Klimaanlagegesucht
Sep. 10th, 2025 01:39 pmTeam: Drache
Challenge: Sommer – keine Klimaanlage (für mich)
Fandom: Original: Reunion
Anmerkung: Teil 1, 2, 3, 4, 5, 6
Die Sonne war eben am Horizont verschwunden, hinterließ den Himmel in zarten Orangetönen, die langsam in Violett und Nachtblau übergingen. Die Lagune lag still, nur das Zirpen der Grillen und das ferne Rauschen der Wellen begleiteten die Crew. Sie hatten Decken auf dem warmen Sand ausgebreitet, Kerzen und Laternen aufgestellt, und wollten die Nacht unter freiem Himmel verbringen.
Falc lag auf dem Rücken, eine Decke unter sich, den Arm um Rose gelegt. Sie schmiegte sich zunächst an ihn, aber schon nach wenigen Minuten verzog sie das Gesicht.
„Du bist eine wandelnde Heizung,“ murmelte sie, halb schmollend, halb amüsiert.
Falc schmunzelte, ohne die Augen zu öffnen. „Das nennst du Dankbarkeit? Ich opfere meinen Komfort, damit du nicht frierst.“
„Frieren?“ Rose stöhnte leise. „Es ist immer noch warm wie in einem Backofen. Du glühst wie ein Ofenrohr. Und dein Sonnenbrand …“ Sie legte die Hand auf seine Brust, zog sie aber schnell wieder weg. „… brennt ja richtig Hitze ab.“
„Ich wusste nicht, dass ich als zweite Sonne durchgehe,“ gab Falc trocken zurück.
Neben ihnen lachten Rew und Zeron, die sich ein Stück weiter auf ihre Decken gelegt hatten. „Kapitän, wir sollten dich an den Grill stellen,“ rief Rew kichernd. „Dann sparen wir uns das Feuerholz.“
„Sehr witzig,“ brummte Falc.
Rose drehte sich unruhig hin und her, die Luft war stickig, und obwohl die Sonne verschwunden war, hing die Wärme noch wie ein schweres Tuch über der Bucht. Insekten schwirrten um die Laternen, gelegentlich setzte sich eines auf ihre nackte Haut. Sie fuchtelte genervt, während Falc sich kaum bewegte, stoisch wie immer.
„Nein,“ seufzte sie schließlich, richtete sich auf. „Das halte ich nicht aus. Ich geh rein. Drinnen ist es wenigstens etwas kühler hinter den Felswänden.“
„Da drin gibt’s keine Klimaanlage,“ erinnerte Rew sie und grinste schelmisch.
„Trotzdem,“ entschied Rose. „Steine sind mir lieber als Glühofen-Falc und Mückenstiche.“
Aliyah, die gerade Caio einen Arm voll Decken übergab, richtete sich auf. „Ich komm mit. Vielleicht können wir drinnen etwas durchlüften.“
Caio nickte, nahm die Gelegenheit wahr und stand ebenfalls auf. „Wenn du gehst, geh ich auch. Ich hab keine Lust, dass du dich allein über die Hitze beschwerst.“
„Pah,“ machte Aliyah, aber sie lächelte.
Rose schüttelte den Sand von den Beinen und warf Falc noch einen Blick zu. „Kommst du wirklich nicht?“
Falc schüttelte den Kopf. „Die Nacht draußen ist zu schön, um sie im Stein zu verbringen.“
„Wie du meinst,“ sagte sie und drehte sich um. Mit Aliyah und Caio verschwand sie die Felstreppe hinauf, hinein in den dunklen Eingang der Basis.
Zurück blieb Falc, die Decke unter sich, der Himmel über ihm. Zeron summte eine Melodie, Rew warf noch immer Steine in die Lagune, und Falc schloss die Augen, atmete tief die warme Nachtluft ein.
Drinnen, hinter den dicken Mauern des Berges, herrschte tatsächlich eine andere Luft. Sie war nicht wirklich kühl, doch gedämpfter, weniger drückend. Rose warf sich aufs Bett, Aliyah setzte sich mit einem Glas Wasser ans Fenster, Caio begann, die wenigen Lampen zu entzünden.
Rose drehte sich auf die Seite, dann auf den Rücken, wieder auf die Seite. Sie seufzte. „Warum haben wir keine Klimaanlage? Oder wenigstens einen großen Ventilator? Ist das zu viel verlangt?“
„Wir leben in einem Berg,“ bemerkte Aliyah nüchtern. „Sei froh, dass wir überhaupt Fenster haben.“
„Fenster helfen nicht,“ murrte Rose, während sie ihr Shirt zum Fächeln benutzte, welches sie sich nach dem Essen übergezogen hatte. „Die Luft steht trotzdem.“
Caio lachte leise, setzte sich auf die Bettkante. „Wenn du draußen geblieben wärst, würdest du jetzt Mücken zählen. Oder Falcs Sonnenbrand fühlen.“
„Und trotzdem,“ murmelte Rose, „würde ich lieber einen kalten Luftzug spüren als … das hier.“ Sie rollte sich auf den Bauch, drückte das Gesicht ins Kissen. „Ich schwöre, das nächste, was ich anschaffe, ist eine Klimaanlage. Egal, ob wir sie mit Dampf, Zahnrädern oder Vampirmagie betreiben müssen.“
Aliyah grinste. „Sag das Blood, der freut sich bestimmt über so ein Projekt.“
Rose lachte erschöpft, aber die Hitze ließ ihr keinen Frieden. Sie wälzte sich weiter, während draußen am Strand die Stimmen der Crew noch lange in die warme Nacht hinein hallten.
