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Team: Kobold

Challenge: Wetter - Kopfschmerzwetter (für mich)

Fandom: Blind ermittelt

Charaktere: Alex, Niko

Sprache: Deutsch

Wörter: 425

Niko sah Alex immer wieder von der Seite an, als sie durch die Straßen von Wien fuhren. Er war den ganzen Tag schon so kurz angebunden. Zumindest hatten sie gerade keinen Fall, sondern waren nur unterwegs für einige Erledigungen. „Soll ich die Sachen abholen?“, bot er an, als sie vor der Reinigung hielten.

„Das schaff ich gerade noch selbst!“, fuhr Alex ihn an. Er stieß die Tür auf und entfaltete seinen Blindenstock.

Niko seufzte und folgte ihm. „Das bestreite ich doch auch nicht.“ Er öffnete die Tür zum Geschäft für Alex.

„Ach ja?“

„Ja.“ Leise zischte er: „Vielleicht will ich den Angestellten hier auch einfach nur deine schlechte Laune ersparen.“

Für einen Moment sah Alex aus, als würde er explodieren, aber dann schloss er den Mund und presste die Lippen zusammen. Er atmete tief ein und aus, dann wandte er sich an die Angestellte und ließ sich seinen Anzug aushändigen. „Fahr mich heim.“, sagte er dann. Nach einem Moment fügte er hinzu: „Bitte.“

Niko musterte ihn und versuchte seine aktuelle Laune zu lesen. „Okay.“

„Ich hab Kopfschmerzen von diesem Wetter.“, sagte Alex, als sie wieder im Wagen saßen.

„Von der Schwüle?“, fragte Niko. „Dem Luftdruck?“

Alex zuckte nur mit den Schultern. „Wir können den Rest morgen erledigen. Oder später in der Woche.“

Niko schüttelte leicht den Kopf, nahm aber Alex‘ Friedensangebot an.

„Du musst nicht mit mir hoch kommen.“, sagte Alex, als sie wieder hielten. „Ich kann allein in meine Wohnung.“ Im Gegensatz zu vorhin klang er jetzt einfach nur müde.

„Willst du allein sein?“, fragte Niko. Als Alex schwieg, bot er an: „Ich komm kurz mit rauf.“

„Tu was du nicht lassen kannst.“

Niko bemühte sich, ihn nicht besorgt anzustarren, während sie nach oben fuhren. Er wusste, dass Alex die Blicke spüren und nicht leiden konnte. Besorgt sah er, dass Alex mehrere Versuche brauchte, um die Wohnungstür zu öffnen.

Als Alex es endlich geschafft hatte, streifte er seine Schuhe ab und ging direkt zum Sofa. Er ließ seine Sonnenbrille auf den Tisch fallen und sich zurück an die Rückenlehne.

„Hilf dir Aspirin?“, fragte Niko.

„Etwas.“

„Moment.“ Niko ging ins Bad und holte eine Aspirin und ein Glas Wasser und befeuchtete ein Tusch. „Hier.“ Er reichte Alex zunächst die Tablette und das Wasser. Nachdem er sie genommen hatte, sagte er: „Lehn dich wieder zurück.“

„Hm?“

„Achtung.“ Niko berührte ihn behutsam an der Stirn und dirigierte ihn sanft, den Kopf zurückzulehnen. Dann legte er das kühle Tusch auf Alex‘ Stirn.

Alex seufzte unwillkürlich auf.

„Besser?“, fragte Niko leise.

„Besser.“ Alex tastete nach seinem Arm. „Danke, Niko.“

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