[identity profile] kleine-aster.livejournal.com posting in [community profile] 120_minuten
Ok, nachdem ich die Wichtelkette effektiv ausgebremst habe, bin ich endlich zum Schreiben gekommen, es tut mir leid. DX Eigentlich wollte ich wirklich gern was zu "Der Pate" schreiben, aber da ergab sich nix, also hier ein wenig Banana Fish. Und weil Nyx so lieb und geduldig war, bekommt sie zwei Fics. Von denen eine nicht mal ihren Fandom-Wünschen entspricht. Aber da meine erste Wichtelfic eher lustig (ok, sagen wir: bizarr) als herzzerreißend geworden ist, habe ich ein bißchen Death Note-Angst hinterher geschrieben. ^^* Ähm. Wie dem auch sei. Trotz allem, für Nyx, weil sie ein Schatz ist und manchmal genau weiß, was Freunde brauchen. ♥

Titel: Schmutzig
Fandom: Banana Fish
Challenge: "Das sieht ekliger aus, als es ist!"
Warnings: Es geht nur um Sex. Nur. Um. Sex. Es tut mir leid.
Anmerkung: Sing Soo Ling/Yue Len Lee. Die Idee hat mich angesprungen. Ich fürchte, sie entspricht den Challenges nur rudimentär? ^^* Na, zumindest dreht es sich um eine sehr, sehr dysfunktionale Liebeskiste. Wengistens das.



„Sag mal, haben wir eigentlich den besten Sex, den du je hattest?“

„Mhm …“

„…“

„…“

„Ok, weißt du was, vergiss, dass ich gefragt habe.“

„… nein.“

Zuerst kam der kalte Angstschweiß. Mann konnte nur von einer Überreaktion sprechen, einer totalen Überreaktion, aber was sollte man machen. Der kalte Schweiß kroch seine Stirn hoch und haftete sich dort fest, als er sich aufstützte, um den anderen anzusehen und zu fragen:

„Nein was? Nein, du wirst die Frage nicht vergessen, oder nein, wir haben nicht den besten Sex?!“

Ein Seufzen. Ein leichtes Rascheln seidenbestickter Kissen, ausgelöst durch feines, schwarzes Haar. Der andere war noch nicht mal verlegen, warum auch. War sicherlich nicht das erste Mal, dass er das gefragt wurde. Ein weiteres Seufzen. So ein ähnliches Geräusch, als wenn man ihn bat, sich selbst was zu Trinken zu machen.

„Nein, Sing,“ sagte Yue Len schließlich, und jedes Wort war bittere, nüchterne Tatsache, „Nein, wir haben nicht den besten Sex, den ich je hatte.“

„Ich …“

„Was?“

„B-bist du sicher?“

„Mhm …“

„…“

Ein geziertes Schnalzen der Zunge. „Ja. Ich bin sicher. Definitiv nicht der beste Sex.“

Sing Soo Ling fiel auf die Kissen zurück wie ein gefällter Baum, nur um den Kopf zu drehen und sich konzentriert und lange die geschmacklosen Flamingo-Schnitzereien am Bett anzusehen. Nur nicht den Rücken zuwenden; das wäre wirklich übermäßig lahm gewesen.

In seinem Kopf raste es. Es musste doch eine passende Reaktion auf so eine Eröffnung geben, irgendwas! Gleichmut. Yep, lässiger Gleichmut war vielleicht ganz gut. Es war doch auch eigentlich nicht so schlimm. Eigentlich fragte man so was auch nicht – aus Respekt vor dem anderen nicht, und aus Respekt vor sich selbst schon mal gar nicht.

Obwohl … in ihm drin verspürte er das vage Bedürfnis, Yue Len zu packen, zu schütteln und „Du Hure!!!“ zu schreien. Aber ihm war klar, dass das nur so ein idiotischer Ghetto-Instinkt war, und zu nichts führen würde außer vielleicht einer Haarnadel in seinem Arsch. Abgesehen davon, Yue Len konnte nichts dafür. Außerdem – war er eine Hure, also war der Vorwurf ziemlich sinnlos.

In ihrer Welt konnten Unsicherheiten, winzige Anzeichen von Schwäche zu einer Kugel zwischen die Augen, einem Messer im Hals führen. Der Wunsch nach Komplimenten und Bestätigung war doch für kleine Mädchen. Und Yue Len um welche zu bitten, das war, wie sich persönlich vor die Markierung am Schießstand zu stellen und mit den Armen zu wedeln.

Was hatte er erwartet?!

Sing konnte fühlen, wie sich Yue Len eine Weile räkelte, um sich dann im Bett aufzurichten und neben ihn zu Knien. Yue Len führte gar keine Tätigkeiten aus, ohne sich vorher eine Weile zu räkeln. Mit ziemlicher Sicherheit sah er reizend dabei aus. Sing wollte eine Zigarette. Und er rauchte gar nicht.

„Bist du nun verletzt?“ Fragte Yue Len. Er fragte es vorsichtig, als könnte er sich so was nicht so recht vorstellen. Zum eine, weil er in einer Welt lebte, in der grausame Wahrheiten zum guten Ton gehörten. Zum anderen, weil er Sing so nicht gewohnt war. Wenn Sing, der Gangleader, den er sich Freitagabend ins Bett holte, um ihn bis Montagmorgen zu behalten, eines war, dann die sture, stählerne Brust, an die er sich lehnen konnte. So oder ähnlich stellte Sing sich das vor; weiter war er noch nicht dabei gekommen, sich Yue Lens Motive zu erklären.

„Falls es hilft,“ fügte Yue Len hinzu, und seine Stimme klang beiläufig, als würde er die Revierverteilung in Chinatown diskutieren, „Das bedeutet nicht, dass der Sex schlecht ist. Ganz im Gegenteil. Auf einer Skala von 1 bis 10 …“

Sing schlug die Hände vors Gesicht und stöhnte. „Bitte nicht. Bitte keine Skala von 1 bis 10.“

Er hört Yue Lens Haarschmuck leise knistern, als dieser die Schultern zuckte. Wie der Kram Stunden intensiven Beischlafs durch eisern hielt, war ihm nach wie vor ein Rätsel. Wie so vieles.

