Zwischen Sand und Sonne
Sep. 10th, 2025 11:03 amTeam: Drache
Challenge: Sommer – Sonnenbrand (für mich)
Fandom: Original: Reunion
Anmerkung: Sommer Teil 1, 2
Falc lag ausgestreckt auf einem sonnengewärmten Stein, der wie ein natürlicher Thron am Rand der Lagune hervorragte. Das leise Rauschen der Wellen und das rhythmische Klatschen der Brandung hatten ihn eingelullt. Mit geschlossenen Augen ließ er die Sonne über sein Gesicht streichen, genoss für einmal die Ruhe, die selten an Bord der Aurelia zu finden war.
Seine braunen Haare hatte er mit der Hand nach hinten gestrichen, damit sie ihm nicht ins Gesicht fielen, und der Wind fuhr spielerisch hindurch. Über seinen Rücken zogen sich helle Narben, stumme Erinnerungen an Gefechte und Abenteuer, die er hinter sich gebracht hatte. Heute jedoch war er nicht der Kapitän, nicht der Stratege – nur ein Mann in einer zweifarbigen, lockeren Badehose, der sich der Wärme hingab.
Doch während er döste, verfing er sich in einem Traum. Das Rattern von Zahnrädern, das Quietschen von Metall, das verzweifelte Rufen seiner Crew. Er sah die Aurelia abstürzen, den Himmel aufreißen, die Wüste sich unendlich unter ihnen erstrecken. Sand, überall Sand. Zeron am Funk, Rew an den Hebeln – und er selbst, unfähig, das Schiff zu retten.
„Wir verlieren an Höhe!“ – das Echo hallte in seinem Kopf.
Ein gellendes Lachen riss ihn heraus. Falc fuhr hoch, blinzelte geblendet gegen die Sonne und brauchte einen Moment, bis er die Stimmen zuordnete. Da waren sie: Zeron, der mit seinem üblichen Ungeschick vom Felsen ins Wasser geplumpst war; Rew, der sich lachend krümmte; und Caio, der vom Ufer aus mit einem Apfel in der Hand den Kopf schüttelte.
Die Schwere in Falcs Brust löste sich. Ein Traum. Nichts weiter. Die Jungs tobten wie junge Hunde im Wasser, und der einzige, der hier zu kämpfen hatte, war Zeron – mit einer hartnäckigen Krabbe, die ihn gerade wieder gezwickt hatte.
„Lass los, du Monster!“ fluchte der Mechaniker, ruderte mit den Armen und versuchte, das Tier abzuschütteln. Als er es endlich wegschleuderte, brach am Ufer ein neues Gelächter aus.
Falc musste schmunzeln. „Du bist schlimmer als die Krabbe, Zeron,“ murmelte er, mehr zu sich selbst. „Du kneifst dich durch jedes Unglück.“
Er streckte die Glieder, die Haut auf seinem Rücken spannte. Ein leises Brennen machte sich bemerkbar, doch er schenkte dem Gefühl keine Beachtung. Stattdessen ließ er den Blick über die Lagune schweifen: Rew, der gerade einen Stein ins Wasser flitschen ließ; Caio, dessen dunkle Haut in der Sonne glänzte, während er Obst und Brot auspackte; und Zeron, pitschnass und zerzaust, der sich beleidigt an den Rand zog.
„Falc!“ rief Rew schließlich und zeigte mit einem Grinsen auf ihn. „Du siehst aus wie ein gekochter Hummer!“
Falc runzelte die Stirn. „Was redest du da?“
„Na, dein Rücken,“ kicherte Rew, „der ist rot wie die Krabbe, die Zeron eben gebissen hat.“
Jetzt spürte Falc das Brennen deutlicher. Er strich sich über die Schultern, verzog das Gesicht und sah an sich herunter. Tatsächlich – die Haut glühte, so als hätte das Meer selbst ihn gebrandmarkt.
„Du hast dich nicht eingecremt, oder?“ fragte Caio trocken, während er ihm ein Stück Melone hinhielt.
Falc brummte etwas Unverständliches. Er war früher als die anderen hier gewesen, hatte die Ruhe gesucht, und an so etwas Profanes wie Sonnencreme keinen Gedanken verschwendet. Jetzt zahlte er den Preis.
„Wenigstens hält es dich davon ab, einzuschlafen und wieder Albträume von Wüsten zu haben,“ neckte Rew. „Du hast im Schlaf gesprochen.“
Falc nahm das Stück Melone, biss hinein und schloss kurz die Augen. Die Süße der Frucht, das Lachen seiner Crew, das Plätschern der Wellen – all das war Wirklichkeit. Nicht Sand, nicht Absturz, nicht Leere.
„Vielleicht,“ sagte er schließlich und ließ sich wieder zurücksinken, „ist ein bisschen Sonne besser als zu viel Sand.“
Die Jungs lachten erneut, und für einen Moment war alles so leicht wie der Wind, der über die Lagune strich.
