachname, etwas windschief mit schwarzem Marker. Seine Hand zuckt schon in Richtung der Klingel, bevor er sich besinnt, dass der Schlüssel in seiner Jackentasche steckt. Er blickt auf seine halb ausgestreckte Hand, blinzelt und die Bewegung in die Tasche zu greifen ist ihm sehr bewusst. Sein Nacken kribbelt.
Drei Schlüssel an einem Karabiner, dazu ein rundes Token und ein grün-weißer Anhänger, geknüpft aus Tornetz. Er schließt die Finger darum und das Blut klebt ihm das Messer in die Faust. Die Klinge zittert in der Luft, blitzt auf, da wo sie nicht dunkelrot verschmiert ist. Sein Atem geht heftig und rasselnd, als wäre er gerannt und hinten in seiner Kehle schmeckt es metallisch. Sie ist so trocken, dass ihm der Schmerz heiß in den Hals fährt, als er schluckt. Sein Blick zuckt durch den Raum, über die Kacheln, die nicht mehr weiß sind, über die fünf Toten, die mit verdrehten Gliedmaßen daliegen wie vergessene Schaufensterpuppen. Die Welt wird einen zu langen Moment schwarz und er taumelt, knallt mit der Hand gegen die Wand, die rutschig ist vom Blut. Sinnlos grabschen seine Finger nach Halt, der Schlüsselbund noch immer in seiner Hand. Seine Finger sind so fest darum gekrallt, dass die Knöchel weiß hervortreten und ihm das Metall in die Haut schneidet. Es braucht seine ganze Konzentration, seine Hand dazu zu bringen, die Finger zu öffnen, so als müsse er jeden Muskel einzeln überzeugen ihm zu gehorchen. Der Karabiner baumelt an seinem Ringfinger. Er starrt auf seine schweißfeuchte Hand, als wäre es die eines Fremden. Drei rote Striemen ziehen sich über seinen Handteller. Seine Haut spannt, so weit spreizt er seine Finger, aber immerhin verschwindet davon das unangenehme Kribbeln, so als hätte er in einen Ameisenhaufen gefasst. Mit einem Schlenker seines Handgelenks befördert er den Schlüssel in die Luft, fängt ihn, schließt auf. Das wummernde Dröhnen bleibt im Treppenhaus zurück, als die Tür hinter ihm ins Schloss fällt.