„Na schön,“ sagte die chinesische Nachtigall, „Aber die Antwort hätte dir gefallen.“

„Lass uns einfach über etwas anderes reden,“ murmelte Sing, etwas flehender, als er es gern gehabt hätte. Um den grauenhaft klebrigen, demütigenden Moment zu überwinden, wandte er sich um – rechtzeitig, um zu sehen, wie sich Yue Lens schöne Augen rapide verdunkelten. Sing kannte ihn in allem Stimmungslagen, und daher konnte er das Gift schon spüren, bevor er den Mund aufmachte.

„HEY,“ sagte Yue Len, und er erhob dabei nicht die Stimme, und trotzdem hätte die Tonlage sämtliche Banditen von New York die Bäume hochgetrieben; mit Ausnahme von Sing. Deswegen kam er nun auch in den Genuss eines spitzen Zeigerfingers, der sich in seine nackte Brust bohrte.

„Du hast damit angefangen,“ zischte Yue Len, die Worte unterstrichen von kleinen Abdrücken seines manikürten Nagels in Sings Fleisch, „Du hast gesagt, wenn wir es miteinander machen, dann ohne Tricks, ohne Lügen, ohne Halbwahrheiten. Du hast diese Ehrlichkeits-Regel durchgedrückt, also nimm es wie ein Mann! Ich versuche nur, mich daran zu halten,“ Und dabei verzog er das Gesicht, als wäre es wirklich körperlich schmerzhaft, aufrichtig zu bleiben. Was es in Yue Lens Fall wahrscheinlich auch war.

„Es ist kein Problem, es geht mir gut,“ knurrte Sing zurück, während sein sich rötendes Gesicht, und das wusste er, vehement das Gegenteil plärrte. „Du hast eben mit halb New York geschlafen. Macht doch nichts.“

Es war Montagmorgen, kurz vor sieben. Gleich würde Sing wieder in seine Turnschuhe steigen, in sein wirkliches Leben zurückkehren und so tun, als wäre er nicht das ganze Wochenende durch parfümierte Laken gerollt. Bis Freitag. Vielleicht. Oder vielleicht auch nicht, so wie Yue Lens hübsche Stirn sich entfärbte.

Sing kannte diesen Ausdruck, diese tödliche Blässe genau. Sie kam nur zum Einsatz, wenn Yue Len einen tödlichen Endschlag vorbereitete. Sie vögelten zwar seit Monaten, aber sie hatten sich nicht verändert, und darum machte Sing sich insgeheim bereit, ihm mit einer schnellen Bewegung das Handgelenk zu brechen, sollte er irgendwas versuchen.

Aber das tat er nicht.

„Ich könnte dich auch,“ sagte Yue Len langsam, „So behandeln wie alle anderen. Dafür bekomme ich nie Beschwerden.“ Mit zuckendem Auge beobachtete Sing, wie Yue Len der Zorn aus dem Gesicht wich und einem Ausdruck zärtlicher Hingabe Platz machte. Er hätte sogar schwören können, dass Yue Len kunstvoll, von irgendwoher, ein ekstatisches Rosa auf seine Wangen zauberte.

„Oooh Darling, du machst es mir so gut,“ hauchte er, und die Täuschung war so makellos, dass Sing merkte, wie ihm warm wurde in … Gegenden, „Du bist der Beste, oooh, mach das noch mal, du hast den Größten, Darling, mach´s mir noch mal, mach´s mir, mach´s mi --“

Sings Handfläche war so schnell in Yue Lens Gesicht, dass er es selbst kaum registrierte. Er spürte sich selbst lächeln. Ihm war nicht nach Lächeln, aber er konnte nicht anders. Er lächelte noch immer starr und wütend, als er sagte: „Fick dich.“

Danach wurde es einen Moment lang sehr, sehr still. Nur die seidige Bettwäsche machte ein kleines Geräusch, als sie Yue Len von den nackten Schultern rutschte. Sing verstand den Scheiß ohnehin nicht; Baumwolle WAR bequemer.

Die Stille machte es nur umso nachdrücklicher, als Yue Len leise sagte: „Verschwinde. Geh einfach nur weg.“

Und Sing wusste, er sagte das nicht, weil Sing sein zartes Herz gebrochen hatte und er allein sein wollte. Er sagte es, weil er innerhalb von Sekunden auf seinem Gesicht sitzen und seine feinen Nägel dafür gebrauchen würde, ihm die Augen auszukratzen, weil er ihn geohrfeigt hatte.

Das war der Unterschied, wenn man mit einer Viper schlief, anstatt mit einem netten chinesischen Mädchen, wie Sings Großmutter es für ihn gewollt hatte.

Verschwinden. Nichts lieber als das.

„Sicher,“ konnte er sich nicht verkneifen zu sagen, als er würdelos in seine Hosen sprang, mit einer Geste auf das Bett, „Ich will doch keine Engpässe verursachen.“

Eine unbezahlbare Obstschale zerschellte neben ihm an der Wand, als er das Schlafzimmer verließ. Aber was war schon Geld, wenn man Yue Len war.

***

Sing war gerade dabei, ein Warenhaus in der Nähe des Hafens in Brand zu stecken, als sein Telefon in der Hosentasche zu surren begann. Der Tag war regnerisch und kalt. Trotzdem, es war ein Montag, und er versuchte, sich auf die gewohnte Route zu konzentrieren. Zuerst einmal durch die Wäschereistraße, Schutzgelder einsammeln. Dann rüber nach Queens, die Einnahmen aus den illegalen Pokerspielen einstecken. Ein kurzes Frühstück bestehend aus einem Stück Sardinenpizza in der U-Bahn-Unterführung beim Ginacolo´s, und manchmal eben etwas Brandstiftung am frühen Nachmittag.