Challenge: Sommer – keine Klimaanlage (für mich)
Fandom: Original: Reunion
Anmerkung: Teil 1, 2, 3, 4, 5, 6
Die Sonne war eben am Horizont verschwunden, hinterließ den Himmel in zarten Orangetönen, die langsam in Violett und Nachtblau übergingen. Die Lagune lag still, nur das Zirpen der Grillen und das ferne Rauschen der Wellen begleiteten die Crew. Sie hatten Decken auf dem warmen Sand ausgebreitet, Kerzen und Laternen aufgestellt, und wollten die Nacht unter freiem Himmel verbringen.
Falc lag auf dem Rücken, eine Decke unter sich, den Arm um Rose gelegt. Sie schmiegte sich zunächst an ihn, aber schon nach wenigen Minuten verzog sie das Gesicht.
„Du bist eine wandelnde Heizung,“ murmelte sie, halb schmollend, halb amüsiert.
Falc schmunzelte, ohne die Augen zu öffnen. „Das nennst du Dankbarkeit? Ich opfere meinen Komfort, damit du nicht frierst.“
„Frieren?“ Rose stöhnte leise. „Es ist immer noch warm wie in einem Backofen. Du glühst wie ein Ofenrohr. Und dein Sonnenbrand …“ Sie legte die Hand auf seine Brust, zog sie aber schnell wieder weg. „… brennt ja richtig Hitze ab.“
„Ich wusste nicht, dass ich als zweite Sonne durchgehe,“ gab Falc trocken zurück.
Neben ihnen lachten Rew und Zeron, die sich ein Stück weiter auf ihre Decken gelegt hatten. „Kapitän, wir sollten dich an den Grill stellen,“ rief Rew kichernd. „Dann sparen wir uns das Feuerholz.“
„Sehr witzig,“ brummte Falc.
Rose drehte sich unruhig hin und her, die Luft war stickig, und obwohl die Sonne verschwunden war, hing die Wärme noch wie ein schweres Tuch über der Bucht. Insekten schwirrten um die Laternen, gelegentlich setzte sich eines auf ihre nackte Haut. Sie fuchtelte genervt, während Falc sich kaum bewegte, stoisch wie immer.
„Nein,“ seufzte sie schließlich, richtete sich auf. „Das halte ich nicht aus. Ich geh rein. Drinnen ist es wenigstens etwas kühler hinter den Felswänden.“
„Da drin gibt’s keine Klimaanlage,“ erinnerte Rew sie und grinste schelmisch.
„Trotzdem,“ entschied Rose. „Steine sind mir lieber als Glühofen-Falc und Mückenstiche.“
Aliyah, die gerade Caio einen Arm voll Decken übergab, richtete sich auf. „Ich komm mit. Vielleicht können wir drinnen etwas durchlüften.“
Caio nickte, nahm die Gelegenheit wahr und stand ebenfalls auf. „Wenn du gehst, geh ich auch. Ich hab keine Lust, dass du dich allein über die Hitze beschwerst.“
„Pah,“ machte Aliyah, aber sie lächelte.
Rose schüttelte den Sand von den Beinen und warf Falc noch einen Blick zu. „Kommst du wirklich nicht?“
Falc schüttelte den Kopf. „Die Nacht draußen ist zu schön, um sie im Stein zu verbringen.“
„Wie du meinst,“ sagte sie und drehte sich um. Mit Aliyah und Caio verschwand sie die Felstreppe hinauf, hinein in den dunklen Eingang der Basis.
Zurück blieb Falc, die Decke unter sich, der Himmel über ihm. Zeron summte eine Melodie, Rew warf noch immer Steine in die Lagune, und Falc schloss die Augen, atmete tief die warme Nachtluft ein.
Drinnen, hinter den dicken Mauern des Berges, herrschte tatsächlich eine andere Luft. Sie war nicht wirklich kühl, doch gedämpfter, weniger drückend. Rose warf sich aufs Bett, Aliyah setzte sich mit einem Glas Wasser ans Fenster, Caio begann, die wenigen Lampen zu entzünden.
Rose drehte sich auf die Seite, dann auf den Rücken, wieder auf die Seite. Sie seufzte. „Warum haben wir keine Klimaanlage? Oder wenigstens einen großen Ventilator? Ist das zu viel verlangt?“
„Wir leben in einem Berg,“ bemerkte Aliyah nüchtern. „Sei froh, dass wir überhaupt Fenster haben.“
„Fenster helfen nicht,“ murrte Rose, während sie ihr Shirt zum Fächeln benutzte, welches sie sich nach dem Essen übergezogen hatte. „Die Luft steht trotzdem.“
Caio lachte leise, setzte sich auf die Bettkante. „Wenn du draußen geblieben wärst, würdest du jetzt Mücken zählen. Oder Falcs Sonnenbrand fühlen.“
„Und trotzdem,“ murmelte Rose, „würde ich lieber einen kalten Luftzug spüren als … das hier.“ Sie rollte sich auf den Bauch, drückte das Gesicht ins Kissen. „Ich schwöre, das nächste, was ich anschaffe, ist eine Klimaanlage. Egal, ob wir sie mit Dampf, Zahnrädern oder Vampirmagie betreiben müssen.“
Aliyah grinste. „Sag das Blood, der freut sich bestimmt über so ein Projekt.“
Rose lachte erschöpft, aber die Hitze ließ ihr keinen Frieden. Sie wälzte sich weiter, während draußen am Strand die Stimmen der Crew noch lange in die warme Nacht hinein hallten.