[identity profile] kessel-ksl.livejournal.com posting in [community profile] 120_minuten
Team: Kobold
Challenge: Schreibaufgabe - Crossover - für mich
Fandom: Blind ermittelt, Mord in Wien
Charaktere: Alex, Carl, Laura und der Rest der Gang
Wörter: 650
A/N: Spielt in diesem Universum.


„Zum Abschluss möchte ich mich für die schnelle und reibungslose Zusammenarbeit in diesem Fall bedanken. Besonders auch für die Unterstützung durch die Kollegen Malzer und Nassau.“ Janda weist mit einer kurzen Geste auf ihn und Malzer, sie beide nicken beflissen und unter dem Tisch kippt Alex‘ Knie gegen seins. Carl muss lächeln und drückt sein Knie gegen Alex‘.

Janda fasst noch einmal das dienstliche zusammen; die Berichte und Akten und die Pressemittelung, die noch am Abend herausgegeben werden soll sowie die Anweisung der Staatsanwaltschaft, darauf zu verweisen und die Pressekonferenz abzuwarten. Denn das ist ihnen allen klar, dieser Fall wird Wellen schlagen, ganz abseits von denen, die er bereits in Carl Leben geschlagen hat. Sie tauschen noch einige Nettigkeiten aus, dann leert sich der Raum Zusehens. Nur Alex scheint es nicht eilig zu haben, genauso wenig wie er selbst.

„Wir kommen gleich.“ Er nickt Malzer zu, die mit neugierigem Blick in der Tür verharrt und ihm einen langen Blick zuwirft, ehe sie geht.

„Sind alle weg?“, vergewissert sich Alex und lehnt sich locker gegen den Konferenztisch.

„Ja, aber ich glaube allzu lange haben wir nicht für uns…“ Carl seufzt und tritt nahe an Alex heran. Der streckt eine Hand aus, tastet nach Carls Arm. Alex‘ Schultern sinken entspannt, als sich ihre Hände berühren. Sanft streicht sein Daumen über seinen Handrücken. Mehr können sie sich hier nicht erlauben, auch wenn Carl nichts lieber wäre, als zwischen Alex‘ Beine zu treten und ihn zu küssen.

„Ich hätte nicht gedacht, dass sich unsere Wege nochmal kreuzen“, beginnt Alex mit ruhiger Stimme. „Auch wenn andere Umstände erwünschenswerter wären.“

„Ja, durchaus.“ Carl verzieht das Gesicht, atmet tief. „Aber sonst hätten wir uns wahrscheinlich nie wieder gesehen.“

„Und das wäre wirklich schade.“ Einen Moment schweigen sie beide in stiller Übereinkunft, bis Carl sich ein Herz fasst, sich vortastet, weil er nicht weiß, ob er noch eine weitere zweite Chance mit Alex kriegt.

„Es wäre schön, wenn es nicht bei diesem einen Mal bleibt.“ Sanft drückt er Alex‘ Hand, versucht sein klopfendes Herz zu ignorieren. Er weiß um Alex‘ Vergangenheit, sie haben darüber gesprochen, aber er weiß auch mit welchem Verlangen Alex ihn geküsst hat und so lange sie sich jetzt nicht erneut aus den Augen verlieren, ist er mit jedem Tempo zufrieden, mit dem sich ihr Miteinander entwickelt.

„Ja“, nickt Alex. „Da gibt es ein paar Jahre, die wir aufholen sollten, oder?“ Ein feines Lächeln umspielt Alex‘ Lippen und Carl muss den Blick abwenden, so sehr strapaziert es seine Zurückhaltung.

„Ich werde erst am Wochenende in Salzburg erwartet“, sagt er stattdessen. Wenigstens ein bisschen Zeit für sie beide.

„Ich ruf dich an?“

„Ja. Bitte.“

Wieder sinkt Schweigen über sie, bis Alex sich vom Tisch abstößt. „Wenn wir nicht gleich kommen, suchen sie uns.“

„Na dann.“ Carl drückt Alex‘ Hand ein letztes Mal, ehe er sie los lässt und sie gemeinsam den Konferenzraum verlassen. Tatsächlich stehen Janda und Malzer noch draußen auf dem Vorplatz, selbst ins Gespräch vertieft.

„Ach, haben die Herren es auch geschafft!“, begrüßt sie Malzer, aber es liegt kein Biss in ihrer Stimme, auch sie ist froh diesen Fall so unaufgeregt über die Bühne gebracht zu haben. Sie verlieren sich in gutmütigem Geplänkel, bis Malzer in die Hände klatscht. „So, ich muss mich leider verabschieden, die Pflicht ruf!“

„Darf ich Sie nach Hause fahren?“, bietet Carl an, da er Malzer am Morgen auch abgeholt hat und er nur schätzen kann, wie lang der Weg zu ihr mit den öffentlichen Verkehrsmitteln dauert. Malzer hebt eine Augenbraue, willigt aber dennoch ein.

„Dann machs gut, Carl“, verabschiedet sich Alex und bevor er überlegen kann, ob er ihm nun die Hand schütteln oder ihn umarmen soll, da hat Alex ihn schon in seine Arme gezogen und Jandas Gesichtsausdruck verrät, dass eine solche Geste nicht allzu oft geschieht. „Bis bald.“

„Lass dir nicht zu viel Zeit mit dem Anruf“, flüstert Carl Alex‘ ins Ohr und Alex grinst.

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