Aber er konnte nicht. Seine schmutzigen Sneaker führten ihn an all die richtigen Orte und er vollführte all die richtigen Dinge, aber sein Kopf machte nicht mit. Yue Lens „Nein“ klingelte in seinen Ohren, weitaus lauter, als die Presslufthämmer auf dem Queen´s Boulevard es vermochten.

Irgendwo in dieser verschissenen Stadt lief irgendwer rum, mit dem die chinesische Nachtigall besser schlief als mit ihm. Sing hatte lange gebraucht, um überhaupt darüber hinwegzukommen, wie viele Hände ihn schon angefasst hatten. Eine lange, unheimliche, ominöse Reihe von Männern, die alle reicher waren als Sing, mächtiger, die Yue Len mehr Sachen kaufen und mehr Türen öffnen konnten als er. Und offensichtlich auch –

Sing hatte es niemals irgendwen erzählt, aber in der Nacht, bevor Yue Len ihn das erste Mal in seinem Bett empfangen hatte, war er allein in ein Freudenhaus am anderen Ende der Stadt gefahren, um seine Unschuld zu verlieren. Um nichts in der Welt hätte er sich diesem Moment unvorbereitet gestellt. Er hatte das letzte Mal mit 11 mit Stacie Kim unter der Brücke an der Hester Street rumgeknutscht, und danach … waren andere Dinge wichtiger gewesen.

Dinge, in denen Sing ganz ehrlich gesagt auch besser war.

Und darum, genau darum, sollte das hier auch nicht so verdammt wichtig sein. Yue Len hatte also schon bessere Männer gehabt. Sing war nicht der erste, und er würde auch mit ziemlicher Sicherheit auch nicht der letzte sein. Na und.

Er stieß einen kleinen Fluch aus, bevor er den Benzinkanister einen Moment zur Seite stellte, um an sein Telefon zu gehen. Dann klemmte er es zwischen Schulter und Kinn, um den Betonboden weiter mit Benzin zu tränken, während er sprach.

„Sing.“

„HEY,“ sagte die sanfte Stimme. Und es war Yue Lens anderes HEY, das HEY das sagte, „Kauf mir einen Brilli. Mach mir einen Drink. Erschieß Don Lothario in der Oper für mich. Darling.“ Zuckrig schnurrte es aus dem Hörer, und auch wenn Sing es nicht wollte, konnte er spüren, wie sich ihm wohlig die Nackenhaare aufstellten. „Bist du sehr beschäftigt?“ Er hörte die Eiswürfel in Yue Lens Martini klingeln. Es war gerade mal halb eins.

Sing kickte ein paar alte Autoreifen zu Boden, die gutes Brennmaterial abgeben würden, und klemmte sich den Hörer ans andere Ohr. „Geht. Was willst du?“

„Ich finde, wir sind heute Morgen etwas hässlich auseinander gegangen …“

Das war stark untertrieben. „Das ist stark untertrieben,“ bemerkte Sing, beschloss aber, mitzuspielen. Schließlich wollte er nächsten Freitag wieder durch die geflügelten Türen eingelassen werden. Aus irgendeinem Grund.

„Hier hinten auch?“, wollte einer von Sings Leuten wissen, der mit einem vollen Benzinkanister unschlüssig neben der Treppe zum ersten Stock stand. Sing rollte mit den Augen. Einsteiger.

„Natürlich, das ganze Ding, was denkst du denn,“ knirschte er. Währenddessen hatte Yue Len wieder angefangen zu sprechen, während er sich wahrscheinlich die Nägel machte.

„Du musst verstehen,“ sagte er gerade freundlich, „Dass ich aus einer Welt komme, in der man Champagner nicht aus Gläsern, sondern aus den Mündern anderer trinkt …“

„Ok, verstehe,“ murmelte Sing, während er einem seiner Männer hastig bedeutete, sich die Kippe draußen anzustecken.

„… wo man sich Opium auf die Lippen träufelt, um die Intensität des Orgasmus zu steigern …“

„Fabelhaft,“ erwiderte Sing, der nicht genau wusste, warum Fong Lei ausgerechnet in diesem Moment neben ihm stehen musste. Hastig bewegte er sich in eine andere Richtung.

„… wo man in Liebespositionen stundenlang ausharrt, ohne sich zu rühren …“

Sing rieb sich die Nasenwurzel. Diese Kopfschmerzen. „Yue Len, warum erzählst du mir das alles?“

„Damit du verstehst. Es stimmt, ich hatte schon besseren Sex, aber … ich mag es, wie du es machst. Perfekter Sex langweilt mich. Ich habe alles schon gemacht. Gerade diese Tollpatschigkeit hat einen ganz besonderen Reiz für mich, so ungeübt und …“

„Boss, telefonierst du noch lange?“

„Eine Minute …“

Sing lehnte sich gegen eine mit Einschusslöchern durchbohrte Wand und atmete tief durch. Lange. Seine Knie waren weich. Sein Gesicht glühte. Es war schwer zu sagen, ob er allmählich geil wurde oder nur maßlos verstört war.

„Yue Len, hör auf.“

Es entstand eine verdutzte Pause. Dann kam Yue Lens Stimme leise, fast fragend. „Ok.“

Sing überlegte lange, was er sagen sollte. Er konnte Yue Len nicht sagen, warum ihn das alles so störte, weil er es selbst nicht kapierte. Nicht so ganz, zumindest. Er hatte das Gefühl, er war der Sache auf der Schliche … und wenn er seine Karten gut ausspielte, hatte er bis Freitag Zeit, es herauszufinden.

