"Ich bin hier"
Sep. 11th, 2025 06:49 pmTeam: Kobold
Challenge: R/I – „Ich bin hier“ (für mich - Weltherrschaft)
Fandom: Blind ermittelt
Charaktere: Alex, Niko
Sprache: Deutsch
Wörter: 455
Teil 1
Scheiße. Niko sah auf Alex, sah, wie er mit den Tränen kämpfte. Das erklärte so einiges. Alex musste wieder damit gerechnet haben, aus allen Richtungen enttäusch und betrogen zu werden, ohne zu wissen, woher genau.
Und dann hatte Bollinger genau das getan, hatte ihn betrogen und versucht, zu töten.
Alex‘ Reaktionen und Worte zu ihm waren leichter zu verarbeiten, jetzt, wo er wusste, dass es nicht persönlich gewesen war. Alex hatte nicht ihm misstraut, sondern selbst, seinem eigenen Urteilsvermögen.
Langsam trat er näher und legte die Hände auf Alex‘ Schultern. „Ich versteh’s, du musst nicht weiter erklären.“ Er musste vor allem nicht weiter gegen die Tränen ankämpfen, um sich zu erklären. „Es tut mir auch leid. Dass ich gesagt hab, du wärest ihm kein guter Freund gewesen.“
„Niko...“ Alex‘ linke Hand schoss nach oben und umklammerte sein Handgelenk. Er versuchte, seinen rechten Arm ebenfalls zu bewegen, aber er war zu sicher festgeschnallt.
„Woah, hey, langsam!“ Niko strich an seinem rechten Arm entlang, versuchte ihn ruhig zu halten, ohne Druck auf die Schusswunde auszuüben. Als er den Unterarm erreichte, drehte Alex sich leicht, genug, um seine Hand zu ergreifen und ihre Finger zu verschränken.
Niko lächelte leicht, als er verstand. Er strich seine rechte Hand von Alex‘ Schulter zu seinem Nacken und zog ihn nach vorne, bis er mit der Stirn gegen seine Brust lehnte. „Ich bin hier, Alex. Ich bleib hier.“
Alex entkam ein Schluchzer und er verlor endlich den Kampf gegen die Tränen.
„Shh, lass es raus.“ Er streichelte mit seinem Daumen auf und ab in seinem Nacken und lehnte sich über ihn. Tränen liefen ihm ebenfalls über die Wangen. Die Verletzungen der letzten Tage, die Sorge um Alex, als er realisiert hatte, dass er bei Bollinger war, all das begann langsam zu heilen.
„Besser?“, fragte er leise, als Alex‘ Tränen nachließen.
„Ja.“ Alex ließ sein Handgelenk los und setzte sich aufrecht hin, drehte das Gesicht aber zur Seite. „Entschuldigung.“
„Dafür nicht.“, unterbrach Niko. Er war froh, dass Alex endlich mal seinen Schmerz rausgelassen hatte, statt ihn immer in sich reinzufressen, bis er die Beherrschung verlor und einen Wutausbruch bekam.
„Dann...danke. Dass du mir ein so guter Freund bist.“ Er klang vorsichtig, etwas fragend, testend, als sei er nicht sicher, wie er reagieren würde.
„Wir sind Freunde.“, bestätigte Niko. Er drückte leicht seine Hand. „Danke für dein Vertrauen, dass du mir das erzählt hast.“
„Du bist der Erste, dem ich es erzählt habe.“
Nikos Augen weiteten sich. „Nicht mal Sophie?“
Alex schüttelte stumm den Kopf.
Niko ergänzte für sich ein paar Punkte auf der Liste an verqueren Ansichten, die Alex‘ Vater scheinbar gehabt hatte und die Alex und Sophie noch immer beeinflussten. „Ich werd’s für mich behalten.“, versprach er.
„Ich weiß. Ich vertraue dir.“
Challenge: R/I – „Ich bin hier“ (für mich - Weltherrschaft)
Fandom: Blind ermittelt
Charaktere: Alex, Niko
Sprache: Deutsch
Wörter: 455
Teil 1
Scheiße. Niko sah auf Alex, sah, wie er mit den Tränen kämpfte. Das erklärte so einiges. Alex musste wieder damit gerechnet haben, aus allen Richtungen enttäusch und betrogen zu werden, ohne zu wissen, woher genau.
Und dann hatte Bollinger genau das getan, hatte ihn betrogen und versucht, zu töten.
Alex‘ Reaktionen und Worte zu ihm waren leichter zu verarbeiten, jetzt, wo er wusste, dass es nicht persönlich gewesen war. Alex hatte nicht ihm misstraut, sondern selbst, seinem eigenen Urteilsvermögen.
Langsam trat er näher und legte die Hände auf Alex‘ Schultern. „Ich versteh’s, du musst nicht weiter erklären.“ Er musste vor allem nicht weiter gegen die Tränen ankämpfen, um sich zu erklären. „Es tut mir auch leid. Dass ich gesagt hab, du wärest ihm kein guter Freund gewesen.“
„Niko...“ Alex‘ linke Hand schoss nach oben und umklammerte sein Handgelenk. Er versuchte, seinen rechten Arm ebenfalls zu bewegen, aber er war zu sicher festgeschnallt.
„Woah, hey, langsam!“ Niko strich an seinem rechten Arm entlang, versuchte ihn ruhig zu halten, ohne Druck auf die Schusswunde auszuüben. Als er den Unterarm erreichte, drehte Alex sich leicht, genug, um seine Hand zu ergreifen und ihre Finger zu verschränken.
Niko lächelte leicht, als er verstand. Er strich seine rechte Hand von Alex‘ Schulter zu seinem Nacken und zog ihn nach vorne, bis er mit der Stirn gegen seine Brust lehnte. „Ich bin hier, Alex. Ich bleib hier.“
Alex entkam ein Schluchzer und er verlor endlich den Kampf gegen die Tränen.
„Shh, lass es raus.“ Er streichelte mit seinem Daumen auf und ab in seinem Nacken und lehnte sich über ihn. Tränen liefen ihm ebenfalls über die Wangen. Die Verletzungen der letzten Tage, die Sorge um Alex, als er realisiert hatte, dass er bei Bollinger war, all das begann langsam zu heilen.
„Besser?“, fragte er leise, als Alex‘ Tränen nachließen.
„Ja.“ Alex ließ sein Handgelenk los und setzte sich aufrecht hin, drehte das Gesicht aber zur Seite. „Entschuldigung.“
„Dafür nicht.“, unterbrach Niko. Er war froh, dass Alex endlich mal seinen Schmerz rausgelassen hatte, statt ihn immer in sich reinzufressen, bis er die Beherrschung verlor und einen Wutausbruch bekam.
„Dann...danke. Dass du mir ein so guter Freund bist.“ Er klang vorsichtig, etwas fragend, testend, als sei er nicht sicher, wie er reagieren würde.
„Wir sind Freunde.“, bestätigte Niko. Er drückte leicht seine Hand. „Danke für dein Vertrauen, dass du mir das erzählt hast.“
„Du bist der Erste, dem ich es erzählt habe.“
Nikos Augen weiteten sich. „Nicht mal Sophie?“
Alex schüttelte stumm den Kopf.
Niko ergänzte für sich ein paar Punkte auf der Liste an verqueren Ansichten, die Alex‘ Vater scheinbar gehabt hatte und die Alex und Sophie noch immer beeinflussten. „Ich werd’s für mich behalten.“, versprach er.
„Ich weiß. Ich vertraue dir.“