feuchen: (Default)
[personal profile] feuchen posting in [community profile] 120_minuten
Team: Greif
Challenge: Angst - “Das muss aufhören.” (für mich)
Fandom: IDOLiSH7
Charaktere / Pairing: Nanase Riku, Nanase Tenn
Kommentar: gehört zu meinem second-personality!au thing was ich meine irgendwann letztes? jahr schon mal zu geschrieben habe… (zu faul zum raussuchen)


Seine Gedanken schwirrten, während er immer noch den Dolch in der Hand hielt, mit dem er erst Sekunden vorher getötet hatte, weil Riku es gewollt hatte.
Tenn wusste, dass er es nicht wollte, aber er wusste auch, dass er sich nicht dagegen wehren konnte, wenn es dafür sorgte, dass er seinen Zwillingsbruder leiden sah.
„Du bist fantastisch, Tenn-nii“, sagte Riku mit diesem so klaren Blick, während er einfach seine Arme um ihn legte und ihn festhielt, während er ihm in die Augen sah, „aber ich wusste, dass niemand gegen dich ankommt. Du gehörst einzig zu mir.“
Tenn schluckte, ignorierte das Gefühl, dass sich etwas in seiner Brust zusammenzog. Er wusste, dass es Jahre her war, dass Riku wirklich noch sein Zwillingsbruder war. Er wusste nicht, was passiert war, aber er wusste, dass es irgendwann in ihrer Kindheit gewesen war, dass er so etwas wie eine zweite Persönlichkeit entwickelt hatte, die nichts anderes wollte, als mit ihm zusammen zu sein.
Es sollte niemand anderen geben, der mit ihm in Kontakt kam. Anfangs hatte er es selbst getan und getötet, inzwischen tötete Tenn für ihn, weil er sonst dafür sorgte, dass er Rikus schwächelnde Persönlichkeit sah, wie er ihn töten könnte, wenn er nur wollte.
Tenn wusste, dass der Riku, der bei ihm war, lange nicht mehr sein Zwillingsbruder war, er hatte nur immer daran geglaubt, dass es noch nicht verloren war. Dass er Riku irgendwie zurückbekommen konnte, wenn er nur verhinderte, dass diese andere Persönlichkeit ihn vorher auslöschte. Aber dafür musste er tun, was er von ihm verlangte.
Er wusste, dass es langsam an seinen Kräften zerrte, was er tun konnte. Er fühlte auch langsam, dass es vermutlich eh keine Lösung dafür gab, dass er jemals wieder mit seinem Riku glücklich sein konnte.
„Tenn-nii?“, fragte Riku langsam nach.
Tenn hatte sich nur still aus seinen Armen befreit und hielt seinen Dolch vor sich, während seine Augen wieder einfach nur emotionslos waren. Sein Gesicht zierte auch nicht dieses Lächeln, welches er immer in Rikus Gegenwart hatte, auch wenn es schon lange eher falsch war. „Das muss aufhören, Riku“, sagte er langsam, machte langsam wieder einen Schritt auf ihn zu.
„Was?“, fing Riku an, legte den Kopf schief, lächelte einfach nur so ruhig, dass es ihn wieder an das Lächeln von früher erinnerte. Aber er wusste, dass es nicht sein Riku war. Nicht mehr. Viel zu lange nicht mehr. „Du würdest deinen eigenen Zwillingsbruder damit töten?“
Tenn trat nur näher, hielt den Dolch weiter vor sich. „Du bist nicht Riku. Du bist schon lange nicht mehr mein Zwillingsbruder.“
„... Tenn-nii ...? Wovon ... wovon redest ...“, startete Riku eindeutig hustender und mit Tränen in den Augen.
Tenn wusste, dass er es nur tat, um ihn aufzuhalten. Ihm die Persönlichkeit seines Zwillingsbruders zu zeigen, die noch immer irgendwo existierte. Aber er wusste auch, dass es nur ein kurzer Moment wäre. Es gab keine Möglichkeit, ihn zurückzuholen. Er hatte viel zu viel versucht, um an diesem Punkt zu sein, dass er wusste, dass es keine Möglichkeit gab.
Er blieb vor ihm stehen, sah in diese roten Augen, die ihn immer noch so verwirrt ansahen, während die Tränen an seinen Wangen hinab liefen. „Es tut mir leid, Riku“, sagte Tenn, auch wenn er langsam seine Lippen zu einem Lächeln bewegte, weil er wusste, dass das hier sein Riku war – nicht diese falsche Persönlichkeit, die ihn nur täuschen wollte. Es war ein letztes, ehrliches Lächeln, bevor er ihm den Dolch durch die Brust jagte.
„Tenn-nii ...“, drang noch ein letztes Mal Rikus Stimme zu ihm, kurz bevor er ihm entgegen fiel und leblos in seinen Armen liegen blieb.
Tenn schluckte, zog den Dolch zurück, blickte auf die blutverschmierte Klinge, bevor er sich diese selbst in die Brust jagte und einfach nach hinten fiel, seine Arme um Riku geschlungen.

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