„Ich bin drüber weg, Yue Len.“

„Wirklich?“

„Wirklich.“

„Das ist gut, denn ich wollte dich bitten, mir am Freitag mehr von diesen Pralinen aus dem Kaufhaus am Times Square mitzubringen, weiß du -“

Sing holte tief Luft und bedeutete den anderen Männern, beim Wagen zu warten. „Sag mir nur eins. Nur eine Sache, und ich bin durch.“

„Und zwar?“

„Wer?“

„Willst du das wirklich wissen?“

Mit einem Mal klang Yue Len merkwürdig verlegen. Aber all seine kühle Arroganz war zurück, als er antwortete. Wie ein kleines Mädchen, das man dazu zwang, seine Hausaufgaben zu machen. „Na schön …“

„Wenn du Dino Golzine sagst, bringe ich mich um.“

Das brachte Yue Len für Sekunden zum Lachen. „Nein. Gott nein. Es …“ Ein weiteres Zögern.

„Und?“

„… Blanca.“

Es tat mehr weh, als Sing erwartet hätte, seine Faust in eine Wand zu schlagen. Der Mörtel prasselte, während er versuchte, nicht laut zu schreien. Yue Lens Stimme am anderen Ende klang aufrichtig besorgt.

„Was ist passiert?“

„Nichts.“

„Hör mal, wenn du nun durchdrehst, und ihm ein abgeschnittenes Ohr in einer Kiste schickst, oder irgendeinen anderen chinesischen Macho-Kram, von mir hast du es nicht.“ Yue Len klang pikiert.

Sing zog die Faust zurück und begutachtete sie. Aus den Schrammen quoll Blut, aber seine Knöchel waren noch intakt. Er wünschte sich, es wäre irgendein anderer Kerl. Irgendwer, den man mit mehr Recht hassen könnte. Aber eigentlich … eigentlich war es egal. „Das tu ich nicht. Branca, machst du Witze? Der macht mich kalt.“

Yue Len schien das kurz zu erwägen. „Nein, das denke ich nicht. Aber er würde dich unter Umständen auslachen.“

„Das wäre schlimmer,“ bekannte Sing. Einen Moment lang sagten sie beide nichts, und dann ergriff Yue Len wieder das Wort. Freundlich und sachlich, als wären alle Uneinigkeiten ausgeräumt und als hätten sie ein Gespräch über das Wetter geführt. „Also, wir sehen uns am Freitag?“, flötete er.

Sing grinste. Er zog sein Feuerzeug aus der Tasche, und machte seinen Männern ein Zeichen, in Deckung zu gehen. „Yep. Genieß deinen Mittagsmartini.“

„Du kannst mich mal.“

***

Als Sing am nächsten Freitag bei Yue Len aufschlug, brachte er eine Schachtel Pralinen aus dem Kaufhaus am Times Square mit, wie abgemacht. Davon abgesehen aber hielt er sich an gar nichts, was sonst die Regel war.

Genau genommen hielt er Yue Len, sobald sie allein waren, eine Augenbinde vor die Nase mit der Anweisung, sie anzulegen. Dieser war nicht begeistert, aber Sing küsste ihn so lange mit Zunge, bis er einlenkte. Yue Len war ein Biest, aber merkwürdigerweise war er stets gefügig, wenn man Dinge von ihm verlangte, die etwas mit Sex zu tun hatten. Alte Gewohnheiten starben eben nur schlecht. Er verlangte allerdings, seine eigene Augenbinde zu nehmen, die aus Samt und bestickt war. Nicht das grobe Tuch, mit dem Sing es versucht hatte.

Sing hatte Yue Lens Chauffeur instruiert, wohin er fahren sollte. So eine Bitte war für die kleine Ratte aus Chinatown ziemlich dreist, aber Sing hatte dem Mann außerdem versprochen, dass er ihn in die Kniescheiben schießen durfte, sollte er das Leben seines Herren in Gefahr sehen. Sing wusste, was sich gehörte.

Während sie fuhren, mixte Sing Yue Len einen Drink, damit er nicht zu maulen anfing, und sie unterhielten sich über die Woche und über die Einkünfte aus dem illegalen Glücksspiel. Inspiriert durch die blinde Fahrt, erzählte Yue Len eine Anekdote davon, wie er einmal bei dieser Orgie gewesen war, auf der alle nackt und die Kellner und Musikanten blind waren. Sing trug es mit Fassung. Es war sogar ziemlich interessant. Und auf diffuse Art erotisch. Als sie angekommen waren, nahm Sing Yue Lens Hand und sagte: „Komm.“

„Es stinkt nach alten Reifen,“ bemerkte Yue Len kritisch, während ihm Sing half, über einen Haufen Schrott hinwegzusteigen.

„Es sind alte Reifen,“ erwiderte Sing, und nahm ihm die Augenbinde ab. Es war unmöglich, Yue Len anzusehen, was ihm durch den Kopf ging, während er sich die zerfallende Kulisse von Mr. Foo´s Autowerkstatt ansah.

Nach einer Weile sagte er nur ein Wort. „Was.“

Sing wippte auf den Füßen hin und her und war zufrieden mit seinem Arrangement. „Ich weiß es nicht mit Sicherheit,“ sagte er, „Aber ich glaube, ich wurde auf diesem Schrottplatz gezeugt. Da drüben, hinter den Reifen und neben der Gaspumpe. An der Wand. Im Stehen.“

Yue Len fiel alle Farbe aus dem Gesicht. Sing fuhr ungehindert fort. Innerlich war er schrecklich aufgeregt, aber dafür war gerade kein Platz.

