[identity profile] m-chris-h.livejournal.com posting in [community profile] 120_minuten
Team: Kobold

Challenge: Sommer - Grillparty (für mich)

Fandom: Harry Potter

Charaktere: Draco Malfoy, Astoria Greengrass, Daphne Greengrass, Blaise Zabini, Tracey Davis

Sprache: Deutsch

Wörter:985

Teil 1

Draco nahm einen Schluck von seinem Wasser – das Glas so verzaubert, dass der Inhalt shcön kühl blieb – und lehnte sich mit geschlossenen Augen wieder zurück auf der Liege. So schlecht war der Urlaub wirklich nicht. Astoria hatte Recht gehabt, es war gut, mal Abstand zu haben, Abstand zu den Blicken, wenn er sich in der Öffentlichkeit zeigte. Es war etwas besser, seit Potter sich für ihn ausgesprochen hatte (er war seitdem nicht mehr auf offener Straße verflucht worden), aber nicht so entspannt wie hier.

Jemand setzte sich neben ihn, also öffnete er die Augen. Er lächelte Astoria an. „Hey.“

Sie lächelte zurück. „Hey.“

Er konnte sein Glück noch immer kaum fassen, dass sie zugestimmt hatte, ihn zu heiraten. Dass es ihr nichts ausmachte, dass er nicht auf Frauen stand und ihre Kinder per Ritual gezeugt würden. Dass ihr sein schlechter Ruf nichts ausmachte. Er sollte während ihrem Urlaub nach einem Geschenk für seine Cousine Luna suchen, als Dankeschön dafür, dass sie sie einander vorgestellt und ihre Freundschaft unterstützt hatte.

„Ich dachte mir wir essen heute Abend auswärts.“, sagte Astoria.

„Hast du ein Restaurant gesehen, dass du probieren willst?“

Sie grinste. „So ähnlich.“



„Das sieht nicht aus wie ein Restaurant.“, stellte Daphne fest, als Astoria vor einem Gebäude stehen blieb.

„Das hab ich auch nie behauptet.“, entgegnete Astoria. „Aber hier ist heute eine Grillparty.“ Sie trat du das Gartentürchen und ging auf das Haus zu.

„Astoria, wir können nicht einfach zu einer privaten Feier bei Fremden gehen.“, zischte Draco.

„Keine Sorge, wir sind eingeladen.“ Sie trat ein, ohne sich noch einmal nach ihnen umzusehen.

Draco sah zu Daphne, aber die zuckte nur verwirrt mit den Schultern. Scheinbar wusste sie auch nicht, wen Astoria hier kannte. Da sie keine andere Wahl hatten, folgte sie ihr.

Zumindest war innen deutlich, dass das hier ein magischer Haushalt war. Die Gäste waren größtenteils Italiener, aber hier und da hörte er auch englische Stimmen.

Er sah sich um und versuchte, Astoria zu entdecken.

„Da ist sie.“, sagte Daphne und deutete hinaus in den Garten.

Der Garten wurde von bunt leuchtenden, schwebenden Kugeln erleuchtet. Am Rand der Terrasse war ein Grill, der von einem Hauself in Uniform bedient wurde. Fisch, Fleisch und Gemüsespieße brutzelten darauf und bei dem Geruch lief ihm das Wasser im Mund zusammen.

„Sollten wir nicht erst mal die Gastgeber begrüßen?“, fragte er, als sie sich bei Astoria in die Schlange stellten. Er wüsste gerne endlich, bei wem sie hier waren.

„Die sind gerade noch beschäftigt. Sie werden uns gleich begrüßen.“

Das war... ungewöhnlich, aber was sollten sie tun?

Sie ließen sich je einen Teller füllen und suchten sich dann einen freien Tisch.

Während sie aßen, genossen sie den Blick auf den Strand und das Meer, in dem das Mondlicht glitzerte. Einige Gäste saßen im Sand (Draco schüttelte sich bei dem Gedanken), andere spazierten in der Brandung.