Challenge: Sommer – Sonnenbrand (für mich)
Fandom: Original: Reunion
Anmerkung: Sommer Teil 1, 2
Falc lag ausgestreckt auf einem sonnengewärmten Stein, der wie ein natürlicher Thron am Rand der Lagune hervorragte. Das leise Rauschen der Wellen und das rhythmische Klatschen der Brandung hatten ihn eingelullt. Mit geschlossenen Augen ließ er die Sonne über sein Gesicht streichen, genoss für einmal die Ruhe, die selten an Bord der Aurelia zu finden war.
Seine braunen Haare hatte er mit der Hand nach hinten gestrichen, damit sie ihm nicht ins Gesicht fielen, und der Wind fuhr spielerisch hindurch. Über seinen Rücken zogen sich helle Narben, stumme Erinnerungen an Gefechte und Abenteuer, die er hinter sich gebracht hatte. Heute jedoch war er nicht der Kapitän, nicht der Stratege – nur ein Mann in einer zweifarbigen, lockeren Badehose, der sich der Wärme hingab.
Doch während er döste, verfing er sich in einem Traum. Das Rattern von Zahnrädern, das Quietschen von Metall, das verzweifelte Rufen seiner Crew. Er sah die Aurelia abstürzen, den Himmel aufreißen, die Wüste sich unendlich unter ihnen erstrecken. Sand, überall Sand. Zeron am Funk, Rew an den Hebeln – und er selbst, unfähig, das Schiff zu retten.
„Wir verlieren an Höhe!“ – das Echo hallte in seinem Kopf.
Ein gellendes Lachen riss ihn heraus. Falc fuhr hoch, blinzelte geblendet gegen die Sonne und brauchte einen Moment, bis er die Stimmen zuordnete. Da waren sie: Zeron, der mit seinem üblichen Ungeschick vom Felsen ins Wasser geplumpst war; Rew, der sich lachend krümmte; und Caio, der vom Ufer aus mit einem Apfel in der Hand den Kopf schüttelte.
Die Schwere in Falcs Brust löste sich. Ein Traum. Nichts weiter. Die Jungs tobten wie junge Hunde im Wasser, und der einzige, der hier zu kämpfen hatte, war Zeron – mit einer hartnäckigen Krabbe, die ihn gerade wieder gezwickt hatte.
„Lass los, du Monster!“ fluchte der Mechaniker, ruderte mit den Armen und versuchte, das Tier abzuschütteln. Als er es endlich wegschleuderte, brach am Ufer ein neues Gelächter aus.
Falc musste schmunzeln. „Du bist schlimmer als die Krabbe, Zeron,“ murmelte er, mehr zu sich selbst. „Du kneifst dich durch jedes Unglück.“
Er streckte die Glieder, die Haut auf seinem Rücken spannte. Ein leises Brennen machte sich bemerkbar, doch er schenkte dem Gefühl keine Beachtung. Stattdessen ließ er den Blick über die Lagune schweifen: Rew, der gerade einen Stein ins Wasser flitschen ließ; Caio, dessen dunkle Haut in der Sonne glänzte, während er Obst und Brot auspackte; und Zeron, pitschnass und zerzaust, der sich beleidigt an den Rand zog.
„Falc!“ rief Rew schließlich und zeigte mit einem Grinsen auf ihn. „Du siehst aus wie ein gekochter Hummer!“
Falc runzelte die Stirn. „Was redest du da?“
„Na, dein Rücken,“ kicherte Rew, „der ist rot wie die Krabbe, die Zeron eben gebissen hat.“
Jetzt spürte Falc das Brennen deutlicher. Er strich sich über die Schultern, verzog das Gesicht und sah an sich herunter. Tatsächlich – die Haut glühte, so als hätte das Meer selbst ihn gebrandmarkt.
„Du hast dich nicht eingecremt, oder?“ fragte Caio trocken, während er ihm ein Stück Melone hinhielt.
Falc brummte etwas Unverständliches. Er war früher als die anderen hier gewesen, hatte die Ruhe gesucht, und an so etwas Profanes wie Sonnencreme keinen Gedanken verschwendet. Jetzt zahlte er den Preis.
„Wenigstens hält es dich davon ab, einzuschlafen und wieder Albträume von Wüsten zu haben,“ neckte Rew. „Du hast im Schlaf gesprochen.“
Falc nahm das Stück Melone, biss hinein und schloss kurz die Augen. Die Süße der Frucht, das Lachen seiner Crew, das Plätschern der Wellen – all das war Wirklichkeit. Nicht Sand, nicht Absturz, nicht Leere.
„Vielleicht,“ sagte er schließlich und ließ sich wieder zurücksinken, „ist ein bisschen Sonne besser als zu viel Sand.“
Die Jungs lachten erneut, und für einen Moment war alles so leicht wie der Wind, der über die Lagune strich.