„Es hat Tradition,“ erklärte er, „Alle Liebespaare aus der Gegend tun das. Hier hat man keine brüllenden Eltern, und mehr Platz als auf dem Rücksitz eines Autos. Aber heute Nacht habe ich allen gesagt, sie sollen es bei Bedarf hinterm Autokino an der Hester Street treiben, damit wir den Platz für uns haben!“

Er machte eine ausladende Geste, als hätte er Yue Len soeben auf eine mit Austern und Champagner beladene Yacht entführt. „Das ist …“ Yue Lens linkes Auge zuckte. „… romantisch von dir …“

„Ich hab da hinten auf den Reifenstapel schon eine Decke gelegt,“ fügte Sing hilfsbereit hinzu, „Und für hinterher 7 Up und Sesamkräcker. Auch das ist Tradition.“ Er verschränkte die Arme, und sein Gesicht brannte, als er triumphierend grinste. „So hast du es noch nie gemacht, oder?“

„Ach, DAS.“ Yue Lens Haar sah reizend aus im Mondschein, als er sich mit blitzenden Augen zu ihm umwandte. „Bist du immer noch besessen davon? Das ist SO lächerlich, ich --“

Der Kuss war heftig und innig und erfüllte seinen Zweck, Yue Len zum Schweigen zu bringen. Aus den Augenwinkeln konnte Sing erkennen, wie der Chauffeur sehr angestrengt in sein Comic starrte. Mit einiger Freude stellte Sing fest, dass Yue Len außer Atem war, als sie sich voneinander lösten. Nie klang seine Stimme so süß, als wenn ihm gerade die Luft ausging.

„Aber … ich werde schmutzig!“

Sing nickte. „So schmutzig wie noch nie in deinem Leben. Das ist der Sinn der Sache.“

Yue Len war die Verstörung anzusehen, während er immer wieder zwischen Sing und dem Stapel Reifen hin- und herstarrte. Aber er war nicht nur verstört. Er war – und das war das, worauf Sing die ganze Woche hin gehofft und gebetet hatte – fasziniert. Die seidene Augenbinde glitt ihm aus den Fingern und landete unfeierlich im Staub. Sing machte einen Schritt auf ihn zu.

„Ich hab darüber nachgedacht,“ sagte er leise, „Warum das so wichtig war. Warum ich der Beste sein wollte.“

Yue Len entwich ein geziertes Fauchen, aber er machte keinen Schritt zurück. „Weil du ein primitiver kleiner Schmutzlappen bist, darum --“

Sing legte den Kopf schief. „Yep. Das auch. Aber das ist nicht alles.“

Yue Lens Rücken stieß nun schon sachte gegen die Decke, die Sing ausgesucht hatte. Es war eine ziemlich gute Decke. Baumwolle war eben bequem.

„Ich muss der Beste sein,“ sagte er, während er Yue Len sachte in den Stapel Reifen schubste, „Weil nur der Beste auch der Letzte sein kann.“

Yue Len machte eine Grimasse; aber keine, die zwangsläufig nach Mord schrie. „Du bist so ein Kerl,“ sagte er. „Und mir läuft Öl in den Rücken. Das heißt ich hoffe, es ist Öl.“

„Ssh,“ machte Sing, und selbst die Ratten schienen sich respektvoll zurückzuziehen, „Es alles ist nicht so eklig, wie es aussieht.“




Titel: A Day In The Life
Fandom: Death Note
Challenge: "Du bist wie ein Ohrwurm, nur dich könnte ich totschlagen."
Warnings: ANGST. Character Death. Challenge verfehlt.
Anmerkung: AU. Das heißt, man muß sich vorstellen, L habe Light ordnungsgemäss für seine Untaten verknackt. Ähm. Der Rest erklärt sich von selbst, denke ich. ^^*



Am Abend des Tages, an dem Yagami Light vor einem internationalen Gericht wegen Massenmordes zum Tode verurteilt worden war, tat der Meisterdetektiv L eine Reihe Dinge, die er so noch nie getan hatte.

Er war selber überrascht davon, dass er diese Sachen machte. Aber wenn L einer Sache vertraute, dann seinem eigenen Instinkt, und der sagte ihm, dass all dies nun sein musste. Sein Instinkt hatte ihn nie betrogen. Nicht in seinen 3.5027 erfolgreichen Mordermittlungen, nicht, was Yagami-kun und KIRA anging, und heute sicherlich auch nicht, selbst wenn er sich reichlich albern vorkam.

Zuerst ließ L sich direkt vom Gericht aus von Watari zum nächsten Plattenladen fahren, schlurfte eine Weile suchend zwischen Regalen und Postern von Popsternchen herum, und kaufte sich dann eine CD mit kitschigen Schmusesongs.

L hatte kein Interesse an kitschigen Schmusesongs. Aber irgendetwas sagte ihm, dass er so etwas heute besitzen musste. Unbedingt.

Dann fiel ihm ein, dass er auch kein Abspielgerät hatte. Natürlich hatte L, der Meisterdetektiv, Zugang zu feinster moderner Spitzentechnik ... wenn er ermittelte. Aber das alles war nur Teil der Show. Nichts davon war seines. Man hatte den Kram schon längst wieder abgeholt und nach England verschifft, sobald die Handschellen um Yagami-kuns Handgelenke geklickt hatten. Die Show war vorbei und die Kulisse stand nicht mehr.

L selbst besaß nicht mal einen Walkman. Oder MP3. Oder was auch immer.
Wenn man seine Zeit nur in wechselnden Hotels verbrachte, war es unpraktisch, mehr bei sich zu haben als einen Laptop, ein paar mehr oder weniger identische Klamotten und eine Zahnbürste.

Also ließ er sich als nächstes an einem Technikladen vorbeikutschieren und kaufte sich die teuerste und schönste Anlage, die sie hatten. Er war sich sehr sicher, dass er diese CD nur ein Mal hören würde, und dann sollte es wenigstens perfekt klingen. Er würde auch diese Anlage nur einmal benutzen und dann stehen lassen, wenn er weiterreiste. Vielleicht wollte Matsuda sie haben, oder so.

Zuletzt ließ L an einem Bakin Robbins halten und kaufte sich 28 Erdbeertörtchen. Zumindest das war nichts Neues, es war etwas Vertrautes, und es beruhigte ihn ein bisschen.

