R/I - Liebesbrief
Sep. 7th, 2025 10:56 pmTeam: Kobold
Challenge: R/I – Liebesbrief (Sommerchallenge 2024) (fürs Team)
Fandom: Les Miserables
Charaktere: Enjolras, Grantaire
Sprache: Deutsch
Wörter: 396
Enjolras schlenderte durch die Ausstellung. Normalerweise interessierte er sich nicht für Kunstausstellungen, aber Courfeyrac hatte ihm gesagt, dass es Werke von Grantaire waren, die er in ihrem vorherigen Leben gemalt hatte. „Du solltest sie dir ansehen.“, hatte Courfeyrac gesagt. „Du könntest einige seiner Inspirationen wiedererkennen.“
Tatsächlich hatte er einige ihrer Freunde auf Bildern wiedererkannt. Nur sich selbst hatte er nicht gesehen.
Nicht dass er Erwartungen gehabt hätte. Sie waren sich damals ja nicht gerade nahe gewesen. Warum also hätte Grantaire in malen sollen?
Er sah auf den Plan im Flyer zur Ausstellung. Wo ging es nun weiter? Ah, da, zu einem kleineren Seitenraum. Er runzelte die Stirn, als er die Bezeichnung ‚Liebesbrief‘ las. Er zögerte kurz, ob er weitergehen sollte. Schließlich kannte er Grantaire persönlich. Er würde ihm wieder in die Augen sehen müssen, was ihm nach etwas so persönlichem wie Liebesbriefen schwer fallen würde. Er versuchte sich zu erinnern, ob Grantaire in seiner Gegenwart einmal seine Geliebte erwähnt hatte, entweder damals oder heute. War sie vielleicht nicht ebenfalls wiedergeboren worden? Oder hatte er sie noch nicht wiedergefunden?
Hatte er sich vielleicht nur ihm gegenüber nicht geöffnet? Er hatte sich bemüht, diesmal eine bessere Beziehung mit Grantaire aufzubauen, aber vielleicht war es noch nicht genug?
Vielleicht würden ihm die Bilder einen Hinweis geben.
Er betrat den Raum.
„So...“
„Ja, Apollon?“, sagte Grantaire, als Enjolras, ganz untypisch für ihn, einfach abbrach.
„Ich war in der Ausstellung. Von deinen Werken aus dem 19. Jahrhundert.“
Grantaire erstarrte kurz. Es war noch immer seltsam für ihn, dass seine Werke aus seinem früheren Leben nun ohne sein Wissen und ohne seine Zustimmung ausgestellt und verkauft werden konnten. Er hätte auch nie erwartet, dass Enjolras die Ausstellung besuchen würde. „Ach ja?“
„Ja.“ Er zögerte kurz. „Hast du sie gesehen?“
„Nein. Ich will nicht wirklich wissen, was ihre Interpretationen meiner Bilder sind.“
Enjolras räusperte sich. „Eine Reihe von Bilder mit demselben... Motiv haben sie als Liebesbrief ausgewiesen.“
Grantaire wäre am liebsten in Flüche ausgebrochen. Es gab nur ein Motiv, dass er oft genug gemalt hatte, dass es als Reihe bezeichnet werden konnte. Und die Interpretation war leider nicht falsch. Nur hatte er nie vorgehabt, dass Enjolras diesen ‚Liebesbrief‘ zu sehen bekam.
„War das ein Liebesbrief?“, fragte Enjolras. „Ein Liebesbrief an mich?“
Was sollte er jetzt noch leugnen? „Ja. Aber, Enjolras, ich wollte n...“
„Gut.“, unterbrach Enjolras. Er ergriff Grantaires Gesicht und küsste ihn.
Challenge: R/I – Liebesbrief (Sommerchallenge 2024) (fürs Team)
Fandom: Les Miserables
Charaktere: Enjolras, Grantaire
Sprache: Deutsch
Wörter: 396
Enjolras schlenderte durch die Ausstellung. Normalerweise interessierte er sich nicht für Kunstausstellungen, aber Courfeyrac hatte ihm gesagt, dass es Werke von Grantaire waren, die er in ihrem vorherigen Leben gemalt hatte. „Du solltest sie dir ansehen.“, hatte Courfeyrac gesagt. „Du könntest einige seiner Inspirationen wiedererkennen.“
Tatsächlich hatte er einige ihrer Freunde auf Bildern wiedererkannt. Nur sich selbst hatte er nicht gesehen.
Nicht dass er Erwartungen gehabt hätte. Sie waren sich damals ja nicht gerade nahe gewesen. Warum also hätte Grantaire in malen sollen?
Er sah auf den Plan im Flyer zur Ausstellung. Wo ging es nun weiter? Ah, da, zu einem kleineren Seitenraum. Er runzelte die Stirn, als er die Bezeichnung ‚Liebesbrief‘ las. Er zögerte kurz, ob er weitergehen sollte. Schließlich kannte er Grantaire persönlich. Er würde ihm wieder in die Augen sehen müssen, was ihm nach etwas so persönlichem wie Liebesbriefen schwer fallen würde. Er versuchte sich zu erinnern, ob Grantaire in seiner Gegenwart einmal seine Geliebte erwähnt hatte, entweder damals oder heute. War sie vielleicht nicht ebenfalls wiedergeboren worden? Oder hatte er sie noch nicht wiedergefunden?
Hatte er sich vielleicht nur ihm gegenüber nicht geöffnet? Er hatte sich bemüht, diesmal eine bessere Beziehung mit Grantaire aufzubauen, aber vielleicht war es noch nicht genug?
Vielleicht würden ihm die Bilder einen Hinweis geben.
Er betrat den Raum.
„So...“
„Ja, Apollon?“, sagte Grantaire, als Enjolras, ganz untypisch für ihn, einfach abbrach.
„Ich war in der Ausstellung. Von deinen Werken aus dem 19. Jahrhundert.“
Grantaire erstarrte kurz. Es war noch immer seltsam für ihn, dass seine Werke aus seinem früheren Leben nun ohne sein Wissen und ohne seine Zustimmung ausgestellt und verkauft werden konnten. Er hätte auch nie erwartet, dass Enjolras die Ausstellung besuchen würde. „Ach ja?“
„Ja.“ Er zögerte kurz. „Hast du sie gesehen?“
„Nein. Ich will nicht wirklich wissen, was ihre Interpretationen meiner Bilder sind.“
Enjolras räusperte sich. „Eine Reihe von Bilder mit demselben... Motiv haben sie als Liebesbrief ausgewiesen.“
Grantaire wäre am liebsten in Flüche ausgebrochen. Es gab nur ein Motiv, dass er oft genug gemalt hatte, dass es als Reihe bezeichnet werden konnte. Und die Interpretation war leider nicht falsch. Nur hatte er nie vorgehabt, dass Enjolras diesen ‚Liebesbrief‘ zu sehen bekam.
„War das ein Liebesbrief?“, fragte Enjolras. „Ein Liebesbrief an mich?“
Was sollte er jetzt noch leugnen? „Ja. Aber, Enjolras, ich wollte n...“
„Gut.“, unterbrach Enjolras. Er ergriff Grantaires Gesicht und küsste ihn.