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Team: Kobold

Challenge: R/I – JOKER: Vergeben und Vergessen (Sommerchallenge 2023) (für mich)

Fandom: Burg Schreckenstein

Charaktere: Sophie, Beatrix, Ottokar, Stephan (mein Polycule)

Sprache: Deutsch

Wörter: 548

Sophie blieb kurz in der Tür stehen und betrachtete Beatrix, die allein auf ihrem Bett saß. „Hey.“ Sie setzt sich neben sie. „Hast du keine Lust mit zum Schwimmen zu kommen?“

Beatrix zuckte mit den Schultern, aber antwortete erst einmal nicht.

Sophie wartete geduldig.

„Ich war nicht sicher, ob ich willkommen bin.“, flüsterte Beatrix schließlich.

Sophie rückte näher an sie heran und umarmte sie. „Natürlich bist du das.“

Beatrix sah sie zweifeln an.

Sophie lehnte ihren Kopf an Beatrix‘ und rieb ihre Wange an den blonden Locken. „Ehrlich, Bea. Ich will dich dabeihaben.“

„Auch wenn ich mich wie der letzte Idiot verhalten habe in letzter Zeit?“

„Auch dann.“ Sophie küsste Beatrix‘ Wange. „Die Ritter haben ja oft seltsame Ideen, aber mit einem haben sie nicht Unrecht.“ Sie drückte sie. „Vergeben und vergessen.“

Beatrix lachte auf, auch wenn es ein wenig wie ein Schluchzer klang. „Vergeben und vergessen.“



Andi brach mitten im Satz ab, als sich die Tür zur Folterkammer öffnete und Sophie hereinmarschierte.

„Sophie?“, fragte Ottokar, schon halb aufgestanden von seinem Richterstuhl.

„Habt ihr gerade etwas Dringenden auf der Tagesordnung?“, fragte sie.

„Nein?“, erwiderte Hans-Jürgen.

„Sehr gut. Dann haben wir Zeit für vorbeugenden Maßnahmen.“ Sie winkte Ottokar zu sich. „Stephan, du auch.“

„Wie?“

„Ah.“ Mücke nickte wissend. „Gute Idee. Geht nur, wir können die Sitzung ein andermal fortsetzen.“

Stephan sah fragend von Mücke zu Sophie, dann zu den anderen, aber als keine weitere Erklärung kam, folgte er ihnen nach draußen.

„Was ist los, Sophie?“, fragte Ottokar.

Sie atmete tief durch. „Ich bin wegen Bea hier. Ihre Reaktion war zwar falsch, aber wir drei waren auch nicht ganz unschuldig. Wir... wir haben nie klar gesagt, was das zwischen uns ist. Wie verbindlich das ist. Wie offen.“

„Ah.“

„Ich erwarte nicht, dass wir es heute Abend alles final klären, aber wir müssen es angehen. Bevor es noch mehr... Missverständnisse... gibt.“ Sie war sich nicht sicher, ob ‚Missverständnis‘ das richtige Wort war. Vielleicht waren es einfach nur falsche Erwartungen, unterschiedliche Deutungen, die sie hatten?

„Für mich ist es etwas Ernstes, etwas Verbindliches.“, begann Ottokar. „Und niemand außer euch beiden für mich.“

„Für mich ist es auch etwas Ernstes.“, sagte Sophie. „Und aktuell will ich niemand außer dir und Bea.“

Sie sah Stephan an, dann wandte sie ihren Blick in den Hof, um ihn nicht unter Druck zu setzen.

Stephan seufzte. „Ich hab Scheiße gebaut. Ich weiß nicht mal, wie genau das gelaufen ist.“ Er schüttelte den Kopf. „Meine Treffen mit Anke waren erst nur freundschaftlich. Irgendwie wurde es dann... nicht mehr eindeutig.“

„Und jetzt?“

„Ottokar. Und... und ich sollte mit Bea sprechen. Ob sie noch... Und ich schuldige ihre eine Entschuldigung.“

Sophie lächelte. „Das tust du.“ Ernster fügte sie hinzu: „Und sprich auch mit Anke. Wir brauchen keine Wiederholung mit getauschten Rollen.“

„Mach ich.“

„Sehr schön. Dann mach ich mich auf den Rückweg. Nicht dass die Horn noch merkt, dass ich weg bin.“

„Sollen wir dich begleiten und ins Schlepptau nehmen?“, bot Ottokar an.

„Nein, ich schaff es schon.“ Sie küsste ihn kurz. „Geht ihr nur wieder zu eurer Sitzung.“ Sie wandte sie zurück Richtung See.

„Sophie!“, rief Stephan sie zurück. Als sie sich umdrehte, sagte er: „Danke, dass du gekommen bist. Und es tut mir Leid, dass du in meine Beziehungsprobleme mit Bea reingezogen wurdest.“

Sie lächelte. „Vergeben und vergessen.“

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