Dann schickte er Watari in einen englischen Pub, um nicht gestört zu werden, baute die Anlage auf, legte die CD mit Liebesschnulzen ein, kletterte auf einen Stuhl, legte sein Kinn auf seine Knie und lauschte.

L bemühte sich, an nichts Bestimmtes zu denken. Dieses Gefühl war in seinem Magen, es zuckte in alle Richtungen, und er musste abwarten, forschen, wohin es ihn führen würde.

Früher oder später würde ihm dieses Gefühl irgendeine Tür aufstoßen, und dann würde er erkennen, warum er hier diesen Irrsinn veranstaltete, anstatt seinen winzigkleinen Koffer zu packen und aus dieser Stadt zu verschwinden.

Und L wartete.

Er war hier noch nicht fertig. Er hatte seinen Fall gelöst, zuletzt hatte sein Intellekt – wenn auch beschämend knapp – über den von Yagami Light triumphiert, es war zu Ende.

Aber das war es eben nicht. Etwas fehlte noch. Er wusste nicht was, aber er musste es rausfinden, und darum wartete er.

Die weinerlichen Liebesschnulzen waberten aus den Boxen und versetzten ihn in Erstaunen. Klagende Frauen- und Männerstimmen sangen abwechselnd von Liebe und Sehnsucht und Verrat und Gebrochenen Herzen, und L konnte damit nichts, aber auch wirklich überhaupt nichts anfangen. Er hatte solche Musik natürlich schon gehört. Aber er hatte noch nie hingehört.

Die Musik füllte den leeren Raum aus wie Watte. Vor einigen Wochen war hier drin noch das schlagende Herz der Ermittlungen gegen KIRA gewesen. Nun war es nur noch der Ort, an dem L bis auf weiteres schlief. Er war banal und nichts sagend geworden.

L beschloss, dass es Zeit war, behutsam und zärtlich die erste Erdbeere aus ihrem Sahnebett zu schälen, so lange er hier nicht wirklich weiterkam. Während er kaute, stellte L fest, dass er sehr, sehr unglücklich war und nicht gut schlucken konnte.

Er verspürte diese seltsame Traurigkeit, seit Yagami-kun überführt und verhaftet worden war. An sich war das nicht ungewöhnlich. Es war nicht selten, nach dem Lösen eines Falles, dem man sich Tage, Wochen, Monate hingegeben hatte, ein Gefühl der Leere zu empfinden. Es war ein klein bisschen traumatisch, wenn einem dieses schöne Gedankengebilde weggerissen wurde und man wieder allein war.

Aber dies war nicht das Ende irgendeines Falles. Es war das Ende von KIRA. Das Ende von Yagami-kun.

Wenn L sich für Kunst interessiert hätte, hätte er dieses Gefühl mit dem vergleichen können, was Michelangelo verspürt haben musste, als er die Sixtinische Kapelle beendet hatte. Oder Leonardo Da Vinci nach dem Malen des Letzten Abendmahls.

Nämlich die Gewissheit, dass man hiermit sein Meisterstück abgeliefert, die höchste Stufe erklommen hatte. Danach konnte nichts mehr kommen. Man würde nie wieder etwas Vergleichbares erleben, nie mehr.

Aber L interessierte sich nicht für Kunst, und darum dachte er das nicht. Er dachte nur, dass er sich sehr seltsam fühlte.

Er neigte den Kopf und lauschte. Er hatte nicht die Geduld, auf die Texte zu achten, aber immer wieder hörte er das Wort “Herz“. Er dachte daran, dass es auf lustige Weise zu dem passte, was sie miteinander erlebt hatten in den vergangenen Monaten.

Yagami-kun – oder eher KIRA – war auch auf seine Art hinter Ls Herz her gewesen, aber am Ende hatte er es nicht bekommen. Dumm für Yagami-kun. Besser für L.

Er ließ die zierliche Gabel in den Teller scheppern. Er hatte keine Lust mehr auf Erdbeeren. Allein diese Tatsache war äußerst alarmierend.

Yagami Light hatte seine Sache vor Gericht sehr gut gemacht, fand L. Er hatte keine Regung gezeigt, als man sein Todesurteil verlesen hatte. Er hatte so arrogant und verflucht überzeugt von sich selbst ausgesehen wie immer.

Das heißt, es hatte ein mikroskopisch kleines Beben der Unterlippe gegeben, eine Sekunde der Schwäche ... Aber L war sich sehr sicher, dass keiner außer ihm das mitbekommen hatte. Keiner beobachtete Yagami-kun so wie L.

Eigentlich hätte L überhaupt nicht bleiben müssen, bis der Prozess vorbei war.
Die internationale Gerichtsbarkeit hatte ihm KIRA aus den Fingern gerissen, und er wurde nicht mehr benötigt. Aber L war dageblieben, weil es ihm die Chance gab, Yagami-kun noch etwas länger anzusehen. Und das war etwas, das L sehr gern machte.

Yagami-kun dagegen hatte nicht ein Mal zu ihm rübergesehen. In diesen 8 Wochen Gerichtsprozess, nicht ein einziges Mal. L ärgerte sich, dass ihn das ärgerte.

Er dachte darüber nach, dass Yagami-kun sich nun in diesem Moment elend und allein und verängstigt fühlen musste. Er war natürlich schlau genug, das keinem zu zeigen. Er hatte KIRA erschaffen, und er würde mit ihm untergehen. Yagami-kun war viel zu stolz, in letzter Minute sein Lebenswerk zu verraten, denn dann war alles umsonst.

Aber L kannte Yagami-kun. Er wusste, dass er den Gedanken nicht ertragen konnte, nicht mehr da zu sein. Er war nur ein Mensch, ein viel zu kluger kleiner Schulknabe mit viel zu gigantischen Ideen, und in diesem Augenblick hatte er sicher furchtbare, furchtbare Angst.