Irgendwie erinnerte ihn dieser Garten an das Haus, in dem er vor Jahren mal ein paar Tage mit Blaise verbracht hatte. Im Sommer vor ihrem dritten Schuljahr hatte er ihn eingeladen und seine Eltern hatten zugestimmt. Damals hatten sie Pläne gehabt, das zu wiederholen. Aber im Sommer darauf war die Quidditsch Weltmeisterschaft gewesen und dann... dann war der dunkle Lord zurückgewesen.

Und dann hatte Blaise angefangen, Tracey Davis zu daten und war mit ihr verschwunden, bevor Draco die Todesser nach Hogwarts gelassen hatte, nachdem er ihn gewarnt hatte.

„Ah, da sind sie ja.“, sagte Astoria. Sie stand auf, den Blick zum Haus gewendet.

Draco stand ebenfalls auf, aber erstarrte, als er sie sah. Blaise. Und Davis.

„Hallo, Draco.“, grüßte er.

Er hatte ja vermutet, dass Blaise mit ihr nach Italien zu seiner dortigen Verwandtschaft geflohen war, aber er hatte nicht gewagt, ihm zu schreiben. Auch weil er nicht die Bestätigung wollte, dass er glücklich mit Davis verheiratet war. Uns sie sahen glück aus. Glücklich und erwachsen. Blaises Schultern sahen noch breiter aus, als sie damals gewesen waren. Das dunkle Haar war kurz, gerade lang genug, um sich leicht zu locken. Es sah so weich und einladend aus. Seine braune Haut war noch etwas dunkler als zu ihrer Schulzeit. Kein Wunder, wenn er jetzt das ganze Jahr hier lebte.

Er hatte ihn gegrüßt, oder? „Blaise. Hi.“ Er räusperte sich. „Ich... äh... ich wusste nicht, dass du hier lebst. Oder dass du Astoria kennst.“

„Ich hab ihnen vor ein paar Monaten geschrieben.“, sagte Astoria. „Sie haben mir auch geholfen, unser Bunglow zu buchen.“

Er sah sie erstaunt hast. „Warum hast du...?“

„Weil mir eure Schmachterei auf den Geist gegangen ist und ihr ja nicht in Pötte kommt.“

Oh Merlin. Er wagte nicht, Blaise und Davis anzusehen. Wie konnte Astoria einfach... warum...?

„Astoria!“, rief Daphne. „Tracey, es tut mir so Leid. Ich würde nie deine Ehe stören wollen. Wenn... wenn du glücklich bist...“

„Wir sind nicht verheiratet.“, unterbrach Blaise.

Was?

„Und wir waren auch nie zusammen.“, sagte Davis. „Wir haben so getan, damit mich die anderen Slytherins, die dem dunklen Lord treu waren, mich in Ruhe lassen.“

„Ihr seid nicht zurückgekommen.“, sagte Draco.

„Wir wusste nicht, ob es etwas gibt, für das es sich lohnt, zurückzukommen.“, erwiderte Davis.

Blaise nickte und lächelte ihn an, dass Dracos Knie ganz weich wurden.

„Unser Urlaub ist noch fast 3 Wochen. Das reicht hoffentlich, damit ihr es rausfinden könnt.“, meinte Astoria.

Astoria. Draco hatte sie ganz vergessen. Hatte seine Verlobte vergessen. „Astoria...“

Lächelnd nahm sie seine Hand. „Draco, wir kennen beide meine Prognose. Ich werde sterben, bevor unser Kind erwachsen ist. Wahrscheinlich bevor es das erste Mal Hogwarts besucht. Es würde mich beruhigen zu wissen, dass du und unser Kind dann jemanden haben, der euch liebt, dass unser Kind weiterhin wenigstens zwei Eltern haben wird. Dass du unserem Kind ein Beispiel sein kannst, zu leben, statt nur zu existieren.“

Blaise legte seine Hand über ihre. „Euer Urlaub kann ein Anfang sein.“ Er lächelte Astoria an. „Und er ihr lang genug, dass wir einen Besuch bei Donna Salutis einplanen sollten.“

Profile

120_minuten: (Default)
Die Uhr läuft ... jetzt!

Most Popular Tags

January 2026

M T W T F S S
   1 234
567891011
12131415 161718
19202122232425
262728293031 

Style Credit

Powered by Dreamwidth Studios