Team: Drache
Challenge: Angst – „Das muss aufhören“ (fürs Team)
Fandom: Original
Warnung: Selbstverletzung
Wörter: 610
Es ist wie ein Kreislauf, ein Käfig, der immer enger wird. Ein Gedanke beginnt leise, kaum hörbar, und plötzlich schreit er in meinem Kopf. Erst dieses Ziehen in der Brust, ein Pochen unter der Haut. Dann die Bilder. Scharf, ungebeten. Messer, Scherben, Blut. Ich will sie nicht, aber sie drängen sich auf, wie fremde Hände, die mich packen. Und mit ihnen kommt die Angst.
Ich habe Angst vor mir selbst. Angst, dass ich eines Tages nicht mehr stark genug bin, Nein zu sagen. Angst, dass ein kurzer Impuls reicht, um alles zu beenden. Angst, dass ich irgendwann nicht mehr unterscheiden kann, ob ich handeln will oder schon handle.
Der Hass flammt auf, wild, heiß. Gegen andere zuerst. Ich sehe ihre Gesichter, höre ihre Stimmen, und plötzlich will ich sie verletzen. Aber noch bevor ich mich bewege, schlägt der Hass um. Ich wende ihn nach innen. Und dann bleibt nur das Gefühl, dass ich selbst das Monster bin. Dass ich alles Schlechte verdiene. Dass mein eigenes Spiegelbild mich anstarrt, wie ein Feind.
„Das muss aufhören.“
Die Worte jagen durch meinen Kopf, wie eine Sirene. Aber je öfter ich sie wiederhole, desto lauter wird das Chaos. Es hört nicht auf. Es lacht mich aus.
Ich erinnere mich an die Stimmen aus der Vergangenheit, die Sätze, die wie Messer in mir stecken: „Du bist zu viel.“ „Du bist nichts wert.“ „Du machst alles kaputt.“ Sie hallen nach, als wären sie nie verstummt. Manchmal klingen sie wie meine eigene Stimme, manchmal wie ein Chor, der mich verhöhnt.
Die Angst wächst. Sie kriecht durch meinen Körper, legt sich wie eine eisige Hand um meinen Hals. Was, wenn ich nie entkomme? Was, wenn es wirklich nie aufhört? Ich stelle mir vor, dass ich für immer in diesem Zustand gefangen bin: Herz rast, Gedanken rasen, Bilder rasen. Kein Schlaf, keine Ruhe, nur ein endloses Fallen in ein Loch, das kein Ende kennt.
Ich will schreien. Aber die Angst schnürt mir die Kehle zu. Also schweige ich, und im Schweigen höre ich die Gedanken noch lauter. Sie werden zu Stimmen. Stimmen, die mir sagen, dass es nur einen Ausweg gibt. Dass ich aufhören muss, zu kämpfen. Dass Schmerz die Antwort ist.
Doch Schmerz macht mir genauso Angst. Ich weiß, wie es brennt, wie es mich kurz befreit, nur um mich dann doppelt so tief zu fesseln. Die Narben, die bleiben. Das Wissen, dass ich schwach war. Und trotzdem: der Drang, es wieder zu tun. Ein Drang, der so mächtig ist, dass er alles überdeckt. Ich habe Angst vor diesem Drang. Angst, dass er stärker ist als ich.
Und während ich mich selbst fürchte, fürchte ich auch die Welt. Ich misstraue jedem Blick, jedem Wort. Ich warte darauf, dass man mich verlässt, dass man mich verrät, dass man mir zeigt, wie ersetzbar ich bin. Jede Kleinigkeit wird zum Beweis. Und dann spüre ich wieder diesen Hass. Erst gegen sie. Dann gegen mich. Immer gegen mich.
„Das muss aufhören.“
Aber wie? Wie hört man etwas auf, das man selbst ist? Wie flieht man vor sich selbst?
Die Angst wird zur Gewissheit: Es gibt kein Entkommen. Weder aus dem Körper, der mich fesselt, noch aus dem Kopf, der mich quält. Ich bin beides zugleich – Opfer und Täterin, Gefangene und Kerkermeisterin.
Jeder Tag beginnt mit der Hoffnung, dass die Angst vielleicht kleiner wird. Doch sie wächst. Sie wächst wie eine zweite Haut, die mir die Luft nimmt. Und während ich hier sitze, spüre ich, wie sie sich weiter ausbreitet, in jede Faser.
Ich habe Angst, dass ich irgendwann nicht mehr weiß, wo ich ende und die Angst beginnt. Angst, dass ich dann nichts anderes mehr bin. Nur noch das.
Nur noch Angst.