L stellte fest, dass er den Gedanken nicht mochte. Er mochte nicht so an Yagami-kun denken. Er mochte ihn stark und brillant und kämpferisch, so wie er ihn kennen gelernt hatte. Es war unerträglich, ihn sich anders vorzustellen.

Er merkte, dass seine Knie unter seinen Händen zitterten. Die CD plärrte. L lehnte sich auf seinem Stuhl vor, als er merkte, wie dieses Gefühl in ihm langsam Gestalt annahm. Er fühlte sich plötzlich erregt, er stand vor irgendeiner Art Durchbruch, er spürte es, er ... er ... er ...

Er begann, fürchterlich zu heulen.

Und gleichzeitig dachte er: das ist aber interessant.

Er brach zusammen und sah sich selbst dabei zu, wie er zusammenbrach. Er heulte und heulte. Er konnte überhaupt nicht aufhören. Er rutschte von seinem Stuhl und schrammte sich den nackten Zeh am Boden auf, aber das war egal.

Es war faszinierend. L hörte sich selber wimmern und schluchzen und klägliche Geräusche machen, und er wusste nicht warum, er wusste nur, dass es sein musste, dass es irgendeinen Sinn machte...

Er merkte, dass er wütend war, er merkte, dass er todunglücklich war, und er dachte, dass das alles doch sehr unerwartet kam. Aber es war die ganze Zeit da gewesen, und er hatte es nicht bemerkt. Wie überaus peinlich für einen Detektiv.

Es war kindisch, es war im höchsten Maße unlogisch, es war sogar leicht demütigend, aber – er wollte nicht, dass Yagami Light starb, und darum weinte er. Er wollte nicht, dass man diesen wunderschönen, vollendeten, schillernden Verstand flambierte.

L heulte noch lange, lange, nachdem die CD ausgelaufen war – er hatte vergessen, Repeat zu drücken – und dann wurde er sehr still und dachte nach.

Und nach und nach, sehr langsam, aber deutlich, wurde ihm klar, dass er um Yagami Light weinte.

Nicht um KIRA und nicht um diesen großen schönen Fall. Um Yagami-kun selbst.

Das war die schlichte Wahrheit, die er hatte finden wollen, und L war einigermaßen darüber erstaunt.

Er wartete ab, bis seine Stimme nicht mehr so komisch kratzte. Dann griff er zum Telefonhörer, und rief im Todestrakt an. Natürlich nahm kein Mensch dort solche Anrufe um diese Uhrzeit an. Außer seine. Außer Ls.

L ließ anfragen, ob er einen Termin bei Yagami Light haben könnte. Nach dem Grund gefragt, gab er an, er habe 27 ½ Erdbeertörtchen, die er nicht alleine essen könnte, außerdem wolle er seinen ehemaligen Todfeind fragen, ob dieser vielleicht Interesse an einer Runde Schach habe. Oder einer letzten Diskussion über Schuld und Sühne. Oder so.

Er wartete lange auf eine Antwort. Er hing in der Wartschleife, und kam zu dem Schluss, dass die Wahl von „Leaving On A Jet Plane“ als Warteschleifenlied im Todestrakt ziemlich geschmacklos war, aber was kümmerte es ihn.

Als der Wachmann wieder ranging, musste er vermelden, dass Yagami Light offenbar keinen Appetit auf Erdbeertörtchen hatte, keine Lust auf Schach und im Laufe seines Prozesses schon genug über Schuld und Sühne gehört habe, speziell über Sühne.

Aber, sagte der Wachmann. Er habe Lust auf eine Packung Consommé-Chips, und auf oder so.

Als L Watari anrief und ihm sagte, er solle ihn umgehend ins Gefängnis fahren, sofern er noch nüchtern genug war, beschloss er, Light zu erzählen, dass er geweint hatte. Er würde die Umstände nicht erklären. Aber er fand es gut und richtig, ihn mit einem Lächeln auf den Lippen in den Tod zu schicken.

Date: 2008-11-26 05:06 am (UTC)
From: [identity profile] tsutsumi.livejournal.com

Äußerst genial. Naja, wie immer eigentlich, ne? XD
Viel bleibt da nicht zu sagen, außer dem üblichen "Ja, eigentlich kann ich Sing x Yue Len gaar nicht leiden, aber undsoweiter". Du weißt schon. =)

Da freut sich die Nyx bestimmt. ^.^

TROO LUV!

Date: 2008-11-26 10:21 am (UTC)
ext_184151: (squee)
From: [identity profile] nyx-chan.livejournal.com
Ich hatte das eigentlich relativ gleich nach dem Postem schon gelesen, aber zwischen House, Trillian und Buchhaltung fand ich nicht die nötige Ruhe, um dir ein ordentliches Kommentar zu schreiben. *_*

Also- Oh Gott- DANKE!!!! DAAAAAAAAAAAAAAANKEEEEEEEEEEEEEEEEEEEEE!!!!!!!!11111ÖLF

@DN (ich hab es auch zuerst gelesen, weil ich mir BF für den perfekten Abschluss aufgehoben habe *,*)
*___*!!!!!!!!!! Wie niiiedlich! Also, oh gott, das ist sooo süüüüß! >_<; Es ist so, so, so klar, dass L und Raito für einander bestimmt sind - sie sind die einzigen, die sich ebenbürdig sind, die einenader das Wasser reichen können und den anderen nicht langweilen. *~* (The odd couple *cough*) Und- Die Vorstellung wie L da in dem Hotelzimmer sitzt, sich Schnulzen anhört, NACHDENKT, keine Törctehn essen KANN und dann plötzlich es interessant findet, zu weinen, weil er einerseits seine Pflicht getan hat, aber auf obskure Art die Person dem henker ausliefert, die ihn wohl noch nie wie jemand anderes gethrillt hat. GNAH!! Q-Q Das ist so süß *hust*
Und bei dem Ende bin ich weggeflossen, quietschend, schillernd, strahlend. "Oder so." <3<3<3<3<3<3<3<3<3<3<3<3<3<3<3<3<3<3<3<3<3!!!

@BF
*Luft zufächel* !!! *Essbrettchen zum Luftzufecheln verwendet, egal ob Krümel dabei überall hinfliegen oder nicht* UAH!!
als erstes: SING!! BITCH!!!! BLAAAAAAAAAANKAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAA!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!111111111111111ÖLF *________________________________________________________* YESSSSS!!!!!!! XDDD (And der Stelle saß ich echt wie auf heißen Kohlen und hab mir verboten runter zu schielen und jubelte herum, als ich SEINEN Namen sah! XDDDD)
OH GOTT WIE GEIL!!!!! Also, nicht nur, dass es Banana Fish und Sing/Bitch(/Blanka *_*!!!<3<3<3<3<3<3<3<3) ist, dann ist es auch noch so- KYAA!! *___*!!!! (X'D)
Oh Gott, selbst 12h später kann ich nicht normal reden. X'''D
SIngs angeknacktes Machoego ist so herrlich, auch wie er wirklich es nicht los wird, wie er eigentlich von vornherein weiß, dass er a) nicht der erste, b) nicht der letzte, c) nicht der beste und d) hofft, nicht der schlechteste zu sein. Natürlich hätte es kein anderer als Blanka sein können (und das ist so ziemlich neben Ash der einzige, mit dem Sing es nie wagen würde aufzumucken, weil es BLANKA ist XD) (Hm, ob Yue Len den Sex mit Ash oder doch mit Blanka besser gefunden hätte, wenn er die Möglichkeit des Vergleichs gehabt hätte? *thihi*), schließlich ist Blanka der perfekte Gentleman, groß, stark, männlich und der perfekte Mann für alle Fälle, besonders die kriminellen (und sicherlich kulturellen *hust* XD). Und er hätte ihn angeschmunzelt und wahrscheinlich irgendein Buch von Hemmingway in die Hand gedrückt. XDDD~~~
UND ER HAT IHM EINE GEKLEBT!!!
Yue Len hat es da aber echt nicht anders irgendwie verdient, auch wenn Sing es provoziert hat und alles, aber- Guu! Diese kleine Schnappsdrossel *-* (Und ich fand es ja sehr für sich sprechend, dass Yue Len sich so mit dem Telefonat und dem Trinken beeilt hat - dem muss ja wirklich SEHR viel an Sing liegen *~*) (Oh Gott, ich könnte die ganze Zeit nur quieken X'D)
Sing ist so ein süßer kleiner Gangster! (Und ich muss mir grad vorstellen, wie irgendwie "Emmanuela" auf die beiden passen würde in ihrer Anfangsphase XD) Wie er Sachen abfackelt, systematisch seinen Geschäften nachgeht, auch alles ordentlich macht, aber trotzdem mit den Gedanken abdriftet. (Ich musste SO an Tony denken! *squeal*)
UND SEX AUF DEM SCHROTTPLATZ VON MR. FOO IS MADE OF WIN!!!!!11ÖLF *Q* XD
Oh Gott, you make me SO shiny! (Ich will von dir die Soap zu Sing/Yue Len haben! X'DD)
DANKE!!!
Es tut mir Leid, dass ich nicht besser kommentieren kann, weil ich einfach nicht anders kann. Ich will die ganze Zeit alles nur bekreischen und mich totfreuen und weiterkreischen und es einrahmen, mit ins Bett nehmen, damit kuscheln, und es wie eine Schmusedecke überall mitnehmen, durch jeden Regen und Dreck. *_*!!
Hach, ich bin so wackelweich~ %D

(Übrigens hab ich letztens unsere Fortsetzungstitel zu BF gefunden! XD "Yue Lens Weihnachten im Allgäu", "Blankas Urlaub auf Sansibar" usw. XDD~~~ AWESOMECRAP!)

Falls ich es noch nciht oft genug gesagt habe: DANKE! *__*
Vergiss deinen Wunsch nicht, Darling ;D

Date: 2008-11-26 11:29 pm (UTC)
From: [identity profile] rei17.livejournal.com
SO genial! *_____________*
Mir war grade nicht nach Death-fic, deswegen habe ich erstmal nur BF gelesen - aber hach!! *___*
Das inoffizielle King & Queen der NY-Underworld-Pairing! Liebe! *fiiiep*
Du doofe Nudel hast mir total einen Plot weggeschnappt, den ich für mein Päckchen hatte, aber nicht umgesetzt habe - tz! Okay, vermutlich ist es unweigerlich bei den beiden auch an Sex zu denken. XD

Ich liebe es - es is tsooo toll. *__* Sing ist so ne Macho-Knutschbacke und die Bitch ist ein Giftluder, aber zusammen sind sie einfach nur süß. Und meant to be.
Und wie geil ist das bitte, dass die Bitch mit Blanca den geilsten Sex hatte??? (Außer der jetzt ist noch geiler - und daran zweifel ich natürlich nicht. ;) )
Absolutes yay für eifersüchtigen kleinen Sing und Schlampe Yue Len. So much love. *_*

Date: 2008-11-28 05:55 pm (UTC)
der_jemand: (OMG)
From: [personal profile] der_jemand
Ich habe das Gefühl, dass ich zu müde und sprachlos bin, als dass ich mich in diese Kommentare einreihen sollte, aber VERDAMMT.
Wie GENIAL!
(Und ich hab nur DN gelesen...)
Wie verdammt GENIAL. ...Das ist so richtig, so wundervoll, so süß, so schön, so grausam und, ja, so genial, aber das hatten wir ja schon.
Du hast den Ton für L schon beinahe unheimlich gut getroffen, und es ist so realistisch und gleichzeitig so wunderschön und bizarr... Und dieses ENDE! Waaah!*___*

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