Challenge: Angst – „Das muss aufhören“ (fürs Team)
Fandom: Original
Warnung: Selbstverletzung
Wörter: 610
Es ist wie ein Kreislauf, ein Käfig, der immer enger wird. Ein Gedanke beginnt leise, kaum hörbar, und plötzlich schreit er in meinem Kopf. Erst dieses Ziehen in der Brust, ein Pochen unter der Haut. Dann die Bilder. Scharf, ungebeten. Messer, Scherben, Blut. Ich will sie nicht, aber sie drängen sich auf, wie fremde Hände, die mich packen. Und mit ihnen kommt die Angst.
Ich habe Angst vor mir selbst. Angst, dass ich eines Tages nicht mehr stark genug bin, Nein zu sagen. Angst, dass ein kurzer Impuls reicht, um alles zu beenden. Angst, dass ich irgendwann nicht mehr unterscheiden kann, ob ich handeln will oder schon handle.
Der Hass flammt auf, wild, heiß. Gegen andere zuerst. Ich sehe ihre Gesichter, höre ihre Stimmen, und plötzlich will ich sie verletzen. Aber noch bevor ich mich bewege, schlägt der Hass um. Ich wende ihn nach innen. Und dann bleibt nur das Gefühl, dass ich selbst das Monster bin. Dass ich alles Schlechte verdiene. Dass mein eigenes Spiegelbild mich anstarrt, wie ein Feind.
„Das muss aufhören.“
Die Worte jagen durch meinen Kopf, wie eine Sirene. Aber je öfter ich sie wiederhole, desto lauter wird das Chaos. Es hört nicht auf. Es lacht mich aus.
Ich erinnere mich an die Stimmen aus der Vergangenheit, die Sätze, die wie Messer in mir stecken: „Du bist zu viel.“ „Du bist nichts wert.“ „Du machst alles kaputt.“ Sie hallen nach, als wären sie nie verstummt. Manchmal klingen sie wie meine eigene Stimme, manchmal wie ein Chor, der mich verhöhnt.
Die Angst wächst. Sie kriecht durch meinen Körper, legt sich wie eine eisige Hand um meinen Hals. Was, wenn ich nie entkomme? Was, wenn es wirklich nie aufhört? Ich stelle mir vor, dass ich für immer in diesem Zustand gefangen bin: Herz rast, Gedanken rasen, Bilder rasen. Kein Schlaf, keine Ruhe, nur ein endloses Fallen in ein Loch, das kein Ende kennt.
Ich will schreien. Aber die Angst schnürt mir die Kehle zu. Also schweige ich, und im Schweigen höre ich die Gedanken noch lauter. Sie werden zu Stimmen. Stimmen, die mir sagen, dass es nur einen Ausweg gibt. Dass ich aufhören muss, zu kämpfen. Dass Schmerz die Antwort ist.
Doch Schmerz macht mir genauso Angst. Ich weiß, wie es brennt, wie es mich kurz befreit, nur um mich dann doppelt so tief zu fesseln. Die Narben, die bleiben. Das Wissen, dass ich schwach war. Und trotzdem: der Drang, es wieder zu tun. Ein Drang, der so mächtig ist, dass er alles überdeckt. Ich habe Angst vor diesem Drang. Angst, dass er stärker ist als ich.
Und während ich mich selbst fürchte, fürchte ich auch die Welt. Ich misstraue jedem Blick, jedem Wort. Ich warte darauf, dass man mich verlässt, dass man mich verrät, dass man mir zeigt, wie ersetzbar ich bin. Jede Kleinigkeit wird zum Beweis. Und dann spüre ich wieder diesen Hass. Erst gegen sie. Dann gegen mich. Immer gegen mich.
„Das muss aufhören.“
Aber wie? Wie hört man etwas auf, das man selbst ist? Wie flieht man vor sich selbst?
Die Angst wird zur Gewissheit: Es gibt kein Entkommen. Weder aus dem Körper, der mich fesselt, noch aus dem Kopf, der mich quält. Ich bin beides zugleich – Opfer und Täterin, Gefangene und Kerkermeisterin.
Jeder Tag beginnt mit der Hoffnung, dass die Angst vielleicht kleiner wird. Doch sie wächst. Sie wächst wie eine zweite Haut, die mir die Luft nimmt. Und während ich hier sitze, spüre ich, wie sie sich weiter ausbreitet, in jede Faser.
Ich habe Angst, dass ich irgendwann nicht mehr weiß, wo ich ende und die Angst beginnt. Angst, dass ich dann nichts anderes mehr bin. Nur noch das.
Nur noch Angst.